Vier H&M-Filialen befinden sich rund um den Marienplatz in München, nur wenige Schaufenster voneinander entfernt. Wer die Geschäfte der schwedischen Modekette verlässt, stößt dort in diesen Tagen womöglich auf eine sarkastische Kontaktanzeige, mit Tesafilm an ein Straßenschild geklebt: "Teilzeit-Lebensgefährte auf Abruf gesucht! Gemeinsame Hobbys unerwünscht. Leider arbeite ich bei H&M. Deshalb habe ich keine festen Arbeitszeiten und brauche einen Freund, der KEINEN WERT auf gemeinsame Hobbys legt und auf Abruf Zeit hat."

Es ist ein Protest gegen die offenbar bei H&M übliche Praxis der Arbeit auf Abruf: Viele Mitarbeiter haben sogenannte Flex-Verträge – Arbeitsverträge, die beispielsweise 10, 15, oder 20 Mindeststunden pro Woche vorsehen. Doch wann jemand arbeitet und ob und wieweit er über die Mindeststunden hinaus arbeiten kann, hängt vom Bedarf des Fililalleiters ab. Die Folgen der Flex-Verträge: Das Einkommen kann von Monat zu Monat stark schwanken, Mitarbeiter sehen sich gezwungen, alles stehen und liegen zu lassen, um kurzfristig eine Schicht zu übernehmen – weil sonst das Geld nicht reicht. Laut einer Umfrage der Betriebsräte bei H&M arbeiten in den von ihnen betreuten Filialen 41 Prozent der Beschäftigten auf Abruf.

Wir haben H&M mit den Vorwürfen konfrontiert und unter anderem nach der Arbeit auf Abruf gefragt. Die Modekette war nicht zu einem Gespräch bereit, bestreitet aber schriftlich, dass bei H&M Mitarbeiter mit Arbeitsverhältnissen auf Abruf beschäftigt sind: "Es gibt bei H&M keine Arbeit auf Abruf." Mitarbeiter und Arbeitgeber könnten sich über den Arbeitsvertrag hinaus "jederzeit gemeinsam auf einen anderen Arbeitsumfang oder eine andere Arbeitszeit verständigen". Die komplette Stellungnahme von H&M finden Sie am Ende dieses Artikels.

Kontaktanzeige von einer H&M-Mitarbeiterin in der Münchner Innenstadt © privat

Die Kontaktanzeige in der Münchner Innenstadt ist längst nicht der einzige Protest. Erst vorletzte Woche demonstrierten Mitarbeiter bei einem vom Verein "aktion ./. arbeitsunrecht" ausgerufenen "Schwarzen Freitag" vor H&M-Filialen in ganz Deutschland: gegen die prekären Arbeitsbedingungen – und auch gegen den Umgang des Unternehmens mit Betriebsratsmitgliedern und Gewerkschaftern. Der Modekonzern schreibt in seiner Stellungnahme an ZEIT ONLINE: "Zu den Werten, denen H&M sich verpflichtet fühlt, gehört der respektvolle Umgang auf Augenhöhe mit den Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen."

Derzeit versucht H&M, vor dem Arbeitsgericht Bonn die Erlaubnis zu erstreiten, dem Betriebsrat Nico Lickel kündigen zu dürfen. Das Verfahren ist nicht abgeschlossen, die Parteien wollen sich außergerichtlich auf einen Vergleich einigen. H&M wirft Lickel vor, unerlaubt Urlaub genommen und bei seinen Arbeitszeiten betrogen zu haben. Lickel sagt, die Firma versuche ihn loszuwerden. Lickel, seit 14 Jahren Verkäufer bei H&M, hat sich in den vergangenen Jahren stark dafür eingesetzt, dass in Filialen der Modekette Betriebsräte gegründet werden. H&M behauptet, Mitarbeitern kein kriminelles Verhalten zu unterstellen oder Betriebsräte zu benachteiligen. Das Unternehmen bestätigt jedoch, die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung funktioniere nicht immer so, "wie es im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit wünschenswert wäre."

