Antonino Labate will mehr Frauen sehen. "In unsere Autohäuser kommen viele 19-jährige Männer", sagt der Vertriebschef der Fiat-Tuningmarke Abarth. Damen dagegen sehe man bei Abarth nicht so oft. Bei den Herren steht die Marke mit dem Skorpion im Logo bereits hoch im Kurs. Mit dem Abarth 500C sollen aber vor allem Frauen angesprochen werden, denn 60 Prozent aller Cabrios in Europa werden von Frauen gekauft. Und der Fiat 500 gilt ohnehin das typische Frauenauto.

Auch auf 140 PS und mit breiten Front- und Heckschürzen sowie zwei Auspuff-Endrohren aufgemotzt bleibt dem Flitzer der Knuddelfaktor des Cinquecento. Gleichwohl soll der Abarth 500C Frauen mit Freude am flotten Fahren ansprechen: Eine optionale Zweifarblackierung und Fünfspeichenfelgen sollen die Sportlichkeit des Wagens demonstrieren. Das Cockpit ist farblich auf die Lackierung abgestimmt.

Das Dach des Abarth 500C öffnet sich per Knopfdruck in zwei Stufen. Ein echtes Cabrio ist der Wagen nicht, denn es handelt sich nur um ein Faltdach. Auch die Soundkulisse ist bei offenem Dach etwas enttäuschend, man bekommt im Cockpit relativ wenig vom kräftigen Brabbeln des Vierzylinders mit.

Der Motor hat 1368 Kubikzentimeter Hubraum, leistet 103 kW bei 5000 Touren. Beim Druck auf die Sport-Taste wird das maximale Drehmoment von 180 auf 206 Newtonmeter angehoben. Damit schafft der Abarth 500C in der Spitze 205 km/h. Die Kraftübertragung geschieht automatisch mit einem elektrisch betätigten Getriebe.

Dieses MTA-Getriebe ist leider der größte Knackpunkt des kleinen Abarth. Es lässt das satte Drehmoment naturgemäß eher behutsam auf die Kupplung los, so dass der Wagen zwar flott fährt, aber nicht gerade lossprintet. Beim Wechseln in die höheren Gänge gibt es deutliche Zugkraftunterbrechungen. Die kann man auch im manuellen Modus nicht ganz unterbinden, wenn der Fahrer mit Schaltwippen am Lenkrad die Arbeit selbst übernimmt. Hat man sich aber an das Getriebe gewöhnt, kann man im Abarth viel Spaß haben.