Alternativer Antrieb Elektroauto, made in Nordhessen

Es gibt durchaus bereits Elektroautos aus deutscher Fertigung zu kaufen – nur nicht von großen Konzernen. Ein Beispiel: der Stromos, der auf dem Suzuki Splash basiert.

Elektroautos wie den Smart Electric Drive oder Peugeot Ion kann man nicht einfach im Laden kaufen. Die meisten Stromer finden derzeit nur als Leasingfahrzeuge für Flottenkunden auf die Straße, eine Auslieferung an Privatkunden ist zumindest in der nächsten Zeit nicht vorgesehen. Den Stromos dagegen kann im Prinzip jeder erwerben – wenn er das nötige Kleingeld mitbringt. 41.990 Euro stehen auf dem Preisschild, Mehrwertsteuer inklusive.

Dass einem der Wagen merkwürdig bekannt vorkommt, erklärt sich schnell: Hinter dem blauen E-Logo am Grill des 3,7 Meter langen Viertürers verbirgt sich der Kleinwagen Suzuki Splash. Der Elektroantrieb stammt vom Automobilzulieferer Fräger, umgerüstet wird der Suzuki beim Fräger-Tochterunternehmen German E Cars mit Sitz im nordhessischen Grebenstein. Kaufen kann man das Auto zum Beispiel bei der Händlerkette "Lautlos durch Deutschland", die in zwölf Städten vertreten ist.

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Auf den ersten Blick unterscheidet den Stromos nichts von einem normalen Suzuki Splash. Erwachsene finden sowohl vorn als auch im Fond genügend Platz und sitzen deutlich bequemer als im Elektroauto von Mitsubishi, dem i-MiEV, oder in dessen Schwestermodellen Peugeot Ion und Citroën C-Zero. Der Kofferraum des Stromos wird durch das Batteriepaket unter der Abdeckung etwas geschmälert, aber der Großeinkauf oder kleinere Gepäckstücke passen mühelos hinein. Serienmäßig sind vier Airbags und die Isofix-Kindersitzbefestigung an Bord, außerdem elektrische Fensterheber, Servolenkung, CD-Radio und Zentralverriegelung.

"Die üblichen Händlergarantien für das Suzuki-Basisfahrzeug bleiben komplett bestehen", betont Christian Gusic, der in Ottobrunn bei München eine Filiale von "Lautlos durch Deutschland" betreibt. Dazu kommen zwei Jahre Händlergarantie auf die Lithium-Ionen-Batterie, die als Energiespender dient. Nach den Angaben von "Lautlos durch Deutschland" beträgt die Lebensdauer der Batterie 1000 bis 2000 Ladezyklen, das entspräche etwa 100.000 bis 200.000 Kilometern Fahrleistung. Die Ladezeit an einer normalen Steckdose beträgt bis zu sechs Stunden. Für 15 Kilometer Fahrt muss man also ungefähr eine Stunde am Kabel einplanen.

Die maximale Leistung des Elektromotors beträgt 56 kW, das maximale Drehmoment 140 Newtonmeter. Die Beschleunigung aus dem Stand könnte einen Hauch besser sein, ist aber für die Stadt ausreichend. Auf der Autobahn erreicht der Stromos recht schnell seine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, dann wird elektronisch abgeregelt. Hören tut man dabei nur den Fahrtwind, der Motor ist in allen Lebenslagen flüsterleise.

Ungewöhnlich für einen Stromer ist das Fünfgang-Schaltgetriebe. Abwürgen kann man ein Elektroauto freilich nicht – zum Anfahren schaltet man einfach in den zweiten Gang und bleibt darin im Stadtverkehr meistens auch, der ständige Gangwechsel wie bei einem Benzinmotor ist nicht nötig. Eine kleine Anzeige im Instrumentenbrett leuchtet auf, wenn man einen höheren Gang einlegen sollte.

Wenn man die Bremse leicht antippt, beginnt der Wagen mit der Rekuperation, also der Rückgewinnung von Bremsenergie für die Batterie. Dabei gibt es allerdings einen deutlichen Ruck. Der Wagen verfügt über ABS und elektronische Bremskraftverteilung, der Schleuderschutz ESP ist optional zu haben. Das Fahrverhalten ist unproblematisch. Auch der Federungskomfort unterscheidet sich nicht von dem eines normalen Suzuki Splash.

