Automarkt Nach der Prämie gleich vor der Prämie?
Seite 2/2:

Fördern oder nicht fördern

Gegen eine direkte Förderung des Kaufs von Elektrofahrzeugen hat sich auch die acatech Deutsche Technikakademie ausgesprochen, eine Art Thinktank, der Experten aus Wissenschaft und Industrie vernetzt. Um ihre Einschätzung zu stützen, dreht die Akademie die Preis-Argumentation einfach herum: Die ersten Fahrzeuge würden so teuer auf den Markt kommen, dass sie vor allem von wohlhabenden Umweltfreunden als Zweitwagen gekauft würden. Und diese hätten die Förderung nicht nötig.

Stattdessen fordert man Geld für Forschung und Entwicklung im Bereich Elektro-Mobilität, um erst einmal marktfähige Komponenten und die zugehörige Infrastruktur schaffen zu können. Deutschland könne dann immer noch "Leitanbieter" im Bereich Elektromobilität werden. Doch die Forschung in diesem Bereich hat die Bundesregierung bereits im Rahmen des Konjunkturpakets II mit 500 Millionen Euro bedacht. Zurzeit laufen in acht Modellregionen Versuche an, in denen unterschiedliche Modelle elektrischer Mobilität und der zugehörigen Infrastruktur erprobt werden sollen.

Die Bundesregierung wird am Ende entscheiden müssen, ob sie bereit ist, die Entwicklung mit noch mehr Geld schneller voranzutreiben. Auch ist zu klären, ob es politisch gewollt ist, den Käufern von Elektroautos und damit auch der Industrie durch direkte Prämien unter die Arme zu greifen. Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 auf deutschen Straßen rollen, dieses Ziel hat Verkehrsminister Ramsauer gerade noch einmal bekräftigt.

Doch bis es soweit ist, werden die Lobbyisten aller Strömungen wohl noch einige Termine bei Ministern und Abgeordneten wahrnehmen.  

 
Leser-Kommentare
  1. Ohne Förderung vom Staat wird sich das Elektroauto nicht so schnell durchsetzen. Zukunft Elektroauto ein interessantes Buch bei amazon gesehen, beschreibt was diese Technik zu leisten vermag..

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... von diesem Buch teilt der bislang einzige Rezensent offenbar überhaupt nicht.

    Da Sie dieses Buch in ca. 50% Ihrer Kommentare erwähnen kann man wohl davon ausgehen, dass SIE der Autor sind?

    ... von diesem Buch teilt der bislang einzige Rezensent offenbar überhaupt nicht.

    Da Sie dieses Buch in ca. 50% Ihrer Kommentare erwähnen kann man wohl davon ausgehen, dass SIE der Autor sind?

  2. ... von diesem Buch teilt der bislang einzige Rezensent offenbar überhaupt nicht.

    Da Sie dieses Buch in ca. 50% Ihrer Kommentare erwähnen kann man wohl davon ausgehen, dass SIE der Autor sind?

    Antwort auf "Zukunft Elektroauto"
  3. ... ist noch nicht ganz ausgebrütet. Zum Einen gibt's zur Zeit nur eine Möglichkeit, die Autos in akzeptablen 5 Minuten mit Energie aufzuladen (Batterien austauschen), zum Anderen sind die wenigsten Batterie-Autos für diesen Anwendungsfall konzipiert. Eigentlich weiß ich nur von dem Projekt Better Place, die das so machen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... noch deutlich bessere Batterien? Oder wer muss denn die Batterien innerhalb von 5 Minuten aufladen können?

    Wer solche Reichweiten benötigt ist vermutlich ohnehin mit einem Hybrid-Auto besser bedient. Denn das Problem der Batterien ist nicht deren Speicherkapazität... diese erreicht jetzt brauchbare Dimensionen und wächst um ca. 8% p.a. Auch die Ladezeit spielt praktisch keine Rolle, wenn das Auto nahezu überall während der Arbeit, während des Einkaufs oder während der Nacht aufgeladen werden kann. Das Problem ist der Preis der Batterien, selbst wenn dieser in den kommenden 10 Jahren um 50% sinkt.

