Im Podcast sagt Bettina Rust: "Ich habe keine Angst, obwohl ich keine Rente bekommen werde." © Britta Pedersen/dpa

Was ist Ihnen wichtiger: Anerkennung oder Geld? Was bedeutet für Sie Glück am Arbeitsplatz? Was macht Sie nervöser: verzichtbar zu sein oder unverzichtbar? Wie viel Geld müsste man Ihnen geben, damit Sie nie wieder arbeiten? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in unserem ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Diesmal ist unser Gast Bettina Rust. Die Moderatorin und Journalistin befürchtete früher, mit Mitte 60 nicht mehr genug Geld für den Zahnarzt zu haben und auszusehen, als wäre sie 100 Jahre alt. In unserem Podcast sagt Rust: "Heute habe ich keine Angst mehr, obwohl ich keine Rente bekommen werde." Sie wolle ohnehin nicht so alt werden.

Was sie als Kind werden wollte? "Keine Ahnung! Aber wenn es nach dem Karnevalskostüm gehen würde, wäre ich gerne Spanierin geworden oder Kuchen", sagt Bettina Rust. Sie studierte Kommunikation und Marketing in Hamburg, dann machte sie ein Volontariat bei dem privaten Radiosender OK Radio. Seit 15 Jahren moderiert sie die Radiosendung Hörbar Rust beim Berliner Sender Radio Eins, für die sie mit dem European Podcast Award ausgezeichnet wurde. Außerdem hat Rust schon viele Talkshows moderiert. Zuletzt etwa die rbb-Sendung Stadt, Rad, Hund, für die sie mit ihrem Hund im Korb durch Berlin radelte und sich von Prominenten ihren Kiez zeigen ließ. Derzeit schreibt sie ein Buch.

Im Podcast erzählt die Moderatorin außerdem von einer Krise vor einigen Jahren: "Ich war lebensplatt." Rust war überarbeitet und privat lief es auch nicht so gut. "Man merkt, dass man die Kraft, die man früher aus gutem Essen und einer guten Nacht – ob sie aus wenig oder viel Schlaf bestand – gezogen hat, nicht mehr einfach so zur Verfügung hat." Damals wusste sie nicht mehr, ob sie noch gut sein könne. Sie habe dann "alle Maschinen heruntergefahren." Sie sagt: "Das hat nichts mit Ayurveda zu tun oder mit Thailand. Ich bin in meinem Leben geblieben und habe es verlangsamt." Eine ihrer Strategien: Manchmal schaltet sie ihr Telefon zwei Tage nicht an. "Nicht weil ich denke, lasst mich alle in Ruhe, sondern weil ich es genieße."     

Das Konzept unseres Podcasts Frisch an die Arbeit fußt auf dem berühmten Fragebogen von Max Frisch – wir haben ihn umgeschrieben und an die Arbeitswelt angepasst. Sie, liebe Leser, können den Fragebogen zum Podcast hier auch selbst ausfüllen.