Mobilität BMW lanciert neue Elektroauto-Marke

In zwei Jahren will BMW die ersten Elektro-Autos auf den Markt bringen. Dafür gründen die Münchner eine neue Marke. Zusätzlich investieren sie in neue Mobilitätskonzepte.

Der im November 2010 präsentierte Hybrid-Sportwagen "Vision EfficientDynamics" soll 2013 als i8 auf den Markt kommen

Der im November 2010 präsentierte Hybrid-Sportwagen "Vision EfficientDynamics" soll 2013 als i8 auf den Markt kommen

Aus dem Project i wird BMW i: Unter dieser Marke will BMW die ersten Elektroautos des Konzerns vermarkten. So soll das für 2013 geplante Elektroauto, bisher unter dem Namen Megacity Vehicle (MCV) bekannt, als i3 auf den Markt kommen. Das für den Stadtverkehr gedachte Auto werde das erste rein elektrisch angetriebene Serienautomobil des Konzerns, teilte BMW in München mit. Der Sportwagen BMW i8, der ebenfalls 2013 an den Start gehen soll, basiere auf der Konzeptstudie Vision EfficientDynamics und werde ein Hybridmodell sein.

Beide Autos bekommen ein Chassis aus Aluminium, die Fahrgastzelle ist aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Die leichten Stoffe sollen das Mehrgewicht der für den Elektroantrieb nötigen Batterien praktisch vollständig ausgleichen. "Beide Fahrzeuge sind maßgeschneidert für ihre alternativen Antriebe", sagte Entwicklungsvorstand Klaus Draeger bei der Vorstellung der neuen Marke.

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Zum Preis für die neuen Modelle machte Vertriebsvorstand Ian Robertson keine konkreten Angaben. Über den i3 sagte er aber, es gebe vergleichbare Fahrzeuge, die zwischen 30.000 und 40.000 Euro kosten. Da man ein Premiumprodukt anbiete, könne sich der Preis etwas über dieser Spannweite bewegen. Die Autos sollen in Leipzig gefertigt werden.

BMW entwickelt seit Längerem unter dem Namen Project i ein komplettes Mobilitätskonzept. Allein für den Aufbau der Produktion der beiden Fahrzeuge in Leipzig investiert BMW bis 2013 rund 400 Millionen Euro. Rund 800 Arbeitsplätze sollen dort geschaffen werden.

Für die Entwicklung der Mobilitätsdienstleistungen hat BMW die Beteiligungsgesellschaft BMW iVentures gegründet und zum Start mit 100 Millionen Dollar ausgestattet – sie soll sich an Firmen beteiligen, die Angebote zum Thema Verkehr entwickeln, vor allem in den großen Metropolen der Welt. Dazu soll es etwa um intelligente Navigationssysteme, bessere Nutzung von vorhandenem Parkraum und neue Varianten des Carsharing gehen. Diese Dienstleistungen sollen auch unabhängig von den Fahrzeugen genutzt werden, hieß es, BMW wolle damit langfristig ein neues, profitables Geschäftsfeld begründen.

In einem ersten Schritt beteiligen sich die Münchner am New Yorker Unternehmen My City Way. Die Firma bietet unter anderem eine mobile Applikation (App) für Mobiltelefone, die in den USA Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln, verfügbaren Parkplätzen und lokalen Unterhaltungsangeboten anbietet. "Weitere 40 Städte, darunter auch München, werden im Zuge einer globalen Markteinführung folgen", kündigte BMW an.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht das BMW-Konzept zwar als schlüssig an, aber: "Das breiteste Fundament bei Elektromobilität hat zweifelsfrei Mercedes." Die Stuttgarter seien beispielsweise deutlich weiter in der Brennstoffzellentechnik. Dass Hersteller ihre alternativen Konzepte unter anderen Labeln vermarkten, hält der Fachmann für naheliegend. "Die Marke kann damit eigenständig aufgebaut werden, steht für eigenständige Inhalte und steht für spezifische Innovationen und Emotion." Auch da habe Daimler mit dem Smart einen Vorsprung.

 
Leser-Kommentare
    • kshade
    • 21.02.2011 um 23:44 Uhr

    Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber vermutlich werden sich kaum Käufer für ein Auto mit derart gekünstelt-futuristischem Design finden. Auf dem Bild sieht der Wagen aus wie ein normaler BMW mit außergewöhnlich hässlichem Bodykit (wobei die blauen Kringel wohl optional sind) und transparente Seitentüren würde ich persönlich auch nicht haben wollen. Nicht daß ich das Geld dafür hätte, aber in Anbetracht von Alternativen wie dem Tesla Roadster, der nicht nur besser aussieht sondern auch ein "richtiges" Elektroauto und kein vor allem steuern sparender Hybrid ist, den i8 nicht mal in Erwägung ziehen.

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    So wie das aussieht, ist das eine "Erkönig" Ausführung des Wagens. D.h. die Lackierung ist so gestaltet, dass potentielle Wettbewerber möglichst wenig von den Konturen des Autos erkennen können. Seit geraumer Zeit werden die Autos hierfür mit Folien beklebt, die genau solche Kringel aufweisen.

    Ansonsten kann ich diese Neuerung nur begrüßen. Endlich hat man auch bei BMW das Potential von Elektroautos für den Stadt- und Spaßbetrieb entdeckt. Sie sind geräuschlos, fahren zügig an und prodzieren wenigstens während des Betriebs keine schädlichen Abgase. Darüberhinaus machen Elektroautos einfach nur Spaß, da sie ein unglaubliches Drehmoment bieten, das man so mit keinem Verbrennungsmotor ohne weiteres erreichen kann.

