Umweltschutz Laxe CO2-Vorgaben der EU in der Kritik
Die Autoindustrie kommt bei der Senkung des CO2-Ausstoßes voran. Einer Studie zufolge wäre aber deutlich mehr möglich, wenn die Branche stärker auf Erdgas setzen würde.
Die Autohersteller werden die CO2-Vorgaben der EU zu großen Teilen bereits vor dem Jahr 2012 erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des CAR-Center Automotive Research des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer. Vorgegeben ist ein Durchschnitts-Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer für in der EU neu zugelassene Autos. Diesen Wert müssen im Jahr 2015 alle Autokonzerne erfüllen, bereits 2012 immerhin 65 Prozent der Neuwagen eines Herstellers. Dabei hängt laut Untersuchung der genaue Zielwert für einen Hersteller vom Fahrzeuggewicht ab: Je höher es ist, umso höher ist der CO2-Grenzwert.
Der Studie des Instituts zufolge erfüllen Fiat und Toyota die EU-Vorgaben schon in diesem Jahr. Peugeot, Citroën, Renault und Ford hätten gute Chancen, im Jahr 2011 die EU-Zielwerte zu treffen. Die deutschen Autohersteller Volkswagen, Audi, BMW und Mercedes würden die Zielwerte "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" im Jahr 2012 erreichen. Demnach liegen die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Neuwagen von VW in diesem Jahr bei 143 Gramm pro Kilometer, bei Audi und BMW liegt der Wert bei 155 Gramm, Mercedes schafft einen Durchschnittswert von 162 Gramm.
"Die Anpassung und der Einsatz neuer Technik gingen deutlich schneller und kostengünstiger als vielfach erwartet", sagt Dudenhöffer. Die Regulierung habe "die größte Innovationswelle seit dem zweiten Weltkrieg" ausgelöst. Allerdings wäre mehr möglich gewesen: Der Autoexperte kritisiert die EU-Vorgaben als "weich". Hätte die EU strengere CO2-Auflagen für Neuwagen gemacht, hätte sich Erdgas schneller und stärker verbreitet. Durch den Einsatz von Erdgas lässt sich laut Dudenhöffer bei Benzinmotoren fast ohne Zusatzkosten der CO2-Ausstoß um bis zu 25 Prozent senken.
"Mit keiner Technologie lassen sich weitere CO2-Einsparungen so zügig und mit so niedrigen Kosten umsetzen", schreibt der Professor der Universität Duisburg-Essen. Die für 2012 erzielten CO2-Emissionen des Durchschnitts-Neuwagen von 130 Gramm CO2 je Kilometer könnten auf 113 g CO2/km reduziert werden, wenn 30 Prozent der Neuwagen mit Ottomotoren mit Gasbetrieb ausgestattet wären und Erdgas mit 20 Prozent Biogas gemischt würde, heißt es in der Studie.
Die Realität sieht indes anders aus: Erdgas wird als Kraftstoff kaum genutzt. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres wurden in Deutschland gerade einmal 4300 Erdgas-Autos verkauft – das entspricht 0,2 Prozent aller Neuwagenzulassungen. In anderen EU-Staaten ist die Lage ähnlich. Mit einer Ausnahme: Italien. Fiat hat einen ungewöhnlich hohen Erdgas-Anteil bei seinen abgesetzten Fahrzeugen, fast sieben Prozent der Fiat-Pkw werden in Italien mit Erdgasantrieb verkauft. Auch dadurch erreicht Fiat die niedrigsten CO2-Werte in Europa.
Damit muten die Durchschnittsziele von 130 Gramm CO2 je Kilometer mehr als machbar an. Dudenhöffer übt auch deutliche Kritik an der Bundesregierung, die derzeit versucht, niedrigere CO2-Grenzwerte für leichte Nutzfahrzeuge zu verhindern. Die EU-Kommission schlägt hier bis 2020 eine Beschränkung der Emissionen auf 135 g/km vor. Die Bundesregierung spricht sich dagegen für einen Grenzwert von 155 g/km aus.
"Die Vorgaben der Bundesregierung blockieren den Fortschritt und vereiteln, dass tragfähige Technologien eingesetzt werden", kritisiert Dudenhöffer. Die Regulierung des CO2-Ausstoßes bei Pkw habe gezeigt, dass die Potenziale für Zusatzverbesserungen noch nicht genutzt würden. Dabei könnte gerade bei leichten Nutzfahrzeugen der Gasantrieb den CO2-Ausstoß schnell reduzieren und zugleich im Lieferverkehr der Großstädte die hohen Stickoxid-Emissionen von Dieseltransportern senken.
- Datum 15.11.2010 - 14:36 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Dudenhöffer. Wer ist das? Und warum CO2-Reduzierung? Sebst der amerikanische CO2-Zertifikatehandel wurde ausgesetzt weil die Schädlichkeit des CO2 für das klima nicht nachweisbar ist!
Aber möglichst nur die Deutschen sollen dafdür bis in alle Ewigkeit bluten oder? Damit die geschäftemacher um Wind- und Solarenergie weiterkassieren können? Herr Dudenhöffer sie sind
ein Klimahysteriker auf Kosten der deutschen Bürger!
Nachtrag: Al Gore einer der hauprinitiatoren der Hysterie um die Klimaerwärmung und Zertifikatehandel hatte seine CO2-Anteile natürlich rechtzeitig abgestoßen! Die ratten verlassen das sinkende Schiff! Aber in Deutschland werden die Daumenschrauben weiter angezogen! Es war noch nie so leicht den Bürger mit dem Klimaschutz auszuplündern!
Warum wird hier ständig CO2 als Klimakiller propagiert, während der Stinkdiesel nicht nur Kohlenwasserstoffe, Feinstaub und Schwefeldioxid in die Luft bläst, sondern auch noch subventioniert wird?
...muss die Politik Zwang ausüben.
Denn wieviel Erdgastankstellen gibt es in meiner Umgebung? Lohnt sich das oder muss ich zum Tanken jedesmal 50 km extra fahren? Solche Umstellungen sind nur möglich, wenn die Politik intensiv eingreift und dafür sorgt, dass erdgasfahren für den Endverbraucher attraktiver wird.
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