Audi-Chef Stadler "Elektroautos sind noch zu teuer"

Zum Preis eines Kleinwagens mit Elektroantrieb bekommt man heute einen Audi A6, sagt Audi-Chef Stadler im Interview. Von einer Kaufprämie hält er aber nicht viel.

Rupert Stadler

Rupert Stadler

ZEIT ONLINE: Herr Stadler, mit welchem Antrieb und welchem Kraftstoff werden wir 2030 oder 2040 auf den Straßen unterwegs sein?

Rupert Stadler: Mit sehr viel regenerativer Energie aus Wind, Wasser und Sonne, und dazu zähle ich elektrische Energie, aber auch die Biokraftstoffe der ersten Generation und die synthetischen Kraftstoffe der zweiten Generation, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Natürlich werden auch Diesel und Benzin aus fossilen Ressourcen weiterhin eine Rolle spielen, und auch Erdgas wird an Bedeutung gewinnen. Bei den Antriebssystemen werden auch in 20 Jahren die herkömmlichen Verbrennungsmotoren noch eine wichtige Grundlage bilden, und zwar mit einem hohen Anteil von Hybriden, also in Kombination mit einem Elektroantrieb.

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Rupert Stadler

ist seit Januar 2007 Vorstandsvorsitzender von Audi und seit 2010 auch im Vorstand der Volkswagen AG. Der 48-jährige Oberbayer ist Diplom-Betriebswirt und arbeitet seit 1990 im Volkswagen-Konzern.

Der Vollhybrid, wie wir ihn heute kennen, ist aus meiner Sicht eine Brückentechnologie. Das größte Potenzial liegt ganz klar beim Plug-In-Hybrid, der die Vorteile von herkömmlichen Antrieben und der Elektrifizierung am besten miteinander verbindet. In 20 Jahren wird auch eine große Zahl an batteriebetriebenen Elektroautos unterwegs sein, und auch die Brennstoffzelle könnte bis dahin eine gewisse Bedeutung bekommen. 

ZEIT ONLINE: Die deutsche Industrie hat einen deutlichen Rückstand. Auch in der Batterie-Entwicklung liegt Deutschland zurück. Sollten wir überhaupt noch versuchen, den Rückstand aufzuholen – oder besser gleich auf die Brennstoffzelle setzen?

Stadler: Diese Behauptung wird nicht stichhaltiger, wenn sie ständig wiederholt wird. Fakt ist, dass die deutsche Automobilindustrie technologisch spitze ist. Nehmen Sie Motorentechnologie, Sicherheitssysteme oder auch die Vernetzung des Automobils mit seiner Umwelt, da setzen die deutschen Hersteller nach wie vor weltweit Trends und Standards. Unsere modernen Diesel erreichen heute eine höhere Leistung und einen höheren Wirkungsgrad als vergleichbare Hybride. Andere Hersteller haben auf eine andere technologische Karte gesetzt, dafür sind sie beim Dieselantrieb schlechter. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch beim Hybridantrieb und beim Elektroauto überlegene Varianten auf die Straße bringen werden.

Auch die Behauptung, wir hätten die Batterietechnologie verschlafen, stimmt nicht. Wir haben bewusst auf die Lithium-Ionen-Technologie gesetzt, wo andere heute Nickel-Metallhydrid-Batterien verwenden. Deren Leistungsfähigkeit hat uns nicht ausgereicht. Für die nächsten Jahre sind Lithium-Ionen-Akkus die beste Lösung, doch natürlich müssen wir in Deutschland weiter verstärkt in die Batterieforschung investieren: Die Universitäten und Chemieunternehmen müssen gemeinsam die nächste Stufe anpacken.

ZEIT ONLINE: Was wäre die?

Stadler: Primär geht es um Reichweite und Leistungsdichte. Die rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge haben heute eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometern – und damit fühlt sich der Kunde nicht sicher genug, er möchte eine Reichweite von 200 bis 250 Kilometern haben. Diese Leistung müssen Akkus der Zukunft bieten. Langfristig ist auch die Brennstoffzelle ein Szenario, aber bis zur Serienreife wird es noch dauern. Heute sind Brennstoffzellen-Autos noch viel zu teuer. Außerdem fehlt die Infrastruktur mit Wasserstoff-Tankstellen.