    Wenn jetzt noch die Entwicklung unserer Stromnetze hin zu einem verteilten Netz weiter getrieben wird, sehe ich für Hybrid- und reine Elektroautos gute Chancen.

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    So wie das aussieht, ist das eine "Erkönig" Ausführung des Wagens. D.h. die Lackierung ist so gestaltet, dass potentielle Wettbewerber möglichst wenig von den Konturen des Autos erkennen können. Seit geraumer Zeit werden die Autos hierfür mit Folien beklebt, die genau solche Kringel aufweisen.

    Ansonsten kann ich diese Neuerung nur begrüßen. Endlich hat man auch bei BMW das Potential von Elektroautos für den Stadt- und Spaßbetrieb entdeckt. Sie sind geräuschlos, fahren zügig an und prodzieren wenigstens während des Betriebs keine schädlichen Abgase. Darüberhinaus machen Elektroautos einfach nur Spaß, da sie ein unglaubliches Drehmoment bieten, das man so mit keinem Verbrennungsmotor ohne weiteres erreichen kann.

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  2. So wie das aussieht, ist das eine "Erkönig" Ausführung des Wagens. D.h. die Lackierung ist so gestaltet, dass potentielle Wettbewerber möglichst wenig von den Konturen des Autos erkennen können. Seit geraumer Zeit werden die Autos hierfür mit Folien beklebt, die genau solche Kringel aufweisen.

    Ansonsten kann ich diese Neuerung nur begrüßen. Endlich hat man auch bei BMW das Potential von Elektroautos für den Stadt- und Spaßbetrieb entdeckt. Sie sind geräuschlos, fahren zügig an und prodzieren wenigstens während des Betriebs keine schädlichen Abgase. Darüberhinaus machen Elektroautos einfach nur Spaß, da sie ein unglaubliches Drehmoment bieten, das man so mit keinem Verbrennungsmotor ohne weiteres erreichen kann.

    Wenn jetzt noch die Entwicklung unserer Stromnetze hin zu einem verteilten Netz weiter getrieben wird, sehe ich für Hybrid- und reine Elektroautos gute Chancen.

  3. Da gibt es einen Motor der nichts anderes macht als die Batterie zu laden - das könnte sogar eine Gasturbine sein oder ein Stelzer Motor. Die E Motoren sitzen in den Radnaben und ein Getriebe braucht es gar nicht. Ein 20 PS Motor eicht dafür aus.

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    aufgrund der derzeitigen probleme mit der speicherung von elektrischer energie in den batterien ist ein reines elektroauto mehr oder weniger ein spielzeug für ökofanatiker, und für alle autos dürften die rohstoffvorkommen für deren batterien auch nicht reichen, karbon und andere verbundwerkstoffe sind ja auch alles andere als umweltfreundlich von den derzeitigen batterien ganz zu schweigen

    ein relativ leichtes hybridauto mit kleinem verbrennungsmotor (eventuell turbine ist auch eine kostenfrage) welcher die batterien aufladet und elektromotoren an den radnaben ist sicher sinnvoll, wenn man nicht ps-monster baut, also so was mit 50 bis 100ps, mehr braucht man doch auch gar nicht

    man muss doch erst mal von der politik eine leistungsgrenze für straßenzugelassene autos einführen, im straßenverkehr haben autos mit mehr als 200 ps doch gar nichts verloren, die straße ist keine rennstrecke, sondern es geht um ein zeitunabhängiges reisen von a nach b

    aufgrund der derzeitigen probleme mit der speicherung von elektrischer energie in den batterien ist ein reines elektroauto mehr oder weniger ein spielzeug für ökofanatiker, und für alle autos dürften die rohstoffvorkommen für deren batterien auch nicht reichen, karbon und andere verbundwerkstoffe sind ja auch alles andere als umweltfreundlich von den derzeitigen batterien ganz zu schweigen

    ein relativ leichtes hybridauto mit kleinem verbrennungsmotor (eventuell turbine ist auch eine kostenfrage) welcher die batterien aufladet und elektromotoren an den radnaben ist sicher sinnvoll, wenn man nicht ps-monster baut, also so was mit 50 bis 100ps, mehr braucht man doch auch gar nicht

    man muss doch erst mal von der politik eine leistungsgrenze für straßenzugelassene autos einführen, im straßenverkehr haben autos mit mehr als 200 ps doch gar nichts verloren, die straße ist keine rennstrecke, sondern es geht um ein zeitunabhängiges reisen von a nach b

  4. denn wenn das konzept elektroauto nicht funktioniert auf dem markt und die nachfrage zu gering ist, dann geht nur diese sparte mit den elektroautos pleite und zieht nicht den gesamten konzern mit in die tiefe

  5. aufgrund der derzeitigen probleme mit der speicherung von elektrischer energie in den batterien ist ein reines elektroauto mehr oder weniger ein spielzeug für ökofanatiker, und für alle autos dürften die rohstoffvorkommen für deren batterien auch nicht reichen, karbon und andere verbundwerkstoffe sind ja auch alles andere als umweltfreundlich von den derzeitigen batterien ganz zu schweigen

    ein relativ leichtes hybridauto mit kleinem verbrennungsmotor (eventuell turbine ist auch eine kostenfrage) welcher die batterien aufladet und elektromotoren an den radnaben ist sicher sinnvoll, wenn man nicht ps-monster baut, also so was mit 50 bis 100ps, mehr braucht man doch auch gar nicht

    man muss doch erst mal von der politik eine leistungsgrenze für straßenzugelassene autos einführen, im straßenverkehr haben autos mit mehr als 200 ps doch gar nichts verloren, die straße ist keine rennstrecke, sondern es geht um ein zeitunabhängiges reisen von a nach b

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