Elektroautos Renault setzt auf Austausch-AkkusSeite 2/2
Die Reichweite liegt laut Renault ebenfalls bei 160 Kilometern. Bei 135 km/h wird bereits abgeregelt. Geht der Fuß vom Gas, setzt eine leichte Bremsverzögerung ein: das Zeichen dafür, dass nun der Elektromotor als Generator funktioniert und Energie in den Akku zurück speist.
Als Speicher in den Elektro-Renaults dienen moderne Lithium-Ionen-Akkus, die zusammen mit NEC und Nissan in Japan entwickelt wurden. Sie sollen dort, in den USA und in Europa in einer Stückzahl von jährlich 475.000 Stück produziert werden. Die Akkus bestehen jeweils aus 48 laptopgroßen Modulen und sollen eine Energieeffizienz von rund 90 Prozent erreichen. Zum Vergleich: Ein Verbrennungsmotor schafft einen Wirkungsgrad von rund 30 Prozent. Über den gesamten geplanten Lebenszyklus von sechs Jahren schaffen die Akkus den Angaben zufolge eine Ladekapazität von 80 bis 100 Prozent. Anschließend, so die Rechnung, gehen die gebrauchten 400-Volt-Akkus in die Zweitverwertung, zum Beispiel als lokale Zwischenspeicher in Kraftwerken.
Allein das 250 Kilogramm schwere Akkupack schlägt bei den Z.E.-Modellen mit rund 15.000 Euro zu Buche. Deshalb geht Renault für die Elektroautos neue Vertriebswege: Zum ersten Mal trennen die Franzosen das Eigentum an Fahrzeug und Batterie. Denn eine der drei Optionen zum Auffrischen des Stromspeichers, das sogenannte Quickdrop-System, besteht darin, einen leeren Akku durch einen vollen auszutauschen. Dabei fährt das Auto in eine Art Wechselbox, von unten wird die Batterie von einem Roboter automatisch entnommen und durch eine frische ersetzt – binnen drei Minuten.
Der Haken daran: In Deutschland wird es dieses System auf absehbare Zeit kaum geben. Der Markt ist viel zu groß, und außer Renault/Nissan ist kein anderer Hersteller derzeit in Sicht, der bei diesem Pfandsystem mit macht. Deshalb wird das System nur in einigen wenigen Ländern mit überschaubaren Mobilitätsstrukturen aufgebaut. In Dänemark, Israel und Australien entstehen derzeit Servicestationen zum Batteriewechsel.
Ausgetüftelt hat das Konzept das US-Unternehmen Better Place, gegründet vom früheren SAP-Vorstand Shai Agassi. Die deutschen Hersteller lehnen das Konzept indes ab – vor allem wegen der dafür notwendigen Standardisierung der Akkus. Das Konzept sei technisch aufwendig und unnötig, heißt es etwa bei Daimler. Denn Batterien würden künftig noch leistungsfähiger und die Ladezeiten kürzer. Bei VW argumentiert man, das Konzept beschränke den Spielraum von Autodesignern stark, weil für einen schnellen Akkuaustausch die Batterien in allen Fahrzeugtypen einfach zugänglich sein müssen.
Renault wagt indes das neue Konzept: Während die Kunden das Elektroauto ganz konventionell kaufen oder leasen können, abonnieren sie in einem getrennten Vertrag die Akkus. Auffrischen kann man die Batterien allerdings auch über eine Ladebox, die in jedem Haushalt montiert werden kann – dann ist die vollständige Aufladung mit 230-Volt-Strom innerhalb von vier bis acht Stunden möglich. Eine Alternative: die Schnellaufladung auf 80 Prozent der Kapazität an einer Drei-Phasen-Kraftstromsteckdose mit 400 Volt, was in rund 30 Minuten erledigt ist.
- Datum 07.09.2010 - 10:42 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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find ich toll!
Wenigstens ein Konzern der mal etwas wagt.
Da zieren sich die deutschen Autobauer mal wieder. Was ist daran schlimm, mal eine einheitliche Plattform zum Akkutausch zu benutzen? Die vorgetragenen Gründe sind jedenfalls so leicht zu durchschauen, dass mein nächster Wagen nicht aus D-Land kommt.
fahre eh gern franzosen, und mit dem tauschakkukonzept rückt die die ganze emobil sache ja in den bereich des bezahlbaren.
würde gerne mal wissen wie sich das ganze dann rechnet, also quasi ct/km...
Sehr geehrter Autor, der aus gutem Grund seinen Namen nicht nennen möchte,
zwei Fakten in Ihrem Artikel sind schlicht falsch:
Erstens kommen Elektoautos gerade in der Stadt weiter als auf der Autobahn oder bei Überlandfahrt, da die Akkus durch die zahlreichen Bremsvorgänge und die dabei stattfindende Rekuperation (E-Motor arbeitet als Generator) aufgeladen werden. Und zweites kann man die Energieeffizienz eines Akkus nicht mit dem Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors vergleichen, damit vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Damit stellen Sie den Antrieb dem Energiespeicher gegenüber. Wenn, dann bitte E-Motor und Verbrennungsmotor bzw. Diesel/Benzin und Akku.
Schönen Gruß
Sehr richtig Autokenner, leider scheinen sich nur sehr wenige Journalisten mit dem Thema Elektroauto richtig auseinander zu setzen.
Bei vielen hängt leider noch das Verbrennerdenken im Hirn, vielleicht auch mit ein Grund, warum bei E-Autos immer erst mal nach Fehlern gesucht wird.
Der Test im ADAC hat jetzt jedenfalls nachgewiesen, was der Informierte schon lange weiß, gerade im Stadtverkehr spielt das E-Auto seine Vorzüge ganz besonders aus.
