Hassan Ruhani auf seiner ersten Pressekonferenz als Irans neuer Präsident, 6. August 2013 © Atta Kenare/AFP/Getty Images

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat als Vorsitzender der blockfreien Staaten einen Plan zur Abschaffung von Atomwaffen vorgelegt. Konkret Israel forderte er zum Atomverzicht auf. "Israel, das einzige Nichtmitglied des Atomwaffensperrvertrages in dieser Region, sollte ohne weitere Verzögerung beitreten", sagte Ruhani vor der UN-Vollversammlung in New York.

Verhandlungen über die Beseitigung aller Kernwaffen sollten so schnell wie möglich beginnen, sagte Ruhani. Der Iran wird selbst verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms Atomwaffen anzustreben, weist dies aber zurück. Der UN-Sicherheitsrat verhängte aber mehrfach Sanktionen. Insbesondere Israel hat Teheran bereits mit Militärschlägen gedroht, um die Entwicklung einer iranischen Atombombe zu stoppen.

Der im Juni gewählte Präsident Ruhani schlug im Atomstreit zuletzt moderate Töne an, die Hoffnungen auf eine diplomatische Wende zwischen dem Iran und dem Westen nährten. Israels Premier Benjamin Netanjahu warnte die Welt davor, sich von den versöhnlichen Tönen Ruhanis täuschen zu lassen.