Leichtbau Autohersteller als Weight Watchers
Auf der Suche nach effizienteren Autos setzen die Hersteller auf Leichtbau. Aluminium gilt fast schon als Klassiker, an neuen Werkstoffen wird nach wie vor geforscht.
© press-inform

Audi zeigt eine Karosserie nach der Bauweise "Audi Space Frame" (ASF)
Lange Zeit schien es normal und geradezu unvermeidlich zu sein, dass Autos mit jeder Modellgeneration schwerer wurden. Schließlich packen die Hersteller immer mehr Sicherheits- und Komfortausstattungen unters Blech, was sich auch auf der Waage bemerkbar macht. Doch seitdem steigende Spritpreise, die Klimadebatte und CO2-Ziele die Hersteller aufrütteln, wird die Branche zum Weight Watchers Club: Bei Autoherstellern, Zulieferern und in Werkstoff-Forschungsinstituten ist Leichtbau eines der großen Zukunftsthemen.
Jedes Kilo, das an einer Stelle eingespart wird, wird bereits als Teilerfolg auf dem Weg zu moderaterem Treibstoffkonsum und umweltverträglicheren CO2-Emissionen gefeiert. Das Abspecken wird in Zukunft sogar noch dringlicher werden: zum einen, weil Sicherheits- und Komfortausstattungen noch üppiger ausfallen dürften, zum anderen wegen der künftigen Elektroautos. Diese müssen mit ihrem Batteriepaket eine enorme Zusatzlast transportieren – je mehr Masse der Elektromotor bewegen muss, desto kleiner wird die Reichweite pro Akkuladung.
Audi nimmt seit Jahren eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und Verwendung von Leichtbaumaterialien ein. Das Unternehmen hat schon in den Neunzigern in Neckarsulm ein Leichtbauzentrum eröffnet. Das Jahr 1993 gilt als besonderer Meilenstein in der jüngeren Auto-Leichtbauentwicklung. Damals präsentierten die Ingolstädter auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt einen Konzeptwagen mit einer unlackierten Karosserie aus poliertem Aluminium.
Das Besondere daran war nicht nur der Einsatz des Leichtmaterials, sondern die Materialgeometrie, die speziell für diesen Verwendungszweck entwickelt worden war: Druckgussteile und Strangpressprofile bilden bei der Bauweise, die der Hersteller "Audi Space Frame" (ASF) nennt, ein fachwerkartiges Gerippe. Darin sind die Aluminium-Bleche, etwa die Dachhaut, der Boden oder die Seitenteile, mittragend eingebunden – ein Konstruktionsprinzip, an dem die Ingolstädter bis heute festhalten und das auch auf andere Werkstoffe übertragen wurde.
Solche Leichtbaustrukturen haben Materialforscher und Konstrukteure bei der Natur abgeschaut. Ein Prinzip der Biologie besteht darin, immer nur soviel Material einzusetzen, wie unbedingt erforderlich ist, um spezifische Funktionen zu erfüllen. Bionik nennen es die Wissenschaftler, wenn sie sich solche Prinzipien aus der Natur zu eigen machen und auf ihre Werkstoffe übertragen. "Viele Strangpressprofile, die wir in der ASF-Bauweise nutzen, zum Beispiel die Schweller beim TT, folgen in ihrer Topologie bionischen Prinzipien", sagt Heinrich Timm, Leiter des Audi-Leichtbauzentrums. "Sie sind hohl, aber im Inneren intensiv verrippt, damit erinnern sie an die Knochen im Skelett eines Menschen oder eines Vogels."
Gegenüber einer Karosse aus traditionellem Fahrzeugbau-Werkstoff spart eine Alu-Karosse rund 40 Prozent an Gewicht ein. Hat man mit Leichtbau erst einmal angefangen, zieht eine Reduktion praktisch die nächste nach, erläutert Heinz Hollerweger, der bei Audi für die Entwicklung des Gesamtfahrzeugs verantwortlich ist. "Eine Heckklappe aus Aluminium erlaubt eine leichtere Gasdruckfeder. Achsbauteile aus Aluminium leiten niedrigere Kräfte in die Karosserie ein als stählerne Lenker – der Aufbau kann leichter werden, und das wiederum ermöglicht kompaktere Bremsen, einen kleineren Motor und eine entsprechend schlanke Abgasanlage."
Auch bei den Motoren kann noch viel Gewicht eingespart werden, sind sich Entwickler sicher. Dabei gibt es kein Bauteil, das nicht auf den Prüfstand kommt und bei dem sich nicht noch ein paar Gramm einsparen lassen. Der Motorenspezialist Mahle zum Beispiel hat sich auch die Pleuelstange vorgenommen, die die Kurbelwelle mit dem Kolben verbindet. Änderungen der Bauteilform erbrachte eine Gewichtsreduktion. Doch wenn die Pleuelstange weniger wiegt, verringert sich auch die Belastung der Kurbelwelle. Das wiederum erlaubt den Ingenieuren, auch bei der Konstruktion von Kurbelwellen an Gewicht zu sparen.
