Automobilgeschichte: Legende mit dunkler Vergangenheit
Vor 75 Jahren präsentierte Ferdinand Porsche den Prototypen des Volkswagens, von den Nazis als Auto für die Massen geplant. Der Erfolg als "Käfer" kam erst nach dem Krieg.
Ausgerechnet der kleine, knuffige VW Käfer hat so eine unschöne Frühgeschichte. Die Idee von einem Auto für die Massen gibt es seit Anfang des 20. Jahrhunderts – aber Gestalt nimmt das Projekt an, als Adolf Hitler auf der Internationalen Automobilausstellung in Berlin im März 1934 vom "Volkswagen" schwärmt, der nicht mehr als 1000 Reichsmark kosten soll.
Da liegt schon ein Konzept in der Schublade des Reichsverkehrsministeriums. Ferdinand Porsche hat es vorgelegt, der ehemalige Daimler-Chefkonstrukteur, der sich 1930 selbstständig gemacht hat. Am 17. Januar 1934 legt er sein "Exposé betreffend den Bau eines Deutschen Volkswagens" vor. Er hat sich einiges abgeschaut: bei einem Konzept des Konstrukteurs Béla Barényi , beim tschechischen Tatra 97 und wohl auch bei dem "Maikäfer", den Josef Ganz 1933 vorgestellt hat.

Die Geschichte des VW Käfers in Bildern zum Durchklicken
Der Reichsverband der Automobilindustrie (RDA) gibt Porsche am 22. Juni 1934 den Auftrag, den Volkswagen zu entwickeln. Er lässt sich eine Großgarage an sein Stuttgarter Landhaus anbauen, in der er am Prototyp bastelt. Am 3. Juli 1935 stellt Porsche den V1 (V für Versuchswagen, die "Vergeltungswaffe" V1 kommt später) einer Kommission des RDA vor: Der Käfer ist geboren. Die Geburtshelfer vom RDA nicken erst beifällig, dann werden sie nachdenklich: Da wächst ihren eigenen Modellen gefährliche Konkurrenz heran. Widerstand regt sich.
- Reichsverband der Automobilindustrie
Der Verein Deutscher Motorfahrzeug-Industrieller (VDMI) gründete sich 1901 als Verband der Hersteller von Motorrädern und Automobilen. Zu den Gründern gehörten die Firmen Daimler und Opel, die Adler-Fahrradwerke, Fichtel & Sachs und Conti Gummi. 1923 wurde der Name in Reichsverband der Automobilindustrie (RDA) geändert, und seit 1946 heißt der Verein Verband der Automobilindustrie (VDA).
- Deutsche Arbeitsfront
In der Deutschen Arbeitsfront (DAF) schalteten die Nationalsozialisten 1933 alle existierenden Gewerkschaften gleich und übernahmen deren Vermögen. Aus diesem Geld wurde der Bau des Volkswagenwerks im Wesentlichen bezahlt. Die nachträglich durch das "Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit" vom 20. Januar 1934 legitimierte Einheitsgewerkschaft wurde der NSDAP angeschlossen und war nach dem Führerprinzip durchorganisiert. An ihrer Spitze stand der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, Robert Ley.
- KdF
Als Unterorganisation der DAF gestaltete die Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF) die wachsende Freizeit. So wollte das NS-Regime nicht nur die volkswirtschaftliche Leistungskraft, die "Volksgesundheit" und die Wehrbereitschaft stärken, sondern auch kontrollieren, womit die Deutschen ihre Freizeit verbrachten. Die KdF betrieb Theater, organisierte Bunte Abende, Sport- und Bildungslehrgänge und einen Wettbewerb um das schönste Dorf. Mit ihrem "Amt für Reisen, Wandern und Urlaub" war die KdF der größte Reiseveranstalter in NS-Deutschland.
Deshalb geht eine Testserie von 30 Prototypen (VW30) erst 1937 bei Daimler-Benz in Bau. Die Idee der Regierung, den Volkswagen von den deutschen Automobilfirmen gemeinsam bauen zu lassen, scheitert; der RDA steigt aus. Im Mai 1937 formiert sich die "Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH". Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) übernimmt die Verantwortung. Nach deren Organisation zur Gleichschaltung der Freizeit, Kraft durch Freude (KdF), heißt das Projekt nun "KdF-Wagen" .
Porsche hat sich in den USA ein Bild gemacht von zeitgemäßem Automobilbau, träumt davon, das Detroiter Ford-Werk nachzuahmen. Im Mai 1938 legt Hitler mitten im Nichts nahe Fallersleben, in einer strukturschwachen Region Niedersachsens, vor 70.000 Zuschauern und Mitgliedern der NS-Organisationen den Grundstein für das Volkswagenwerk. Eine neue Stadt für zehntausende Arbeiter soll hier entstehen, ein Kunstgebilde namens "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben". Nach dem Krieg benennen die britischen Besatzer sie in Wolfsburg um.
Ende 1938 ist der KdF-Wagen mit dem Prototyp VW38 praktisch serienreif. Käufer können mit Wertmarken für je fünf Reichsmark auf den geplanten Verkaufspreis von 990 Reichsmark ansparen. Als Hitler im Herbst 1939 den Zweiten Weltkrieg anfängt, sind die Fertigungshallen für geplante 150.000 KdF-Wagen pro Jahr gerade im Rohbau fertig.







