Neuvorstellung VW bringt neuen Sharan auf den MarktSeite 2/2
Technisch hat sich der Sharan, der im portugiesischen VW-Werk in Palmela produziert wird, auf aktuelles VW-Niveau hochgearbeitet. "Unser Basismodell 1.4 TSI ist um 30 Kilogramm leichter als sein Vorgänger", erläutert Projektleiter Hans-Joachim Bohn. "Die Motoren sind im Durchschnitt 21 Prozent sparsamer geworden." Volkswagen bietet den Sharan zunächst mit zwei Diesel- und zwei Benzinvarianten an, jeweils mit Turboaufladung und Direkteinspritzung. Alle Motoren können mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden.
Der kleine 1,4-Liter-Motor bietet zwar laut Herstellerangaben eine Höchstgeschwindigkeit von 197 km/h und schafft es in 10,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Doch eine Idealbesetzung ist der Motor im 4,85 Meter langen Sharan nicht. Mit 110 kW (150 PS) und einem maximalen Drehmoment von 240 Nm zwischen 1750 und 4000 Nm muss der Fahrer mächtig schalten, um flott unterwegs zu sein. Sonst kommt der Vierzylinder einfach an seine Grenzen und wird laut. Er ist deshalb nur Fahrern zu empfehlen, die mit wenig zufrieden sind und denen der Verbrauch von 7,2 Litern Super auf 100 Kilometern über alles geht.
Der Top-Benziner leistet mit seinem Zweiliter-Turbo sportliche 147 kW (200 PS). Alle Versionen bis 170 PS sind mit einer Start-Stopp-Automatik ausgestattet. Deutlich souveräner ist man gerade im beladenen Zustand aber mit den beiden Dieselversionen unterwegs. Hier darf es statt des normalen 2.0 TDI mit 140 PS gerne die größere Variante mit 125 kW (170 PS) und 350 Nm sein. Der schafft 207 km/h Spitze und verbraucht im Durchschnitt sparsame 5,7 Liter Diesel auf 100 Kilometern.
Ein Schnäppchen ist der VW Sharan nicht. Der wenig aussagekräftige Basispreis von knapp unter 29.000 Euro deutet bereits darauf hin, dass unter 35.000 Euro real wenig zu machen ist. Wer sich für den kräftigen Diesel mit einigen Details wie elektrische Schiebetüren und Heckklappe, Einparkhilfe vorne und hinten, Xenonlicht, abblendbare Spiegel, Sitzheizung, Klimaautomatik und Navigationssystem entscheidet, braucht erst gar nicht auf einen Preis unter 40.000 Euro zu hoffen.
Marktstart ist am 7. September. Im kommenden Frühjahr legt Volkswagen nach: Dann sollen zumindest die Dieselversionen optional auch mit Allradantrieb zu bekommen sein.
- Datum 05.07.2010 - 16:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, press-inform
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35.000 Euro, das sind (bei solchen Fällen rechne ich immer noch gerne um) rund 68500 Mark. Mehr als ein Jahresgehalt. Welche Familie, die so ein Auto füllen könnte, kann sich so ein Auto leisten?
PS: Für 35.000 Euro habe ich letztens ein Angebot für ein Haus bei uns in der Gegend gesehen. Gut, ist wahrscheinlich eher von der Kategorie "Traum für Handwerker", und man ist damit auch nicht so schnell von null auf hundert, aber mehr Platz als in einem Sharan hat man darin auf jeden Fall.
Der neue Sharan mag technisch ja gut sein, aber eins ist er ganz sicher nicht mehr: Ein Volkswagen! Zumindest nicht zu diesem Preis.
wobei der Sharan mit Features augestattet ist (Schiebetüren), die es bei der Konkurrenz schon seit ewigen Jahren gibt.
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