Elektroauto 600 Kilometer mit nur einer AkkuladungSeite 2/2

Zwar war es schon im Mai japanischen Elektroauto-Ingenieuren gelungen, mit einem E-Auto sogar 1000 Kilometer zu fahren, ohne die Batterie zwischendurch aufzuladen. Allerdings war dieses Gefährt nicht alltagstauglich. Der jetzt von München nach Berlin gefahrene umgerüstete Benziner ist dagegen ein Serienfahrzeug mit vier Sitzen und einem normal großen Kofferraum – bisher nehmen die Akkus für den Elektromotor einen Teil des Kofferraumvolumens in Anspruch.

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sprach im Sender n-tv von einer sehr beachtlichen Leistung. Allerdings seien für den Alltagsgebrauch Batterien vonnöten, die "über 15 Jahre 600 Kilometer fahren" können. Dudenhöffer sagte, bereits in fünf Jahren könnten die Batterien flächendeckend deutlich leistungsstärker und billiger sein als bisher.

Die Bundesregierung hatte in ihrem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität erst für das Jahr 2015 Fahrten mit alltagstauglichen E-Autos von mehr als 300 Kilometern ohne Aufladen angepeilt. Bis 2020 will die Regierung eine Million Elektroautos auf die Straße bringen, bis 2030 sogar sechs Millionen – um die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren und zugleich den Ausstoß des Klimakillers CO2 zu verringern. Derzeit sind in Deutschland rund 42 Millionen Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren unterwegs.

Bisher gibt es acht Modellregionen. 2800 Fahrzeuge und rund 2500 Ladepunkte werden dort unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Das fördert die Bundesregierung auch finanziell. Eine Kaufprämie wie in Frankreich zur Belebung der Elektromobilität lehnt die Regierung aber ab. "Das verzerrt den Markt", sagte Brüderle. Allerdings will die Politik mit Angeboten wie kostenlosen Parkplätzen dem E-Auto einen Schub verschaffen.

 
Leser-Kommentare
  1. Da freut man sich und wartet auf die Produktreife. Ich würde das Auto wohl sofort kaufen.

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    Was glauben Sie wie teuer die Lithium Akkus werden, wenn jeder mit einem Elektroauto fahren möchte?
    Wo soll denn der Rohstoff herkommen?
    Die Leute, welche auf die Propaganda der von Regierungsseite beauftragten Medien reinfallen, kann ich auch nicht helfen.
    Hier wird immer nur die halbe Wahrheit erzählt.
    Aber das ist mit anderen Themen wie z.B. die geringe Arbeitslosigkeit bzw. Wirtschaftsboom genau das gleiche.
    Da wird auch nicht erzählt, dass man von der Arbeit nicht leben kann.
    Die Gleichschaltung der Medien ist echt ein Problem.

    Was glauben Sie wie teuer die Lithium Akkus werden, wenn jeder mit einem Elektroauto fahren möchte?
    Wo soll denn der Rohstoff herkommen?
    Die Leute, welche auf die Propaganda der von Regierungsseite beauftragten Medien reinfallen, kann ich auch nicht helfen.
    Hier wird immer nur die halbe Wahrheit erzählt.
    Aber das ist mit anderen Themen wie z.B. die geringe Arbeitslosigkeit bzw. Wirtschaftsboom genau das gleiche.
    Da wird auch nicht erzählt, dass man von der Arbeit nicht leben kann.
    Die Gleichschaltung der Medien ist echt ein Problem.

    • dacapo
    • 26.10.2010 um 19:19 Uhr

    Es gibt nichts, was nicht geht. Es wird auch das Auftanken nicht immer nötig sein, man wird dann auch eine Batterie austauschen können, wie Gasflaschen. Das das deutsche Stromnetz veraltet ist, macht doch mal wieder stutzig.

  2. ... kriegen die sicher auch noch in den Griff, bis jeder zuhause einen Starkstromanschluß für das Aufladen in 20 Minuten hat.

    Chemische Reaktion von neuartiger Batterie der Firma DBM Energy löste Rauchentwicklung und Feuerwehreinsatz aus

    http://solar-driver.dasre...

