IT im Auto: Computer auf Rädern
Der Hubraum schwindet, die Rechenleistung steigt. Das Auto wird mehr und mehr zum fahrenden Computer. Der Unterschied: Ein PC darf abstürzen, ein Auto nicht.
"Meine Welt wäre einfacher, wenn es nur UKW und Kassette gäbe", sagt Peter Blum. Dann hätte der Ingenieur allerdings vermutlich keinen Arbeitsplatz mehr. Denn Blum ist Multimediaspezialist bei Audi, ein Job, der für den Autohersteller immer wichtiger wird.
Die Ergebnisse seiner Arbeit lassen sich dieser Tage in den Verkaufsräumen des Konzerns besichtigen. Monatelang hat Blum mit seinem Team am Unterhaltungspaket für den neuen Kleinwagen A1 gefeilt. "Niveau der Luxusklasse" verspricht der Autobauer seiner Kundschaft. Die vermuten die Ingolstädter vor allem in der Generation iPod, bei den 18- bis 30-Jährigen.
Diese Klientel will einen rollenden Laptop: Bis zu 60 Gigabyte wird die Festplatte des kleinsten Audis fassen. Damit lassen sich auch Video und Navigation locker in einem System vereinigen. Nur der fahrende Internetzugang ist dem Spitzenmodell A 8 vorbehalten – noch.
Die VW-Tochter liegt voll im Trend der Autobranche: Der Hubraum schwindet, die Rechenleistung steigt, die Industrie gibt immer mehr Geld für Chips und Software aus. Damit kommen zwei Welten endlich zusammen, die über Jahrzehnte hinweg keinen richtigen Draht zueinander gefunden haben.
Auf der einen Seite stehen die Fahrzeughersteller mit ihren langen Entwicklungs- und Produktzyklen. Auf der anderen Seite ist die schnelllebige IT-Branche, die Produkte mitunter schon nach einem halben Jahr aus dem Sortiment wirft. Autos hingegen laufen sieben bis zehn Jahre in derselben Form vom Band – für Apple, Google oder Microsoft sind das erdgeschichtliche Zeiträume.
Windows schon in vielen Autos
"Die Leute wollen im Auto genau die gleichen anspruchsvollen Angebote wie auf dem Handy oder dem PC", betont Walter Sullivan vom Softwarehersteller Microsoft. An elektronische Helfer wie das Anti-Schleuderprogramm (ABS), ausgefeilte Motorsteuerungen oder Satelliten-Navigation haben sich inzwischen selbst die Besitzer von Kleinwagen gewöhnt. Doch jetzt kommt der nächste Schritt: Die Computertechnik zieht in die Mittelkonsole ein. Immer mehr Autobauer nutzen inzwischen in ihren Fahrzeugen Windows, das auf PC weltweit dominierende Betriebssystem von Microsoft. Wichtigster Kunde des größten Softwareanbieters der Erde ist Ford, auch Fiat und Kia setzen Windows ein. Darüber hinaus ist das Unternehmen von der amerikanischen Westküste mit einem halben Dutzend anderer Produzenten im Gespräch.







"An elektronische Helfer wie das Anti-Schleuderpogramm (ABS), ausgefeilte Motorsteuerungen oder Satelliten-Navigation haben sich inzwischen selbst die Besitzer von Kleinwagen gewöhnt."
für mich bedeutet ABS immer noch Anti-Blockier-System..
danach habe ich aufgehört zu lesen
mfg bantak
DAS ist doch das Wichtigste, den Fahrer zu überwachen!
Fehlt nur noch, dass für jeden mehr gefahrenen km die Versicherungsprämie online abgebucht wird...
Und ein Microsoft-Produkt will ich sowieso nicht in meinem Auto!!!
Die sollen ihren Dreck kostenlos jedem PC beilegen, damit überhaupt jemand die Software installiert.
Ich warte nurnoch auf die Meldung, dass die Polizei per (Gerichtsbeschluss und) Fernzugriff die Autos per "Notstop" zum Anhalten zwingen kann... Naja, aber das dauert wahrscheinlich noch mindestens zehn Jahre, bis dann annähernd jedes Auto auch wirklich eine Direktverbindung hat und sich keiner mehr dagegen wehren kann.
Ich warte nurnoch auf die Meldung, dass die Polizei per (Gerichtsbeschluss und) Fernzugriff die Autos per "Notstop" zum Anhalten zwingen kann... Naja, aber das dauert wahrscheinlich noch mindestens zehn Jahre, bis dann annähernd jedes Auto auch wirklich eine Direktverbindung hat und sich keiner mehr dagegen wehren kann.
...wenn die Ingenieure Festplatten in PKWs einbauen - zur heutigen Zeit - dann will ich nicht wissen was für IT-Unkentnisse sie besitzen.
