Verkehr Wir brauchen völlig neue Mobilitätskonzepte

Die Kritik an Elektroautos wirkt kleinteilig – es geht nicht nur um neue Antriebe oder die Optimierung der Motoren. Eine Replik von Andreas Knie und Weert Canzler

Regenerativ gespeiste Elektroautos könnten künftig als "public cars" Teil der vernetzten postfossilen Mobilität sein

Regenerativ gespeiste Elektroautos könnten künftig als "public cars" Teil der vernetzten postfossilen Mobilität sein

Für den langjährigen Greenpeace-Automobilexperten Wolfgang Lohbeck ist klar: Elektrische Autos sind des Teufels, sie gaukeln möglichen Nutzern eine nachhaltige Mobilität vor. In Wahrheit emittieren diese Fahrzeuge mehr CO2 als vergleichbare konventionelle Automobile, sie haben noch dazu viel weniger Reichweite und sind viel teurer, wer will diese Autos kaufen? Die Folgerung, die Greenpeace schon seit Jahren propagiert: Lasst uns die normalen Autos im Verbrauch optimieren, indem wir die Grenzwerte verschärfen, dann haben wir alle mehr davon.

Vor 30 Jahren war diese Haltung noch interessant. Heute geht es längst um mehr als um die Debatte um einen Autoantrieb. Es reicht nicht, sich auf das irgendwie noch weiter zu optimierende private Automobil zu beschränken. Jedenfalls nicht für Städte, in denen in naher Zukunft die Mehrzahl der Menschen auf diesem Globus leben werden.

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Streit ums Elektroauto

Am vergangenen Freitag hat Greenpeace-Autoexperte Wolfgang Lohbeck in einem Gastbeitrag seine Kritik am "Hype" um Elektroautos geäußert. Darauf reagieren heute die Mobilitätsforscher Andreas Knie und Weert Canzler.

Die Herausforderungen des Klimawandels und das Ende des billigen Öls erfordern in den urbanen Zentren der Welt völlig neue Lösungen, die sich vom privaten Automobil als Fixierbild zu lösen beginnen. Das private Auto und seine völlig ineffiziente Nutzung werden in Metropolen künftig nicht mehr funktionieren. Wie soll man einen effizienten Verkehr in Städten mit einem Verkehrsmittel organisieren, dass im Durchschnitt nur zu acht Prozent genutzt wird und ansonsten herumsteht? Ob da 125 Gramm oder 105 oder gar 95 Gramm CO2 emittiert werden, wird dann zur Nebensache.

Weert Canzler
Weert Canzler

Weert Canzler ist Mobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Der promovierte Politologe leitet dort die "Projektgruppe Mobilität".

Entscheidend für die Zukunft der Städte wird sein, wie wir die sehr knappen Ressourcen Energie, Raum und Zeit so organisieren, dass wir eine lebenswerte, funktionsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung vorantreiben können. Es geht längst nicht mehr um die alten Grabenkämpfe Auto versus Bus oder Bahn, sondern um eine ganz neue postfossile Mobilitätskultur. Diese Aufgabe fordert alle Beteiligten heraus, denn der Bedarf an individuellen Verkehrslösungen steigt zugleich weiter.

Das ist der Individualisierung geschuldet. Jeder möchte zu seiner "eigenen Zeit" und in seinem "eigenen Raum" unterwegs sein. Die Zeiten, in denen alle zur gleichen Stunde im gleichen Behältnis an einen Ort gebracht werden, sind in Berlin, London, Paris, New York, Los Angeles oder Tokyo genauso vorbei wie mittlerweile auch in Moskau und Shanghai. Wie aber den Individualverkehr organisieren? Busse und Bahnen bleiben ein wichtige Stütze im Verkehr der Zukunft, weil damit ein effizienter Transport möglich ist. Aber die Akzeptanz ist begrenzt, die Nutzung stellt für viele einen Kompromiss dar. Der Anteil am Verkehrsmarkt wird auch zukünftig begrenzt bleiben.

Andreas Knie
Andreas Knie

Andreas Knie ist Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) und Professor an der TU Berlin. Im Sommer 2011 erschien von ihm und Weert Canzler das Buch Einfach aufladen: Mit Elektromobilität in eine saubere Zukunft.

Seit Jahren wird daher versucht, die spurgeführten und liniengetakteten Großgefäße durch individuelle Angebote zu ergänzen. Auf diese Weise lassen sich Anforderungen an eine effiziente und individuell nutzbare Beweglichkeit am besten kombinieren. Und tatsächlich nimmt der Anteil der Kombinierer verschiedener Verkehrsmittel ständig zu. Public-bike-Systeme erfreuen sich wie auch das Carsharing wachsender Beliebtheit.

