Alternative Antriebe Berlin wird ein bisschen elektrisch
Immer mehr Hersteller nutzen die Hauptstadt als Bühne für ihre mit Strom betriebenen Testflotten. Jetzt verteilt Mercedes 100 Autos an ausgewählte Kunden.
© Daimler

Volle Ladung. Eine Tankanzeige hat der Elektro-Smart naturgemäß nicht. Dafür aber Instrumente, die anzeigen, wie viel Energie noch in der Batterie steckt
Der Minister fremdelt noch ein wenig. "Ist das hier die Steckdose?" fragt Rainer Brüderle bei der Präsentation des Elektro-Smarts, bevor er den Ladestecker herauszieht, um ihn in die Kameras zu halten. Aber der FDP-Politiker dürfte da keine Ausnahme sein. Schließlich haben bisher nur sehr wenige Deutsche die Gelegenheit, einen elektrisch angetriebenen Wagen im Alltag zu erleben.
Doch die Zahl wächst. In den nächsten Wochen werden gut 100 Smarts und Mercedes A-Klassen mit elektrischem Antrieb auf die Berliner Straßen rollen. Damit wird die Stadt langsam zur deutschen Hauptstadt für Elektro-Autos. Elektro-Minis sieht man schon länger ab und zu im Straßenbild, im kommenden Jahr sollen noch 20 VW Golf dazukommen, die ebenfalls mit Strom betankt werden.
Dass Testflotten Kilometer abspulen, bevor ein Modell offiziell in den Markt eingeführt wird, ist keine ungewöhnliche Sache. Allerdings geschieht das meist im Verborgenen. Dass die Elektro-Wagen quasi im Rampenlicht über Hauptstadt-Straßen rollen, dürfte mit einer Botschaft zu tun haben. Mercedes, BMW und die anderen wollen zeigen: "Seht doch, wir tun was. Auch wenn wir noch nicht ganz fertig sind."
Denn als erster Großserienhersteller wird weder Mercedes, noch BMW oder VW ein elektrisches Auto zu deutschen Kunden bringen. Mitsubishi macht den Anfang, im kommenden Frühjahr, mit dem Kleinwagen iMiev. Peugeot nimmt schon Bestellungen für den iOn an, der später im Jahr folgen wird.
Der Smart wird dagegen erst 2012 in großen Stückzahlen auf die Straße kommen. Bei Mercedes begründet man das damit, dass die Akkus derzeit noch zu teuer sind. Ganz abwegig scheint das nicht zu sein: 34.000 Euro kostet ein Mitsubishi iMiev in Japan ohne die staatliche Förderung, fast das Dreifache von dem, was für ein Auto dieser Klasse üblich ist.
Trotzdem: Auch mit den aktuellen Berliner Elektro-Smarts werden normale Menschen unterwegs sein. Die Autos sind Teil einer Kleinserie von 1000 Stück, mit der demnächst auch Städte wie Mailand, Rom und Monaco bestückt werden sollen. Vergeben werden die Autos an ausgewählte Kunden. 700 Euro Leasingrate kosten die Berliner Autos monatlich, enthalten darin sind Strom und Ladestation.
Die ersten Elektro-Smarts wurden schon vor zwei Jahren in London erprobt. Die Berliner Modelle sind weiterentwickelt und tragen Lithium-Ionen-Akkus zwischen den Achsen. Gut 40 PS beträgt die Leistung, mit einer Batteriefüllung soll man 135 Kilometer weit kommen, drei bis vier Stunden soll es dauern, den Akku von 30 auf 80 Prozent Füllungsgrad zu laden.
- Datum 17.12.2009 - 14:17 Uhr
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- Serie Technologie
- Quelle ZEIT ONLINE
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Wenn es E-Fahrzeuge geben würde, hätte ich schon lange eines! Das liegt doch alles nur an der Verhinderungstaktik der Konzerne, dass es noch keine gibt. Jeder der damit anfängt wird ausgebremst.
Nur weil Daimler und Co an ihrem Otto festhalten.
Das sind doch alles traurige Gestalten!