Leser-Kommentare
    • Jenss
    • 06.10.2010 um 8:23 Uhr

    Die nächsten 20 Jahre bringt das leider noch gar nichts für die Umwelt, solange wir soviel Atom- Kohle- und Gaskraftwerke haben.

    E-Mobilität sollte sich IMHO auf Hybrid beschränken, Forschung und Klein-Serien zum testen. Die Dinger jetzt in den Markt drücken oder gar subventionieren ist rausgeworfenen Geld, das wir für den Bau von neuen Stromnetzen etc. dringender brauchen.

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    ... Sie vertreten die typisch deutsche Haltung - genau so machen wir es!

    Und in 20 Jahren kaufen wir dann halt die E-Autos von den Chinesen, Japanern und Franzosen. Denn denen ist der Umweltaspekt der E-Mobilität nahezu egal, es geht darum wer in den kommenden Jahrzehnten den Mobilitätsmarkt dominiert und seine Abhängigkeit vom Öl reduzieren kann.

    Und beim E-Antrieb, da stehen die Asiaten ohnehin schon heute in der fordersten Reihe und deutsche und amerikanische Autokonzerne hecheln mühsam hinterher.

    Aber typisch deutsch, erst mal testen, dann testen und schließlich nochmals testen. Kostensenkungen erzielt man aber nicht mit Mini-Testreihen, sondern nur mit der Massenproduktion.

    Es rechnet sich nicht als Massenverkehrsmittel!
    .
    Im Ballungsraum ist der "Brennstoff" fast egal die anderen Faktoren killen die Massenmobilität.
    .
    1 Tonne Leergewicht (Material, Fertigung...), 4m/2 Stellfläche, 30-50m/2 Fahrfläche, unbekannter Akkulebensdauer (Akkus altern auch in ZEIT.Nach 2-3 Jahren nur noch 60-80% Kapazitaet??), noch zu bauender "E-Tank" Infrastruktur.....um 80KG Nutzlast mit ca 120km Reichweite (bestens) zu befördern?? Das kommt doch noch zu dem Anschaffungspreis hinzu.
    .
    Unbezahlbar!
    .
    Da ist noch kein Licht, keine Heizung, Radio.... kein Stau bei 30C Plus oder Minustemperaturen mit eingerechnet. (Akku bei -10C. :-))
    .
    Ich habe auch noch keinen Euro für Bau und Instandhaltung der Infrastruktur (Strassen, usw.) gerechnet.
    .
    E-Auto höchstens in der Fläche als Zubringer zum ÖPNV. Im Ballungraum ÖPNV für längere Strecken.

    Dazu kurze Wege/Nahversorgung, zu Fuß gehen, Rad, Roller, Leichtfahrzeuge <=200KG mit Geschwindigkeiten so um 25Km/h.
    .
    Alle Andere rechnet sich weder volks- noch privatwirtschaftlich (Anschaffungs-, Betriebskosten, Strassen, usw... Infrastruktur) und ist physikalischer Humbug (Wirkungsgrad, Lebensdauer..... :-))
    .

    Masstab kann einzig der Primärenergie- und Resourcenverbrauch aka KOSTEN für den Transport einer Person (80Kg) pro km sein.

    Peng = E-Auto tot :-))
    .
    Noch nicht berücksichtig ist dabei, das heute ca. 50% der abgefragten Verkehrsleistungen ím Bereich <=15KM mit 25Km/h Schnitt, ca 25% im Bereich <=25KM und nur 10% > 100KM stattfinden.

    .
    E-Auto ist wie Dampfwagen :-) Hübsches Spielzeug, unbezahlbar und nicht Massentauglich.
    .
    Lauf mal wieder, steig aufs Rad:-)
    Sikasuu

    ... Sie vertreten die typisch deutsche Haltung - genau so machen wir es!

