Neuvorstellung Peugeot 508 Peugeot schaut bei Audi ab
Der Peugeot 407 verkauft sich in Deutschland schlecht. Anders könnte es beim Nachfolger laufen, der ohne den riesigen Kühlerschlund weitaus besser wirkt.
Mit dem 508 steht endlich wieder einmal eine sehenswerte Limousine aus dem Hause Peugeot bereit. Die gewaltigen Kühleröffnungen der Franzosen gehören ebenso der Vergangenheit an wie Leuchteneinheiten, die kaum kleiner waren als die gesamte Motorhaube. Keine Spur mehr von der gewaltigen Front des gerade in Deutschland wenig erfolgreichen Vorgängers 407. Schon mit den Studien des grandios gezeichneten Sportwagens SR1 und dem "5 by Peugeot" hat der französische Hersteller gezeigt, dass er zu alter Designstärke zurückfinden will.
Nun ist der 4,79 Meter lange Peugeot 508 das erste Modell, das aus den Studien Anfang 2011 tatsächlich auf die Straßen kommt. Auf der Heimmesse von Peugeot, dem Pariser Automobilsalon Anfang Oktober, präsentiert der Autobauer die Stufenheck-Variante ebenso wie die Kombiversion 508 SW. Auch wenn Peugeot sich vom mächtigen Kühlerschlund verabschiedet hat: Die Front des neuen 508 zeigt sich ebenfalls einprägsam. Der dreidimensional ausgeformte Grill erinnert an den Audi A8 oder gar den Supersportler R8. Offenbar haben die Franzosen ganz genau zur Premium-Konkurrenz nach Ingolstadt geschaut.
Die Pfeilkonturen der Frontpartie werden unterstrichen durch spitz zur Mitte hin zulaufende Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, Nebelleuchten und Blinkermodule. Geschmacksache bleiben der weit hinten angesetzte Rückspiegel und das kleine Dreiecksfenster vorne. Seiten- und Schulterlinie formen eine deutliche Verjüngung nach oben. Die 4,81 Meter lange Kombiversion SW zeigt zudem ein sehenswertes Heck, hinter dem sich ein Laderaum von rund 1500 Litern verbirgt.
Innen präsentiert sich der Peugeot 508 aufgeräumt. Der Fahrer blickt auf zwei große und zwei kleine Rundinstrumente sowie ein zentrales Informationsdisplay. In der Mitte des Armaturenbretts gibt es ein großes Multifunktionsdisplay, dessen Menüpunkte der Fahrer über einen zentralen Controller auf der breiten Mittelkonsole bedient.
Bei den Triebwerken setzt Peugeot wie bei den meisten größeren Modellen auf drehmomentstarke Commonrail-Diesel. Zeitgemäß sollen alle Versionen des 508 über die Start-Stopp-Automatik e-HDI verfügen, die den Verbrauch gerade im Innenstadtverkehr senkt. Erstmals will Peugeot eine Mittelklasse-Limousine auch mit einem Allradantrieb anbieten. Jedoch wird die Hinterachse nur von einem Elektromodul gespeist.
Die Gesamtleistung des Peugeot 508 Hybrid4 soll bei 147 kW (200 PS) liegen. Er soll nach Konzernabgaben im Schnitt bei nur 3,8 Litern Diesel pro 100 Kilometer liegen. Ein 120 kW (163 PS) starker Dieselmotor treibt die Vorderräder an, während ein 27 kW (37 PS) starker Elektromotor die Hinterräder in Bewegung setzt. Das System ermöglicht über kleine Distanzen auch das rein elektrische Fahren. Auf den Markt soll der neue Peugeot 508 Anfang 2011 kommen.
- Datum 13.07.2010 - 10:27 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, press-inform
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Ah, ja, ich sehe es. Definitiv bei Audi abgekupfert: Links zwei Räder, rechts zwei Räder. Fenster mit Verglasung rundum. Scheinwerfer vorne, Rücklichter hinten und ein Dach über den Sitzen - genau wie bei Audi! Solch eine Chuzpe hätte ich bei Peugeot nie erwartet - höchstens bei den Chinesen!
Nein, im Ernst: Der 508 ist in der Tat das Beste, das die heiligen Hallen des PSA-Konzerns in den letzten 20 Jahren verlassen durfte. Es gibt Peugeot endlich wieder in schön!
Weiter so!
Ist schon erstaunlich. Nachdem häufiger in der Auto-Rubrik der Zeit die gegenüber der Autobranche unkritische Schreibweise von press-inform kritisiert wurde, werden deren Artikel jetzt ohne Verweis auf press-inform gebracht. Und immer noch schreibt der Inhaber von press-inform.
Schade, schade...
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Der Verweis auf press-inform fehlte aus Versehen, er wurde jetzt ergänzt.
