Kia cee'd Fast ein Korea-GolfSeite 2/2
Den 1,4-Liter-Motor hat Kia abgespeckt. Er schafft nun nur noch 66 kW/90 PS statt 109 PS wie sein Vorgänger. Sparen beim Fahren stand für die Kia-Ingenieure mehr im Vordergrund als die Kurvenhatz. Trotz der auch gefühlt eher milden Leistung schafft der Motor offiziell fast identische Fahrwerte. Er beschleunigt bei gleich gebliebenem Drehmoment nach wie vor binnen 11,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Zwar liegt die Höchstgeschwindigkeit mit 180 km/h sechs Stundenkilometer unter der des Vorgängers. Doch das merkt man im Alltag kaum. Selten wird man den Wagen auf der Autobahn bis an die Grenze treiben. Und wer mit Tempo 130 bis 160 im Verkehr mitschwimmt, interessiert sich nicht für die sechs km/h weniger. Sondern eher für die besseren Verbrauchswerte. Stand der alte 1,4er noch mit 6,1 Liter Super im Datenblatt, so begnügt sich der neue nun mit 5,8 Litern auf 100 Kilometern.
Wer für 300 Euro Aufpreis die Start-Stopp-Automatik – bei Kia heißt sie ISG – bestellt, kommt auch mit einem offiziellen Durchschnitt von 5,7 Litern aus. Doch der DIN-Durchschnitt führt in die Irre, denn seine Wirkung entfaltet ISG naturgemäß vor allem in der Stadt – da wo die Ampeln sind. Beim 109-PS-Benziner lag der innerstädtische Normverbrauch bei 7,6 Litern. Beim 90-PS-Nachfolger mit ISG sind es nur noch 6,6 Liter (ohne ISG: 7,2 Liter).
Real darf man nach den Erfahrungen mit unserem Testauto, wie in dieser Klasse üblich, getrost noch einen guten Liter drauf schlagen. Für den, der viel und vor allem in der Stadt unterwegs ist, dürfte sich die Investition durchaus rechnen. Zumal die Abschaltautomatik auch prompt und weitgehend ruck- und rüttellos funktioniert.
Unterwegs erweist sich der Kia cee'd als sicher, Fahrbahnunebenheiten werden gut abgefangen. Das Fahrwerk ist dabei eher straff abgestimmt und sorgt dafür, dass der Wagen gut auf der Straße liegt. Die Lenkung arbeitet ausreichend exakt, aber wenig kommunikativ. Auch in engen Kurven macht der cee'd keinen Ärger: Geht man es zu schnell an, neigt er zwar leicht zu einem Untersteuern, das sich aber dank ESP gut beherrschen lässt. Die Schaltung ist gut auf den Motor abgestimmt, die Führung der sechs Gänge kurz und präzise.
Wer mit der Golf-Klasse liebäugelt, aber nicht mit dem Golf, hat mit dem cee'd eine gute und immer noch preiswerte Alternative. Der Einstiegspreis liegt bei 14.400 Euro. Dafür erhält der Käufer bereits ein ordentliches Ausstattungspaket, unter anderem mit Bordcomputer, elektrischen Fensterhebern vorne, USB, Zentralverriegelung, Audioanlage – Dinge, für die man anderswo extra zahlen muss.
- Datum 09.07.2010 - 12:46 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, press-inform
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... das der Kia C`eed im 100.000 KM-Dauertest qualitativ den ersten Platz belegte ( zusammen mit dem 1er BMW )und sich die Note 1 ergatterte, während der Golf als "bester" VW immerhin die Note 4 "erfuhr". Die anderen Modelle tummeln am Ende der Skala.
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