    Und in 20 Jahren kaufen wir dann halt die E-Autos von den Chinesen, Japanern und Franzosen. Denn denen ist der Umweltaspekt der E-Mobilität nahezu egal, es geht darum wer in den kommenden Jahrzehnten den Mobilitätsmarkt dominiert und seine Abhängigkeit vom Öl reduzieren kann.

    Und beim E-Antrieb, da stehen die Asiaten ohnehin schon heute in der fordersten Reihe und deutsche und amerikanische Autokonzerne hecheln mühsam hinterher.

    Aber typisch deutsch, erst mal testen, dann testen und schließlich nochmals testen. Kostensenkungen erzielt man aber nicht mit Mini-Testreihen, sondern nur mit der Massenproduktion.

    Es rechnet sich nicht als Massenverkehrsmittel!
    .
    Im Ballungsraum ist der "Brennstoff" fast egal die anderen Faktoren killen die Massenmobilität.
    .
    1 Tonne Leergewicht (Material, Fertigung...), 4m/2 Stellfläche, 30-50m/2 Fahrfläche, unbekannter Akkulebensdauer (Akkus altern auch in ZEIT.Nach 2-3 Jahren nur noch 60-80% Kapazitaet??), noch zu bauender "E-Tank" Infrastruktur.....um 80KG Nutzlast mit ca 120km Reichweite (bestens) zu befördern?? Das kommt doch noch zu dem Anschaffungspreis hinzu.
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    Unbezahlbar!
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    Da ist noch kein Licht, keine Heizung, Radio.... kein Stau bei 30C Plus oder Minustemperaturen mit eingerechnet. (Akku bei -10C. :-))
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    Ich habe auch noch keinen Euro für Bau und Instandhaltung der Infrastruktur (Strassen, usw.) gerechnet.
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    E-Auto höchstens in der Fläche als Zubringer zum ÖPNV. Im Ballungraum ÖPNV für längere Strecken.

    Dazu kurze Wege/Nahversorgung, zu Fuß gehen, Rad, Roller, Leichtfahrzeuge <=200KG mit Geschwindigkeiten so um 25Km/h.
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    Alle Andere rechnet sich weder volks- noch privatwirtschaftlich (Anschaffungs-, Betriebskosten, Strassen, usw... Infrastruktur) und ist physikalischer Humbug (Wirkungsgrad, Lebensdauer..... :-))
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    Masstab kann einzig der Primärenergie- und Resourcenverbrauch aka KOSTEN für den Transport einer Person (80Kg) pro km sein.

    Peng = E-Auto tot :-))
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    Noch nicht berücksichtig ist dabei, das heute ca. 50% der abgefragten Verkehrsleistungen ím Bereich <=15KM mit 25Km/h Schnitt, ca 25% im Bereich <=25KM und nur 10% > 100KM stattfinden.

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    E-Auto ist wie Dampfwagen :-) Hübsches Spielzeug, unbezahlbar und nicht Massentauglich.
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    Lauf mal wieder, steig aufs Rad:-)
    Sikasuu

  1. Auch, wenn jetzt nicht sofort die Umwelt entlastet wird, ist es notwendig endlich E-Mobilität auf die Strasse zu bringen. Ohne Anfang wird es nie die erforderliche Infrastruktur geben. Wenn aber so ein Ladewirrwar wie bei den Handys entsteht, dann wird es jede Infrastruktur schwer haben.

    Allerdings frage ich mich, was man mit den reinen E-Autos im Winter macht. Haben diese eine elektrische Heizung ?
    Reduziert die Heizung die Reichweite ?

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    ... es gibt da zwei sinnvolle Lösungen um im Winter E-Autos warm zu kriegen:

    1. Zusatz-Heizung

    Diese verfeuern dann halt was brennbares - vom Benzin über Erdgas bis hin zum Bio-Ethanol. Das ist recht gut technisch beherrschbar und die Kosten halten sich in Grenzen.

    2. Elektroheizung

    Die einfachste Variante ist natürlich eine E-Heizung im E-Auto... was die Reichweite aber durchaus signifikant reduzieren kann.