Leser-Kommentare
  1. Chinesische und Indische Autofirmen werden die benötigten Fahrzeuge wahrscheinlich eher anbieten; auch mit aktiver Unterstützung deutscher Autofirmen, die schon heute einen Großteil ihrer Technologien preisgeben müssen, um überhaupt noch Geschäfte in China machen zu können.

    Interessant, welche Fahrzeuge zuerst mit der neuen Technik ausgestattet werden sollen...
    Zitat: "Stadler: Der Q5 ist ein volumenstarkes Fahrzeug. Ende dieses Jahres werden wir zudem den A6 als Hybridversion bringen. Dann folgt der Audi A8. Die anderen Modelle sind also nicht ausgenommen. Wir wollen aber zunächst schauen, wie die Hybride beim Kunden ankommen."...

    Schlaft ruhig weiter...den Massenmarkt werden dann wohl andere bedienen.

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    Naja, den Massenmarkt hat Audi ja nie bedient. Das ist nicht der Anspruch von Audi. Insofern müssten Sie Ihren Vorwurf eher gegenüber VW äußern. Die heißen ja auch noch "VOLKS-Wagen", aber bieten dem Volk auch keinen wirklichen volumenstarken Hybriden... vom Elektroauto sind die auch weit entfernt.

    Naja, den Massenmarkt hat Audi ja nie bedient. Das ist nicht der Anspruch von Audi. Insofern müssten Sie Ihren Vorwurf eher gegenüber VW äußern. Die heißen ja auch noch "VOLKS-Wagen", aber bieten dem Volk auch keinen wirklichen volumenstarken Hybriden... vom Elektroauto sind die auch weit entfernt.

  2. Naja, den Massenmarkt hat Audi ja nie bedient. Das ist nicht der Anspruch von Audi. Insofern müssten Sie Ihren Vorwurf eher gegenüber VW äußern. Die heißen ja auch noch "VOLKS-Wagen", aber bieten dem Volk auch keinen wirklichen volumenstarken Hybriden... vom Elektroauto sind die auch weit entfernt.

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    • Zack34
    • 31.03.2011 um 20:28 Uhr

    Bravo... Sie wissen bescheid.

    • Zack34
    • 31.03.2011 um 20:28 Uhr

    Bravo... Sie wissen bescheid.

  3. Was konkret fehlt, sind Fahrzeuge für den Nahverkehr: mit denen man mal eben zum Einkaufen fährt, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob der Motor warmgefahren wird oder nicht etc. Die Kurzstrecken sind extrem belastend für Fahrzeuge und Umwelt. Es fehlt also ein Fahrzeug, das etwa 500 kg wiegt, dessen Antriebsaggregate etwa 2x3 kw haben und das damit etwa 70km/h fährt. Es benötigt keine besondere Ausstattung, nur sparsam und billig muß es sein, damit es gekauft wird. Der Energie-Verbrauch ist verschwindend gering. Es ist Ersatz für das Fahrrad, wo dieses zu klein, zu unbequem oder zu nass ist (also bei Regen). Die Krankenschwester kann damit zum mobilen Dienst fahren, der Tischler (Elektriker, etc.) in seiner Umgebung zum kleinen Service.

    Für die genannten Aufgaben sind Autos ungeeignet, zu schwer, zu teuer, zu unökologisch, zu verschleißfreudig. Solch ein Fahrzeug muß keine 160 km/h fahren können, dann sind Reifen, Getriebe, Bremsen etc. sehr leicht zu halten und damit das gesamte Fahrzeug. Ein Auto muß kein Prestige-Objekt sein. Fahren muß und darf kein Selbstzweck sein, das ist der nächste Punkt. Es muß auch nicht crashsicher sein, ist es sowieso nicht, lieber sollten alle Autofahrer erst einmal richtig fahren lernen müssen, bevor sie in den Verkehr gelassen werden, Stichwort "Gefahrentraining".