Denn das ist so ziemlich das blödeste was man tun kann - kommt ein größeres Schlagloch, und sollte der Lesekopf gerade Daten abgreifen ist die Platte hinüber...
Abhilfe bietet eine Soldi State Drive - SSD - basiert auf Flash und ist schocksicher :) ich habe selber eine Intel im Notebook.
Und Multimedia - es werden noch lustige Zeiten... Telefonieren während der Fahrt verboten - aber am Touchscreen Einstellungen ändern oder Videos sehen...
- da muss ich mich fragen ob ich mich als Fußgänger sorgen sollte oder nicht... (sorgen dass ich von jemandem überrollt werde)
„Versicherungen könnten online überwachen, ob die Verträge eingehalten werden“
Sympathisch, sympathisch, da kommt in mir doch glatt der Wunsch auf ein solches Auto besitzen zu wollen.
Ansonsten Bedanke ich mich für die tolle Windows Werbung ;)
Andere Hersteller setzen u.a. auf Linux:
„Laut Michael Bolle, Vizepräsident bei Bosch, sollen bei der Wahl von Linux auch die hohen Entwicklungskosten bei proprietären Systemen eine Rolle gespielt haben.
Beide Unternehmen sind Mitglieder in der Genivi-Allianz, die sich im März 2009 zusammengeschlossen hat, um die Kooperation zwischen Hardwareherstellern und Softwareentwicklern im Bereich automobiler Unterhaltungselektronik zu verbessern. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem BMW, Intel und ARM.“
Mehr unter: http://www.golem.de/1006/...
Ich warte nurnoch auf die Meldung, dass die Polizei per (Gerichtsbeschluss und) Fernzugriff die Autos per "Notstop" zum Anhalten zwingen kann... Naja, aber das dauert wahrscheinlich noch mindestens zehn Jahre, bis dann annähernd jedes Auto auch wirklich eine Direktverbindung hat und sich keiner mehr dagegen wehren kann.
Die gibt es ja nicht erst seid kurzem sondern schon länger.
Ich bin mir zwar nicht sicher,ob es SSD oder normale Festplatten mit Lesekopf sind, aber sie laufen einwandfrei. Und der Automobilindustrie vorzuwerfen, mangelnde IT-Kenntnisse zu besitzen ist wahrlich lächerlich.
Die Systemleistungen von ESP usw. sind weit besser als die von aktuellen Rechnern. Und auch die Fehlerdiagnose läuft mittlerweile zu großen Teilen über elektronische Einheiten in den Fahrzeugen die in der Werkstatt ausgelesen werden. So sind zum Beispiel in einem Fahrzeug der Oberen Mittelklasse bis zu 5km Kabel verlegt.
Video- und TV-Funktionen sind nur im Stand abrufbar und ein Touchscreen ist weit leichter und intuitiver zu bedienen als zum Beispiel ein Bildschirm mit einer Flut von Tasten daneben. Also sollte man sich als Fussgänger weit mehr Sorgen machen, wenn Fahrzeuge mit weit unten platzierten Radio- und Bedieneinheiten auf den Strassen fahren.
Natürlich gibt es immer Skeptiker, sobald etwas neues eingeführt wird, aber Kritik auf dem Niveau von DetlevCM ist in keinster Weise angebracht.
Da schon eher ein hochwertiger und gut recherchierte Post wie der von Klaue. Das mit der Überwachung birgt auch in meinen Augen mehr Nach- als Vorteile.
Aber ich bin zuversichtlich, dass die Automobilindustrie nicht zu Stark auf Windows setzt, auch wenn dies als Basis für den Anfang Vorteile hat, da die meisten Personen damit umgehen können.
Man kann gespannt sein, wie es sich in der Zukunft entwickelt.
MfG
...na ja, das ist heutzutage keine so einfache Größe mehr denn Chips werden mittlerweile angepasst.
Ein Quadro GPU von NVidia ist für Computerspiele eher ungeeignet - dafür für das parallele arbeiten beim Rendern gedacht - "normale GPUs" arbeiten auch auf paralleler Basis.
Ein CPU wiederum hat meistens nur 2 parallele Prozessoren die schnell getaktet sind - der Prozessor ist für Grafikanwendungen eher schlecht - die Grafikkarte wäre für reine mathematische Anwendungen nicht zu gebrauchen.
Insofern ist sicherlich der "Chip" des ESP Systems sehr an die vorliegende Aufgabe angepasst.
Und was PKWs betrifft - das ganze Multimedia Zeugs - der Toyota Yaris welchen meine Mutter aktuell fährt ist aufgrund seiner Elektronik (welcher - "Wutexplosion" - hat denn einen digitalen Tacho eingebaut? - der musste von km/h auf m/h ungestelt werden, für die "hust" Insel...) nicht besser als der Ford Escort den sie zuvor fuhr.