  3. Glückwunsch von meiner Seite.

    Allerdings müssen in diesem Bericht ein paar Dinge falsch sein. Am frappierendste ist das angegebene Gewicht von 100kg.

    Ich bin ja wirklich froh, wenn hier ein Durchbruch gelungen wäre, allerdings schwer vorzustellen. Der aktuelle Stand ist folgender:
    Für eine Fahrt von 50 kmh müssen etwa 5 kW geleistet werden, bei 90kmh etwa mehr als das doppelte sagen wir mal 10 kW. Die Fahrt hat 7 h gedauert
    => 70 kKh Energie notwendig.

    Aktuelle Li-Ion Akkus der renommierten Hersteller wie Sanyo, Li-Tec, SB Limotive, Panasonic, etc kommen inkl Kühltechnik auf etwa 100 kg pro 10 kWh. Das würde heißen mit dem aktuellen Stand wäre ein 7 fach höheres Gewicht notwenig um auf diese Reichweiten zu kommen.
    Ein Verbesserung erwartet jeder, eine Verdoppelung wäre ein Riesenerfolg - aber Faktor sieben ?

    Natürlich kann auch auf Kühlung verzichtet , der SOC auf 100% ausgedehnt werden etc, aber dann fährt das Auto die Strecke vielleicht 5 Mal und dann ist die Batterie degeneriert sprich unbrauchbar und müßte ausgewechselt werden was finaziell fast einem Totalschaden gleichkommt.

    Daher bin ich an dieser Stelle sehr skeptisch und würde eine Alltagstauglichkeit mehr als in Frage stellen!

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    ... welche Wahrheit darfs denn sein?

    Ihre 70kWh dürften vermutlich gerade so hinkommen... 10-20kWh/100km sind so Erfahrungswerte für E-Autos im klassischen Design.

    Allerdings liegen Sie deutlich daneben, was die heutigen Akkus angeht. Wir liegen gegenwärtig bei ca. 140-150Wh/kg... also ca. 71kg pro 10 kWh (brutto), inkl. Kühltechnik.

    Dennoch erscheint dieser Reichweitenerfolg recht dramatisch, bei 18% Restladung des Akkus kann man auch von einer ausreichenden Reserve bezüglich der Tiefentladung ausgehen.

    Es würde mich interessieren, wieviele Zyklen dieser Akku schafft. Denn bei nur 200 Zyklen sind schon heute problemlos 200Wh/kg oder mehr möglich und in den Labors kommt man auch auf 800Wh/kg... aber halt nur bei 5 Zyklen.

    Der Preis dieses Akkus wäre auch interessant, inkl. der Perspektive für die Massenfertigung.

    Bei Heise wird 300kg als Gewicht für die Batterie angegeben. Hier besteht wohl noch etwas Klärungsbedarf.

    http://www.heise.de/autos...

    "Nach Angaben des Pressesprechers Thomas Reckermann ist in dem Audi A2 eine Batterie verbaut, die 300 Kilogramm wiegt und dabei eine Kapazität von 100 kWh bietet,..."

    Auch die euphorischen Angaben zu Ladezeiten und Lebensdauer hören sich etwas unglaubwürdig an.

    ... welche Wahrheit darfs denn sein?

    Ihre 70kWh dürften vermutlich gerade so hinkommen... 10-20kWh/100km sind so Erfahrungswerte für E-Autos im klassischen Design.

    Allerdings liegen Sie deutlich daneben, was die heutigen Akkus angeht. Wir liegen gegenwärtig bei ca. 140-150Wh/kg... also ca. 71kg pro 10 kWh (brutto), inkl. Kühltechnik.

    Dennoch erscheint dieser Reichweitenerfolg recht dramatisch, bei 18% Restladung des Akkus kann man auch von einer ausreichenden Reserve bezüglich der Tiefentladung ausgehen.

    Es würde mich interessieren, wieviele Zyklen dieser Akku schafft. Denn bei nur 200 Zyklen sind schon heute problemlos 200Wh/kg oder mehr möglich und in den Labors kommt man auch auf 800Wh/kg... aber halt nur bei 5 Zyklen.

    Der Preis dieses Akkus wäre auch interessant, inkl. der Perspektive für die Massenfertigung.

