In der Stadt Kiel sind die Fahrer von Autos mit geringem CO2-Ausstoß ab sofort von den Parkgebühren befreit. Halter von Fahrzeugen mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 120 Gramm pro Kilometer können von der Stadt eine Plakette erhalten, die den Wagen entsprechend kennzeichnet.

Man wolle mit Belohnungen statt mit Bestrafungen arbeiten, erklärte der Kieler Bürgermeister Torsten Albig (SPD) den Kieler Nachrichten zu der Maßnahme. Statt Fahrzeuge auszusperren, wolle man lieber Anreize für klimaschonende Autos schaffen. Der Politiker hatte mit seiner Idee bereits im Wahlkampf geworben.

Die Kosten für den Erlass der Parkgebühren halten sich nach Berechnungen der Stadtverwaltung in Grenzen: Mit 25.000 bis 27.000 Euro weniger Einnahmen rechnet die Verwaltung, durch den Verkauf der Plaketten will man bis zu 15.000 Euro einnehmen. Für fünf Euro ist der Aufkleber bei den Bürger- und Ordnungsämtern der Stadt erhältlich.

Rund 3000 von 125.000 in Kiel zugelassenen Autos könnten die Plakette derzeit erhalten. Für sie entfallen die von der Stadt erhobenen Gebühren auf rund 600 Parkplätzen. An die Höchstparkdauer müssen sich allerdings auch die Fahrer von Autos mit Plakette halten, sonst droht auch ihnen ein Strafzettel.