Irreführende Werbung Wettbewerbszentrale mahnt Opel ab
Der Autohersteller Opel wirbt mit "lebenslanger" Garantie. Das ist ein falsches Versprechen, moniert die Wettbewerbszentrale. Und droht mit Konsequenzen.
Die neue Werbekampagne des Autobauers Opel für eine "lebenslange" Garantie" ist ins Visier der Wettbewerbshüter geraten. Die Wettbewerbszentrale hat der GM -Tochter eine Abmahnung geschickt, weil Opel in den Anzeigen falsche Versprechungen mache. Stelle Opel die Kampagne nicht bis Donnerstag ein und unterzeichne eine Unterlassungserklärung, werde sie Klage einreichen, erklärte die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs. "Wir beanstanden hier eine irreführende Blickfangwerbung, weil entgegen der vollmundigen Ankündigung eine 'lebenslange' Garantie tatsächlich nicht von Opel gewährt wird", sagte Rainer Münker, Präsidiumsmitglied des Abmahnvereins.
Opel-Chef Nick Neilly hatte kürzlich eine "lebenslange" Garantie auf alle Neuwagen versprochen und bewirbt sie seither in Zeitungen und im Internet. Tatsächlich ist sie allerdings auf 160.000 Kilometer begrenzt. Die Materialkosten werden zudem bei Reparaturen nur bis zu einer Laufleistung von 50.000 Kilometern übernommen. Danach muss der Besitzer einen nach Kilometerzahl wachsenden Anteil selbst übernehmen.
Das erfülle nicht das Versprechen einer "lebenslangen" Garantie, mit der sich Opel von der Konkurrenz absetzen wolle, rügt Münker. Ähnliche Garantien böten auch andere Hersteller an. Die Einschränkungen seien nur in einer Fußnote der Anzeigen genannt. "Eine Lüge im Blickfang kann nicht durch einen Sternchenhinweis aufgeklärt oder relativiert werden", sagte Münker.
Opel erklärte in einer ersten Reaktion, das Unternehmen werde das Schreiben der Wettbewerbszentrale innerhalb der gesetzten Frist prüfen. Das Garantieangebot habe "hervorragende Resonanz bei unseren Kunden erzielt", teilte Opel mit. Auf die inhaltlichen Vorwürfe ging der Autobauer zunächst nicht ein.
- Datum 17.08.2010 - 14:39 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, AFP
- Kommentare 10
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OK, 160.000 Kilometer; kein Problem!
Ich motte das Auto bei 15.000 km ein und aktiviere es in 20 Jahren als "Newtimer" wieder.
Geht doch alles auf Garantie, oder ???
Da haben Sie vermutlich den kleinen Dreckfleck unter der Fußnote übersehen - in dieser Anmerkung zur Fußnote wird das natürlich ausgeschlossen.
Vielleicht meinten die auch ihr eigenes Unternehmens-Leben? Glauben Sie, dass Opel in 20 Jahren noch lebt? Scheint mir ein Hedgefond zu sein, diese Garantie.
Da haben Sie vermutlich den kleinen Dreckfleck unter der Fußnote übersehen - in dieser Anmerkung zur Fußnote wird das natürlich ausgeschlossen.
Vielleicht meinten die auch ihr eigenes Unternehmens-Leben? Glauben Sie, dass Opel in 20 Jahren noch lebt? Scheint mir ein Hedgefond zu sein, diese Garantie.
... berechtigte Gewährleistungen anerkennen und bezahlen würden!
Ich habe mit Opel im laufe der Zeit mindestens drei Fälle erlebt und von einem Bekannten einen vierten Fall erfahren, wo die Opel-Oberbonzen sich strikt geweigert haben, eine ( natürlich aus meiner Sicht ) unstrittige Gewährleistung anzuerkennen. Da wurde sogar behauptet, dass 18 Monate länger als 24 Monate sei, später dann zurückgezogen und durch "der Schaden tritt nur bis zu vier Monaten nach Erstzulassung und nicht 6 Monate vor Ablauf der Gewährleistung" ersetzt! Die Werker am Band haben meine Achtung, das Management meine Verachtung!
Da haben Sie vermutlich den kleinen Dreckfleck unter der Fußnote übersehen - in dieser Anmerkung zur Fußnote wird das natürlich ausgeschlossen.
Nicht etwa ums Leben des Käufers. Ein Opel lebt bestenfalls zwei oder drei Jahre, dann ist er sowieso tot. Opel garantiert das Auto nur bis zu seinem Tod.
Verzichten Sie bitte auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/vv
"Eine Lüge im Blickfang kann nicht durch einen Sternchenhinweis aufgeklärt oder relativiert werden"
Gilt das auch für die Krankenkassen und für die "sichere" Rente?
Opel-Chef Nick Neilly hatte kürzlich eine "lebenslange" Garantie auf alle Neuwagen versprochen und bewirbt sie seither in Zeitungen und im Internet. Tatsächlich ist sie allerdings auf 160.000 Kilometer begrenzt. Die Materialkosten werden zudem bei Reparaturen nur bis zu einer Laufleistung von 50.000 Kilometern übernommen. Danach muss der Besitzer einen nach Kilometerzahl wachsenden Anteil selbst übernehmen.
So etwas bezeichnet man als "arglistige Täuschung" der Kunden, bzw. als Betrug!
Bei einer Garantie darf ich als Kunde davon ausgehen, daß mir innerhalb der Garantiezeit KEINE Kosten entstehen.
Für Opel wird dieser Schuß nach hinten losgehen.
http://www.opel.de/servic...
Es ist eine Mogelpackung!
begegnet mann auf Schritt und Tritt, die Wettbewerbszentrale sollte um Glaubwürdig zu erscheinen wirklich jede Werbung unter die Lupe nehmen.
Es wird im jeden Geschäftsbereich unlauter geworben, dieses betrifft den politischen Bereich ebenfalls.
Es ist mir jedoch keinerlei Abmahnung bekannt welche eine der Politischen Parteien betroffen hat.
Es bleibt immer beim Verbraucher wie mündig er ist.
Papier ist geduldig.
Jedoch ist auch eine negativ Werbung sehr positiv und kostet nichts, dieses ist in der Werbung bekannt.
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