Beste Grüße
Matthias Breitinger
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Beste Grüße
Matthias Breitinger
die Front insb. der Kühlergrill erinnert wirklich sehr stark an den Audi R8, das kann man eigentlich kaum verleugnen. Peugeot orientiert sich in letzter Zeit scheinbar wirklich gerne an Audi, wobei das in diesem Fall ja doch noch dezenter ausfällt. Bestes Beispiel für eine ziemlich "dreiste" Designanlehnung ist der Peugeot RCZ, der nun wirklich wie das uneheliche Kind des Audi TT aussieht.
Einen derartig geformten Kühlergrill haben auch andere Marken, wie z.b Mitsubishi. PSA hat es mit Sicherheit nicht nötig auch noch ausgerechnet bei Audi abzukupfern ( eher umgekehrt ). Aber was soll man sich auch sonst aus den Fingern saugen, wenn man sich mit dem fahrzeug gar nicht wirklich befassen will. Den genialen Allradantrieb ohne die allradtypischen Nachteile oder den Dieselhybrid wird die deutsche Motorpresse so lange miesmachen, bis VW (Audi) es hinbekommen hat zu kopieren, dann darf wieder gejubelt werden.
Übrigens : Audi bringt die Dachbögen in Silber, Alu oder in Wagenfarbe beim A1, ähnlich wie man sie schon vom RCZ kennt.Abgekupfert?
Den nach unten trapezförmig zulaufenden Kühlergrill praktizierte Peugeot bereits, als es den R8 noch nicht mal gegeben hat. Darum könnte man genau so gut behaupten, Audi schaue bei Peugeot ab. Aber das Gezänk, welcher Autobauer bei wem angeblich abkupfere, kann man sich – zumindest in Europa – schenken. Das ist Fanboy-Niveau. Wer schon mal ein klein wenig hinter die Kulissen des Automobilbaus schauen durfte, weiß, dass dies ganz anders abläuft. Gilles Vidal, der junge Designchef von Peugeot, besitzt mehr als genug Selbstbewusstsein und Ehrgeiz, um seinen eigenen Weg zu gehen. Das dabei eine Form herauskommen kann, die entfernt an ein anderes Automobil erinnert, liegt in der Natur der Sache. Nach über hundert Jahren Automobilbau mit Tausenden von Modellen ist wahrscheinlich alles irgendwie schon mal so oder ähnlich dagewesen. Der RCZ stammt übrigens nicht aus der Feder von Vidal, da war er noch nicht an seinem jetzigen Posten.
dass Peugeot einen jungen Designchef hat. Eher hätte ich auf einen 100-Jährigen getippt, wenn ich mir diesen müden 508 anschaue, der so viel Biss wie ein Pudding hat. Er nimmt wesentlich mehr Anleihen beim Opel Insignia als bei Audi A4/A6, an die lediglich der Kühlergrill entfernt erinnert und sonst überhaupt nichts. Wetten, dass sich der 508 in Deutschland nicht besser verkaufen wird als sein Vorgänger?
dass Peugeot einen jungen Designchef hat. Eher hätte ich auf einen 100-Jährigen getippt, wenn ich mir diesen müden 508 anschaue, der so viel Biss wie ein Pudding hat. Er nimmt wesentlich mehr Anleihen beim Opel Insignia als bei Audi A4/A6, an die lediglich der Kühlergrill entfernt erinnert und sonst überhaupt nichts. Wetten, dass sich der 508 in Deutschland nicht besser verkaufen wird als sein Vorgänger?
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Der Verweis auf press-inform fehlte aus Versehen, er wurde jetzt ergänzt.
Beste Grüße
Matthias Breitinger
dass Peugeot einen jungen Designchef hat. Eher hätte ich auf einen 100-Jährigen getippt, wenn ich mir diesen müden 508 anschaue, der so viel Biss wie ein Pudding hat. Er nimmt wesentlich mehr Anleihen beim Opel Insignia als bei Audi A4/A6, an die lediglich der Kühlergrill entfernt erinnert und sonst überhaupt nichts. Wetten, dass sich der 508 in Deutschland nicht besser verkaufen wird als sein Vorgänger?
Der wichtigste Markt für Peugeot ist nach wie vor der französischsprachige Raum. Dort ist eben VW unter ferner liefen. Hier hat die Peugeot-Mittelklasse eine kleine aber feine Fangemeinde.
Der wichtigste Markt für Peugeot ist nach wie vor der französischsprachige Raum. Dort ist eben VW unter ferner liefen. Hier hat die Peugeot-Mittelklasse eine kleine aber feine Fangemeinde.
Der wichtigste Markt für Peugeot ist nach wie vor der französischsprachige Raum. Dort ist eben VW unter ferner liefen. Hier hat die Peugeot-Mittelklasse eine kleine aber feine Fangemeinde.
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