    Bei Heise wird 300kg als Gewicht für die Batterie angegeben. Hier besteht wohl noch etwas Klärungsbedarf.

    http://www.heise.de/autos...

    "Nach Angaben des Pressesprechers Thomas Reckermann ist in dem Audi A2 eine Batterie verbaut, die 300 Kilogramm wiegt und dabei eine Kapazität von 100 kWh bietet,..."

    Auch die euphorischen Angaben zu Ladezeiten und Lebensdauer hören sich etwas unglaubwürdig an.

  4. bis nach dem Link von @3. Müssen wir halt noch ein bißchen Warten.

  5. ... welche Wahrheit darfs denn sein?

    Ihre 70kWh dürften vermutlich gerade so hinkommen... 10-20kWh/100km sind so Erfahrungswerte für E-Autos im klassischen Design.

    Allerdings liegen Sie deutlich daneben, was die heutigen Akkus angeht. Wir liegen gegenwärtig bei ca. 140-150Wh/kg... also ca. 71kg pro 10 kWh (brutto), inkl. Kühltechnik.

    Dennoch erscheint dieser Reichweitenerfolg recht dramatisch, bei 18% Restladung des Akkus kann man auch von einer ausreichenden Reserve bezüglich der Tiefentladung ausgehen.

    Es würde mich interessieren, wieviele Zyklen dieser Akku schafft. Denn bei nur 200 Zyklen sind schon heute problemlos 200Wh/kg oder mehr möglich und in den Labors kommt man auch auf 800Wh/kg... aber halt nur bei 5 Zyklen.

    Der Preis dieses Akkus wäre auch interessant, inkl. der Perspektive für die Massenfertigung.

    Antwort auf "Nur die halbe Wahrheit"
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    ...das mit der Serienfertigung ist so eine Sache. Man liest oft tolle Berichte über gelungen Durchbrüche und dann hört man nie wieder was davon. Zu teuer, Chefentwickler ausgestiegen, nicht praxistauglich etc...

    ...das mit der Serienfertigung ist so eine Sache. Man liest oft tolle Berichte über gelungen Durchbrüche und dann hört man nie wieder was davon. Zu teuer, Chefentwickler ausgestiegen, nicht praxistauglich etc...

  6. 7. Yup...

    ...das mit der Serienfertigung ist so eine Sache. Man liest oft tolle Berichte über gelungen Durchbrüche und dann hört man nie wieder was davon. Zu teuer, Chefentwickler ausgestiegen, nicht praxistauglich etc...

    Antwort auf "Werter markuswesner..."
  7. denn damit fällt die ganze Sache -
    nach 20 Ladungen baut der an Kapazität ab -
    90%-80%-70%-..........

    Ersatz kostet dann 5000-6000-7000-...€

    Das Ding macht genauso viel Sinn wie das DSD -

    gar keinen !

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    Nun ja, das ist nun wirklich Unfug.

    Mein Laptop belegt das Gegenteil. Dessen Akku-Kapazität baute erst nach 3 - 400 Tiefentladungen sukzessive ab.

    Und wenn hier die Rede davon ist, dass 500.000 Kilometer / Akku anvisiert werden, dann stehen hier ja wohl bereits Konzepte im Raum, dem nahe zu kommen.

    Und natürlich wissen die Entwickler, dass sie nicht allzuweit dahinter zurück bleiben dürfen - ansonsten wäre ihr Produkt nicht marktfähig und letztlich nur eine Eintagsfliege in diesem Forschungsgeschäft.

    Nun ja, das ist nun wirklich Unfug.

    Mein Laptop belegt das Gegenteil. Dessen Akku-Kapazität baute erst nach 3 - 400 Tiefentladungen sukzessive ab.

    Und wenn hier die Rede davon ist, dass 500.000 Kilometer / Akku anvisiert werden, dann stehen hier ja wohl bereits Konzepte im Raum, dem nahe zu kommen.

    Und natürlich wissen die Entwickler, dass sie nicht allzuweit dahinter zurück bleiben dürfen - ansonsten wäre ihr Produkt nicht marktfähig und letztlich nur eine Eintagsfliege in diesem Forschungsgeschäft.

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