Der ADAC ermittelte bei dem, zu einem Elektroauto umgebaute, Fiat 500 folgende Verbrauchswerte:
Stadt : 11,8 kWh / 100 km
Land : 13,9 kWh / 100 km
Autobahn: 16 kWh / 100 km
http://adacemobility.word...
Für den, der sich unter diesen Werten nichts vorstellen kann, in einem Liter Benzin stecken ungefähr 10 kWh Energie.
Verbrauchsequivalent also, Stadt 1,18 Liter auf 100km, Land 1,39 Liter auf 100km, Autobahn 1,6 Liter auf 100 km.
Ich glaube kaum das es je gelingen wird, mit ein Auto dieser Art mit Verbrennungsmotor, solche Verbrauchswerte zu ereichen.
Erschwerend kommt noch hinzu, beim E-Auto sind die Verbrauchswerte ab Steckdose, hierzu kommen bestenfalls noch 5% Energieverlust ab Kraftwerk.
Beim Verbrenner hingegen, darf man beim Diesel noch mal 19% und beim Benzin 17% Energieverbrauch hinzurechenen.
Das ist die Energiemenge die durch die Förderung, den Transport und die Herstellung des Treibstoff entsteht.
Interessanter Weise wird dies bei Vergleichen nie berücksichtigt.
Sehr richtig Autokenner, leider scheinen sich nur sehr wenige Journalisten mit dem Thema Elektroauto richtig auseinander zu setzen.
Bei vielen hängt leider noch das Verbrennerdenken im Hirn, vielleicht auch mit ein Grund, warum bei E-Autos immer erst mal nach Fehlern gesucht wird.
Der Test im ADAC hat jetzt jedenfalls nachgewiesen, was der Informierte schon lange weiß, gerade im Stadtverkehr spielt das E-Auto seine Vorzüge ganz besonders aus.
Der ADAC ermittelte bei dem, zu einem Elektroauto umgebaute, Fiat 500 folgende Verbrauchswerte:
Stadt : 11,8 kWh / 100 km
Land : 13,9 kWh / 100 km
Autobahn: 16 kWh / 100 km
http://adacemobility.word...
Für den, der sich unter diesen Werten nichts vorstellen kann, in einem Liter Benzin stecken ungefähr 10 kWh Energie.
Verbrauchsequivalent also, Stadt 1,18 Liter auf 100km, Land 1,39 Liter auf 100km, Autobahn 1,6 Liter auf 100 km.
Ich glaube kaum das es je gelingen wird, mit ein Auto dieser Art mit Verbrennungsmotor, solche Verbrauchswerte zu ereichen.
Erschwerend kommt noch hinzu, beim E-Auto sind die Verbrauchswerte ab Steckdose, hierzu kommen bestenfalls noch 5% Energieverlust ab Kraftwerk.
Beim Verbrenner hingegen, darf man beim Diesel noch mal 19% und beim Benzin 17% Energieverbrauch hinzurechenen.
Das ist die Energiemenge die durch die Förderung, den Transport und die Herstellung des Treibstoff entsteht.
Interessanter Weise wird dies bei Vergleichen nie berücksichtigt.
... und er liegt tatsächlich falsch. E-Autos sind sparsamer innerorts, wie ich vor ein paar Jahren hier erläuterte:
http://www.heise.de/tp/r4...
Siehe zweite Graphik
wenn Konkurenten unserer heimischen Autoindustrie ihr Geld aus idologischen Gründen aus dem Fenster werfen! Es glaubt ja wohl kein Mensch, dass wir uns nach den sinnlosen Subventionsorgien bei den "Erneuerbaren Energien" und der Bankenrettung noch so ein ideologisches kartenhaus leisten können!
schreiben sie eigentlich ihre Meinungen ab?
schreiben sie eigentlich ihre Meinungen ab?
....was Renault da vorhat. Und das emissionsfreie Fahren in Frankreich kommt bei 75% Kernernergie ja fast hin.
Sehr richtig Autokenner, leider scheinen sich nur sehr wenige Journalisten mit dem Thema Elektroauto richtig auseinander zu setzen.
Bei vielen hängt leider noch das Verbrennerdenken im Hirn, vielleicht auch mit ein Grund, warum bei E-Autos immer erst mal nach Fehlern gesucht wird.
Der Test im ADAC hat jetzt jedenfalls nachgewiesen, was der Informierte schon lange weiß, gerade im Stadtverkehr spielt das E-Auto seine Vorzüge ganz besonders aus.
Der ADAC ermittelte bei dem, zu einem Elektroauto umgebaute, Fiat 500 folgende Verbrauchswerte:
Stadt : 11,8 kWh / 100 km
Land : 13,9 kWh / 100 km
Autobahn: 16 kWh / 100 km
http://adacemobility.word...
Für den, der sich unter diesen Werten nichts vorstellen kann, in einem Liter Benzin stecken ungefähr 10 kWh Energie.
Verbrauchsequivalent also, Stadt 1,18 Liter auf 100km, Land 1,39 Liter auf 100km, Autobahn 1,6 Liter auf 100 km.
Ich glaube kaum das es je gelingen wird, mit ein Auto dieser Art mit Verbrennungsmotor, solche Verbrauchswerte zu ereichen.
Erschwerend kommt noch hinzu, beim E-Auto sind die Verbrauchswerte ab Steckdose, hierzu kommen bestenfalls noch 5% Energieverlust ab Kraftwerk.
Beim Verbrenner hingegen, darf man beim Diesel noch mal 19% und beim Benzin 17% Energieverbrauch hinzurechenen.
Das ist die Energiemenge die durch die Förderung, den Transport und die Herstellung des Treibstoff entsteht.
Interessanter Weise wird dies bei Vergleichen nie berücksichtigt.
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