Vor dem Hintergrund eines solchen "Anforderungskatalogs" für einen attraktiven und nachhaltigen urbanen Verkehr gewinnen die elektrischen Fahrzeuge ihre eigentliche Bedeutung: Gebraucht werden Automobile, die sehr leise sind, einen hohen Wirkungsgrad der eingesetzten Primärenergie erzielen und die in einer intelligenten Nutzungsform betrieben werden. Die Vision ist klar: leichte, regenerativ gespeiste Elektroautos als public cars. Die Fixierung auf Reichweiten von über 500 Kilometern und auf Nutzungsprofile privater Autos ist für diese Aufgabenstellung weder notwendig noch sinnvoll.

Eine solche postfossile Mobilitätskultur bedeutet aber nicht nur eine Vernetzung von Verkehr. Die langsame Loslösung vom Erdöl zieht einen immer größeren Anteil regenerativer Strommengen nach sich. Wind und Sonne sind aber nicht immer zu haben, sondern müssen intelligent gespeichert werden. Die Lösung hierfür heißt Smart Grid, das Management von Produktion und Verbrauch in einer neuen vernetzten Form ohne den Rückgriff auf Großkraftwerke.

Zu dieser postfossilen Welt gehört damit auch, eine intelligente Autonutzung mit E-Fahrzeugen zu organisieren, um diese als Speicher zu nutzen. Vehicle-to-grid bedeutet zusätzliche Speicherkapazitäten für regenerative Energien. Nach Berechnungen von Siemens kann eine Gesamtflotte von 400.000 Fahrzeugen mit einer Batterieleistung von je 20 kW, die gleichzeitig am Netz hängen, theoretisch eine Gesamtspeicherkapazität bis zu acht Gigawatt verfügbar machen.

Flexible Speichervolumen für mehr Netzstabilität sind für eine regenerative Energiezukunft unabdingbar. Praktisch ist da noch vieles offen. Wie aber lassen sich dafür die passenden Verkehrskonzepte organisieren? Denn man möchte auch gerne elektrisch fahren, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Dies ist eine gigantische Herausforderung für alle Beteiligten. Das elektrische Fahrzeug spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Als Transmissionsriemen, als technische Plattform sind Branchen und Wissenschaftsdisziplinen zu neuen Formen der Zusammenarbeit gezwungen:

• Autohersteller und öffentliche Verkehrsunternehmen: Die künftige Wertschöpfung ist weniger auf das einzelne Produkt bezogen als vielmehr auf die Systemdienstleistung. Autos, Busse und Bahnen werden auch weiterhin gebaut werden, doch werden zukünftig große Geschäfte mit ihrer Verknüpfung und der damit verbundenen Finanzierung und Implementierung gemacht. 

• Energiesektor: Für die Energieunternehmen sind die künftigen E-Fahrzeuge nicht primär Stromkunden, sondern Elemente eines schlauen Netzmanagements. Ihr Interesse besteht darin, die verfügbaren rollenden Speicherkapazitäten optimal für die Ausbalancierung des Stromnetzes einzusetzen. Speichern und Einspeisen nach Bedarf ist vor allem für Flotten eine realistische Perspektive, weil dort ein vorausschauendes Lastenmanagement wesentlicher einfacher und verbindlicher zu gewährleisten ist als bei einer individuellen privaten Nutzung.

• Informations- und Kommunikationstechnik: Vor allem der Flottenbetrieb von E-Fahrzeugen und ihre Kopplung mit dem Stromnetz erfordern umfassende und flächendeckende Datenflüsse. Internetbasierte neue Software und leistungsfähige Datenverbindungen werden für Überwachung sowie Betriebsabläufe gebraucht.

Die von Wolfgang Lohbeck geführte Debatte um Wirkungsgrade und Emissionswerte wirkt angesichts der ambitionierten Grid-Perspektive kleinteilig und von gestern. Unternehmen wie BMW, Daimler, Siemens, EWE oder IBM haben Greenpeace in dieser Frage schon abgehängt. Es geht nicht um neue Antriebe oder die Optimierung der Verbrennungsmotoren. Es geht auch nicht mehr nur um ein neues Verständnis von Automobilität. Es geht um eine postfossile Mobilitätskultur, eingebettet in einem Smart Grid. Und das heißt, die Themen der "Zukunft der Mobilität" und der "Zukunft der Energie" eng miteinander zu verknüpfen.

