Neuvorstellung Teures Elektro-Abenteuer aus Japan
Jetzt steht der Mitsubishi i-Miev auch bei deutschen Händlern. Als Cityflitzer ist das Elektroauto ganz akzeptabel, aber keine Schönheit. Der Preis schreckt ebenfalls ab.
Der Name ist wenig schmuckvoll: i-Miev (Mitsubishi Innovative Electric Vehicle) heißt der elektrisch angetriebene Kleinwagen, der in Japan schon seit Längerem auf dem Markt ist. Nunmehr startet der 3,48 Meter lange Mitsubishi auch in Europa – mit Linkslenkung und neuer Getriebelogik. Eine Schönheit ist der i-Miev nicht. Rundliche Formen, eine angedeutete Sicherheitszelle und weit an den Ecken angebrachte Räder mit entsprechend kurzen Überhängen sorgen zumindest für einen eigenständigen Charakter.
Dafür glänzt der i-Miev mit ganz ordentlichem Alltagsnutzen, zumindest als Cityflitzer. Einsteigen, Schlüssel drehen und nach dem Aufleuchten des Ready -Signets kann es losgehen. Dabei geht der Mitsubishi überraschend flott zu Werke. Vom Start weg steht dafür ein maximales Drehmoment von 180 Nm zur Verfügung. Der elektrische Synchronmotor im Heck bietet eine Nennleistung von 35 kW (48 PS). Kurzzeitig stehen bis zu 49 kW (67 PS) zur Verfügung. Nicht viel, aber allemal genug, um im Cityverkehr locker mitzuschwimmen. Die Lithium-Ionen-Batterie liegt flach im Fahrzeugboden; der Motor unter dem Kofferraum.
Schnell gewöhnt sich der Fahrer an den Elektrovortrieb und das synthetische Gefühl von Gas und Bremse. Dem Fahrer stehen drei Fahrprogramme zur Verfügung, die wie bei einem Automatikgetriebe am Mitteltunnel zu schalten sind. Neben dem Normalprogramm D gibt es ein Bergab-Fahrprogramm B mit stärkerer Rekuperation und einen Komfortmodus für lockeres Dahingleiten ohne große Bremswirkung. Meist ist der i-Miev mit dem D-Modus bestens unterwegs.
Als das Ortsausgangsschild vorbeizieht, verliert der Japaner jedoch Meter für Meter seine in der Innenstadt gezeigte Souveränität. Das Beschleunigen ist gerade oberhalb von 80 bis 90 Stundenkilometer zäh und wird über 100 km/h noch mühsamer. Maximal schafft der i-Miev 130 km/h; für den Spurt von 0 auf 100 braucht er knapp 16 Sekunden.
Das schlechte Wetter und die niedrigen Temperaturen von etwa null Grad Celsius setzen dem Elektro-Viersitzer am Testtag besonders zu. Die Heizung tut sich schwer, der Innenraum auf Temperatur zu bringen. Als die Scheiben beschlagen, greifen Sitz- und Heckscheibenheizung sowie die Klimaautomatik helfend ein. Das kostet Leistung und reduziert die rechts im Armaturenbrett angezeigte Reichweite beträchtlich.
Der Elektrotank ist halb leer, der noch verfügbare Strom soll nur noch für 29 Kilometer Fahrt reichen. Das sorgt für wenig Sicherheit bei Strecken außerhalb der Stadtgrenzen. Unter optimalen Bedingungen soll die Reichweite bei 150 Kilometern liegen. Realistisch sind rund einhundert. Um den leeren Akku aufzuladen, muss der i-Miev für rund sechs Stunden an die Norm-Steckdose. Per Gleichstrom-Schnellladung geht das in zwei bis drei Stunden.
Auch innen ist der i-Miev nicht wirklich schön zu nennen. Die graue Plastikwüste ist wenig erbaulich, und verstreute Schalter und mäßig beleuchtete Bedienelemente sollten in Autos heutzutage eigentlich nicht mehr auftauchen. Zudem gibt es keine Reichweitenanzeige, die mit einem intelligenten Bordcomputer nebst Navigationssystem kombiniert ist. Die Sitze sind mäßig, aber das Platzangebot wenigstens ausreichend. Auch hinten können zwei Personen recht bequem sitzen. Über die knochig abgestimmte Federung können die Insassen gerade noch hinwegsehen. Der Kofferraum fasst 227 Liter und lässt sich auf bis zu 860 Liter vergrößern, wenn man die Rücksitze umklappt.
