Umweltschutz Umweltverband bescheinigt Biosprit schlechte Klimabilanz
Der neue Biokraftstoff E10 schadet dem Klima, warnt der BUND. Immer mehr Äcker müssten mit Energiepflanzen bebaut werden. Das zerstöre die Umwelt.
Durch die Einführung der neuen Biospritsorte E10 wächst der Bedarf an Energiepflanzen in Deutschland drastisch. Will Deutschland die EU-Vorgaben mit eigens angebauter Biomasse erreichen, müsste man 27 Prozent der gesamten deutschen Ackerfläche dafür bereitstellen, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) errechnet. Derzeit sind es fünf Prozent.
Seit Januar müssen Tankstellenbetreiber in Deutschland E10, also Benzin mit bis zu zehn Prozent Bioethanol-Anteil, anbieten. E10 ist Teil der EU-Biokraftstoffrichtlinie. Sie sieht vor, dass Anteil der Agrotreibstoffe am Gesamtverbrauch der deutschen Kraftfahrzeuge auf zehn Prozent bis 2020 ansteigen soll.
Biosprit aus Weizen, Mais oder Zuckerrüben ist jedoch umstritten, denn für den Anbau der Energiepflanzen müssen weltweit Wälder und Moore weichen. Schon heute wird Ethanol, das in Deutschland aus Weizen und Zuckerrüben hergestellt wird, dem herkömmlichen Benzin beigemischt. Super und Super Plus enthalten jeweils bis zu fünf Prozent Agrotreibstoff. Im Jahr 2010 wurden dem Benzin in Deutschland 1,2 Millionen Tonnen Ethanol beigemischt – aber nur 600.000 Tonnen produziert. Durch die Erhöhung des Ethanolanteils auf zehn Prozent müssen künftig rund fünf Millionen Tonnen Energiepflanzen in Deutschland hergestellt werden, errechnete der BUND.
Um diesen Bedarf zu decken, müsste man mehr Energiepflanzen anbauen. Mit der Verdoppelung des Ethanolanteils verdoppele sich auch die Fläche, die für den Anbau dieser Pflanzen benötigt wird, so die Umweltorganisation. Und deutsche Bauern haben allen Grund, auf die Produktion von Biomasse umzusteigen – denn die wird subventioniert.
Die Folge sei eine größere Konkurrenz zwischen dem Anbau von Lebensmitteln und Biomasse, warnt Weiger. In Deutschland sind die Lebensmittel zwar nicht knapp, doch Energiepflanzen werden auch in Entwicklungsländern angebaut, in dem viele Menschen hungern. Weltweit werde der verstärkte Anbau von Energiepflanzen also zu einem härteren Kampf um Nahrung führen, so Weiger.
Außerdem ist der Anbau von Energiepflanzen laut BUND alles andere als umweltfreundlich – vor allem wird viel Stickstoffdünger eingesetzt, was zu erhöhten Lachgas- und Methanwerten in der Atmosphäre führt. Diese Gase seien für das Klima sogar schädlicher als Kohlenstoffdioxid. Würde man allerdings weniger Stickstoffdünger einsetzen, ginge der Ertrag zurück. Dann wiederum bräuchte man mehr Anbaufläche, um den Ertragsverlust auszugleichen.
Aber auch die Umwandlung von Wiesen und Weiden zu Ackerfläche schadet der Umwelt. "Die gesamte Klimabilanz verschlechtert sich, weil Flächen, die für den Klimaschutz unerlässlich sind, zerstört werden", sagt Weiger. So könne der Mutterboden unter Weiden und Wiesen deutlich mehr Kohlenstoffdioxid speichern als der unter Äckern. "Im letzten Jahr hatten wir bereits einen Grünlandverlust von zwei bis drei Prozent."
- Datum 24.02.2011 - 19:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ach, das Gezetere war groß als die DDR zusammenfiel und die grünen Öko-Freaks die Monokulturen der Kiefernwälder in Brandenburg geißelte.
Heute ist das schon lange Normalität:
Raps-Felder weit und breit und der gute deutsche Honig kommt aus dem Ausland, weil ganze Populationen von Bienen-Stöcken dem Raps-Wahn zum Opfer fielen.
Der Anbau von Zuckerrüben in Meck-Pomm wurde genauso als mono-kulturell gegeißelt.