    Die heutigen Hersteller von Autos denken in eine falsche Richtung, man sollte die Fahrradhersteller mit Lösungen beauftragen. Dann wird ein Schuh draus.

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    und nennen sich Velomobile. Mit optionalem Elektromotor zur Unterstützung des Pedalantrieb, Vollverkleidung für gute Aerodynamik und Schutz vor Regen, Kofferraum für den Einkauf, etc.. Aber das ist den Menschen hier scheinbar nicht cool genug. Wenn das Fahrzeug nicht aussieht wie Kitt bei Night Rider und von 0 auf 100 in 30 Sekunden beschleunigt, hat das ganze in den Köpfen der Deutschen scheinbar keine Chance.

    Wie schön könnte die Welt sein, wenn sich die Menschen nicht immer so extrem wichtig nehmen würden :-)

    • Zack34
    • 31.03.2011 um 20:45 Uhr

    in was für einen Zulassungsbereich Ihr Wunschfahrzeug käme?
    Sowie mit welchen gesetzlichen Anforderungen dies heute (!) verbunden ist?

    Im übrigen - solche Fahrzeuge/Fahrräder mit einer Kabine gibt es schon seit Jahrzehnten(!). (und sie waren immer extrem teuer, dafür bekam man locker einen gebrauchten VW-Polo, Fiat o.ä.) Zumal: etwas recht einfaches fiel Ihnen dabei gar nicht auf: warum werden diese Fahrzeuge nicht draußen auf der Straße gefahren, von der Landstraße oder der Autobahn ganz zu schweigen...

    Ihr Hinweis bzgl. Crashsicherheit und "richtig fahren lernen" spricht Bände.

    Man kann sich halt die Welt zurecht legen... als Experte.

    • tippex
    • 01.04.2011 um 11:14 Uhr

    Für ein solches Auto wird einfach Vernunft und ein ehrlicher Blick auf das Notwendige gebraucht.
    Aber mal ehrlich, wann war der Mensch eigentlich bisher vernünftig und normal im Umgang mit der Natur, bzw. mit seinen Mitmenschen?

    Wie dem auch sei, ich möchte mich nicht in ein Auto setzen, das nicht im Ansatz crashsicher ist. Außer man ist natürlich immer zu 100% aufmerksam im Straßenverkehr und aus eigener Erfahrung kann ich das für mich nicht behaupten.

    "Es fehlt also ein Fahrzeug, das etwa 500 kg wiegt, dessen Antriebsaggregate etwa 2x3 kw haben und das damit etwa 70km/h fährt. Es benötigt keine besondere Ausstattung, nur sparsam und billig muß es sein, damit es gekauft wird. Der Energie-Verbrauch ist verschwindend gering."

    ... Renault Twizy.
    Bei uns erhältlich ab Anfang 2012.

    Gruß Skarrin

    und nennen sich Velomobile. Mit optionalem Elektromotor zur Unterstützung des Pedalantrieb, Vollverkleidung für gute Aerodynamik und Schutz vor Regen, Kofferraum für den Einkauf, etc.. Aber das ist den Menschen hier scheinbar nicht cool genug. Wenn das Fahrzeug nicht aussieht wie Kitt bei Night Rider und von 0 auf 100 in 30 Sekunden beschleunigt, hat das ganze in den Köpfen der Deutschen scheinbar keine Chance.

    Wie schön könnte die Welt sein, wenn sich die Menschen nicht immer so extrem wichtig nehmen würden :-)

    • Zack34
    • 31.03.2011 um 20:45 Uhr

    in was für einen Zulassungsbereich Ihr Wunschfahrzeug käme?
    Sowie mit welchen gesetzlichen Anforderungen dies heute (!) verbunden ist?

    Im übrigen - solche Fahrzeuge/Fahrräder mit einer Kabine gibt es schon seit Jahrzehnten(!). (und sie waren immer extrem teuer, dafür bekam man locker einen gebrauchten VW-Polo, Fiat o.ä.) Zumal: etwas recht einfaches fiel Ihnen dabei gar nicht auf: warum werden diese Fahrzeuge nicht draußen auf der Straße gefahren, von der Landstraße oder der Autobahn ganz zu schweigen...