    Wechselakkus sind in der Tat ein denkbare Alternative, dürfte sich aber meiner Ansicht nach nicht gegen Voll-Hybride durchsetzen können.

    ... noch deutlich bessere Batterien? Oder wer muss denn die Batterien innerhalb von 5 Minuten aufladen können?

    Wer solche Reichweiten benötigt ist vermutlich ohnehin mit einem Hybrid-Auto besser bedient. Denn das Problem der Batterien ist nicht deren Speicherkapazität... diese erreicht jetzt brauchbare Dimensionen und wächst um ca. 8% p.a. Auch die Ladezeit spielt praktisch keine Rolle, wenn das Auto nahezu überall während der Arbeit, während des Einkaufs oder während der Nacht aufgeladen werden kann. Das Problem ist der Preis der Batterien, selbst wenn dieser in den kommenden 10 Jahren um 50% sinkt.

    Wechselakkus sind in der Tat ein denkbare Alternative, dürfte sich aber meiner Ansicht nach nicht gegen Voll-Hybride durchsetzen können.

  4. ... noch deutlich bessere Batterien? Oder wer muss denn die Batterien innerhalb von 5 Minuten aufladen können?

    Wer solche Reichweiten benötigt ist vermutlich ohnehin mit einem Hybrid-Auto besser bedient. Denn das Problem der Batterien ist nicht deren Speicherkapazität... diese erreicht jetzt brauchbare Dimensionen und wächst um ca. 8% p.a. Auch die Ladezeit spielt praktisch keine Rolle, wenn das Auto nahezu überall während der Arbeit, während des Einkaufs oder während der Nacht aufgeladen werden kann. Das Problem ist der Preis der Batterien, selbst wenn dieser in den kommenden 10 Jahren um 50% sinkt.

    Wechselakkus sind in der Tat ein denkbare Alternative, dürfte sich aber meiner Ansicht nach nicht gegen Voll-Hybride durchsetzen können.

    • TDU
    • 23.01.2010 um 14:33 Uhr

    Immer wieder, erst mal der Ruf nach dem Staat, am besten gleich Steuererhöhungen. Schlagen wir die Verbraucher, wird sich alles schon richten. Woanders ist es umgekehrt. Kurze Anschubsubevention und seht zu, wie ihr eure Produkte verkauft. Als diese Grundsätze noch in Deutschland galten, war es Weltmarktführer. Seit Rot-Grüner Subeventionspoltik geht es runter. USA und China (die können Staat noch besser), weil autoritärer) freuen sich. Armseelige hoch ausgeblidete Bettler, die sich da wieder zu Wort melden.

  5. Ich bin mir sicher dass es erst zu einer Förderung kommt, wenn auch die deutschen Automobilhersteller nachgehinkt sind... anders ist es von deutscher protektionistscher politik nicht zu erwarten. man würde ja so nur weiter ins Hintertreffen geraten und den zukunftsmarkt anderen überlassen.

  6. Ich verstehe den Hype auf die Elektroautos nicht: Kohlekraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 30-40 % in der Zukunft vielleicht 50 %, wenn sich die Wärme besser nutzen ließe. Beim Betrieb der Batterien ist ebenfalls mit einem Verlust zu rechnen. Bleiben vielleicht 20 % Wirkungsgrad bezogen auf den Primärenergieeinsatz. Da fährt der Verbrennungsmotor effizienter als der Elektromotor. Der Elektroantrib ist demnach keine Option zur Verringerung des Primärenergiebedarfs. Dafür stinkt er nicht -zumindest nicht dort wo er betrieben wird- und hat einen ökologischen Ruf. Aus ökologischer Sicht besteht kein Grund für eine Subventionierung von KFZ-Elektroantrieben. Es sei denn die Nutzer würden verpflichtet, regenerativen Strom zu tanken.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... zieht dieses Thema immer die Leute an, die ganz offenbar keine Ahnung haben. Solche Leute wie Sie.

