Ein Gericht in Athen hat einen der wichtigsten griechischen Politiker der vergangenen Jahrzehnte, den früheren sozialistischen Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos, der Geldwäsche und Bestechlichkeit schuldig gesprochen.

Der 74-Jährige und 16 seiner Verwandten und früheren Mitarbeiter haben demnach 55 Millionen Euro Bestechungsgeld für den Kauf von U-Booten aus Deutschland sowie Abwehrraketen aus Russland kassiert. Das Strafmaß solle in den kommenden Tagen verhängt werden, teilte das Gericht mit.

Außer Tsochatzopoulos sprach das Gericht auch seine Frau, seine deutsche Exfrau und seine Tochter sowie Mitarbeiter schuldig. Ihnen drohen jetzt Haftstrafen bis zu 20 Jahren. Tsochadzopoulos sitzt ebenso wie seine Frau, seine Tochter und andere Angehörige seit eineinhalb Jahren in Untersuchungshaft.

Im März wurde Tsochatzopoulos bereits wegen Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft und 520.000 Euro Geldstrafe verurteilt sowie sein Haus in Athen beschlagnahmt. Der ehemalige Minister weist die Vorwürfe von sich.