    Ihr Hinweis bzgl. Crashsicherheit und "richtig fahren lernen" spricht Bände.

    Man kann sich halt die Welt zurecht legen... als Experte.

    • tippex
    • 01.04.2011 um 11:14 Uhr

    Für ein solches Auto wird einfach Vernunft und ein ehrlicher Blick auf das Notwendige gebraucht.
    Aber mal ehrlich, wann war der Mensch eigentlich bisher vernünftig und normal im Umgang mit der Natur, bzw. mit seinen Mitmenschen?

    Wie dem auch sei, ich möchte mich nicht in ein Auto setzen, das nicht im Ansatz crashsicher ist. Außer man ist natürlich immer zu 100% aufmerksam im Straßenverkehr und aus eigener Erfahrung kann ich das für mich nicht behaupten.

    "Es fehlt also ein Fahrzeug, das etwa 500 kg wiegt, dessen Antriebsaggregate etwa 2x3 kw haben und das damit etwa 70km/h fährt. Es benötigt keine besondere Ausstattung, nur sparsam und billig muß es sein, damit es gekauft wird. Der Energie-Verbrauch ist verschwindend gering."

    ... Renault Twizy.
    Bei uns erhältlich ab Anfang 2012.

    Gruß Skarrin

  4. Leichter:
    Bei einigen Herstellern werden die Autos wieder leichter.
    Z.B. beim Nissan Modell Micra.
    1983 - ab 620kg
    1993 - ab 775kg
    2003 - ab 1021kg
    2010 - ab 905 kg
    (schaut euch bei wikipedia bekannte modellreihen an(3er BMW, Golf, Audi, Opel Corsa usw. unter dem Aspekt Gewicht an.)
    Ich spreche nicht von Carbonkarosserien & Ähnlichem.
    Einfach mal überflüssige große Glasflächen weglassen. Unnötige schwere Extras, elektrische verstellbare Sitze, elektrische kofferraumklappe/türöffner.....

    Windschnittiger:
    VW XL1 (Link: http://www.autokiste.de/p...)
    Es passen zwar nur zwei Leute hinein. Solchen Autos gehört die Zukunft.

  5. ... nicht serienreif? Das sieht die Konkurrenz aus Stuttgart aber gänzlich anders. Die versucht jetzt bereits, über den Skaleneffekt den Preis zu drücken.

    Richtiger wäre die Aussage gewesen, dass beim Wasserstoff das Henne-Ei-Problem und das Problem der wirtschaftlichen Erzeugung aus regenerativen Quellen noch nicht gelöst sind. Das sind die eigentlichen Blockadefaktoren.

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    ich würde mir gerne ein Wasserstoff getriebenes Fahrzeug (mit Brennstoffzelle) kaufen! Geht leider nicht weil diese profitorientierte Industrie keines anbietet, obwohl diese Fahrzeuge von verschiendenen Herstellern bereits seit über 30 Jahren getestet werden! In diesen ganzen Jahren habe ich nie davon gehört, das es Probleme mit den Motoren gäbe, lediglich das Tankvolumen bzw. das Gewicht wurde vor der massenweiten Verbreiung sinnloser Stadt-SUV's als Problem benannt. Mittlerweile sind die Fahrzeuge ja groß genug und der Platz könnte sinnvoll genutzt werden. Zur Infrastruktur: zumindestens in Hamburg gibt es bereits zwei Wasserstofftankstellen. Das würde mir zum Betrieb eines Wasserstofffahrzeuges genügen. Und diese Fahrzeuge haben keine Probleme mit Reichweiten, Leistung, Beatnkungsdauer und natürlich keine Abgase! Die Wasserstofferzeugung braucht dann nur noch Flächendeckend durch Solarenergie stattfinden. Wo ist da bloß das Problem?? Einfach mal machen, Herr Stadler!

