Pannenserie Bockige Antriebswelle macht Toyota zu schaffen

Erst Teppiche, dann Gaspedal und Bremsen – es ist eine Pannenserie ohne Ende: Wegen eines Fabrikationsfehlers muss Toyota in den USA nun 8000 Pick Ups zurückrufen.

Bekommt die Qualitätsprobleme nicht in den Griff: Toyota. Im Bild ein Autohaus in Tustin, Kalifornien

Bekommt die Qualitätsprobleme nicht in den Griff: Toyota. Im Bild ein Autohaus in Tustin, Kalifornien

Das ohnehin schwer angekratzte Image von Toyota bekommt weitere Blessuren. Der japanische Autohersteller gab bekannt, dass bei seinem in den USA verkauften Pick-up-Truck Tacoma die vordere Antriebswelle aus der Verankerung reißen kann. Nach Angaben von US-Medien besteht die Gefahr, dass das Teil den Boden berührt und und im schlimmsten Fall der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert.

Es handele sich um einen Fabrikationsfehler, der bei zwei Chargen des Bauteils aufgetreten sei. Toyota beordert nun 8000 Allrad-Wagen des derzeitgen Modelljahrgangs in die Werkstätten, um sie zu untersuchen und gegebenenfalls zu reparieren. Die Besitzer sollen ab Mitte März Post erhalten.

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Toyota ruft weltweit bereits mehr als acht Millionen Wagen wegen klemmender Gaspedale und gefährlich rutschender Fußmatten zurück. Bei weiteren 437.000 Hybridautos sind die Bremsen fehlerhaft. Der wichtige US-Markt ist besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen. Toyota versicherte, von dem neuerlichen Defekt seien keine weiteren Modelle betroffen.

 
Leser-Kommentare
  1. Spitze - so wie nach jedem Flugzeugabsturz drei Wochen lang jede verstopfte Flugzeugtoilette ihren Weg in die Medien findet, so wird jetzt über jede noch so irrelevante und kleine Rückrufaktion von Toyota berichtet.
    8000 Toyota-Pickups, alle in den USA. Sonst hört man in deutschen Medien selbst bei 40.000 Rückrufen wegen Brandgefahr in den USA kaum etwas (selbst wenn es um deutsche Hersteller geht), aber jetzt ist das Thema "Rückruf" und vor allem "Toyota-Rückruf" heiss. Das muss man bedienen, und man an den Haaren eine Art Kampagne herbeiziehen - erst die Teppiche, dann die Pedale, jetzt auch noch die Antriebswellen.

    Bis dann übernächste Woche wieder Pannen in einer anderen Industrie in den Mittelpunkt rücken und der Medienfokus weiterzieht.

  2. Vielleicht kaufen sich die Deutschen ab jetzt doch eher wieder ein gutes deutsches Auto, auf dessen Konstruktion selbstverständlich mehr Verlass ist. Wir haben ja direkt daneben einen schönen Artikel über den neuen VW Polo.
    So kehren wir doch gleich wieder zu unserer Hochkonjunktur zurück.

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    Schauen wir mal, wo die deutschen Autos gebaut werden:

    - VW Polo in Spanien
    - Golf Kombi in Mexiko
    - New Beetle in Mexiko
    - Jetta in Mexiko
    - VW Touareg in Bratislawa
    - Mercedes G-Klasse in Österreich
    - Mercedes M-Klasse in Alabama
    - Porsche Boxster in Finnland
    - BMW M3 und M5 in Amerika
    - usw.

    Schauen wir mal, wo die deutschen Autos gebaut werden:

    - VW Polo in Spanien
    - Golf Kombi in Mexiko
    - New Beetle in Mexiko
    - Jetta in Mexiko
    - VW Touareg in Bratislawa
    - Mercedes G-Klasse in Österreich
    - Mercedes M-Klasse in Alabama
    - Porsche Boxster in Finnland
    - BMW M3 und M5 in Amerika
    - usw.

  3. Nun wurde Toyota als Vorbild und Katalysator wesentlicher Prozesse des Qualitätsmanagements gefeiert. Manche wundern sich, dass Dinge überhaupt ohne Qualitätsmanagement - oder das, was als solches von einer erheblichen QM-Industrie verkauft wird - überhaupt produziert werden können und was taugen können. Ist da das Qualitätsmanagement in die Krise geraten...? Na, wir nehmen halt die nächste QM-Methode...

  4. ... man lässt das Wasser so lange ab, bis man aufläuft.
    Dann glättet man die Riffe, und verkleinert den Tiefgang.
    Das spart Kosten und ist vorbildlich, ...aber nur solange man dabei nicht untergeht. Reserven und Sicherheiten sind oft unnötig. In machen Situationen aber von Vorteil.

  5. Wenn man die deutsche Presse so verfolgt,
    steht Toyota am Abgrund.
    Komischerweise ist aber der Börsenwert dieser Firma
    höher als der von der ganzen deutschen Autombilindustrie
    zusammen.

  6. Schauen wir mal, wo die deutschen Autos gebaut werden:

    - VW Polo in Spanien
    - Golf Kombi in Mexiko
    - New Beetle in Mexiko
    - Jetta in Mexiko
    - VW Touareg in Bratislawa
    - Mercedes G-Klasse in Österreich
    - Mercedes M-Klasse in Alabama
    - Porsche Boxster in Finnland
    - BMW M3 und M5 in Amerika
    - usw.

    Antwort auf "na wenns hilft"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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  • Schlagworte Toyota | USA | US-Medien | Autohersteller | Kalifornien
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