- Datum 08.09.2010 - 12:57 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Und warum ist der neue 5er (F10) BMW dann 100 kg schwerer als der Vorgänger E60 ? Die Front des E60 bestand noch aus Alu und beim F10 besteht sie nun aus Stahl. Immerhin sind die Achsen noch aus Aluminium und die Motoren bestehen sogar aus Alu-Magnesium-Legierungen.
Ich kann mich dem Vorgänger nur anschließen die Autos werden trotz Leichtbau immer schwerer.
Man muss aber den Leichtbau als Stellgleid sehen um die CO2 Ziele zu erreichen wie man aus der Fahrwiderstandsgleichung sieht.
Alu ist durch den sehr geringen E-Modul und den geringen Festigkeiten und den daraus resultierenden geringen spezifischen Kennwerten niht unbedingt geeigent Leichtbau zu betreiben. Außer man machts wie Audi man vergrößert die Karosserie um die Steifigkeit zu holen. Ergebniss ein riesiges Auto welches nicht mehr Platz bietet als ne S-Klasse oder ein 7er.
Leider ist aus dem Artikel nur zu lesen,dass Audi Vorreiter sein soll in Sachen Leichtbau. BMW hat sich nur nicht auf den Alu weg bringen lassen und ist bereits 2003 auf den CFK Weg gesprungen was der M3CSL zeigt. Und man ist dort auch bis jetzt Anbieter der größtten Stückzahlen an CFK Produkten wobei diese jedoch bis jetzt auch noch gering sind.
Zudem hat man beim aktuellen R6 aus Mg eingestzt und das Gewicht enorm gesenkt. Beispiel ein R6 3.0l ist fast genaueso leicht wie ein R4 TFSI von Audi obwohl ein Liter fehlt. Und wenn man das Kurbelgehäuse betrachtet herscht Gleichstand. Leider weis das irgendwie immer keiner.
Die Zukunft gehört sicher den Faserverbunden wobei das Thema mit den großen Stückzahlen noch geklärt werden muss aber ich denk, dass BMW da weiter auf der Üpberholspur ist, denn Audi verucht auch hier den Rückstand auf zu holen was man im Ausbau des Leichtbauzentrums auf CFK sieht.
Ich kann mich dem Vorgänger nur anschließen die Autos werden trotz Leichtbau immer schwerer.
Man muss aber den Leichtbau als Stellgleid sehen um die CO2 Ziele zu erreichen wie man aus der Fahrwiderstandsgleichung sieht.
Alu ist durch den sehr geringen E-Modul und den geringen Festigkeiten und den daraus resultierenden geringen spezifischen Kennwerten niht unbedingt geeigent Leichtbau zu betreiben. Außer man machts wie Audi man vergrößert die Karosserie um die Steifigkeit zu holen. Ergebniss ein riesiges Auto welches nicht mehr Platz bietet als ne S-Klasse oder ein 7er.
Leider ist aus dem Artikel nur zu lesen,dass Audi Vorreiter sein soll in Sachen Leichtbau. BMW hat sich nur nicht auf den Alu weg bringen lassen und ist bereits 2003 auf den CFK Weg gesprungen was der M3CSL zeigt. Und man ist dort auch bis jetzt Anbieter der größtten Stückzahlen an CFK Produkten wobei diese jedoch bis jetzt auch noch gering sind.
Zudem hat man beim aktuellen R6 aus Mg eingestzt und das Gewicht enorm gesenkt. Beispiel ein R6 3.0l ist fast genaueso leicht wie ein R4 TFSI von Audi obwohl ein Liter fehlt. Und wenn man das Kurbelgehäuse betrachtet herscht Gleichstand. Leider weis das irgendwie immer keiner.
Die Zukunft gehört sicher den Faserverbunden wobei das Thema mit den großen Stückzahlen noch geklärt werden muss aber ich denk, dass BMW da weiter auf der Üpberholspur ist, denn Audi verucht auch hier den Rückstand auf zu holen was man im Ausbau des Leichtbauzentrums auf CFK sieht.
Die Gewinnung und Verarbeitung von Alu ist besonders energieintensiv und belastet die CO2-Bilanz damit auch besonders. Experten sind sich einig, z.b. anhand des zu recht eingestellten Audi A2, daß dieser die CO2-Belastung, die zu seiner Produktion geführt hat, nie und nimmer über den Verbrauchsvorteil wieder hereinfahren kann. Meiner Meinung nach liegt die Zukunft bei den Kunststoffen, z.B. Kohlefaser.