    Dafür ist so eine Heizung äußerst günstig und bietet einen weiteren Vorteil:

    Solange das E-Auto am Stromnetz zum Laden hängt, solange kann auch die E-Heizung aus dem Stromnetz betrieben werden und nicht aus dem Akku. Natürlich ist das nicht immer möglich, aber da ein ladendes E-Auto eher der Normalfall sein dürfte, sollte dies relevant sein.

    Für beide Lösungen gilt außerdem, dass sie als "Standheizung" einen deutlichen Komfort- und Sicherheitsgewinn bringen können. Die Heizung stellt also nur ein vergleichsweise geringes Problem für E-Autos dar.

    Ein weit größeres Problem ist hingegen die Klimaanlage im Sommer, wobei auch diese wie die E-Heizung zeitweilig aus dem Stromnetz gespeist werden kann.

    Zudem (aber dies gilt z.T. auch für alle Verbrennungs-Autos), kann eine kleine permanent laufende Lüftung im Sommer den Kühlaufwand erheblich reduzieren (statt 80°C ca. 40°C), weil das Fahrzeug sich so nicht voll aufheizt. Es gibt bereits heute Schiebedächer mit integrierten PV-Zellen zum nachrüsten, die so etwas ermöglichen.

    ... es gibt da zwei sinnvolle Lösungen um im Winter E-Autos warm zu kriegen:

    1. Zusatz-Heizung

    Diese verfeuern dann halt was brennbares - vom Benzin über Erdgas bis hin zum Bio-Ethanol. Das ist recht gut technisch beherrschbar und die Kosten halten sich in Grenzen.

    2. Elektroheizung

    Die einfachste Variante ist natürlich eine E-Heizung im E-Auto... was die Reichweite aber durchaus signifikant reduzieren kann.

    Dafür ist so eine Heizung äußerst günstig und bietet einen weiteren Vorteil:

    Solange das E-Auto am Stromnetz zum Laden hängt, solange kann auch die E-Heizung aus dem Stromnetz betrieben werden und nicht aus dem Akku. Natürlich ist das nicht immer möglich, aber da ein ladendes E-Auto eher der Normalfall sein dürfte, sollte dies relevant sein.

    Für beide Lösungen gilt außerdem, dass sie als "Standheizung" einen deutlichen Komfort- und Sicherheitsgewinn bringen können. Die Heizung stellt also nur ein vergleichsweise geringes Problem für E-Autos dar.

    Ein weit größeres Problem ist hingegen die Klimaanlage im Sommer, wobei auch diese wie die E-Heizung zeitweilig aus dem Stromnetz gespeist werden kann.

    Zudem (aber dies gilt z.T. auch für alle Verbrennungs-Autos), kann eine kleine permanent laufende Lüftung im Sommer den Kühlaufwand erheblich reduzieren (statt 80°C ca. 40°C), weil das Fahrzeug sich so nicht voll aufheizt. Es gibt bereits heute Schiebedächer mit integrierten PV-Zellen zum nachrüsten, die so etwas ermöglichen.

    • brueh
    • 06.10.2010 um 9:52 Uhr

    @Jenss Es ist richtig, dass e-Autos jetzt noch nicht CO2 frei fahren. Aber große Kohle- oder Gaskraftwerke können sehr viel effizienter betrieben werden als ein kleiner Automotor. So liegt der Wirkungsgrad eines modernen Kraftwerkes zwischen 35% und 45%. der eines guten Ottomotors bei weniger als der Hälfte. Elektromotoren liegen bei >80%. Damit ist das Gesamtsystem Kraftwerk-Elektromotor immer noch effizienter als den Treibstoff gleich im Auto zu verbrennen.

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    ... wie leider vielfach üblich. Wenn ich Einen Kraftwerkswirkungsgrad von 40 Prozent ausgehen, von welchem der E-Motor 80 Prozent umsetzt, sind wir bei einem Gesamtwirkungsgrad von 32 Prozent, können also von rund 25 Prozent "an den Rädern" des E-Mobils ausgehen, denn auch da gibt es noch keine verlustfreie Übertragung. Da sehen doch dir rund 17 Prozent Gesamt(!!!)wirkungsgrad von "Verbrennern" gar nicht so schlecht aus. Verbrennungsmotoren selbst haben an der Kurbelwelle Wirkungsgrade von um die 30 (Otto) bis zu 45 Prozent (Diesel). Nicht etwa "die Hälfte" der genannten Kraftwerkswirkungsgradwerte.