Und früher konnte jemand zur Werkstatt gehen oder den Fehler selbst beheben - heutzutage geht ohne Mechaniker mit IT Kenntnissen gar nichts mehr.
Und zum oben genannten Tacho - bei jedem normalen PKW kann man einfach einen Aufkleber auf die Tachoscheibe aufkleben, hier war es eine Plage ohne Ende...
Und ja, ich sehne mich nach den guten Alten Zeiten wo Technik noch verständlich war.
Und so ganz nebenbei - ich habe auch keinen Führerschein - ich will einfach keinen und brauche auch keinen.
...na ja, das ist heutzutage keine so einfache Größe mehr denn Chips werden mittlerweile angepasst.
Ein Quadro GPU von NVidia ist für Computerspiele eher ungeeignet - dafür für das parallele arbeiten beim Rendern gedacht - "normale GPUs" arbeiten auch auf paralleler Basis.
Ein CPU wiederum hat meistens nur 2 parallele Prozessoren die schnell getaktet sind - der Prozessor ist für Grafikanwendungen eher schlecht - die Grafikkarte wäre für reine mathematische Anwendungen nicht zu gebrauchen.
Insofern ist sicherlich der "Chip" des ESP Systems sehr an die vorliegende Aufgabe angepasst.
Und was PKWs betrifft - das ganze Multimedia Zeugs - der Toyota Yaris welchen meine Mutter aktuell fährt ist aufgrund seiner Elektronik (welcher - "Wutexplosion" - hat denn einen digitalen Tacho eingebaut? - der musste von km/h auf m/h ungestelt werden, für die "hust" Insel...) nicht besser als der Ford Escort den sie zuvor fuhr.
Und früher konnte jemand zur Werkstatt gehen oder den Fehler selbst beheben - heutzutage geht ohne Mechaniker mit IT Kenntnissen gar nichts mehr.
Und zum oben genannten Tacho - bei jedem normalen PKW kann man einfach einen Aufkleber auf die Tachoscheibe aufkleben, hier war es eine Plage ohne Ende...
Und ja, ich sehne mich nach den guten Alten Zeiten wo Technik noch verständlich war.
Und so ganz nebenbei - ich habe auch keinen Führerschein - ich will einfach keinen und brauche auch keinen.
Ich denke sogar, dass es noch weit mehr als 10 Jahre dauern wird.
Es hat allein 10 Jahre gedauert, bis Audi die LED-Tagesfahrlichter Zulassungsreif hatte.
Und noch hat nicht einmal jeder Neuwagen serienmäßig ESP.
Wenn das soweit ist, dann kann man mit Sicherheit getrost noch 20 Jahre warten, bis Fahrzeuge mit einander vernetzt sind.
Aber wenn es dann soweit ist bleibt nur noch zu hoffen, dass die Politik mal eine Ausnahme macht und eine vernünftige gute Entscheidung zur Überwachung trifft.
Mit freundlichsten Grüßen,
ripuli
Ich denke, die Anbindung der mobilen Geräte in die Fahrzeuge der Hersteller hat schon längst begonnen, aber in erster Linie bei den kleinen kultigen Stadtflitzern wie Smart oder Mini, hier gibt es jeweils mobile Navigationsgeräte und keine fest eingebauten.
Und auch die Anbindung der Mobiltelefone oder Musikplayer hat sich in der letzten Zeit stark verändert - so gibt es kaum noch ein Auto, welches keine Schnittstelle für iPod anbietet.
Und was die Bildschirmeinspiegelungen etc. angeht, so haben Mercedes und BMW bereits etwas in petto. Bei der Mercedes S-Klasse gibt es z.B. - abgesehen von einer Analoguhr - nur Displays, welche Navigation, Nachtsichtgerät, Rückfahrkamera usw auf einmal anzeigen.
Bei BMW gibt es sogar Head Up Displays zu ordern, welche ja schon Ansatzweise an ein Hologramm erinnern.
Und zu guter Letzt: Bei Audi gibt es auch Soundsysteme in Verbindung mit Navigation MMI plus und digitalem Radio und analogen TV-Anschluss an die EUR 10.000 herankommen - allein das Bang&Olufsen Soundsystem kostet um die EUR 6.000.
Aber was die Entwicklung des Entertainments in Automobilen angeht kann man genauso gespannt sein wie auf alle anderen Entwicklungen in der Automobilindustrie.
Es ist eine äußerst spannende Industrie mit vielen Innovationsmöglichkeiten und großem globalen Wettbewerb.
Mit freundlichen Grüßen,
ripuli
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