Der A2 und der Lupo 3l sind unter anderem an ihren hohen Preisen gescheitert. Eine GFK Karosserie samt Anbauteilen aus Magnesium in Verbindung mit einem Li-x Akku wird sicherlich im Paket mindestens 50000 Euro kosten. Man sollte besser die momentane Form des Individualverkehrs generell überdenken. Fraglich ist, ob ein funtionsreduzierter PKW ohne besonderen Komfort zum Luxuspreis die Produzenten schwarze Zahlen schreiben lässt.
Seit 40 Jahren predigen westliche Politiker aller Coleur die notwendige Unabhängigkeit vom Öl, wenn es um Fortbewegung geht. Während der "Ölkrise" gab es dutzende Vorschläge; NICHTS ist passiert. Öl wird für die Herstellung von Kunststoffen gebraucht, daher sollte es nicht weiterhin unnötig verbrannt werden.
Oft wird die CO2 Bilanz als Argument benutzt, um Hybrid oder Elektro-PKW als "Klimakiller" darzustellen. Die CO2 Emissionen sind aber nicht primär wichtig, sondern das Problem der Abhängigkeit von ÖL-Förderern und das begrenzte Vorkommen des Rohstoffs. Sollte der Strom für einen elektrisch angetriebenen PKW zu 40% mittelfristig aus Kohle gewonnen werden, ist das immer noch besser als Diktatoren zu hoffieren.
Problematisch ist der Wegfall der Steuern, die auf Treibstoff erhoben werden. Eine gerechte Besteuerung des Individualverkehrs wird eine weitere Zukunftsaufgabe der Politik sein.
Leichtbau, gewohnten Komfort, Produktionskosten, Umweltverträglichkeit und "ölfreies" Fahren wirtschaftlich sinnvoll zu kombinieren ist momentan fast unmöglich.
Ich kann mich dem Vorgänger nur anschließen die Autos werden trotz Leichtbau immer schwerer.
Man muss aber den Leichtbau als Stellgleid sehen um die CO2 Ziele zu erreichen wie man aus der Fahrwiderstandsgleichung sieht.
Alu ist durch den sehr geringen E-Modul und den geringen Festigkeiten und den daraus resultierenden geringen spezifischen Kennwerten niht unbedingt geeigent Leichtbau zu betreiben. Außer man machts wie Audi man vergrößert die Karosserie um die Steifigkeit zu holen. Ergebniss ein riesiges Auto welches nicht mehr Platz bietet als ne S-Klasse oder ein 7er.
Leider ist aus dem Artikel nur zu lesen,dass Audi Vorreiter sein soll in Sachen Leichtbau. BMW hat sich nur nicht auf den Alu weg bringen lassen und ist bereits 2003 auf den CFK Weg gesprungen was der M3CSL zeigt. Und man ist dort auch bis jetzt Anbieter der größtten Stückzahlen an CFK Produkten wobei diese jedoch bis jetzt auch noch gering sind.
Zudem hat man beim aktuellen R6 aus Mg eingestzt und das Gewicht enorm gesenkt. Beispiel ein R6 3.0l ist fast genaueso leicht wie ein R4 TFSI von Audi obwohl ein Liter fehlt. Und wenn man das Kurbelgehäuse betrachtet herscht Gleichstand. Leider weis das irgendwie immer keiner.
Die Zukunft gehört sicher den Faserverbunden wobei das Thema mit den großen Stückzahlen noch geklärt werden muss aber ich denk, dass BMW da weiter auf der Üpberholspur ist, denn Audi verucht auch hier den Rückstand auf zu holen was man im Ausbau des Leichtbauzentrums auf CFK sieht.
Prämissen:
1. die Automobilbranche strengt sich mächtig an, Stoff- und Formleichtbau einzusetzen bzw. weiterzuentwickeln
2. ein Blick auf Fahrzeugdaten zeigt: die Leergewichte stagnieren bestenfalls.
Folgerung:
Ohne Leichtbau wäre es noch schlimmer.
...dass Audi so viel für den Leichtbau tut. Aber noch mehr scheinen sie für den Schwerbau zu tun: eines ihrer Prestigeobjekte ist der Q7 V12 TDI Quattro, ein Riefenstahlsches Ungeheuer mit 6-Liter-Turbodiesel und 500 PS. Leergewicht: 2,7 Tonnen.
Ich hätte da eine großartige Idee für mehr Leichtbau: Als erstes auf den Müll mit allen sinnlosen Riesenautos. Aber siehe da, die Kundschaft legt eigentlich doch keinen großen Wert auf Leichtbau.
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