Als Kind wollte Anika Decker Boutiquebesitzerin werden. "Die Freundin meiner Mutter war das, und die saß immer rauchend mit zwei kleinen Hündchen vor einem tollen Laden und alle Klamotten gehörten ihr. Da dachte ich, das ist doch der beste Job überhaupt." Dann kam alles anders: Sie studierte einige Semester Literatur, arbeitete für einen mexikanischen Partyservice und dachte sich Dialoge für eine ZDF-Telenovela aus. Bis sie von Til Schweiger entdeckt wurde.

Zusammen mit Schweiger schrieb sie die Kinofilme Keinohrhasen und Zweiohrküken, am 14. September kommt ihr Film High Society in die Kinos. Doch bis heute hat Anika Decker Angst, aufzufliegen. "Ich denke immer: Jetzt kommt raus, dass ich gar nicht schreiben kann," sagt sie in unserem Gespräch für diesen Podcast. 

Anika Decker, 42, ist Regisseurin. Zusammen mit ihrem Bruder Jan Decker hat sie eine eigene Produktionsfirma. © Andreas Prost für ZEIT ONLINE

Das Konzept unseres Podcasts Frisch an die Arbeit fußt auf dem berühmten Fragebogen von Max Frisch – wir haben ihn umgeschrieben und auf die Arbeitswelt gedreht. Was bedeutet für Sie Glück am Arbeitsplatz? Was macht Sie nervöser, verzichtbar zu sein oder unverzichtbar? Für wie viel Geld würden Sie einen Job machen, der Sie langweilt?

Anika Decker hat auf diese und 22 weitere Fragen zu Arbeit, Glück und Geld geantwortet. (Sie, liebe Leser, können den Fragenbogen zum Podcast hier auch selbst ausfüllen.) Auf die Frage, ob sie gerne mehr Freizeit, mehr Geld oder mehr Sinn hätte, sagte die Regisseurin: "Ich hätte gerne doppelt so viel Geld und doppelt so viel Freizeit." Dann würde sie mehr spenden – und mehr "rumliegen", Serien gucken und Bücher lesen.