    Von 100% Rohölenergiegehalt kommen letztendlich, über den ganzen Weg gesehen, bestenfalls 8 bis 10% als Bewegungsenergie auf der Straße an.
    In Zukunft wird die Bilanz auf Grund des steigenden Energiebedarf bei der Erdölförderung sogar noch schlechter ausfallen.
    Beim Elektroauto hingegen kann man schon beim derzeitigen Strommix mit vorrausichtlichen 19% regenerativ erzeugtem Strom von über 30% Wirkungsgrad ausgehen, was den Einsatz von Energieträgern betrifft.
    Da der Anteil von regenerativ erzeugtem Strom aber kontinuierlich ansteigt, wird sich dem entsprechend auch die Energiebilanz kontinuierlich verbessern.

    ... wie leider vielfach üblich. Wenn ich Einen Kraftwerkswirkungsgrad von 40 Prozent ausgehen, von welchem der E-Motor 80 Prozent umsetzt, sind wir bei einem Gesamtwirkungsgrad von 32 Prozent, können also von rund 25 Prozent "an den Rädern" des E-Mobils ausgehen, denn auch da gibt es noch keine verlustfreie Übertragung. Da sehen doch dir rund 17 Prozent Gesamt(!!!)wirkungsgrad von "Verbrennern" gar nicht so schlecht aus. Verbrennungsmotoren selbst haben an der Kurbelwelle Wirkungsgrade von um die 30 (Otto) bis zu 45 Prozent (Diesel). Nicht etwa "die Hälfte" der genannten Kraftwerkswirkungsgradwerte.

    Von 100% Rohölenergiegehalt kommen letztendlich, über den ganzen Weg gesehen, bestenfalls 8 bis 10% als Bewegungsenergie auf der Straße an.
    In Zukunft wird die Bilanz auf Grund des steigenden Energiebedarf bei der Erdölförderung sogar noch schlechter ausfallen.
    Beim Elektroauto hingegen kann man schon beim derzeitigen Strommix mit vorrausichtlichen 19% regenerativ erzeugtem Strom von über 30% Wirkungsgrad ausgehen, was den Einsatz von Energieträgern betrifft.
    Da der Anteil von regenerativ erzeugtem Strom aber kontinuierlich ansteigt, wird sich dem entsprechend auch die Energiebilanz kontinuierlich verbessern.

  2. ... Sie vertreten die typisch deutsche Haltung - genau so machen wir es!

    Und in 20 Jahren kaufen wir dann halt die E-Autos von den Chinesen, Japanern und Franzosen. Denn denen ist der Umweltaspekt der E-Mobilität nahezu egal, es geht darum wer in den kommenden Jahrzehnten den Mobilitätsmarkt dominiert und seine Abhängigkeit vom Öl reduzieren kann.

    Und beim E-Antrieb, da stehen die Asiaten ohnehin schon heute in der fordersten Reihe und deutsche und amerikanische Autokonzerne hecheln mühsam hinterher.

    Aber typisch deutsch, erst mal testen, dann testen und schließlich nochmals testen. Kostensenkungen erzielt man aber nicht mit Mini-Testreihen, sondern nur mit der Massenproduktion.

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    ... wenn man das Ganze aus der wirtschaftlichen Pesperktive betrachtet. Es macht für die dt. Hersteller viel Sinn die Serienproduktion von Elektrofahrzeugen abzuwarten und nur in Forschung zu investieren.

    Habe es bereits näher erklärt: http://www.zeit.de/auto/2... (Kommentar Nr. 8)

    Und wenn man den Erfolg deutscher Hersteller betrachtet, merkt man, dass ihre Strategien aufgehen. Ich würde eher das was Sie tun als typisch deutsch bezeichnen: sich selbst (hier die dt. Hersteller) ohne echten Anlass kritisieren.