Viele Mitarbeiter klagen über die Arbeitsbedingungen bei H&M. Zwei von ihnen, die seit Jahren für das Unternehmen arbeiten, haben sich bereit erklärt, anonym ausführlicher über ihren Arbeitsalltag zu sprechen. Sie berichten von Schikanen gegen Betriebsräte, einen psychisch belastenden Umgang mit den Mitarbeitern und von dem Versuch, Mütter loszuwerden: weil sie weniger flexibel sind als studentische Aushilfen. 

"Es wird erwartet, dass man für H&M lebt"

Christian* arbeitet seit mehr als zehn Jahren bei H&M. Er ist für die Präsentation der Waren in der Filiale und im Schaufenster zuständig:

Viele Chefs bei H&M geben uns Mitarbeitern das Gefühl, dass wir nichts wert sind und froh sein müssen, bei H&M arbeiten zu dürfen. Als ich noch in einer anderen Filiale gearbeitet habe, stand mal ein wichtiger Termin an. Ich habe mich krank hingeschleppt, aber in dem Meeting hat man mir natürlich angesehen, dass ich nicht fit war und Fieber hatte. Daraufhin zitierte mich mein damaliger Store-Manager in sein Büro und schnauzte mich an, dass man so jemanden wie mich nicht gebrauchen könne. Da sind noch ganz andere Sachen passiert und ich habe auch deshalb eine Psychotherapie gemacht.

Eine Kollegin von mir ist sogar in einer psychiatrischen Klinik gelandet, nachdem die Filialleitung sie vorher richtig fertiggemacht hat. Unsere Chefin hat ihr unter anderem durch permanente Kontrolle vermittelt, dass sie ihre Arbeit nicht ordentlich erledigt. Der Kollegin sind jedes Mal die Tränen in die Augen geschossen, wenn sie mit unserer Chefin reden musste. Irgendwann hatte sie dann einen Nervenzusammenbruch. Der Vorgesetzte unserer Chefin hat das Ganze dann als "Problem in der Kommunikation" abgetan.

"Was man bei 20 Stunden rausbekommt, ist zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben. Eine Kollegin hatte am Ende eines Monats kein Geld mehr, um sich etwas zu Essen zu kaufen."
Mitarbeiter in einer Filiale, seit über zehn Jahren bei H&M

Als ich vor über zehn Jahren bei H&M angefangen habe, gab es viele Vollzeitkräfte, heute habe ich eine von sehr wenigen vollen Stellen in unserem Store. Ich bin Visual Merchandiser, das heißt, ich kümmere mich um die Präsentation der Waren und um die Dekoration der Schaufenster. Die Kolleginnen und Kollegen im Verkauf bekommen bei uns aber nur 20-Stunden-Verträge. Gleichzeitig wird erwartet, dass sie flexibel mindestens 30 Stunden arbeiten können, dass sie immer erreichbar sind und spontan einspringen. Wer das nicht zusichern kann, bekommt auch keine 20 Stunden und wer nicht einspringt, wird im nächsten Dienstplan für keine einzige Überstunde eingetragen. Was man bei 20 Stunden rausbekommt, ist aber zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. Eine Kollegin hatte am Ende eines Monats kein Geld mehr, um sich etwas zu Essen zu kaufen.

Früher war die Arbeit bei H&M einfach ein Einzelhandelsjob. Heute soll sich jeder für alles verantwortlich fühlen und mit viel Herzblut arbeiten. Es wird erwartet, dass man für H&M lebt. Absurderweise kann man sich aber gar nicht mehr einbringen, weil mittlerweile alles zentral vorgegeben wird. Zu Anfang konnte ich viel kreativer arbeiten und mir überlegen, wie sich ein Trend präsentieren lässt. Ich konnte entscheiden: Dieser Pullover lässt sich super mit diesem Rock kombinieren, welche Accessoires passen dazu? Inzwischen baue ich nur noch Fotovorlagen nach – diese Jacke hier auf den Stapel, diese Hose dahin. Es ist wie Malen nach Zahlen.