Tschüß und atmen sie tief durch, das beruhigt. talkletts
Es wäre hilfreich gewesen, wenn der Autor des Artikel ein paar aussagefähige Angaben gemacht hätte, um das Fahrzeug energetischzu bewerten, z.B. Kaptität der Batterie, Stromverbrauch/km im Stadtbetrieb, Stromverbrauch von Heizung/Klima. Der Grund: 1 kWh Diesel kostet etwa 11 C€, Strom 19 C€.
fehlen leider meistens in Berichten über Elektroautos, wobei mir nicht klar ist, ob dies aus Vorsatz oder aus Inkompetenz geschieht.
So lesen wir in dem Bericht von Kai Kolwitz, dass man mit einer Batteriefüllung 135 Kilometer weit kommt, und dass es drei bis vier Stunden dauern soll, den Akku von 30 auf 80 Prozent Füllungsgrad zu laden.
Beziehen sich die 135 km auf 100% der Akkukapazität oder auf eine Teilentladung von 80% auf 30%, wir erfahren es nicht.
Gilt diese Reichweitenangabe bei Höchstgeschwindigkeit oder nur bei äußerst energiesparender Fahrweise?
Erfolgt die Ladung des Akkus mit den haushaltsüblichen 230 Volt oder wird Drehstrom benötigt? Auch das erfahren wir nicht.
Wie hoch ist die Akkukapazität, welche Lebensdauer ist zu erwarten und was kostet ein neuer Akkusatz?
Vieles bleibt in dem Bericht offen und dies trägt nicht dazu bei, Akzeptanz für das Elektroauto zu begründen.
fehlen leider meistens in Berichten über Elektroautos, wobei mir nicht klar ist, ob dies aus Vorsatz oder aus Inkompetenz geschieht.
So lesen wir in dem Bericht von Kai Kolwitz, dass man mit einer Batteriefüllung 135 Kilometer weit kommt, und dass es drei bis vier Stunden dauern soll, den Akku von 30 auf 80 Prozent Füllungsgrad zu laden.
Beziehen sich die 135 km auf 100% der Akkukapazität oder auf eine Teilentladung von 80% auf 30%, wir erfahren es nicht.
Gilt diese Reichweitenangabe bei Höchstgeschwindigkeit oder nur bei äußerst energiesparender Fahrweise?
Erfolgt die Ladung des Akkus mit den haushaltsüblichen 230 Volt oder wird Drehstrom benötigt? Auch das erfahren wir nicht.
Wie hoch ist die Akkukapazität, welche Lebensdauer ist zu erwarten und was kostet ein neuer Akkusatz?
Vieles bleibt in dem Bericht offen und dies trägt nicht dazu bei, Akzeptanz für das Elektroauto zu begründen.
Ich sehe es genauso wie mixa. Die Automobil-Großkonzerne haben, genauso wie die Ölkonzerne, definitv kein Interesse, den Verbrennungsmotor schnell durch einen Elektroantrieb zu ersetzen. Da gehen den UNternehmen auch aufgrund der nachfolgend mangelnden Wartungsarbeiten zu viele Einnahmen flöten. Und die Strategie, dass Mini und Smart ihre Elektro-Autos zu horrenden Preise nur verleasen, spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Ein paar mehr Infos gibt es übrigens im Automagazin einer großen KFZ-Börse, die mit Auto... anfängt. Da kann exergie vielleicht noch ein paar mehr Infos zum e-Smart finden.
fehlen leider meistens in Berichten über Elektroautos, wobei mir nicht klar ist, ob dies aus Vorsatz oder aus Inkompetenz geschieht.
So lesen wir in dem Bericht von Kai Kolwitz, dass man mit einer Batteriefüllung 135 Kilometer weit kommt, und dass es drei bis vier Stunden dauern soll, den Akku von 30 auf 80 Prozent Füllungsgrad zu laden.
Beziehen sich die 135 km auf 100% der Akkukapazität oder auf eine Teilentladung von 80% auf 30%, wir erfahren es nicht.
Gilt diese Reichweitenangabe bei Höchstgeschwindigkeit oder nur bei äußerst energiesparender Fahrweise?
Erfolgt die Ladung des Akkus mit den haushaltsüblichen 230 Volt oder wird Drehstrom benötigt? Auch das erfahren wir nicht.
Wie hoch ist die Akkukapazität, welche Lebensdauer ist zu erwarten und was kostet ein neuer Akkusatz?
Vieles bleibt in dem Bericht offen und dies trägt nicht dazu bei, Akzeptanz für das Elektroauto zu begründen.
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