Mein Job

Beruf: Ich bin Softwareingenieur und entwickle die Software für eingebettete Systeme. Das sind Computer, die zum Beispiel in Autos, Handys oder Maschinen eingebaut sind. Ich bin bei einem Unternehmen in Hessen angestellt, das Anlagen für Firmen herstellt, die mit Halbleitern arbeiten. Halbleiter sind Stoffe, die man zum Beispiel für Solarzellen und Mikroprozessoren braucht.

Ausbildung: Ich bin in der Türkei geboren und aufgewachsen. Dort habe einen Bachelor in Elektrotechnik gemacht und sechs Jahre in einer Firma für LED-Anzeigesysteme und später als Bauprojektleiter für Elektrotechnik im Verteidigungsministerium gearbeitet. Dann bin ich mit meiner Frau nach Deutschland gezogen. Sie hat in Mainz Biologie studiert, ich habe in Mannheim meinen Master in Informationstechnik gemacht. Als ich fast fertig war, hat mir ein Headhunter über ein soziales Netzwerk den Job angeboten, den ich jetzt mache.

Wöchentliche Arbeitszeit: In meinem Arbeitsvertrag stehen 40 Stunden. Ich arbeite Gleitzeit, an manchen Tagen zehn Stunden, an anderen dafür nur sechs Stunden. Die Gleitzeitregelung finde ich gut, weil ich meine Arbeitszeit so einteilen kann, wie es gerade besser für mich ist.

Meine Einnahmen

Bruttoeinkommen: 3.570 Euro. Dazu kommt ein 13. Monatsgehalt, von dem ich je die Hälfte als Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalte.

Nettoeinkommen: 2.600 Euro

Meine Ausgaben

Miete: Ich wohne mit meiner Frau zusammen. Wir haben zwei kleine Kinder, eineinhalb Jahre und drei Monate alt, deshalb arbeitet sie zurzeit nicht. Ich bezahle 911 Euro Warmmiete und 130 Euro für Strom.

Lebensmittel: Ungefähr 600 Euro pro Monat für uns alle. Wir kochen meistens zu Hause, aber einmal in der Woche gehen wir in ein Restaurant. Auf der Arbeit kann ich günstig in der Kantine essen. Ein Frühstück kostet dort zwei Euro und ein Mittagsessen um die vier Euro. Ich nehme aber meistens etwas von zu Hause mit. Manchmal esse ich mittags auch gar nichts, weil ich während der Arbeit schon Brötchen, Käse oder Fleischbällchen gegessen habe.

Sprit: Ungefähr 70 Euro. Ich fahre zehn Kilometer zur Arbeit. Und ein- bis zweimal im Monat fahren wir zu den Eltern meiner Frau, die in Ludwigshafen wohnen.

Handy: 50 Euro für mich und meine Frau

Internet: 20 Euro

Versicherungen: Ich bezahle für die Haftpflichtversicherung für mein Auto 62 Euro und acht Euro für den Schutzbrief.

Altersvorsorge: Ich mache mir Sorgen, dass ich von der gesetzlichen Vorsorge als Rentner nicht leben kann. Für eine private Altersvorsorge habe ich derzeit aber kein Geld übrig.

Kleidung: Für den Job brauche ich keine besondere Kleidung. Deshalb kaufe ich sehr selten neue Klamotten.   

Körperpflege: Für Kosmetika rund 100 Euro für die ganze Familie. Für den Friseur noch einmal 40 Euro für alle, schätze ich.

Freizeit: Kommt drauf an. Meistens bleibt am Ende des Monats dafür kein Geld übrig. Wenn doch, machen wir gerne Städtetrips. Eine Reise nach Brüssel hat uns zum Beispiel 400 Euro gekostet. Wegen der Kinder können wir im Moment aber nicht viel reisen. Ansonsten gehen wir oft wandern, das kostet nichts.

Reisen: Wir fliegen ein- bis zweimal im Jahr in die Türkei, weil meine Familie dort lebt. Das kostet uns rund 2.000 Euro jedes Mal für zwei bis drei Wochen.

Ratenzahlungen: Mit 300 Euro im Monat zahle ich unser Auto ab.

So viel bleibt am Ende des Monats übrig

Meistens leider nichts. Ich würde gerne für ein Haus sparen und habe es mit einem Bausparvertrag versucht. 137 Euro habe ich da monatlich eingezahlt. Aber ich habe nach drei Monaten damit aufhören müssen, so viel Geld kann ich zurzeit nicht zurücklegen.