Alternativer Antrieb Elektroauto, Marke Eigenbau
Jeder spricht von Elektroautos – doch verfügbare Modelle gibt es nur wenige. Wer nicht warten will, kann ein Auto mit Verbrenner umrüsten. Billig ist das aber nicht.
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Ein auf Elektroantrieb umgerüsteter Smart während der Elektro-Rallye e-miglia Anfang August 2010
Noch ist die Produktpalette sehr überschaubar: Tesla und Tezzari gehören zu den serienreifen Elektroexoten, vereinzelt tauchen Testflotten-Smarts oder -Minis auf, ab Herbst sollen dann Stromer von Mitsubishi und Peugeot bei den Händlern stehen. Wer schon jetzt elektrisch fahren möchte, in dem dünnen Angebot aber derzeit nicht den passenden Wagen findet, kann sich sein Elektroauto auch selber bauen oder bauen lassen.
Im Prinzip lässt sich fast jeder von einem Verbrennungsmotor angetriebene Pkw auf Elektroantrieb umstellen, sagen Umrüstexperten. Verschiedene Ingenieurbüros haben sich auf den neuen Markt spezialisiert und bieten Unterstützung bei der Auswahl und beim Einkauf von Elektro-Aggregat und Akkupacks oder gar komplette Umrüstsätze für spezielle Modelle an.
Ein Berliner Anbieter stellt zum Beispiel Motoren von vier bis elf kW zur Auswahl, mit denen sich den Angaben zufolge Höchstgeschwindigkeiten zwischen 50 und 140 Stundenkilometern erreichen lassen. Als Energielieferanten während der Fahrt stehen preisgünstige Bleiakkus und um ein Vielfaches teurere, aber auch leistungsfähigere und langlebigere Lithium-Eisen-Akkus zur Wahl, die ein Reichweitenspektrum zwischen 40 und 170 Kilometern abdecken sollen.
Billig wird der selbstgebaute Stromer allerdings nicht. Für ein Auto der Golfklasse, das in erster Linie für Kurzfahrten in der Stadt genutzt wird, errechnet der Umrüstberater Kosten von knapp 3900 Euro für eine Minimalanforderung mit Motor, Motorsteuergerät, Akkupack, Ladegerät, Konverter und Montagematerial. Werkstattkosten müssen dazu addiert werden – sofern man nicht selbst Kfz-Profi ist und den Umbau in Eigenregie ausführen kann.
Wer mit dem Gedanken spielt, seinem Auto statt Benzin- oder Dieselmotor ein elektrisches Aggregat unter die Haube zu setzen, sollte sich vor dem Umbau unbedingt beim TÜV erkundigen, welche Prüfverfahren nach dem Umbau erforderlich sind. Denn hier schlummert womöglich noch ein ganz erheblicher Kostenblock. Grundsätzlich gilt: Ältere Autos, die noch deutlich weniger Elektronik enthalten, lassen sich einfacher umrüsten, und der TÜV kann bei der technischen Abnahme auf die Prüfung der sogenannten Elektromagnetischen Verträglichkeit verzichten.
Anders sieht es hingegen für Autos aus, die seit 2003 vom Montageband gerollt sind. Hier muss nach der Umrüstung getestet werden, wie sich die neuen Komponenten mit ESP, Wegfahrsperre, Antischlupftechnologie und anderen Elektro-Helfern vertragen. Für das Prüfverfahren zur ECE R100 können durchaus Kosten in der Größenordnung von 8000 Euro in Rechnung gestellt werden, sagt Frank Volk vom TÜV Süd.
Einige Anbieter haben Umrüst-Baukästen für spezielle Modelle zusammengestellt, mit denen sich zum Beispiel ein Smart Fortwo mit Verbrennungsmotor binnen zwei Tagen in einen Stromer verwandeln lässt. Beim Bochumer Elektrospezialisten BEA-Tricks etwa enthält ein Smart-Elektro-Bausatz Motor, Steuerbox, Batterie, Ladeanzeige, Verkabelung, Schrauben und alle anderen erforderlichen Montagematerialien.
Der Bausatz schlägt aber auch mit stattlichen 18.200 Euro zu Buche. Dazu kommen die Umbaukosten in der Werkstatt, für die etwa 3000 Euro veranschlagt werden dürften. Mit dem Elektro-Kit werde auch ein Mustergutachten des TÜV verschickt, sagt Thomas Borowski von BEA-Tricks. Damit könne die Prüfstelle bei der technischen Abnahme auf aufwendige Verfahren verzichten und verlange lediglich eine Gebühr von 350 Euro für den Eintrag in die Fahrzeugpapiere.
Der Umrüst-Anbieter Turn-E in München packt derzeit ebenfalls einen Elektro-Bausatz für den Smart-Zweisitzer. Von September an könne der Komplett-Kit mit einem 25 kW-Motor für etwa 18.000 Euro geordert werden, kündigt Inhaber Christian von Hösslin an. Allerdings ist die TÜV-Abnahme bei den Münchnern derzeit noch mit Fragezeichen versehen. "Das Problem besteht darin, dass die Dinge praktisch von TÜV zu TÜV, von Prüfer zu Prüfer unterschiedlich gehandhabt werden", schildert von Hösslin seine Erfahrungen.