Als Cityflitzer ist der Mitsubishi-Stromer durchaus alltagstauglich. Er ist für die Innenstadt und den Speckgürtel drumherum ausreichend motorisiert. Doch auf Überlandstraßen und auf der Autobahn hat das Auto zu kämpfen, um mit dem Verkehr mitzuhalten. Insgesamt ist der i-Miev für das, was er bietet, aber schlicht zu teuer. Der Preis für das japanische Elektroabenteuer ist astronomisch: 34.390 Euro. Für deutlich weniger gibt es einen sparsamen VW Golf Bluemotion mit Luxusausstattung oder zum gleichen Preis sogar einen BMW 320d Efficient Dynamics.
- Datum 18.12.2010 - 11:25 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Ein Preisvergleich von Elektroautos mit Benzinern ohne Einbezug der Sprit- und Stromkosten ist meines Erachtens nach nahezu nicht aussagekräftig... wäre schön, wenn das noch nachgereicht würde.
Der Preis ist gewaltig, das stimmt. Allerdings werden die Preise mächtig purzeln, sobald die Konkurrenzautos auf den Markt kommen und die Stückzahlen steigen. Immerhin haben die Japaner mal ein taugliches Auto auf den Markt geworfen. Deutsche Unternehmen haben hier einfach zu lange gezögert.
Offensichtlich in diesem Fall nicht. Umgangssprachlich ausgesprochen heißt der “i-Miev“ Ei-Mief und das Wort Mief hat im deutschen Sprachraum eine nicht gerade positive Bedeutung.
Und der Preis ist ja wohl voll daneben. 34.390 EUR für einen Kleinwagen mit einer Reichweite von maximal 150 km. Über 25.ooo EUR könnte man diskutieren.
... wozu sollte Marktforschung gut sein, wenn Mitsubishi die ersten 2-3 Jahresproduktion ohnehin schon jetzt komplett verkaufen kann?
Wie Kohlenpott schon sehr richtig schreibt ist Deutschland für KEIN EINZIGES der neuen in größeren Serien gebauten E-Autos ein wesentlicher Absatzmarkt. Man muß sozusagen Glück haben, wenn man eines dieser E-Autos lokalisiert für Deutschkand überhaupt erhält. Denn in vielen anderen Ländern in denen die E-Mobilität tatsächlich ernst genommen wird gibt es bis zu 7.500 Euro Kaufprämie für ein E-Auto... selbst in China.
Und sollten Sie sich doch noch für ein E-Auto interessieren und dessen Name "Ei-Mief" Sie tatsächlich abschrecken... nun, dann kaufen Sie einfach den Peugeot IOn. Der ist baugleich zum I-Miev. Alternativ warten Sie halt noch ein paar Jahre auf den E-Golf und wundern sich, warum der dann viel teurer ist als ein "I-Miev 3"...
... wozu sollte Marktforschung gut sein, wenn Mitsubishi die ersten 2-3 Jahresproduktion ohnehin schon jetzt komplett verkaufen kann?
Wie Kohlenpott schon sehr richtig schreibt ist Deutschland für KEIN EINZIGES der neuen in größeren Serien gebauten E-Autos ein wesentlicher Absatzmarkt. Man muß sozusagen Glück haben, wenn man eines dieser E-Autos lokalisiert für Deutschkand überhaupt erhält. Denn in vielen anderen Ländern in denen die E-Mobilität tatsächlich ernst genommen wird gibt es bis zu 7.500 Euro Kaufprämie für ein E-Auto... selbst in China.
Und sollten Sie sich doch noch für ein E-Auto interessieren und dessen Name "Ei-Mief" Sie tatsächlich abschrecken... nun, dann kaufen Sie einfach den Peugeot IOn. Der ist baugleich zum I-Miev. Alternativ warten Sie halt noch ein paar Jahre auf den E-Golf und wundern sich, warum der dann viel teurer ist als ein "I-Miev 3"...
Auf geht´s Ökos, GRUNE, Umweltbewegte, prima Klimaretter!
Die Zeit ist gekommen den Worten, dem Schottern, dem Anketten und den (Öko)Steuererhöhen Taten folgen zu lassen. Kommt herbei und öffnet Eure Brieftaschen und kaufet! (Krediteanträge werden nicht akzeptiert, wegen der Krise, Sorry!)