 
Leser-Kommentare
  1. Vernetzung der kleinen, bis jetzt fast autonomen Lösungen: Allerdings ist die Idee so neu nicht, wie z. B. die bereits gut entwickelten Microblockheizkraftwerke zeigen, die on demand anspringen, den Strom ins Netz liefern und die Wärme in den multivalenten Pufferspeicher schieben.

  2. "Und das heißt, die Themen der "Zukunft der Mobilität" und der "Zukunft der Energie" eng miteinander zu verknüpfen."
    Sehr erfreulich, das mal kurz und knapp zu lesen!
    Die Haltung von Greenpeace scheint mir in dieser Frage tatsächlich nicht auf der Höhe der Zeit und der technischen Möglichkeiten zu sein.

    Nebenbei bemerkt, es sind vorrangig nicht Unternehmen wie "Daimler, BMW, ...." die teilweise schon seit etlichen Jahren an der "Verknüpfung" arbeiten. Die kommen jetzt hinzu, weil sie von Fördermitteln aufgeweckt wurden und/oder endlich in den Chefetagen realisiert wurde, dass China sich anschickt, eben das Weltmarktspotenzial der "Zukunft der Mobilität" mit preisattraktiven Elektrofahrzeugen für sich einzufahren.
    Solargestützte eMobilität ist möglich und kann sofort in Angriff genommen werden!

  3. Was das Postfossile Zeitalter vor allem braucht ist einen Plan B für die Ernährung von dann wahrscheinlich sieben ein halb Millarden Menschen.Landmaschinen mit Akkuantrieb?Kunstdünger auf Lithium Basis?Aktuell werden in China Autos verkauft wie kaum an einen anderen Ort der Welt .Es sind in der großen Mehrzahl Autos für den Massenmarkt,mit Verbrennungsmotoren.Wo soll der ganze Strom herkommen ,wenn in China ,dann aus Kohlekraftwerken.

    http://www.stern.de/news2...

    http://www.finanznachrich...

    http://www.china9.de/verk...

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    um es mal mit Lem zu sagen, ich würde es gerne sehen, dass diese radikale Vision mit Mäusen funktioniert. Was hier beschrieben wird ist eine vage, Visionen enthalten immer etwas vages und doch radikales, Vision einer Post-Otto-Diesel-Motoren Mobilität. Aber auch radikale Brüche sollten mit dem ersten Schritt beginnen. Deshalb favorisiere ich Heute die Greenpeace Idee. Einfach, praktikabel, und welche Energiequelle mein Gefährt auch antreibt, der Energieverbrauch muss optimiert werden und das wird er schon seit Jahren, wenn auch nur in kleinen Schritten.

    Auch kann ich mich bei dieser Idee hier des Gefühls nicht erwehren, dass es sich um eine Art zentralistisches System der gesteuerten Mobilität-Wohnen-Arbeit-Freizeit handelt, das bestimmt wer, wie, und ob überhaupt, wohin fährt-arbeitet-wohnt. Ich finde dies schwingt bei dieser Idee immer mit. Und dies gefällt mir nicht. Ich lehne diese Idee ab.

    um es mal mit Lem zu sagen, ich würde es gerne sehen, dass diese radikale Vision mit Mäusen funktioniert. Was hier beschrieben wird ist eine vage, Visionen enthalten immer etwas vages und doch radikales, Vision einer Post-Otto-Diesel-Motoren Mobilität. Aber auch radikale Brüche sollten mit dem ersten Schritt beginnen. Deshalb favorisiere ich Heute die Greenpeace Idee. Einfach, praktikabel, und welche Energiequelle mein Gefährt auch antreibt, der Energieverbrauch muss optimiert werden und das wird er schon seit Jahren, wenn auch nur in kleinen Schritten.

    Auch kann ich mich bei dieser Idee hier des Gefühls nicht erwehren, dass es sich um eine Art zentralistisches System der gesteuerten Mobilität-Wohnen-Arbeit-Freizeit handelt, das bestimmt wer, wie, und ob überhaupt, wohin fährt-arbeitet-wohnt. Ich finde dies schwingt bei dieser Idee immer mit. Und dies gefällt mir nicht. Ich lehne diese Idee ab.

  4. um es mal mit Lem zu sagen, ich würde es gerne sehen, dass diese radikale Vision mit Mäusen funktioniert. Was hier beschrieben wird ist eine vage, Visionen enthalten immer etwas vages und doch radikales, Vision einer Post-Otto-Diesel-Motoren Mobilität. Aber auch radikale Brüche sollten mit dem ersten Schritt beginnen. Deshalb favorisiere ich Heute die Greenpeace Idee. Einfach, praktikabel, und welche Energiequelle mein Gefährt auch antreibt, der Energieverbrauch muss optimiert werden und das wird er schon seit Jahren, wenn auch nur in kleinen Schritten.

