Die letzten 100 Jahre haben einen fantastischen Fortschritt im Verständnis der Eigenschaften von einzelnen Atomen und Molekülen gebracht. Praktisch gleichzeitig haben Ingenieure und Naturforscher die Einblicke in mikroskopische Strukturen vorangetrieben, die die beobachtbaren Eigenschaften von Materialien und Festkörpern begründen. Trotzdem bleibt eine Lücke im grundlegenden Verständnis der Wechselwirkung zwischen Atomen, insbesondere von einigen Metallatomen. Hier setzt der neu gegründete Transregio Sonderforschungsbereich (SFB) an. Seit Anfang 2011 beschäftigt sich der an der TU Kaiserslautern und am Karlsruher Institut für Technologie beheimatete SFB 3MET.de mit grundlegenden Fragestellungen zu Metall-Molekül-Komplexen mit mehreren Metallzentren. Die 3MET-Sprecher Prof. Gereon Niedner-Schatteburg und Prof. Manfred Kappes koordinieren die Arbeit der insgesamt 26 Arbeitsgruppen an beiden Standorten.
Neben den Grundlagen von kleinsten magnetischen Speichern und Schaltern werden auch neue Wege zur Synthese katalytisch und optisch aktiver Materialien erforscht. Einzigartig bei 3MET ist die Fortentwicklung innovativer quantenchemischer Methoden zur genauen Beschreibung der Wechselwirkung zwischen den einzelnen Metallatomen in Kombination mit deren Charakterisierung als isolierte Teilchen unter anderem mittels optischer Ultrakurzzeit-Spektroskopie, und das in enger Zusammenarbeit mit klassischer Synthesechemie. Die stark ausgeprägte Interdisziplinarität dieses Forschungsansatzes ist Herausforderung und Chance zugleich und verspricht langfristig grundsätzlich neue Erkenntnisse.