    ich würde mir gerne ein Wasserstoff getriebenes Fahrzeug (mit Brennstoffzelle) kaufen! Geht leider nicht weil diese profitorientierte Industrie keines anbietet, obwohl diese Fahrzeuge von verschiendenen Herstellern bereits seit über 30 Jahren getestet werden! In diesen ganzen Jahren habe ich nie davon gehört, das es Probleme mit den Motoren gäbe, lediglich das Tankvolumen bzw. das Gewicht wurde vor der massenweiten Verbreiung sinnloser Stadt-SUV's als Problem benannt. Mittlerweile sind die Fahrzeuge ja groß genug und der Platz könnte sinnvoll genutzt werden. Zur Infrastruktur: zumindestens in Hamburg gibt es bereits zwei Wasserstofftankstellen. Das würde mir zum Betrieb eines Wasserstofffahrzeuges genügen. Und diese Fahrzeuge haben keine Probleme mit Reichweiten, Leistung, Beatnkungsdauer und natürlich keine Abgase! Die Wasserstofferzeugung braucht dann nur noch Flächendeckend durch Solarenergie stattfinden. Wo ist da bloß das Problem?? Einfach mal machen, Herr Stadler!

  6. statt duracellautos zu entwickeln,sollte man verbindliche gesetze zum spritverbrauch durchdrücken um überflüssige karren ala a8,q5 etc. zu verdrängen bzw den hersteller zu innovationen im bereich "verbauch und funktionalität" pushen!

    aber das kostet den steuerzahler sicher wieder viel zu viel und gefährdet unnötig arbeitsplätze...

    Eine Leser-Empfehlung
    • lef
    • 31.03.2011 um 13:58 Uhr

    im Grunde ist es unsinnig, E-Autos zu entwickeln, aber das darf nicht gesagt werden - es könnte ja doch genug Dumme geben, die sich so etwas kaufen.
    Gegenargumente gegen E-Autos:
    1.E-Autos sind nicht nur teuer - im Grunde sind sie riesige Energieverschwendung. Nicht nur der Strom dafür wird mit unsinnig niedrigem Gesamtwirkungsgrad produziert und eingespeist,
    vor Allem ist es der Akkumulator, der höchstens 100.000 km Lebensdauer hat, mit ungeheuer viel Energieaufwand hergestellt werden muss. Erfahrungen aus längst bekannten Halterberichten: Ein neuer Akku ist so teuer, dass es nicht lohnt - das Auto wird entsorgt und neu gekauft.
    2. "Erneuerbare Energie" ist absolut keine Hoffnung - die ist viel zu teuer. Heute erhältliche E-Autos mitsamt dem Akku sind mit jetzigen billigen Strompreisen hergestellt.
    Wenn wirklich "EE-Strm" verwendet würde, wären die E-Auos mitsamt Akku entsprechend noch viel teurer - langfristig eben 3-5fach teurer.
    3. Die Behauptung, Akkus würden zur Zeit intensiv entwickelt, ist zwar richtig, aber das geschieht schon sehr lange - mit mäßigem Erfolg, wie man an Akkus für Laptops , Handies usw. sieht. Das SIND die Hochleistungsakkus, und die haben immer noch das gleiche Problem
    - sehr wenige Ladezyklen (unter 1000)
    - immer noch sehr teuer (ohne wirkliche Verbesserung)
    - je dichter gebaut (=leichter) umso schwerer recyclebar (=> Sondermüll).

    Auch bei E-Autos gilt also:
    Ein schöner Traum, aber für lange Zeit völlig unsinnig. Unterstützung der Forschung - OK.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    aus ganz anderen (hoch)technologie sparten:

    kernkraft und solar-strom sind doch die besten beispiele... aber angeblich können ja alle deutschen kkws abgestellt werden und wir hätten immernoch genug saft, vorallem für e-autos...
    ROFL

    klonen ist ja nicht "ethisch" und mit waffen werden ja menschen getötet...

