In den 50er Jahren erlebte der niederländische Publizist Geert Mak die Vereinigten Staaten von Amerika als etwas besonders Faszinierendes, geradezu Magisches: "Für uns Kinder in der Provinz war Amerika ein Traumland mit einem entspannten Lebensstil, von dem hin und wieder ein Hauch über den Ozean geweht wurde." So ein Hauch Amerika erreichte Mak in Form einer glänzenden Zeitschrift, einem Spielzeugauto mit Schwungrad oder einem Donald Duck-Heft.
Im Jahr 1960, als Geert Mak noch von Amerika träumte, schmiedete der US-Schriftsteller und spätere Literaturnobelpreisträger John Steinbeck einen großen Plan. Er beschloss, drei Monate durch sein Land zu reisen, von der Ostküste bis zur Westküste, dann weiter in den Süden und von dort quer durch die Vereinigten Staaten wieder zurück. Es war nicht reine Abenteuerlust, die ihn antrieb, sondern das Gefühl, den Kontakt zu den Menschen verloren zu haben. Um seine Mitbürger und das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das sich damals in seiner Blütezeit befand, besser zu verstehen, ließ er sich einen Pickup aufrüsten. Das Auto wurde mit einem Ofen und einer Kajüte ausgestattet und bekam den Namen Rosinante. Im Herbst 1960 bestieg Steinbeck dieses sonderbare Gefährt zusammen mit dem Pudel Charley und umfassendem Kartenmaterial.