    Heute (6.10) kam in Frontal21 ein Beitrag zu "spritsparenden" deutschen Autos. Das peinlichste Ergebnis lieferte VW. Ein Golf 1 fuhr auf 100 km Stadt mit 1 Liter weniger Sprit, als der neueste Golf Blue Motion.

    Der Grund warum E-Autos so zögerlich umgesetzt werden ist nur zum Teil das Akkuproblem. Viel eher sind es die Verquickungen zwischen Ölkonzernen und Autokonzernen die viele hervorragende und zukunftsträchtige Ideen bereits seit Jahren in Schubladen verschwinden lassen.

    In den USA gibts inzwischen bereits Bastlerwerkstätten die ehemalige Ölverbrenner auf moderne E-Antriebe umrüsten. Etwas das in Deutschland/Europa wohl nie möglich sein wird, da die Autokonzerne an den Sicherheitsvorgaben für PKW-Zulassungen mitschreiben. Wieviele der Vorschriften sind wirklich unerlässlich?

    Selbst einfache Wartungsaufgaben werden durch "moderne" Fahrzeugkonstruktionen unmöglich gemacht (Lampen wechseln, Flüssigkeiten nachfüllen, Keilriemen tauschen,..). Das soll nachhaltig sein? Eher dient es dazu den Fahrzeugbesitzer dazu zu nötigen eine Werkstatt aufzusuchen und Geld dort zu lassen. Wer kann schon überprüfen ob die Angaben auf einem KV wirklich stimmen?

    Wenn eine Regierung/Partei nicht erkennt welcher Weg in die Zukunft führt, selbst wenn ein Blinder das bereits erkennt und diese Regierung/Partei zudem nicht mehr zwischen der Verwaltung eines Landes und Klientelpolitik unterscheiden kann, dann siehts mit der Demokratie traurig aus. Dann sollte man aufstehen um was zu ändern.

    ... wenn man das Ganze aus der wirtschaftlichen Pesperktive betrachtet. Es macht für die dt. Hersteller viel Sinn die Serienproduktion von Elektrofahrzeugen abzuwarten und nur in Forschung zu investieren.

    Habe es bereits näher erklärt: http://www.zeit.de/auto/2... (Kommentar Nr. 8)

    Und wenn man den Erfolg deutscher Hersteller betrachtet, merkt man, dass ihre Strategien aufgehen. Ich würde eher das was Sie tun als typisch deutsch bezeichnen: sich selbst (hier die dt. Hersteller) ohne echten Anlass kritisieren.

    Heute (6.10) kam in Frontal21 ein Beitrag zu "spritsparenden" deutschen Autos. Das peinlichste Ergebnis lieferte VW. Ein Golf 1 fuhr auf 100 km Stadt mit 1 Liter weniger Sprit, als der neueste Golf Blue Motion.

    Der Grund warum E-Autos so zögerlich umgesetzt werden ist nur zum Teil das Akkuproblem. Viel eher sind es die Verquickungen zwischen Ölkonzernen und Autokonzernen die viele hervorragende und zukunftsträchtige Ideen bereits seit Jahren in Schubladen verschwinden lassen.

    In den USA gibts inzwischen bereits Bastlerwerkstätten die ehemalige Ölverbrenner auf moderne E-Antriebe umrüsten. Etwas das in Deutschland/Europa wohl nie möglich sein wird, da die Autokonzerne an den Sicherheitsvorgaben für PKW-Zulassungen mitschreiben. Wieviele der Vorschriften sind wirklich unerlässlich?

    Selbst einfache Wartungsaufgaben werden durch "moderne" Fahrzeugkonstruktionen unmöglich gemacht (Lampen wechseln, Flüssigkeiten nachfüllen, Keilriemen tauschen,..). Das soll nachhaltig sein? Eher dient es dazu den Fahrzeugbesitzer dazu zu nötigen eine Werkstatt aufzusuchen und Geld dort zu lassen. Wer kann schon überprüfen ob die Angaben auf einem KV wirklich stimmen?

    Wenn eine Regierung/Partei nicht erkennt welcher Weg in die Zukunft führt, selbst wenn ein Blinder das bereits erkennt und diese Regierung/Partei zudem nicht mehr zwischen der Verwaltung eines Landes und Klientelpolitik unterscheiden kann, dann siehts mit der Demokratie traurig aus. Dann sollte man aufstehen um was zu ändern.

