Denn in Stefan Spjuts faszinierendem Thriller "Troll" werden die putzigen Fabelwesen zu gefährlichen Dämonen.

Im Jahr 1978 verschwindet der kleine Magnus während des Sommerurlaubs mit seiner Mutter ganz plötzlich im Wald - und taucht nie wieder auf. Die Umstände sind mysteriös: "Magnus‘ Mutter, Mona Brodin, hatte behauptet, ein Riese sei aus dem Wald gekommen und habe ihr Kind mitgenommen, und auch wenn die Kriminaltechniker Spuren sicherstellen konnten, die ihre Behauptung untermauerten - an mehreren Stellen in der Nähe der Hütte wurden Fußabdrücke von ungewöhnlicher Größe und Tiefe gefunden -, wurde den unglaubwürdigen Details ihrer Aussage nicht weiter nachgegangen." Fünfundzwanzig Jahre später verschwindet ein vierjähriger Junge auf die gleiche Weise spurlos, und ganz Schweden rätselt: Haust in den nordischen Wäldern ein Troll, der kleine Kinder zu sich holt? Gibt es tatsächlich Trolle in Schweden? Je länger man in Stefan Spjuts Roman liest, desto glaubwürdiger erscheint es, dass noch mehr als Tiere und Pflanzen in den Tiefen des schwedischen Waldes wohnen. Mythologische Gestalten haben die Menschen schon immer fasziniert, doch bei Stefan Spjut sind sie nicht nur abenteuerlich, spannend oder gar niedlich, sondern böse, gefährlich und - realistisch. Die Hauptfigur seines Thrillers ist Susso Myrén, eine Altenpflegerin, die schon als Kind davon träumte, einem übernatürlichen Geschöpf zu begegnen. Ihrem Großvater war es als Fotograf gelungen, eine Luftaufnahme von einem unbekannten Wesen zu machen, das auf dem Rücken eines Bären saß. Susso ist sich sicher, dass es in den Tiefen des Waldes etwas gibt, das die Menschen noch nicht entdeckt und erforscht haben.