    ich danke ihnen für das sachliche auflisten von nachteilen und nicht nur die 0815 "autohersteller sind so pöse, die wollen nur gewinn machen" masche (ja klar, es gibt also wirklich wirtschaftlich wichtige unternehmen die für lau arbeiten...).
    ihr schlusssatz
    "Ein schöner Traum, aber für lange Zeit völlig unsinnig. Unterstützung der Forschung - OK."
    bringt es auf den punkt, aber leider kann der (der realität entflohene) deutsche gutmensch nicht warten und schreit deswegen jetzt schon einmal laut herum, da es seine generation sehr wahrscheinlich noch nicht schafft mit der grünen utopie (wobei nicht gesagt sei, dass dies utopie schlecht ist, sondern nur im moment ausserhalb unserer technischen + gesellschaftlichen möglichkeiten liegt!)

    1. Gilt nicht für Lithium-Akkus. Diese haben eine längere Haltbarkeit als nur 100.000 km.
    2. Erneuerbare Energie ist günstiger und wird immer günstiger. Bsp PV:
    28 Ct/kwh Förderung im 1. Hj 2011. Im 1.Hj 2012 werden es nur noch 21 Ct/kwh sein und damit günstiger als Atomstrom aus der Steckdose.
    Steuern und Abgaben interessieren den der seinen PV-Strom selbst verbraucht nicht.
    Selbst wenn alle 40 Mio Autos auf Akku umgerüstet würden würde der Strombedarf nicht viel steigen: Der Jahresbedarf in D würde um ca 70-80 TWh steigen. Allerdings werden niemals alle 40 Mio Autos elektrisch betrieben.
    3. siehe 1.

    "Nicht nur der Strom dafür wird mit unsinnig niedrigem Gesamtwirkungsgrad produziert und eingespeist,"
    Nicht nur der Sprit wird mit unsinnig niedrigem Wirkungsgrad im Verbrennungsmotor verheizt, er muß auch noch produziert werden was den Wirkungsgrad noch niedriger werden läßt.
    Selbst mit dem heutigen Strommix sind E-Autos effizienter als Verbrenner, siehe http://www.daimler.com/go...
    und andere Quelle-Rad-Studien.

    "Allem ist es der Akkumulator, der [...] mit ungeheuer viel Energieaufwand hergestellt werden muss."
    Können Sie diese Behauptung beweisen, z.B. mit einer konkreteren Aussage als "ungeheuer"?
    Eine Studie zeigt nämlich nichts ungeheuerliches:
    http://www.empa.ch/plugin...

    "Erfahrungen aus längst bekannten Halterberichten: Ein neuer Akku ist so teuer, dass es nicht lohnt - das Auto wird entsorgt und neu gekauft."
    Falls Sie hier keine solchen Halterberichte vorweisen können, ist diese Behauptung ein selbst ausgedachtes Märchen, mehr nicht.
    Tatsache ist dass selbst ältere E-Autos mit NiCd-Akkus für knapp 10k€ gehandelt werden.

    "wie man an Akkus für Laptops , Handies usw. sieht. Das SIND die Hochleistungsakkus"
    Nein, das sind die nicht.
    Die meisten E-Autos verwenden keine LiCo-Akkus wie in Laptops und Handies.
    Sie haben also offensichtlich keine Ahnung, wovon Sie reden.

    LiFePO4-Akkus kosten heute selbst für Privatanwender nur noch 300-400€/kWh, egal was "Experten" predigen.
    18650-Zellen: 25€/kWh bei großen Stückz.

    aus ganz anderen (hoch)technologie sparten:

    kernkraft und solar-strom sind doch die besten beispiele... aber angeblich können ja alle deutschen kkws abgestellt werden und wir hätten immernoch genug saft, vorallem für e-autos...
    ROFL

    klonen ist ja nicht "ethisch" und mit waffen werden ja menschen getötet...

    ich danke ihnen für das sachliche auflisten von nachteilen und nicht nur die 0815 "autohersteller sind so pöse, die wollen nur gewinn machen" masche (ja klar, es gibt also wirklich wirtschaftlich wichtige unternehmen die für lau arbeiten...).
    ihr schlusssatz
    "Ein schöner Traum, aber für lange Zeit völlig unsinnig. Unterstützung der Forschung - OK."
    bringt es auf den punkt, aber leider kann der (der realität entflohene) deutsche gutmensch nicht warten und schreit deswegen jetzt schon einmal laut herum, da es seine generation sehr wahrscheinlich noch nicht schafft mit der grünen utopie (wobei nicht gesagt sei, dass dies utopie schlecht ist, sondern nur im moment ausserhalb unserer technischen + gesellschaftlichen möglichkeiten liegt!)