Dieses alles schlecht reden müssen, Hauptsache man kann Schmutz auf uns und unsere Geschichte werfen.
ma sollte mal darüber nachdenken, wie viele Gegenstände des täglichen Gebrauches ihren Ursprung in der militärischer Forschung oder dem dem Streben nach Vorherrschaft im Weltraum haben.
Welche dunkle Vergangenheit hat beispielsweise mein GPS!
Welch ein Glück, dass es bereits vor Adolf Zahnbürsten gab. Sonst müßte ich mich bei der zahnüflege womöglich noch schämen!
darf sie behalten.
Genau - so - sieht - es - aus.
Es muss einen breiten Markt dafür geben, oder er wird künstlich geschaffen. Fakt ist, ich kann diese "Schlagzeilen" auch nichtmehr lesen.
Manchmal kommt es mir so vor, als wären gewisse Institutionen ein bisschen geil auf unsere Vergangenheit, zumindest was diese Epoche betrifft.
Nach vorn wird geblickt..
darf sie behalten.
Genau - so - sieht - es - aus.
Es muss einen breiten Markt dafür geben, oder er wird künstlich geschaffen. Fakt ist, ich kann diese "Schlagzeilen" auch nichtmehr lesen.
Manchmal kommt es mir so vor, als wären gewisse Institutionen ein bisschen geil auf unsere Vergangenheit, zumindest was diese Epoche betrifft.
Nach vorn wird geblickt..
darf sie behalten.
Genau - so - sieht - es - aus.
Es muss einen breiten Markt dafür geben, oder er wird künstlich geschaffen. Fakt ist, ich kann diese "Schlagzeilen" auch nichtmehr lesen.
Manchmal kommt es mir so vor, als wären gewisse Institutionen ein bisschen geil auf unsere Vergangenheit, zumindest was diese Epoche betrifft.
Nach vorn wird geblickt..
Ich muss immerwieder einen Trend feststellen, der einem Bildzeitungscharakter immer ähnlicher wird.
Lediglich das große Spektrum an Artikeln verschleiert dies etwas. Ist ja mitunter doch noch was "ordentliches" dabei.
Ich muss immerwieder einen Trend feststellen, der einem Bildzeitungscharakter immer ähnlicher wird.
Lediglich das große Spektrum an Artikeln verschleiert dies etwas. Ist ja mitunter doch noch was "ordentliches" dabei.
Ich muss immerwieder einen Trend feststellen, der einem Bildzeitungscharakter immer ähnlicher wird.
Lediglich das große Spektrum an Artikeln verschleiert dies etwas. Ist ja mitunter doch noch was "ordentliches" dabei.
zur Mobilisierung der Massen war genial und zeigt, daß die damalige Regierung auf dem richtigen Weg war. Es hätte Deutschland einen Aufschwung beschert, leider kam der Krieg dazwischen. Dennoch, sich Ideen bei anderen abzuschauen um sich dann stolz als Innovator zu feiern,so arbeitet VW heute noch.
Ich hatte auch mal einen ... und was habe ich an dem rostenden Ding nicht alles schweißen müssen, damit er nochmal durch den TÜV kam ... und dann jedes Mal der Kommentar des Prüfers: Die Bremsen ziehen schief!
Ungeachtet des Beitrages zur deutschen Nachkriegswirtschaft kann man die Ursprünge nicht verheimlichen: Obwohl nicht von den Nazis erfunden, war der KdF-Wagen und die Autobahnen eine Möglichkeit der Nazis, Macht und gleichzeitig Volksnähe darzustellen.
Es gibt ein informatives Buch über die Geschichte des Käfers ( Titel hab' ich leider nicht präsent ), es lohnt, sich die Historie mal bildlich vorzustellen.
Es gab schon einen "richtigen Volkswagen", das war der Opel Laubfrosch, aber der sollte ( real kalkuliert ) so an die 3.500,- RM kosten, was natürlich nicht zu den magischen 999,- RM passte, zu dem die Nazi-Propaganda das Projekt angepriesen hat. Es war aber völlig klar, dass der KdF-Wagen niemals (!!!) auch nur einigermaßen kostendeckend zu dem Preis hätte hergestellt werden können. Dazu war es der OPEL Laubfrosch, was angesichts des Eigentümers GM-USA nicht zu den deutschtümelnden Anwandlungen des Gröfaz passte. Ferner hatte der KdF-Wagen Luftkühlung, und Luft friert nun mal im russischen Winter nicht ein - weise Voraussicht auf die zukünftigen Aktivitäten! Und der KdF-Wagen hatte als Höchst- und Dauergeschwindigkeit 115 km/h, der Laubfrosch hatte zwar die gleiche Höchst- aber eine geringere Dauergeschwindigkeit, das sagt Heutigen aber nix mehr. Darüber, dass beide Österreicher waren, schweigt des Sängers Höflichkeit.
... und der erste Generaldirektor des Nachkriegsvolkswagenkonzerns ( H. Nordhoff ) war vor dem Krieg Leiter der Lkw-Produktion bei Opel.
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