Alle reden über E-Autos. Doch Volkswagen hat noch eine Alternative in petto: die Neuauflage des Ein-Liter-Autos. Noch in diesem Jahr will Konzernchef Martin Winterkorn die neue Großtat seiner Ingenieure vorstellen.

Diesmal soll das Fahrzeug schon sehr viel seriennäher ausfallen als der erste Prototyp, mit dem sein Amtsvorgänger Bernd Pischetsrieder zusammen mit Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch im Jahr 2002 zur Volkswagen-Hauptversammlung von Wolfsburg nach Hamburg fuhren. Den extrem niedrigen Verbrauch soll der Wagen vor allem durch ultraleichte Materialien wie Kohlenstofffasern und einen noch weiter optimierten Antrieb erreichen – es könnte sich dabei um einen Dieselhybrid handeln.

Details will Winterkorn noch nicht verraten, aber man werde für eine Überraschung sorgen, bestätigte er am Rande der Bilanzpressekonferenz der Porsche Automobil Holding in Stuttgart. Erst vor kurzem hatte Piëch am Rande des Pariser Autosalons räsoniert, dass das Ein-Liter-Auto möglicherweise zukunftsträchtiger sein könnte als rein batteriebetriebene Elektroautos.

Schon im Herbst 2007 hatte Winterkorn angekündigt, VW werde das Ein-Liter-Auto in Serie bauen, damals sprach er von einem Produktionsstart im Jahr 2010. Zugleich wurde das Ein-Liter-Auto als ein solches definiert, bei dessen Verbrauch eine 1 vor dem Komma steht – sprich: Es verbraucht weniger als zwei Liter. Das Mobil, mit dem Piëch 2002 zur Hauptversammlung fuhr, soll weniger als einen Liter Sprit auf 100 Kilometer verbraucht haben.