Elektro-Auto Elektro-Smart kommt 2012

In rund drei Jahren soll ein Smart Fortwo, der mit Strom fährt, für jedermann käuflich sein. Mit dem Bau einer Kleinserie will Mercedes schon in Kürze beginnen

Das erste Elektro-Fahrzeug des Daimler-Konzerns läuft in Frankreich vom Band: Der zweisitzige Elektro-Smart soll im Werk in Hambach gebaut werden. Die Kleinwagen mit Lithium-Ionen-Batterie werden ab 2012 in Großserie vom Band laufen, das hat der Konzern jetzt anlässlich eines Besuchs des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy in der lothringischen Stadt mit. Eine Kleinserie von 1000 Einheiten des Smart fortwo soll bereits in diesem November starten. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende dieses Jahres an die Kunden ausgeliefert werden und in Großstädten Europas und der USA im Rahmen verschiedener Mobilitätsprojekte unter Alltagsbedingungen erprobt werden, kündigte Daimler-Chef Dieter Zetsche an.

Für die Produktion des kompakten City-Flitzers mit Elektroantrieb investiere der Konzern einen zweistelligen Millionenbetrag, so Zetsche. Sarkozy sagte Finanzhilfen des Staates für das Projekt zu. Zusammen mit Subventionen aus der Region sollen 15 Prozent der gesamten Investitionssumme gedeckt werden. Der Elektro-Smart war zuerst 2007 in London getestet worden.

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Im Hambacher Werk werden seit 1998 auch die bisherigen Smarts mit Verbrennungsmotoren gefertigt. Im September 2008 feierte die Marke ihren zehnten Geburtstag. Der millionste Smart fortwo lief vom Band. Der knapp 2,50 Meter lange Mini wird auf 41 Märkten vertrieben. Zuletzt kamen China und Brasilien hinzu. 2008 liefen in Hambach, wo 800 Menschen beschäftigt sind, 140 000 der zweisitzigen Kleinwagen vom Band.

 
Leser-Kommentare
  1. Mensch, Mensch, Mensch! Warum wir, das Land das sich für so innovativ hält, immer noch keine Staatshilfen für Elektromobile anbieten ist unverständlich. Ja liebe CDU: Würdet ihr das mit der Innovationsförderung wirklich ernst meinen, hätten ihr schon beim Konjunkturpaket damit anfangen können!
    Ach ja, wo denn genau lässt sich die Innovation den am besten, gewinnbringendsten fördern?
    Aber ich muss euch auch loben, dass ist mit Abstand der beste -weil einzige- richtige Vorschlag für die Zukunft von euch.

  2. Jetzt ist es an der Zeit, durch Startsubventionen den Kauf solcher Fahrzeuge attraktiv zu machen. Ein Elektro-Smart wird sicher nicht zu den guenstigen Konditionen eines Verbrennungsmotors angeboten werden können. Hier muss der Staat einspringen und den höheren Einstiegspreis durch Vergünstigungen abfedern.
    Beispielsweise könnte Parken in der Innenstadt für solche Fahrzeuge kostenlos sein. Auch ein Wegfall der Kfz-Steuer für die ersten 5 Jahre wäre denkbar.

    Wenn man will, fällt einem da einiges ein. Wie ernst ist es der Politik mit ihrer grünen Richtung?

  3. Bis Daimler endlich mit seiner Mini-Großserie startet, werden Mitsubishi i-MiEV und Nissan Leaf schon die erste Preissenkung Modellpflege hinter sich haben. Ähnliches erwarte ich für Renault Kangoo ZE, Bollore Bluecar und Tazzari Zero (ein Smart-ähnlicher 2sitzer aus Italien).

    Das wird wohl nichts mehr bei Daimler... vor allem weil sie vermutlich mit den ersten 1000 Exemplaren gleich die kompletten Entwicklungskosten wieder reinholen wollen und ihn deshalb zu einem astronomischen Preis anbieten werden (auch um zu beweisen, dass es für E-Autos eigentlich "keine Nachfrage" gibt).

    Zur Erinnerung: Daimler war mal richtig vornedran und hatte schon 1997 die Elektro-A-Klasse zur Serienreife entwickelt:
    http://www.umweltbrief.de...
    Während Daimler aber das Projekt still und heimlich eingestampft hat, war Toyota weitsichtiger und hat im gleichen Jahr den Prius 1 auf den Markt gebracht - trotz Ölpreisen um $20!

    Die Folgen dieses Daimler-Mißmanagements werden wir üblich die Mitarbeiter per Stellenabbau zu tragen haben, und nicht die damaligen Fehlentscheider die wohl längst ihre Boni und Abfindungen kassiert haben.

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