Zusätzlich zu alle normalen Menschen, die jetzt schon für "Öko" mit den Aufschlägen auf Benzin und Strom bezahlen, könnt Ihr jettzt Euren "Vorreiterbeitrag!" leisten.
Die frohe grüne Zukunft schickt ihren Boten voraus. Sein Name heißet "Ihhh Mieeeef", kommmt und sehet!
Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/lv
Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/lv
....aber, dann dachte ich an den LG X-110, den ich von Vodafone kaufte. Dessen Akku sollte 1 und 3/4 Stunden Betrieb erlauben. Der Wert wurde nie erreicht und nach einem Halben Jahr war 1 Stunde bereits viel. Jetzt (noch in der Garantiezeit für das Gerät aber nach Ablauf der Garantie von nur 6 Monaten für den Akku) hat man Glück, wenn man nach dem Startvorgang noch 20 Minuten Zeit im Internet hat.
In anderen Worten würde man annehmen müssen, dass ein E-Auto mit umworbenen 150 Km Reichweite nach einem Jahr nur noch ca 30 Km Reichweite hätte. Das scheint mir arg wenig.
... mittlerweile dürfte es sich doch sogar bis zu Ihnen herumgesprochen haben, daß Vergleiche zwischen Akkus für Handys/Laptops und Traktionsbatterien für E-Autos vor allem eines sind: dumm
In anderen Worten: Während die Akkus in Handys/Laptops mit Zyklenzahlen von ca. 150-300 designt sind, sind Traktionsbatterien für E-Autos auf etwa 1.200-1.500 Zyklen hin optimiert. Danach sind die Traktionsbatterien auch nicht defekt, sondern erreichen "nur" noch ca. 80% der ursprünglichen Kapazität.
... mittlerweile dürfte es sich doch sogar bis zu Ihnen herumgesprochen haben, daß Vergleiche zwischen Akkus für Handys/Laptops und Traktionsbatterien für E-Autos vor allem eines sind: dumm
In anderen Worten: Während die Akkus in Handys/Laptops mit Zyklenzahlen von ca. 150-300 designt sind, sind Traktionsbatterien für E-Autos auf etwa 1.200-1.500 Zyklen hin optimiert. Danach sind die Traktionsbatterien auch nicht defekt, sondern erreichen "nur" noch ca. 80% der ursprünglichen Kapazität.
... mittlerweile dürfte es sich doch sogar bis zu Ihnen herumgesprochen haben, daß Vergleiche zwischen Akkus für Handys/Laptops und Traktionsbatterien für E-Autos vor allem eines sind: dumm
In anderen Worten: Während die Akkus in Handys/Laptops mit Zyklenzahlen von ca. 150-300 designt sind, sind Traktionsbatterien für E-Autos auf etwa 1.200-1.500 Zyklen hin optimiert. Danach sind die Traktionsbatterien auch nicht defekt, sondern erreichen "nur" noch ca. 80% der ursprünglichen Kapazität.
....fallen die erreichbaren Km Zahlen mit dem Alter bzw der Laufzeit egal, wie man die Akkus nennt. Das gilt bisher unabhängig für alle verwendeten Batteriearten. Gerade daher überlegen sich ja auch Autobauer Absatzmodelle, wie sie die Käufer dagegen absichern. Es ist ein Problem und wird auf absehbare Zeit ein Problem bleiben.
auf meinem MacBook steht drauf: mind. 1000 ladezyklen; lithium-polymer-akku
....fallen die erreichbaren Km Zahlen mit dem Alter bzw der Laufzeit egal, wie man die Akkus nennt. Das gilt bisher unabhängig für alle verwendeten Batteriearten. Gerade daher überlegen sich ja auch Autobauer Absatzmodelle, wie sie die Käufer dagegen absichern. Es ist ein Problem und wird auf absehbare Zeit ein Problem bleiben.
auf meinem MacBook steht drauf: mind. 1000 ladezyklen; lithium-polymer-akku
... wozu sollte Marktforschung gut sein, wenn Mitsubishi die ersten 2-3 Jahresproduktion ohnehin schon jetzt komplett verkaufen kann?
Wie Kohlenpott schon sehr richtig schreibt ist Deutschland für KEIN EINZIGES der neuen in größeren Serien gebauten E-Autos ein wesentlicher Absatzmarkt. Man muß sozusagen Glück haben, wenn man eines dieser E-Autos lokalisiert für Deutschkand überhaupt erhält. Denn in vielen anderen Ländern in denen die E-Mobilität tatsächlich ernst genommen wird gibt es bis zu 7.500 Euro Kaufprämie für ein E-Auto... selbst in China.