H&M hat sich Werte gegeben für die Arbeitskultur. Zum Beispiel "offen und geradeheraus sein". Eigentlich super, wenn dieser Wert tatsächlich gelebt würde. Ich habe früher total naiv geglaubt, dass Offenheit erwünscht sei und den Vorschlag geäußert, eine improvisierte, nicht den Vorgaben entsprechende Umdekoration beizubehalten, weil sich ein Kleidungsstück seitdem viel besser verkauft hatte. Das kam sehr schlecht an. Zu den H&M-Werten zählen auch "hohes Tempo" und "ständige Verbesserung". Das wird uns Kollegen dann wiederum gern vorgehalten: Du bist zu langsam, du wirst nicht schneller – du lebst unsere Werte nicht! Leider übernehmen dieses Denken dann auch einige Mitarbeiter und halten neuen Kollegen vor, dass sie nach drei Wochen noch nicht so schnell sind wie andere, die seit Jahren hier arbeiten.

Warum ich überhaupt noch hier bin? Ich arbeite daran, das zu ändern, und mache gerade eine Weiterbildung.

„Man merkt, dass die Filialleitung die Mütter loswerden will“

Rainer* arbeitet seit fünf Jahren bei H&M, er ist im Betriebsrat:

Heute bin ich vor allem Betriebsrat, aber angefangen habe ich bei H&M als Lagerist. Ich habe Waren mit einem Piepser gesichert, Kleider auf Bügel gehängt, Ware für den Versand in andere Filialen fertiggemacht. Dauernd hieß es: schneller, schneller, schneller. Die Führungskräfte haben Druck gemacht.

Es gab in unserer Filiale damals noch keinen Betriebsrat und der Umgang mit den Mitarbeitern war miserabel. Ich hatte einen Vertrag, der mir nur zehn Stunden Arbeit pro Woche garantierte, darüber hinaus sollte ich aber möglichst flexibel sein, auch mal 30 Stunden oder mehr zu machen – Arbeit auf Abruf eben. Oft mussten wir für ein oder zwei Stunden reinkommen und danach wieder gehen, weil nichts zu tun war. An anderen Tagen sollten wir zwölf Stunden oder sogar noch länger arbeiten. Auch die laut Tarifvertrag gar nicht erlaubten Doppelschichten waren üblich, Kollegen sollten zweimal am Tag kommen: vormittags vier Stunden arbeiten, dann drei Stunden Pause, anschließend noch mal vier Stunden arbeiten.

Zwei Betriebsrätinnen von einem anderen Standort sind auf uns zugekommen und haben uns ermutigt, dass wir auch einen Betriebsrat gründen. Seitdem engagiere ich mich für bessere Arbeitsbedingungen. Wir haben erreicht, dass bei uns neue Beschäftigte in der Regel Verträge über 15 Stunden bekommen, also etwas mehr Sicherheit. Außerdem wird bei uns zumindest einen Monat im Voraus der Dienstplan gemacht. Es gibt aber auch Filialen ohne Betriebsrat, dort wissen die Kollegen teilweise nur eine Woche im Voraus, wann und wie viel sie eingesetzt werden.

"Die Fluktuation bei H&M ist hoch. Wer einen besseren Job findet, der geht."
Betriebsrat, seit über fünf Jahren bei H&M

Das Arbeiten auf Abruf macht es für die Mitarbeiter sehr schwer bis unmöglich, ihre freie Zeit zu planen oder einen Nebenjob auszuüben. Der Arbeitsvertrag garantiert ihnen aber nur ein sehr niedriges Gehalt. Gleichzeitig hält dieses Modell die Mitarbeiter gefügig. Wer finanziell darauf angewiesen ist, mehr Stunden zu arbeiten, als im Vertrag stehen, der traut sich oft nicht, Kritik zu äußern. Denn wer den Mund aufmacht, wird im nächsten Monat mit weniger Stunden abgestraft, die Überstunden werden nach dem Nasenprinzip verteilt. Die für die Chefs bequemeren Mitarbeiter bekommen außerdem die begehrten Schichten und auch bessere Stundenverteilungen. Bei zum Beispiel 24 Wochenstunden werden sie drei Tage à acht Stunden eingesetzt. Wer zu aufmüpfig ist, wird dagegen an sechs Tagen für jeweils vier Stunden eingeplant – und verbringt doppelt so viel unbezahlte Zeit auf dem Weg zur Arbeit.