    1. Gilt nicht für Lithium-Akkus. Diese haben eine längere Haltbarkeit als nur 100.000 km.
    2. Erneuerbare Energie ist günstiger und wird immer günstiger. Bsp PV:
    28 Ct/kwh Förderung im 1. Hj 2011. Im 1.Hj 2012 werden es nur noch 21 Ct/kwh sein und damit günstiger als Atomstrom aus der Steckdose.
    Steuern und Abgaben interessieren den der seinen PV-Strom selbst verbraucht nicht.
    Selbst wenn alle 40 Mio Autos auf Akku umgerüstet würden würde der Strombedarf nicht viel steigen: Der Jahresbedarf in D würde um ca 70-80 TWh steigen. Allerdings werden niemals alle 40 Mio Autos elektrisch betrieben.
    3. siehe 1.

    "Nicht nur der Strom dafür wird mit unsinnig niedrigem Gesamtwirkungsgrad produziert und eingespeist,"
    Nicht nur der Sprit wird mit unsinnig niedrigem Wirkungsgrad im Verbrennungsmotor verheizt, er muß auch noch produziert werden was den Wirkungsgrad noch niedriger werden läßt.
    Selbst mit dem heutigen Strommix sind E-Autos effizienter als Verbrenner, siehe http://www.daimler.com/go...
    und andere Quelle-Rad-Studien.

    "Allem ist es der Akkumulator, der [...] mit ungeheuer viel Energieaufwand hergestellt werden muss."
    Können Sie diese Behauptung beweisen, z.B. mit einer konkreteren Aussage als "ungeheuer"?
    Eine Studie zeigt nämlich nichts ungeheuerliches:
    http://www.empa.ch/plugin...

    "Erfahrungen aus längst bekannten Halterberichten: Ein neuer Akku ist so teuer, dass es nicht lohnt - das Auto wird entsorgt und neu gekauft."
    Falls Sie hier keine solchen Halterberichte vorweisen können, ist diese Behauptung ein selbst ausgedachtes Märchen, mehr nicht.
    Tatsache ist dass selbst ältere E-Autos mit NiCd-Akkus für knapp 10k€ gehandelt werden.

    "wie man an Akkus für Laptops , Handies usw. sieht. Das SIND die Hochleistungsakkus"
    Nein, das sind die nicht.
    Die meisten E-Autos verwenden keine LiCo-Akkus wie in Laptops und Handies.
    Sie haben also offensichtlich keine Ahnung, wovon Sie reden.

    LiFePO4-Akkus kosten heute selbst für Privatanwender nur noch 300-400€/kWh, egal was "Experten" predigen.
    18650-Zellen: 25€/kWh bei großen Stückz.

  7. ich würde mir gerne ein Wasserstoff getriebenes Fahrzeug (mit Brennstoffzelle) kaufen! Geht leider nicht weil diese profitorientierte Industrie keines anbietet, obwohl diese Fahrzeuge von verschiendenen Herstellern bereits seit über 30 Jahren getestet werden! In diesen ganzen Jahren habe ich nie davon gehört, das es Probleme mit den Motoren gäbe, lediglich das Tankvolumen bzw. das Gewicht wurde vor der massenweiten Verbreiung sinnloser Stadt-SUV's als Problem benannt. Mittlerweile sind die Fahrzeuge ja groß genug und der Platz könnte sinnvoll genutzt werden. Zur Infrastruktur: zumindestens in Hamburg gibt es bereits zwei Wasserstofftankstellen. Das würde mir zum Betrieb eines Wasserstofffahrzeuges genügen. Und diese Fahrzeuge haben keine Probleme mit Reichweiten, Leistung, Beatnkungsdauer und natürlich keine Abgase! Die Wasserstofferzeugung braucht dann nur noch Flächendeckend durch Solarenergie stattfinden. Wo ist da bloß das Problem?? Einfach mal machen, Herr Stadler!