Und sollten Sie sich doch noch für ein E-Auto interessieren und dessen Name "Ei-Mief" Sie tatsächlich abschrecken... nun, dann kaufen Sie einfach den Peugeot IOn. Der ist baugleich zum I-Miev. Alternativ warten Sie halt noch ein paar Jahre auf den E-Golf und wundern sich, warum der dann viel teurer ist als ein "I-Miev 3"...
....fallen die erreichbaren Km Zahlen mit dem Alter bzw der Laufzeit egal, wie man die Akkus nennt. Das gilt bisher unabhängig für alle verwendeten Batteriearten. Gerade daher überlegen sich ja auch Autobauer Absatzmodelle, wie sie die Käufer dagegen absichern. Es ist ein Problem und wird auf absehbare Zeit ein Problem bleiben.
... in der Tat ist es den Akkus egal, ob man Sie jetzt "Akkus" nennt, oder Traktionsbatterien.
Allerdings ist es den Akkus ganz und gar nicht egal, ob sie als Traktionsbatterien über ein Thermomanagement verfügen welches sie immer im optimalen Temperaturbereich hält, ob die Zellen beim Laden und Entladen einzeln überwacht und angesteuert werden was die Lebensdauer massiv erhöht, oder ob sie von Anfang an aus intelligenter und aus teureren Materialien konstruiert werden damit die Lebensdauer länger ist.
Daher dient in Fachkreisen der Begriff "Traktionsbatterie" genau dazu, diese Unterschiede gegenüber den dümmlichen Vergleichen der Ahnungslosen mit Handy/Laptopakkus herauszustellen. Tut mir leid, wenn ich Sie damit überfordert habe...
Tatsächlich ist es sogar so, daß die 1.200-1.500 Zyklen heute bei Traktionsbatterien Standard sind und entsprechende Lebensdauergarantien auch gegenüber dem Kunden abgegeben werden. Die meisten Kunden kommen ohnehin nichtmal auf einen Zyklus pro Tag, was das Entwicklungsziel von 3.000 Zyklen eh als übertrieben erscheinen läßt.
Allerdings können Sie sich auch gerne an Hybride wie z.B. den Volt/Ampera halten, bei denen die nutzbare Kapazität fast um 100% als Reserve überdimensioniert wurde um selbst nach 5 Jahren (1.500 Zyklen) immer noch 100% der nutzbaren Kapazität bieten zu können.
Das einzige Problem der Akkus ist mittlerweile nur noch der Preis, weder Haltbarkeit noch Reichweite.
... in der Tat ist es den Akkus egal, ob man Sie jetzt "Akkus" nennt, oder Traktionsbatterien.
Allerdings ist es den Akkus ganz und gar nicht egal, ob sie als Traktionsbatterien über ein Thermomanagement verfügen welches sie immer im optimalen Temperaturbereich hält, ob die Zellen beim Laden und Entladen einzeln überwacht und angesteuert werden was die Lebensdauer massiv erhöht, oder ob sie von Anfang an aus intelligenter und aus teureren Materialien konstruiert werden damit die Lebensdauer länger ist.
Daher dient in Fachkreisen der Begriff "Traktionsbatterie" genau dazu, diese Unterschiede gegenüber den dümmlichen Vergleichen der Ahnungslosen mit Handy/Laptopakkus herauszustellen. Tut mir leid, wenn ich Sie damit überfordert habe...
Tatsächlich ist es sogar so, daß die 1.200-1.500 Zyklen heute bei Traktionsbatterien Standard sind und entsprechende Lebensdauergarantien auch gegenüber dem Kunden abgegeben werden. Die meisten Kunden kommen ohnehin nichtmal auf einen Zyklus pro Tag, was das Entwicklungsziel von 3.000 Zyklen eh als übertrieben erscheinen läßt.
Allerdings können Sie sich auch gerne an Hybride wie z.B. den Volt/Ampera halten, bei denen die nutzbare Kapazität fast um 100% als Reserve überdimensioniert wurde um selbst nach 5 Jahren (1.500 Zyklen) immer noch 100% der nutzbaren Kapazität bieten zu können.
Das einzige Problem der Akkus ist mittlerweile nur noch der Preis, weder Haltbarkeit noch Reichweite.
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