Geld stinkt nicht, aber dafür bekommen wir nun wieder monogamen Bio-Sprit.
Na ja, wer eben nicht bei McDoff einkehrt, dem wird der Fritten-Buden-Gestank ja jetzt en Masse geliefert.
Wie wäre es mal damit:
Kraftfahrzeuge mit einem ordentlichen Masse-Leistungs-Verhältnis zu produzieren und keine PS-Boliden für Fahrzeuglenker, denen das Auto nicht als Pen...-Ersatz dienen sollen.
Ausbau des ÖPNV und der Infrastrukturen, so dass die AN nicht immeer nur auf ihr Auto angewiesen sind.
Das alles gab es schon einmal:
Im guten alten Osten - sogar mit Vollbeschäftigung.
Ich verstehe einfach nicht, nachdem schon ueber den angeblich so tollen Biodiesel klar war, dass es alles andere als BIO ist, und wie meistens Dritt/Schwellenlaender darunter leiden die Rohstoffe fuer sowas bereitzustellen.
Ich konnte es nicht fassen, dass dann jetzt tatsaechlich diese ABGEF*** (verzeihung, aber das macht mich so wuetend) E10 Norm eingefuehrt wird?
Mittlerweile kann sich doch jeder ausrechnen, ohne jegliche Probleme, dass so eine Rechnung nicht hinkommen kann! Ich wuerde mal gerne einen dieser Abgeordneten die sich fuer diese Norm eingesetzt haben, fragen, wie hoch denn der CO2 footprint eines Liters Ethanol ist? Ich behaupte einfach mal, dass es vielleicht auf das Gleiche herauskommt, wenn nicht schlechter als purer Treibstoff aber auf jeden Fall in keinem Verhaeltnis zum Aufwand steht.
Die naechste Frage, es kommt mir so vor als sei da den Treibstoff anbietern ein gefallen mit gemacht worden? Wie beim Euro, eine moeglichkeit den Treibstoffpreis anzuheben, auch wenn nur ein bischen. Die Armen, jetzt wird das Benzin fuer sie noch billiger, und fuer uns? teurer!
Woher nehmen Politiker solche Ideen? So eine unmoegliche Aktion wird im Null-Komma-Nichts umgesetzt, aber um den ganzen Elektroschrott der von Europa aus in alle Welt verschifft wird, oder die subventionierten Lebensmittel die vor allem die Lebensmittelpreise in nordafrikanischen Laender kaputtmachen und Existenzen zerstoeren, darum kann man sich nicht kuemmern, weil das ja zu komplex ist!?
Auweia
Schon vergessen ? Wer hat denn in den 90'er Jahren so vehement den Biosprit propagiert ?
Die Agroindustrie, vorweg die Hersteller von Zucker, hat schnell reagiert und die wegfallenden Subventionen für den Rübenanbau durch die Ethanolherstellung kompensiert. Die Zertifizierungsanforderungen, die z.Zt. nur von EU-Herstellern erfüllt werden (komisch, komisch), flankiert das Monopol. Auch hier wieder ein Paradebeispiel für die "Weitsicht" unserer Ökopaxe (=Selbstbetrug).
Aber man kann ja dagegen was tun: E10 hat - wenn man genau rechnet - einen um 1,75% niedrigeren Heizwert als E5. Und dieser bestimmt den Verbrauch, und nicht - wie man manchmal hört - die Oktanzahl. Die ist bei E5 und E10 gleich, und wenn man Super98 tankt, sollte man vielleicht seinen Motor tunen. Wenn dieser standardmäßig auf 95 Oktan ausgelegt ist, nützen 98 Oktan so gut wie gar nichts.
um Autos (!) anzutreiben, sollte sich auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen. Ich bin sehr selten fassungslos - aber die öffentliche Förderung dieser Perversion und ihre Bejubelung durch Öko-Aktivisten lässt mich noch nach Jahren fassungslos zurück ...
"Wer Lebensmittel verbrennt, um Autos (!) anzutreiben, sollte sich auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen. Ich bin sehr selten fassungslos - aber die öffentliche Förderung dieser Perversion und ihre Bejubelung durch Öko-Aktivisten lässt mich noch nach Jahren fassungslos zurück ..."
Was wären Ihrer Meinung nach die Alternativen, möglichst nachhaltig?
