Chrysler-Insolvenz

Ende einer Traumfabrik

In den fünfziger bis und siebziger Jahren wurden Chrysler-Wagen zu Filmstars: Endlos große Straßenkreuzer wie der Dodge Royale (Bild), riesige Heckflossen die keinen Sinn hatten, außer die Modelle noch gigantischer aussehen zu lassen. Muscle Cars mit bärenstarken, blubbernden V8-Motoren, an denen alles auf maximale Beschleunigung ausgelegt war, röhrten auf leeren Highways durch die Wüste. Das Benzin war billig, über Abgaswerte und Klimawandel dachte niemand nach. Doch die amerikanischen Autobauer bemerkten nicht, dass sich die Zeiten änderten. Während in Europa und Asien die Wagen sauberer und sparsamer wurden, hielten Chrysler, Ford und General Motors zu lange an den alten Konzepten fest und verpassten die technische Weiterentwicklung. So lange, bis sie hoffnungslos abgehängt waren. Chrysler ist der erste der drei, der sich per Insolvenz vor seinen Gläubigern schützen muss. Was bleibt, ist der Mythos der Marke. Wir zeigen noch einmal die spektakulärsten Modelle.  |  © Hulton Archive / Getty Images

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