  3. ... es gibt da zwei sinnvolle Lösungen um im Winter E-Autos warm zu kriegen:

    1. Zusatz-Heizung

    Diese verfeuern dann halt was brennbares - vom Benzin über Erdgas bis hin zum Bio-Ethanol. Das ist recht gut technisch beherrschbar und die Kosten halten sich in Grenzen.

    2. Elektroheizung

    Die einfachste Variante ist natürlich eine E-Heizung im E-Auto... was die Reichweite aber durchaus signifikant reduzieren kann.

    Dafür ist so eine Heizung äußerst günstig und bietet einen weiteren Vorteil:

    Solange das E-Auto am Stromnetz zum Laden hängt, solange kann auch die E-Heizung aus dem Stromnetz betrieben werden und nicht aus dem Akku. Natürlich ist das nicht immer möglich, aber da ein ladendes E-Auto eher der Normalfall sein dürfte, sollte dies relevant sein.

    Für beide Lösungen gilt außerdem, dass sie als "Standheizung" einen deutlichen Komfort- und Sicherheitsgewinn bringen können. Die Heizung stellt also nur ein vergleichsweise geringes Problem für E-Autos dar.

    Ein weit größeres Problem ist hingegen die Klimaanlage im Sommer, wobei auch diese wie die E-Heizung zeitweilig aus dem Stromnetz gespeist werden kann.

    Zudem (aber dies gilt z.T. auch für alle Verbrennungs-Autos), kann eine kleine permanent laufende Lüftung im Sommer den Kühlaufwand erheblich reduzieren (statt 80°C ca. 40°C), weil das Fahrzeug sich so nicht voll aufheizt. Es gibt bereits heute Schiebedächer mit integrierten PV-Zellen zum nachrüsten, die so etwas ermöglichen.

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    Wieso so kompliziert?

    Ich sehe nur eine Lösung: eine Klimaanlage. Diese kann bekanntlich die Umgebung auch erwärmen, somit spart man ein Zusatzgerät und damit Gewicht, welches die Reichweite immer leicht einschränkt.

    Wieso so kompliziert?

    Ich sehe nur eine Lösung: eine Klimaanlage. Diese kann bekanntlich die Umgebung auch erwärmen, somit spart man ein Zusatzgerät und damit Gewicht, welches die Reichweite immer leicht einschränkt.

  4. ... wie leider vielfach üblich. Wenn ich Einen Kraftwerkswirkungsgrad von 40 Prozent ausgehen, von welchem der E-Motor 80 Prozent umsetzt, sind wir bei einem Gesamtwirkungsgrad von 32 Prozent, können also von rund 25 Prozent "an den Rädern" des E-Mobils ausgehen, denn auch da gibt es noch keine verlustfreie Übertragung. Da sehen doch dir rund 17 Prozent Gesamt(!!!)wirkungsgrad von "Verbrennern" gar nicht so schlecht aus. Verbrennungsmotoren selbst haben an der Kurbelwelle Wirkungsgrade von um die 30 (Otto) bis zu 45 Prozent (Diesel). Nicht etwa "die Hälfte" der genannten Kraftwerkswirkungsgradwerte.

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    ... "unredlich" sind allerhöchstens Ihre Angaben.

    1. Ist der Kraftwerkswirkungsgrad gar nicht so einfach anzugeben. Zumal eine Wirkungsgradangabe bei den regenerativen Energien v.a. bei Windkraft, PV und Wasserkraft ohnehin keine vergleichbare Bedeutung gegenüber den fossilen/atomaren Kraftwerken haben.

    Darüber hinaus liegen selbst die eher schlechten Braunkohlekraftwerke in Deutschland bei ca. 35%, die Steinkohlekraftwerke bei über 40% und die Gaskraftwerke (über 20% Anteil am Strommix) deutlich darüber.

    Entsprechend ist Ihre Angabe von 40% Unsinn.

    2. Der Wirkungsgrad der in E-Autos eingesetzen E-Motoren liegt fast durchgängig bei ca. 90-95%. Machen Sie sich mal schlau, bevor Sie Unsinn schreiben.