    Antwort auf "Brennstoffzelle ..."
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    • Zack34
    • 31.03.2011 um 21:07 Uhr

    Aber ganz so einfach ist es mit der Verbennung des H2 in Otto-Motoren doch nicht. Es gibt nachwievor das Tank-, wie auch das Flüchtigkeitsproblem, H2 braucht enormen Druck oder extrem niedrige Temperaturen, um vernünftig getankt werden zu können. Außerdem diffundiert er im Gaszstd. selbst durch die besten Dichtungen oder gar Schweißnähte durch. Und im Verbrennungsraum reagiert auch der Stickstoff aus der Luft und die Schmierstoffe mit, so dass nicht wirklich nur reiner Wasserdampf rauskommt.

    Trotzdem wäre das auch meine Variante.

    http://de.wikipedia.org/w...

    "In diesen ganzen Jahren habe ich nie davon gehört, das es Probleme mit den Motoren gäbe,"

    Gibt es auch nicht, das sind beim GeldverBrennstoffzellen-Auto nämlich Elektromotore.

    Die Probleme gibt es mit dem gesamten Rest eines solchen Fahrzeuges, insbesondere der interessanten Frage wo denn der Wasserstoff überhaupt herkommen soll.

    "Die Wasserstofferzeugung braucht dann nur noch Flächendeckend durch Solarenergie stattfinden. Wo ist da bloß das Problem??"

    In der Effizienz.
    http://www.efcf.com/repor...
    Haben Sie auch mal ausgerechnet oder wenigstens recherchiert, wieviel flächendeckende Solarenergie nötig wäre um auch nur 25% des heutigen Verkehrs auf Wasserstoffantrieb umzustellen?
    Was die neue Infrastruktur kosten würde?
    usw.

    Das einzige was Wasserstoff gut kann, ist, seine Anhänger zu berauschen. Als Treibstoff ist er ungeeignet.

    • Zack34
    • 31.03.2011 um 21:07 Uhr

    Aber ganz so einfach ist es mit der Verbennung des H2 in Otto-Motoren doch nicht. Es gibt nachwievor das Tank-, wie auch das Flüchtigkeitsproblem, H2 braucht enormen Druck oder extrem niedrige Temperaturen, um vernünftig getankt werden zu können. Außerdem diffundiert er im Gaszstd. selbst durch die besten Dichtungen oder gar Schweißnähte durch. Und im Verbrennungsraum reagiert auch der Stickstoff aus der Luft und die Schmierstoffe mit, so dass nicht wirklich nur reiner Wasserdampf rauskommt.

    Trotzdem wäre das auch meine Variante.

    http://de.wikipedia.org/w...

    "In diesen ganzen Jahren habe ich nie davon gehört, das es Probleme mit den Motoren gäbe,"

    Gibt es auch nicht, das sind beim GeldverBrennstoffzellen-Auto nämlich Elektromotore.

    Die Probleme gibt es mit dem gesamten Rest eines solchen Fahrzeuges, insbesondere der interessanten Frage wo denn der Wasserstoff überhaupt herkommen soll.

    "Die Wasserstofferzeugung braucht dann nur noch Flächendeckend durch Solarenergie stattfinden. Wo ist da bloß das Problem??"

    In der Effizienz.
    http://www.efcf.com/repor...
    Haben Sie auch mal ausgerechnet oder wenigstens recherchiert, wieviel flächendeckende Solarenergie nötig wäre um auch nur 25% des heutigen Verkehrs auf Wasserstoffantrieb umzustellen?
    Was die neue Infrastruktur kosten würde?
    usw.

    Das einzige was Wasserstoff gut kann, ist, seine Anhänger zu berauschen. Als Treibstoff ist er ungeeignet.

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