Dass H&M die Mitarbeiter kleinhalten will, zeigt sich gerade auch im Umgang mit den Betriebsräten. Wir werden systematisch benachteiligt, wenn es um die Aufstockung der Stundenzahl, Vertragsverlängerungen und Beförderungen geht. Betriebsräte werden außerdem kriminalisiert und Gerüchte über sie in die Welt gesetzt. Es ist auch schon vorgekommen, dass ein Mitarbeiter in eine andere Filiale zwangsversetzt wurde, nachdem der Arbeitgeber mitbekommen hatte, dass er einen Betriebsrat gründen will.

Die Fluktuation bei H&M ist hoch. Wer einen besseren Job findet, der geht. In der Filiale, die ich als Betriebsrat vertrete, arbeiten von den über 50 Leuten, mit denen ich angefangen habe, heute nur noch eine Handvoll. Mütter etwa, die es ohnehin schwer haben auf dem Arbeitsmarkt, und die froh sind, hier zumindest einen befristeten Vertrag zu haben. Aber: Man merkt, dass die Filialleitung die Mütter loswerden will. Sie sind nicht so flexibel wie die Studenten und außerdem teurer, weil sie wegen ihrer längeren Betriebszugehörigkeit einen etwas besseren Stundenlohn bekommen. Die Mütter bekommen deshalb keine Stundenerhöhungen. Stattdessen werden ihnen gerne Aufhebungsverträge mit einer Abfindung angeboten. 

Wir haben in 175 Filialen Betriebsräte, wenn wir alle uns treffen und einer von uns erzählt, was in seiner Filiale passiert, dann können alle anderen nur nicken. Die Probleme sind überall die gleichen.

*Namen geändert.

Stellungnahme von H&M

Stellungnahme von H&M

"Für H&M sind die Menschen, die bei uns täglich arbeiten, der Grund für unseren Erfolg und wir sind unserem Auftrag als guter Arbeitgeber verpflichtet. Zu den Werten, denen H&M sich verpflichtet fühlt, gehört der respektvolle Umgang auf Augenhöhe mit den Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen. Dies gilt für alle Bereiche der Beschäftigung – von gerechter Entlohnung, ausgewogenen Arbeitszeiten und Gewerkschaftsfreiheit bis hin zur Chancengleichheit bei der Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens. Diese Werte gelten auf allen Ebenen des Unternehmens.

Dies spiegelt sich auch in unserer Führungskultur wider, die auf den sieben Werten (Wir glauben an den Menschen, Wir sind ein Team, ständige Verbesserung, offen und geradeheraus, unternehmerisches Denken und Handeln, keep it simple und Kostenbewusstsein) unserer Unternehmenskultur aufbaut. Die Werte definieren, was dazugehört, um bei H&M zu arbeiten und wie wir handeln.

H&M ist ein tarifgebundenes Unternehmen. Demzufolge richten sich Entlohnung, Arbeitseinsatz sowie Arbeitszeit unserer Mitarbeiter nach dem jeweils im Bundesland geltenden Tarifvertrag, an den sich H&M selbstverständlich überall hält. Es gibt bei H&M keine Arbeit auf Abruf. In Fällen eines vereinbarten variablen Stundeneinsatzes können sich Kollegen und Arbeitgeber, im Gegensatz zur Arbeit auf Abruf, jederzeit gemeinsam auf einen anderen Arbeitsumfang und eine andere Arbeitszeit verständigen – hierbei finden individuelle Verfügbarkeiten, aber auch betriebliche Interessen ihre Berücksichtigung. Die Festlegung eines abweichenden Arbeitsumfangs erfolgt somit durch Vereinbarung und nicht allein durch eine entsprechende einseitige Aufforderung des Arbeitgebers.