    Auch kann ich mich bei dieser Idee hier des Gefühls nicht erwehren, dass es sich um eine Art zentralistisches System der gesteuerten Mobilität-Wohnen-Arbeit-Freizeit handelt, das bestimmt wer, wie, und ob überhaupt, wohin fährt-arbeitet-wohnt. Ich finde dies schwingt bei dieser Idee immer mit. Und dies gefällt mir nicht. Ich lehne diese Idee ab.

    • TDU
    • 03.09.2010 um 15:11 Uhr

    Wer will dem widersprechen. Wunderbar, wenn es ohne Ideologie des Verzichts abgeht und die Individualität nicht dem vollen Geldbeutel vorbehalten ist, ältere Menschen nicht den Strassenräubern ausgeliefert sind, und Hüftschäden und arthritische Beschwerden durch gute aber preiswerte Schuhe vermieden werden können.

    • TDU
    • 03.09.2010 um 15:41 Uhr

    Effizienter Transport durch Bus und Bahn? Längst nicht auf dem Stand des Notwendigen. Solange 200 km Verwandtenbesuch noch 1 Tag dauert, mit dem Auto 2,5 Std. und zu mehreren teurer ist als mit dem Auto einschließlich der Nebenkosten auf den KM berechnet, ist der nicht erreicht.

    Und so bleibt das Misstrauen. Die von den Grünen versprochene wirkliche Verbesserung der öffentlichen Verkehrsinfrastuktur ist ausgeblieben. Das Schlagwort der vernetzten Mobilität ist vom Angang der 1990iger Jahre. Die Energiewende muss doppelt bezahlt werden.

    Technischer Fortschritt ist auch eine Frage der Kreativität und des Zufälligen. Bisher ist die einzige realisierte Planung von Technik im Waffenbereich geglückt und im Zivilbereich bei der Mondlandung.

    In Deutschland wäre die vermutlich nicht möglich gewesen. Kurz vor dem Start hätte sich schon eine Bürgerinitiative gefunden. Also man soll entwickeln, und der Verbraucher soll entscheiden, was er nutzt.

    Aber da seien wohl die Subventionen vor, die ja bei der Realisierung von Konzepten erst mal gefragt sind. Wäre nicht schlimm, wenn nur als Anschub gedacht. Aber da gilt dann der Vertrauenschutz doch.

    Im Gegensatz dazu ist er beim Bürger nicht vorgesehen, wenn Abgaben mit Versprechen begründet werden. Und ohne solche Abgaben kommen solche Konzepte nicht aus. Auch nicht schlimm, wenn es denn eingehalten wird. Die Erfahrung spricht dagegen.

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    Letztes Wochenende sind wir (vierköpfige Familie) mit der Bahn von München nach Lindau (einfach 170 km mit dem Auto) innerhalb von drei Stunden gefahren, mithin wesentlich kürzer als ein Tag. Mit dem Wochenend-Ticket hat das hin und zurück 28 Euro oder 8 Cent/km gekostet. Mit welchem Auto wäre man so ökonomisch unterwegs?

    Das beste war aber, dass wir mit nur einmal Umsteigen ganz entspannt ans Ziel kamen, während der Fahrt ausführlich mit unseren Kindern spielen konnten, und abends ohne Stress durch Stau und Co. auf einen wundervollen Tag zurückblicken konnten!

    Im Winter - haben wir uns bereits fest vorgenommen - werden wir dann ebenfalls mit den Zug nach Oberstdorf zum Skifahren reisen.

    Hoch lebe der öffentliche Personenverkehr, ein entscheidender Baustein für unsere mobile Zukunft!

    Letztes Wochenende sind wir (vierköpfige Familie) mit der Bahn von München nach Lindau (einfach 170 km mit dem Auto) innerhalb von drei Stunden gefahren, mithin wesentlich kürzer als ein Tag. Mit dem Wochenend-Ticket hat das hin und zurück 28 Euro oder 8 Cent/km gekostet. Mit welchem Auto wäre man so ökonomisch unterwegs?

    Das beste war aber, dass wir mit nur einmal Umsteigen ganz entspannt ans Ziel kamen, während der Fahrt ausführlich mit unseren Kindern spielen konnten, und abends ohne Stress durch Stau und Co. auf einen wundervollen Tag zurückblicken konnten!