    1. Sind E-Autos selbst bei den heutigen Kohlekraftwerken nicht schlechter als Autos mit Verbrennungsmotoren. Sie selbst geben einen effektiven Wirkungsgrad von 20% der Primärenergie an... selbst mit diese grobe Angabe wären E-Autos nicht schlechter als der typische Verbrennungsmotor.

    2. Genau nachrechnen können Sie dies selbst wenn man die Erfahrungswerte klassischer E-Autos wie etwa dem Tesla Roadster (280PS) oder dem Mini E (200PS) mit einem Verbrauch von ca. 15-20kWh pro 100km berechnet. Alle Angaben zu den CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken finden Sie in der Wikipedia, über das Stromnetz treten ca. 4% Verlust auf und der Lithium-Akku hat einen Wirkungsgrad von ca. 95%.

    3. Ebenfalls in der Wikipedia findet man die Angabe, wieviel CO2-Emissionen der deutsche Strommix hat. Denn dieser besteht zwar zu ca. 45% aus Kohlekraft, aber eben auch zu ca. 23% aus CO2-armer Kernenergie, zu ca. 15% aus CO2-armen Regenerativen Energien und zu ca. 23% aus CO2-ärmeren Gaskraftwerken.

    Somit liegen die CO2-Emissionen deutlich unter denen für reine Kohlekraft und deshalb sind E-Autos schon heute ökologisch sinnvoll.

    Noch ein paar Worte zu den Subventionen in Teil 2...

    Die Subventionen für E-Autos sind in keinster Weise von deren ökologischen Nutzen abhängig!

    Diese Subventionen sind Wirtschaftspolitk pur. Denn es gibt zahlreiche andere Staaten, die E-Autos fördern... nur eben nicht aus ökologischen Absichten heraus, sondern um deren Automobilhersteller die E-Autos bauen einen strategischen Vorteil zu verschaffen. Zu nennen sind hierbei vor allem China, Frankreich und Japan.

    Kein Hersteller bezweifelt mehr ernsthaft, dass die Zukunft dem E-Auto gehört. Sei es als reines E-Auto nur mit Akku, oder als Hybrid-E-Auto mit Akku UND Verbrennungsmotor bzw. Akku UND Brennstoffzelle.

    Im Vergleich zu den deutschen Herstellern sind die ausländischen Hersteller teilweise um Jahre voraus! Auch werden die typischen Stärken der deutschen Autobauer im Bereich der Motorentechnik dramatisch an Bedeutung verlieren. E-Autos sind nicht übermäßg schwierig zu bauen, der technologische Schwerpunkt liegt dann in der Akkutechnik.

    Wenn wir also die deutschen Hersteller nicht in 10 oder 15 Jahren gnadenlos untergehen sehen wollen... dann müssen E-Autos in der Anfangszeit subventioniert werden. Alleine schon deshalb, um die Vorteile der ausländischen Hersteller zu kompensieren.

    Es geht hier also keineswegs um "Öko". Es geht um knallharte Wirtschaftspolitk für die kommenden 20-30 Jahre.

    Und nebenbei: Wenn sich dadurch unsere Abhängigkeit vom Öl drastisch reduzieren würde, wäre das auch sicherheitspolitisch und energiepolitisch ein deutlicher Gewinn.

    ... zieht dieses Thema immer die Leute an, die ganz offenbar keine Ahnung haben. Solche Leute wie Sie.

    1. Sind E-Autos selbst bei den heutigen Kohlekraftwerken nicht schlechter als Autos mit Verbrennungsmotoren. Sie selbst geben einen effektiven Wirkungsgrad von 20% der Primärenergie an... selbst mit diese grobe Angabe wären E-Autos nicht schlechter als der typische Verbrennungsmotor.

    2. Genau nachrechnen können Sie dies selbst wenn man die Erfahrungswerte klassischer E-Autos wie etwa dem Tesla Roadster (280PS) oder dem Mini E (200PS) mit einem Verbrauch von ca. 15-20kWh pro 100km berechnet. Alle Angaben zu den CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken finden Sie in der Wikipedia, über das Stromnetz treten ca. 4% Verlust auf und der Lithium-Akku hat einen Wirkungsgrad von ca. 95%.