Ist Erdöl verbrennen nach dem Peakoil noch sinnvoll, nur um 1-2 Tonnen Blech anzutreiben um ca. 280 kg Menschen (aka 4 Personen) durch die Gegend zu befördern?
Sollen wir besser die Auto-Aktivisten bejubeln, die, wenn nicht von den achsobösen Grünenperversionen getrieben, immer noch keine Katalysatoren auf den Markt gebracht hätten?
Und wo sind die Autos mit einem Verbrauch unter 3L auf 100km?
"Wer Lebensmittel verbrennt, um Autos (!) anzutreiben, sollte sich auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen. Ich bin sehr selten fassungslos - aber die öffentliche Förderung dieser Perversion und ihre Bejubelung durch Öko-Aktivisten lässt mich noch nach Jahren fassungslos zurück ..."
Was wären Ihrer Meinung nach die Alternativen, möglichst nachhaltig?
Ist Erdöl verbrennen nach dem Peakoil noch sinnvoll, nur um 1-2 Tonnen Blech anzutreiben um ca. 280 kg Menschen (aka 4 Personen) durch die Gegend zu befördern?
Sollen wir besser die Auto-Aktivisten bejubeln, die, wenn nicht von den achsobösen Grünenperversionen getrieben, immer noch keine Katalysatoren auf den Markt gebracht hätten?
Und wo sind die Autos mit einem Verbrauch unter 3L auf 100km?
Naja, letzten Endes wird dieser komischen Öko-Spinnerei sowies eine lächerliche geschichtliche Episode sein, über die unsere Nachfahren nur den Kopf schütteln. Die Frage ist nur, wann die Realisten wieder zum Zuge kommen und welcher Anteil der landwirtschaftichen Nutzfläche vorher ruiniert wurde.
1,75% entsprechen ca. 2,3 cts/l (E5-Grundpreis sei 1,50 EUR/l). Wenn man noch(!) die Wahl hat und die 90% aller Benzinfahrer, die die Wahl haben, ökonomisch rational handeln, muss sich die Preisdifferenz bei diesem Wert einpendeln. Der E5-Produzent muss jedoch eine Penalty von ca. 2 cts/l-E5 bezahlen (Nichterfüllung der Quote, macht auf die Gesamtproduktion von Benzin bezogen ca. 450 Mio EUR), d.h. der Erzeuger von E5 (E5=1,52 EUR/l)und E10 (=E5*0,985=1,497) sind damit margenmäßig auf dem gleichen Niveau. Der E10-Produzent hat jedoch die zusätzlichen Blendkosten für das Ethanol am Hals, und die sollen ja auch nicht zu verachten sein.
Mündige Konsumenten können diesen E10-Unsinn also mit Hilfe pragmatischer Benzinproduzenten (und dem Kartellamt !) verhindern.
Es geht bei Agrartreibstoffen nicht um Klimaschutz.
Der ursprüngliche Gedanke war, das Problem der EU Agrarüberschüsse elegant zu lösen.
Heute geht es vor allem auch um eine stärkere Diversifizierung beim Ölbezug.
Klimaschutz ist in diesem Falle irrelevant, da müsste man Bioethanol aus heimischer Produktion gleich wieder verbieten.
Klimaschutz lässt sich aber besser verkaufen als eine Vorbereitung auf die nächste (finale?) Ölkrise. Dieses Thema ist in der Politik noch nicht salonfähig.
mfg
wenn gut ausgebildete Lobbyisten auf nicht sonderlich intelligente Volksvertreter treffen. Oder haben hier etwa doch alle eingebundenen Kreise an einem Strang gezogen? Eigentlich gibts nur 2 Möglichkeiten:
1) Die verantwortlichen Politiker sind total blöd
2) Die verantwortlichen Politiker sind käuflich
Wie dem auch sei, jetzt hat das einfache Stimmvieh dank Internet leider doch gemerkt, das hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Bleibt zu hoffen, dass die betreffenden Damen und Herren wenigstens ein Minimum an Rückgrad haben und die Katastrophale Fehlentscheidung E10 schnellstmöglich rück abwickeln. Andererseits: Die Glaubwürdigkeit unseres GrünRotGelbSchwarzen Politklüngels geht mittlerweile ohnehin gegen Null. Da fällt ein beherzter Tritt ins Fettnäpfchen mehr oder weniger wohl auch nicht mehr ins Gewicht.
Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl. Danke. Die Redaktion/er
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