Als verantwortungsvoll agierendes Unternehmen haben wir immer sowohl die betriebswirtschaftlichen Interessen als auch die Interessen unserer Mitarbeiter im Blick. Als kundenorientiertes Handelsunternehmen nutzen wir verschiedene Arbeitszeitmodelle, die das deutsche Arbeitsrecht ermöglicht. Der Anteil unserer flexiblen Stundenkräfte liegt dabei in einem branchenüblichen Verhältnis zu den Vollzeitkräften und ist auf verschiedene Faktoren, die bedient werden müssen, zurückzuführen: Öffnungszeiten und Kundenströme haben sich in den letzten Jahren geändert und der Einzelhandel an sich benötigt ein gewisses Maß an Flexibilität.

Einige Tarifverträge sehen Regelungen für einen wöchentlichen Mindeststundenumfang vor. In den meisten Fällen lassen die Tarifverträge eine einvernehmliche Abweichung hiervon zu. Die Manteltarifverträge enthalten unterschiedliche Regelungen über das tägliche bzw. wöchentliche Stundenvolumen. Dabei handelt es sich regelmäßig um sogenannte "Soll – Vorschriften", von denen abgewichen werden kann, insbesondere auf Wunsch der Mitarbeiter. Eine Abweichung erfolgt auf Wunsch des jeweiligen Mitarbeiters, was auch im Arbeitsvertrag festgehalten wird.

Arbeitszeiten werden im Rahmen der Personaleinsatzplanung im Voraus festgelegt. Grundsätzlich erfolgt die Festlegung der Lage der Arbeitszeit mindestens vier Tage im Voraus, in der Regel zwei bis vier Wochen vor Arbeitseinsatz. Somit lässt sich ein Monatseinkommen planen. Darüber hinaus gibt es Situationen, zum Beispiel Ausfälle durch Krankheit, die dazu führen, dass Kollegen mögliche Arbeitseinsatzzeiten auch in kürzerer Frist angeboten werden können. Der Kollege selbst entscheidet darüber, ob er oder sie annehmen möchte oder nicht. Falls er mögliche Arbeitseinsätze ablehnt, zieht dies keine Konsequenzen oder weniger Einsatz in der Folgezeit mit sich. Im Bereich unserer Vollzeitkräfte wie auch bei den Teilzeitkräften liegt die Fluktuation unter dem branchentypischen Durchschnitt. Insgesamt hat H&M eine Fluktuation von 11,3 Prozent.

In Deutschland gibt es 436 H&M-Geschäfte. Selbstverständlich sollen diese Geschäfte ein einheitliches Aussehen haben – das ist bei anderen Handelsunternehmen genauso. Die Aufgabe der Visual Merchandiser ist es, einen einheitlichen Außenauftritt für unsere Kunden zu präsentieren und den richtigen Store Look zu kreieren. Dabei ist es ganz natürlich, dass verschiedene Arbeitsmittel als Hilfestellung zur Verfügung gestellt werden.

H&M Deutschland pflegt mit dem Gesamtbetriebsrat und den einzelnen Betriebsräten einen konstruktiven Dialog, der natürlich auch kontroverse Standpunkte beinhalten kann. Es ist von großer Bedeutung für H&M, eine gute Beziehung zu allen Beschäftigten zu haben, unabhängig davon, ob es sich um einzelne Mitarbeiter oder deren Interessenvertreter handelt. Der Gesamtbetriebsrat wie auch der lokale Betriebsrat im Geschäft sind wichtig in der Entwicklung des Unternehmens, können in vielen Fragen mitgestalten und sind auch dazu aufgefordert. Da es sich in Ihrer Anfrage um anonymisierte Vorwürfe handelt, können wir nur allgemein antworten: Es widerspricht den Werten von H&M, Gerüchte zu verbreiten, kriminelles Verhalten zu unterstellen oder Betriebsräte zu benachteiligen.

H&M bekennt sich zur betrieblichen Mitbestimmung, doch nicht immer funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung so, wie es im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit wünschenswert wäre. Die Geschäftsleitung von H&M hat deshalb schon vor geraumer Zeit den Vorsitz des Gesamtbetriebsrats zu einem Gespräch eingeladen, um darüber zu sprechen, wie sich die Zusammenarbeit im Interesse der Beschäftigten und des Unternehmens verbessern lässt. Eine finale Antwort des Gesamtbetriebsrats steht noch aus."