Chris Hadfield ist ein kanadischer Astronaut, der nicht nur durch seine Reisen ins All berühmt geworden ist. Der Raumfahrer hat es geschafft, sich sogar vom Weltraum aus Gehör zu verschaffen. So drehte er ein Musikvideo im All, für das er David Bowies Song "Space Oddity" coverte und dabei singend und Gitarre spielend durch die Raumstation ISS schwebt. Bis heute sahen über 23 Millionen Menschen diesen Auftritt im Internet. Doch Hadfield will nicht nur unterhalten, sondern auch aufklären. Die kleinen Filme, in denen der Astronaut erklärt, wie es sich in der Schwerelosigkeit lebt, erfreuen sich im Netz ebenfalls großer Beliebtheit. Die Zahnpasta muss man herunterschlucken, zum Waschen gibt es nur einen feuchten Lappen, und Brot ist wegen der Krümel Tabu, stattdessen gibt es schimmelresistente Tortillas. Den Handstaubsauger mit einem kleinen gelben Trichter, der die Toilette ersetzt, möchte man sich gar nicht so genau vorstellen. Ein Leben ohne Schwerkraft ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Spaziergang, und Hadfield erklärt in seinem Buch: "Das behelfsmäßige, improvisierte Dasein an Bord erinnert an eine lange Reise auf einem Segelboot: Privatsphäre und frische Nahrungsmittel sind Mangelware, die Hygiene ist rudimentär, und die Mannschaft investiert einen guten Teil ihrer Zeit darin, das Fahrzeug zu warten und zu reparieren. Und es gibt noch eine weitere Ähnlichkeit: Es dauert eine Weile, bis einem Seebeine wachsen."