In seinem neuen Bildband "Wasser" dankt der Fotograf Bernhard Edmaier an erster Stelle seinen Piloten, "die mit viel Geschick und großer Geduld die von mir anvisierten Motive anflogen, viele Male umkreisten und mich immer wieder sicher auf den Erdboden zurückbrachten." Diese Piloten haben viel Erstaunliches gesehen von der Welt, denn für seine Fotos bereiste Edmaier die entlegendsten Orte. Mit seinen Luftaufnahmen zeigt er den Menschen, was die Erde ohne ihr Zutun hervorgebracht hat – in seinem aktuellen Buch dokumentiert er die Kraft des Wassers: "Ohne Wasser gäbe es keine Täler und Schluchten, keine markanten Gipfel in den Gebirgen, keine Deltas und Schwemmebenen, keine Inseln, Ufer und Strände und nicht einmal Dünen in der Wüste."

Der Fotograf erklärt mit seinen Bildern, dass Wasser destruktiv und konstruktiv sein kann – oder beides zugleich. So zeigt er zum Beispiel eisiges Gletscherwasser und mosaikartige Eisschollen in Island, Alaska und Grönland, das türkisfarbene Flachmeer rund um die Bahamas, einen grönländischen Fjord, in dem sich gerade ein Eisberg dreht oder einen Vulkankrater in Neuseeland, der mit 75 Grad Celsius heißem Wasser gefüllt ist. Beim Betrachten der Bilder erkennt man, dass die Kraft des Wassers grenzenlos ist, es schmirgelt nicht nur Sand und Steine, es formt mit seinen Wellen auch Felsküsten und kann sogar Gestein sprengen. Gletscher prägen mit ihrer Erosionskraft ganze Gebirgszüge und zermalmen riesige Felsen zu feinem Sand. Edmaiers Fotos zeigen die geballte Kraft des Wassers aus der Vogelperspektive, gleichzeitig erzählen die Bilder die atemberaubende Geschichte unserer Erde.