Es scheint so einfach wie aussichtslos zu sein: Wir arbeiten zu viel, schlafen zu wenig, achten nicht genügend auf unsere Gesundheit und genießen unser Leben viel zu selten. Meistens nehmen wir es nicht einmal wahr, sondern denken nur darüber nach, was wir alles noch tun müssen. Arianna Huffington, Mitbegründerin und Chefredakteurin der "Huffington Post" und laut "Time Magazine" eine der 100 einflussreichsten Personen der Welt, hat so gelebt. Die gebürtige Griechin befand sich viele Jahre auf der Überholspur des Lebens, sie arbeitete sieben Tage die Woche, 18 Stunden am Tag. So wurde sie immer erfolgreicher, mächtiger und verdiente viel Geld. Doch dann änderte sich von einem Tag auf den anderen alles: "Am Morgen des 6. April 2007 fand ich mich in einer Blutlache auf dem Fußboden meines Arbeitszimmers wieder. Im Fallen war ich mit dem Kopf gegen die Schreibtischkante geschlagen, hatte mich am Auge verletzt und mir das Jochbein gebrochen." Schnell fanden die Ärzte heraus, dass kein organisches Problem hinter dem Zusammenbruch stand: "Mein Kollaps war das Ergebnis von Erschöpfung und Schlafmangel." Und so begann Huffington, über ihr Leben nachzudenken, das sie aufs Spiel gesetzt hatte. Sie stellte sich Fragen wie: "Sieht so Erfolg aus?" oder "Ist das das Leben, wie ich es gewollt habe?" Die Publizistin kam zu dem Schluss, dass Geld, Macht und Erfolg als Lebensinhalt nicht ausreichen. Also besann sie sich auf die Ratschläge ihrer klugen Mutter, stöberte bei den griechischen Philosophen, ließ sich von spirituellen Denkern inspirieren und fand ihre Analysen in der modernen Naturwissenschaft bestätigt.