Erfüllte Beziehung trotz stressigem Job? So geht's!
Wächst die Belastung am Arbeitsplatz, wächst die Belastung für die Partnerschaft. Viele stellt das vor eine echte Herausforderung. Lesen Sie hier, wie Sie am besten damit umgehen - und Ihre Beziehung in Schwung halten.
Die Überstunden häufen sich, der Chef ist unleidlich und recht gelingen will derzeit auch nichts: Stress am Arbeitsplatz kann kraftraubend, nervenaufreibend und belastend sein. An der Bürotür macht er nur selten halt, oft schleicht er sich hinüber ins Privatleben - wo er dazu neigt, vor allem der Beziehung Sand ins Getriebe zu streuen. Wenn die gemeinsame Zeit immer knapper, die Stimmung immer gereizter und die schönen Dinge immer weniger werden, scheint Frustration oft genug vorprogrammiert. Wie ist sie dennoch abzuwenden?
Sprechen Sie darüber
So selbstverständlich er auch klingen mag, so mühselig kann dieser Ratschlag zu befolgen sein - für den Gestressten, der wenig Zeit und strapazierte Nerven hat, wie auch für dessen Partner, der Rücksicht üben möchte. Und dennoch: Sprechen Sie über das, was Sie stört oder belastet, über Ihre Wünsche und Bedürfnisse. Lieber zu früh als zu spät, lieber ehrlich als verharmlosend. Andernfalls drohen enttäuschte Erwartungen, ein schwelender Konflikt und verhärtete Fronten. Und wer weiß: Zuweilen sind Probleme kleiner als sie erscheinen - und mit einem offenen Gespräch bereits zu lösen.
Seien Sie ein Team
Wie so oft kann die innere Haltung viele Dinge in die rechte Richtung lenken: Versuchen Sie, den Stress als gemeinsame Herausforderung zu begreifen, die es zu meistern gilt. Einseitige Schuldzuweisungen werden nur schwerlich helfen. Überlegen Sie, was kaputt zu gehen droht und wer von Ihnen welchen Beitrag leisten kann, um das zu verhindern. Dabei nicht vergessen: Die Quelle des Problems liegt außerhalb der eigenen Beziehung - was aber nicht heißt, dazu verdammt zu sein, sich seinem Schicksal zu ergeben.
Strukturieren Sie Ihre Tage um
Während sich der eine vernachlässigt fühlen mag, leidet der andere womöglich unter seinem schlechten Gewissen. Nagt der Berufsstress am Liebesglück, liegt es oftmals an der fehlenden gemeinsamen Zeit - gilt sie doch immerhin als der Boden, auf dem eine Beziehung wachsen und gedeihen kann. Doch Chancen bieten sich auch hier: Helfen kann es bereits, feste und wiederkehrende Termine zu vereinbaren, an denen der Partner im Mittelpunkt steht. Reservieren Sie beispielsweise die Abendstunden eines jeden Dienstags. Nach einiger Zeit werden nicht nur Sie, sondern vielleicht sogar Ihr Chef lernen, den Berufsalltag so zu organisieren, dass Sie pünktlich Feierabend machen können.
Eine andere Möglichkeit: Jene Dinge gemeinsam tun, die vor und nach der Arbeit sowieso anfallen - zum Beispiel frühstücken oder Sport machen. Anstatt getrennt durch den Park zu laufen oder zu unterschiedlichen Zeiten ins Fitnessstudio zu gehen, können Sie sich zusammentun. Und bei einem gemeinsamen Kaffee mit einem Gespräch in den Tag zu starten, kann zu einem wertvollen Ritual werden.
Überdenken Sie Ihre Prioritäten
Müssen Sie wirklich alles, was Sie nach Feierabend tun - und wollen Sie es auch? Den privaten Terminkalender auszumisten, ist ein gangbarer Weg zu mehr Zweisamkeit, sollten alle anderen versperrt sein. Die Prioritäten im Leben außerhalb des Jobs zu überdenken und neu zu setzen ist ein großer Schritt: Mitunter nicht einfach, kann er sich indes als sehr erfrischend entpuppen - hält er doch die Chance bereit, sich von vermeintlichen Verpflichtungen zu emanzipieren.
Von Lea-Patricia Kurz




