Realitätscheck Wie realistisch ist "Ragdoll" eigentlich?

Rechtsmediziner und Bestsellerautor Michael Tsokos klärt auf.

In "Ragdoll. Dein letzter Tag" kommen die Opfer teils durch sehr verstörende Mordpraktiken ums Leben. Doch wie plausibel ist das eigentlich? Wir haben Deutschlands bekanntesten Michael Tsokos gefragt, ob es sich dabei wirklich nur um reine Fiktion handelt.

 

Von Michael Tsokos erscheint am 12. Mai 2017 "Dem Tod auf der Spur. Spannende Fälle des Professor Tsokos" im Ullstein Taschenbuch Verlag.

Die von Daniel Cole beschriebene Ragdoll, eine aus Körperteilen von sechs Menschen zusammengenähte Flickenpuppe, ist schon ungewöhnlich. Mir ist in meiner bisherigen 25jährigen beruflichen Laufbahn als Rechtsmediziner etwas Vergleichbares jedenfalls noch nicht begegnet. Was nicht bedeutet, dass das so nicht möglich ist. Und was nicht ist, kann ja noch werden. Ausschließen kann man in den Naturwissenschaften schließlich rein gar nichts.


Explodierende Sauerstoffflaschen (im Fall des Bürgermeisters ist es ein Asthma-Inhalator) sind mir dagegen schon öfter untergekommen beziehungsweise die von der Explosion des Sauerstoff-Luftgemisches Betroffenen, die sich, obwohl sie aufgrund massiver Atemnot an einem Sauerstoffgerät angeschlossen waren, es nicht verkneifen konnten, eine Zigarette anzuzünden. Keine gute Idee. Don´t try this at home.