In seinem neuen Buch "Der schmale Grat der Hoffnung" erklärt Jean Ziegler ohne Umschweife, wie es um uns alle steht: "Der dritte Weltkrieg gegen die Völker der Dritten Welt hat längst begonnen." Es ist ein Buch zur richtigen Zeit, denn angesichts der vielen Kriege weltweit, allen voran das Massaker in Syrien, ist es schwer, die Hoffnung nicht zu verlieren. Als Mitglied des beratenden Ausschusses des Menschenrechtsrats der UN ist es für Ziegler nicht leicht zu akzeptieren, dass die Vereinten Nationen aufgrund des Vetorechts der Mitglieder im Sicherheitsrat handlungsunfähig geworden sind. "Die UNO ist blass und kraftlos. Der Traum, den sie ursprünglich verkörperte – die Errichtung einer gerechten Weltordnung –, ist gescheitert", schreibt er in seinem Buch und erklärt, was sich dringend ändern muss.

Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung wird auch nicht müde darauf hinzuweisen, dass alle fünf Sekunden auf unserer Erde ein Kind unter zehn Jahren verhungert. Und das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis in einer Welt, in der es genügend Nahrungsmittel für alle gibt. Börsenspekulationen auf Grundnahrungsmittel sind dafür verantwortlich, dass Eltern in den ärmsten Ländern ihren Kindern nichts zu essen kaufen können. Diese Spekulationen könnte der Deutsche Bundestag ohne weiteres verbieten – warum tut er es nicht? Warum zwingen wir unsere Regierung nicht dazu, und warum verlangen wir nicht von unserem Finanzminister, für die Entschuldung der 15 ärmsten Länder der Welt zu stimmen, anstatt sich auf die Seite der Gläubigerbanken zu schlagen?

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