    3. Den Wirkungsgrad des Laders und des Akkus unterschlagen Sie wohl mangels Wissen, richtig?

    4. Daher können Sie ausgehen von was Sie wollen, Fakt ist jedoch, dass der Wirkungsgrad des E-Antriebs selbst bei heutigem Strommix nicht schlechter als der eines Dieselmotors ist. Mit zunehmenden Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Verschrottung alter fossiler/atomarer Kraftwerke steigt der Wirkungsgrad.

    5. Und nein, die von Ihnen genannten Wirkungsgrade der Verbrennungsmotoren sind glatt gelogen. Denn diese erreichen Sie nur in ganz kleinen Lastbereichen, wohingegen der alltägliche Einsatz im ständigen Teillastbereich den Wirkungsgrad der Verbrenner auf 20-30% drückt... und das ab Tankstelle wohlgemerkt.

    ... "unredlich" sind allerhöchstens Ihre Angaben.

    1. Ist der Kraftwerkswirkungsgrad gar nicht so einfach anzugeben. Zumal eine Wirkungsgradangabe bei den regenerativen Energien v.a. bei Windkraft, PV und Wasserkraft ohnehin keine vergleichbare Bedeutung gegenüber den fossilen/atomaren Kraftwerken haben.

    Darüber hinaus liegen selbst die eher schlechten Braunkohlekraftwerke in Deutschland bei ca. 35%, die Steinkohlekraftwerke bei über 40% und die Gaskraftwerke (über 20% Anteil am Strommix) deutlich darüber.

    Entsprechend ist Ihre Angabe von 40% Unsinn.

    2. Der Wirkungsgrad der in E-Autos eingesetzen E-Motoren liegt fast durchgängig bei ca. 90-95%. Machen Sie sich mal schlau, bevor Sie Unsinn schreiben.

    3. Den Wirkungsgrad des Laders und des Akkus unterschlagen Sie wohl mangels Wissen, richtig?

    4. Daher können Sie ausgehen von was Sie wollen, Fakt ist jedoch, dass der Wirkungsgrad des E-Antriebs selbst bei heutigem Strommix nicht schlechter als der eines Dieselmotors ist. Mit zunehmenden Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Verschrottung alter fossiler/atomarer Kraftwerke steigt der Wirkungsgrad.

    5. Und nein, die von Ihnen genannten Wirkungsgrade der Verbrennungsmotoren sind glatt gelogen. Denn diese erreichen Sie nur in ganz kleinen Lastbereichen, wohingegen der alltägliche Einsatz im ständigen Teillastbereich den Wirkungsgrad der Verbrenner auf 20-30% drückt... und das ab Tankstelle wohlgemerkt.

  5. Wieso so kompliziert?

    Ich sehe nur eine Lösung: eine Klimaanlage. Diese kann bekanntlich die Umgebung auch erwärmen, somit spart man ein Zusatzgerät und damit Gewicht, welches die Reichweite immer leicht einschränkt.

    Antwort auf "Werte meinung0815..."
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    ... und die Klimaanlage enthält einen Hamster im Laufrad, der die Wärme für die Heizung produziert, ja?

    Problem erkannt?

    ... und die Klimaanlage enthält einen Hamster im Laufrad, der die Wärme für die Heizung produziert, ja?

    Problem erkannt?

  6. Von 100% Rohölenergiegehalt kommen letztendlich, über den ganzen Weg gesehen, bestenfalls 8 bis 10% als Bewegungsenergie auf der Straße an.
    In Zukunft wird die Bilanz auf Grund des steigenden Energiebedarf bei der Erdölförderung sogar noch schlechter ausfallen.
    Beim Elektroauto hingegen kann man schon beim derzeitigen Strommix mit vorrausichtlichen 19% regenerativ erzeugtem Strom von über 30% Wirkungsgrad ausgehen, was den Einsatz von Energieträgern betrifft.
    Da der Anteil von regenerativ erzeugtem Strom aber kontinuierlich ansteigt, wird sich dem entsprechend auch die Energiebilanz kontinuierlich verbessern.

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