    Im Winter - haben wir uns bereits fest vorgenommen - werden wir dann ebenfalls mit den Zug nach Oberstdorf zum Skifahren reisen.

    Hoch lebe der öffentliche Personenverkehr, ein entscheidender Baustein für unsere mobile Zukunft!

    • Rolfus
    • 03.09.2010 um 15:41 Uhr

    Ein kluger Artikel: Solange wir an der heiligen Kuh des Autos und des motorisierten Individualverkehrs krampfhaft festhalten, werden wir sicher nicht die notwendigen Veränderungen bewirken können. Denkweisen von gestern und Technologien von morgen passen nicht zusammen.

    Allerdings: Speicherkapazität wird in Wattstunden, nicht in Watt dargestellt. Auch braucht es keine Siemens-Berechnungen, um zu erkennen, dass 400,000 x 20,000 "theoretisch" 800,000,000 ergibt... Dass die Integration der Autos ins Smart Grid (und sei es nur ein online-Lademanagement, dass die Nutzungsart und die gerade zur Verfügung stehende Kapazität berücksichtigt) eine sinnvolle Sache ist, bleibt von solchen Schönheitsfehlern völlig unbenommen.

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    So schön die Smart-Grid Idee ist, so bedeutet doch jede Wandlung von Energie in eine Form Verlust. Also wenn aus Strom, chemische Energie mache (Akku laden) und das ganze auch noch mal andersherum so habe ich nicht zu vernachlässigende Verluste. Dies kann jeder Prüfen, wenn er Zuhause Akkus lädt. Auch bei einer weiter fortgeschrittenen Technologie, bleibt es bei zusätzlichen Verlusten, dies ist auch ein Grund, warum Autobauer die Anzahl der Wellen und Zahnräder in Getrieben minimieren.

    Aber wie gesagt, diese Technischen Dinge sind ein Aspekt dieser Diskusion. Der gesellschaftliche wird in der Regel nur mit einfachen Worten abgetan, wie heilige Kuh. Kann mir einer mal eine sinnvolle Alternative darlegen?

    So schön die Smart-Grid Idee ist, so bedeutet doch jede Wandlung von Energie in eine Form Verlust. Also wenn aus Strom, chemische Energie mache (Akku laden) und das ganze auch noch mal andersherum so habe ich nicht zu vernachlässigende Verluste. Dies kann jeder Prüfen, wenn er Zuhause Akkus lädt. Auch bei einer weiter fortgeschrittenen Technologie, bleibt es bei zusätzlichen Verlusten, dies ist auch ein Grund, warum Autobauer die Anzahl der Wellen und Zahnräder in Getrieben minimieren.

    Aber wie gesagt, diese Technischen Dinge sind ein Aspekt dieser Diskusion. Der gesellschaftliche wird in der Regel nur mit einfachen Worten abgetan, wie heilige Kuh. Kann mir einer mal eine sinnvolle Alternative darlegen?

  5. So schön die Smart-Grid Idee ist, so bedeutet doch jede Wandlung von Energie in eine Form Verlust. Also wenn aus Strom, chemische Energie mache (Akku laden) und das ganze auch noch mal andersherum so habe ich nicht zu vernachlässigende Verluste. Dies kann jeder Prüfen, wenn er Zuhause Akkus lädt. Auch bei einer weiter fortgeschrittenen Technologie, bleibt es bei zusätzlichen Verlusten, dies ist auch ein Grund, warum Autobauer die Anzahl der Wellen und Zahnräder in Getrieben minimieren.

    Aber wie gesagt, diese Technischen Dinge sind ein Aspekt dieser Diskusion. Der gesellschaftliche wird in der Regel nur mit einfachen Worten abgetan, wie heilige Kuh. Kann mir einer mal eine sinnvolle Alternative darlegen?

    Antwort auf "Kluger Artikel"
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    • otto_B
    • 04.09.2010 um 13:59 Uhr

    ...der Preis der Akku-Abschreibung pro gespeicherter kWh würde mich auch mal interessieren.
    Also was kostet eine kWh Speicherkapazität, und welchem Verschleiß unterliegt sie. Also die Zyklenzahl.
    Diese Dimension vermisse ich bisher in der Debatte um das "smart grid".

    • otto_B
    • 04.09.2010 um 13:59 Uhr

    ...der Preis der Akku-Abschreibung pro gespeicherter kWh würde mich auch mal interessieren.
    Also was kostet eine kWh Speicherkapazität, und welchem Verschleiß unterliegt sie. Also die Zyklenzahl.
    Diese Dimension vermisse ich bisher in der Debatte um das "smart grid".

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