    3. Ebenfalls in der Wikipedia findet man die Angabe, wieviel CO2-Emissionen der deutsche Strommix hat. Denn dieser besteht zwar zu ca. 45% aus Kohlekraft, aber eben auch zu ca. 23% aus CO2-armer Kernenergie, zu ca. 15% aus CO2-armen Regenerativen Energien und zu ca. 23% aus CO2-ärmeren Gaskraftwerken.

    Somit liegen die CO2-Emissionen deutlich unter denen für reine Kohlekraft und deshalb sind E-Autos schon heute ökologisch sinnvoll.

    Noch ein paar Worte zu den Subventionen in Teil 2...

    Die Subventionen für E-Autos sind in keinster Weise von deren ökologischen Nutzen abhängig!

    Diese Subventionen sind Wirtschaftspolitk pur. Denn es gibt zahlreiche andere Staaten, die E-Autos fördern... nur eben nicht aus ökologischen Absichten heraus, sondern um deren Automobilhersteller die E-Autos bauen einen strategischen Vorteil zu verschaffen. Zu nennen sind hierbei vor allem China, Frankreich und Japan.

    Kein Hersteller bezweifelt mehr ernsthaft, dass die Zukunft dem E-Auto gehört. Sei es als reines E-Auto nur mit Akku, oder als Hybrid-E-Auto mit Akku UND Verbrennungsmotor bzw. Akku UND Brennstoffzelle.

    Im Vergleich zu den deutschen Herstellern sind die ausländischen Hersteller teilweise um Jahre voraus! Auch werden die typischen Stärken der deutschen Autobauer im Bereich der Motorentechnik dramatisch an Bedeutung verlieren. E-Autos sind nicht übermäßg schwierig zu bauen, der technologische Schwerpunkt liegt dann in der Akkutechnik.

    Wenn wir also die deutschen Hersteller nicht in 10 oder 15 Jahren gnadenlos untergehen sehen wollen... dann müssen E-Autos in der Anfangszeit subventioniert werden. Alleine schon deshalb, um die Vorteile der ausländischen Hersteller zu kompensieren.

    Es geht hier also keineswegs um "Öko". Es geht um knallharte Wirtschaftspolitk für die kommenden 20-30 Jahre.

    Und nebenbei: Wenn sich dadurch unsere Abhängigkeit vom Öl drastisch reduzieren würde, wäre das auch sicherheitspolitisch und energiepolitisch ein deutlicher Gewinn.

  7. ... zieht dieses Thema immer die Leute an, die ganz offenbar keine Ahnung haben. Solche Leute wie Sie.

    1. Sind E-Autos selbst bei den heutigen Kohlekraftwerken nicht schlechter als Autos mit Verbrennungsmotoren. Sie selbst geben einen effektiven Wirkungsgrad von 20% der Primärenergie an... selbst mit diese grobe Angabe wären E-Autos nicht schlechter als der typische Verbrennungsmotor.

    2. Genau nachrechnen können Sie dies selbst wenn man die Erfahrungswerte klassischer E-Autos wie etwa dem Tesla Roadster (280PS) oder dem Mini E (200PS) mit einem Verbrauch von ca. 15-20kWh pro 100km berechnet. Alle Angaben zu den CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken finden Sie in der Wikipedia, über das Stromnetz treten ca. 4% Verlust auf und der Lithium-Akku hat einen Wirkungsgrad von ca. 95%.

    3. Ebenfalls in der Wikipedia findet man die Angabe, wieviel CO2-Emissionen der deutsche Strommix hat. Denn dieser besteht zwar zu ca. 45% aus Kohlekraft, aber eben auch zu ca. 23% aus CO2-armer Kernenergie, zu ca. 15% aus CO2-armen Regenerativen Energien und zu ca. 23% aus CO2-ärmeren Gaskraftwerken.

    Somit liegen die CO2-Emissionen deutlich unter denen für reine Kohlekraft und deshalb sind E-Autos schon heute ökologisch sinnvoll.

    Noch ein paar Worte zu den Subventionen in Teil 2...

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service