Derzeit arbeite man an einer Zulassungsakte mit allen relevanten Daten für die technische Abnahme, erläutert von Hösslin. Kunden könnten diese Unterlagen anfordern und bei ihrem TÜV vorlegen, damit auch dort auf die kostenintensive Einzelprüfung verzichtet werden kann. "Es ist wie beim Billy-Regal – es kommen immer die gleichen geprüften Komponenten zum Einsatz. Das sollte die Zulassungsverfahren künftig wesentlich vereinfachen", hofft von Hösslin. Vier Umrüstsätze pro Monat will Turn-E in diesem Jahr noch verkaufen, in Zukunft sollen es mehr werden.
Aktuell gehören zu den Kaufinteressenten vor allem Universitäten und Firmen, die selbst Ladetechnik entwickeln und diese am Smart testen wollen. Aber auch Privatleute – Ärzte, Anwälte und andere Besserverdiener – liebäugeln laut von Hösslin mit dem Elektroantrieb, wohl nicht zuletzt, um sich als Trendsetter mit Öko-Neigung in Szene zu setzen. Auch wenn die E-Cars noch lange nicht so umweltverträglich sind, wie ihre Zero-Emissions-Labels glauben machen wollen. Die Münchner spüren jedenfalls ausreichend Interesse und wollen deshalb dem Smart-Kit demnächst einen Umrüst-Bausatz für die Mercedes A-Klasse folgen lassen.
- Datum 31.08.2010 - 07:29 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das Auto, so wie es ist, öfters in der Garage lassen und für die Fahrt in die Stadt ein Fahrrad oder auch Elektrofahrrad benutzen. Ich hatte schon vor längerer Zeit gelesen, dass die allermeisten Autos, die die Städte verstopfen, weniger als 10 km fahren.
... und sei gegen die physikalischen Gesetze!
P ( Antrieb ) = F ( Luftwiderstand = Querschnitt * cw-Wert ) * v F ( Rollwiderstand = Reifen * Gewicht ) * v F ( Steigung = Steigung * Gewicht ) * v F ( Beschleunigung = Beschleunigung * Gewicht ) * v .....
Querschnitt: 2 Personen nebeneinander und fast senkrecht sitzend = gaaanz schlecht;
2 Personen hintereinander fast liegend = gaaaaanz prima!
Breite Reifen: Sehen zwar gut aus, sind aber = gaaanz schlecht; schmale, hart aufgepumpte Reifen sehen besch-eiden aus, sind aber = gaaaaanz prima!
Gewicht, Gewicht, Gewicht: Schnickschnack, Stahlkarosserie, 400 kg Akkupack = gaaanz schlecht; spartanisch, CFK, 15 Liter Diesel = gaaaaanz prima!
Noch'ne Einschränkung: Mit einer CFK-Bauweise werden wir uns drastisch von den bisher bekannten automobilen Moden trennen müssen ....
"Querschnitt: 2 Personen nebeneinander und fast senkrecht sitzend = gaaanz schlecht;
2 Personen hintereinander fast liegend = gaaaaanz prima!"
Und wie realistisch ist die Umsetzung? Selbst als noch relativ junger Mensch hätte ich keine Lust auf die tägliche Akrobatikkür beim Ein- und Aussteigen aus dem Gefährt. Und ältere Menschen können das mitunter nicht mehr, Körperbehinderte, die in normalen PKW-Umbauten gut zurecht kommen, wären auch aufgeschmissen.
Es hat schon seinen Grund, warum Autos so aussehen, wie sie eben aussehen. Der Seitwärtseinstig muss bleiben, ansonsten bleibt jedes mobile Gefährt bloß Spielerei.
"Querschnitt: 2 Personen nebeneinander und fast senkrecht sitzend = gaaanz schlecht;
2 Personen hintereinander fast liegend = gaaaaanz prima!"
Und wie realistisch ist die Umsetzung? Selbst als noch relativ junger Mensch hätte ich keine Lust auf die tägliche Akrobatikkür beim Ein- und Aussteigen aus dem Gefährt. Und ältere Menschen können das mitunter nicht mehr, Körperbehinderte, die in normalen PKW-Umbauten gut zurecht kommen, wären auch aufgeschmissen.
Es hat schon seinen Grund, warum Autos so aussehen, wie sie eben aussehen. Der Seitwärtseinstig muss bleiben, ansonsten bleibt jedes mobile Gefährt bloß Spielerei.
* v F (...
lies:
* v plus F (...
"Querschnitt: 2 Personen nebeneinander und fast senkrecht sitzend = gaaanz schlecht;
2 Personen hintereinander fast liegend = gaaaaanz prima!"
Und wie realistisch ist die Umsetzung? Selbst als noch relativ junger Mensch hätte ich keine Lust auf die tägliche Akrobatikkür beim Ein- und Aussteigen aus dem Gefährt. Und ältere Menschen können das mitunter nicht mehr, Körperbehinderte, die in normalen PKW-Umbauten gut zurecht kommen, wären auch aufgeschmissen.
Es hat schon seinen Grund, warum Autos so aussehen, wie sie eben aussehen. Der Seitwärtseinstig muss bleiben, ansonsten bleibt jedes mobile Gefährt bloß Spielerei.
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