Auto Citroëns Hybrid-Göttin
Wo bei Citroën DS draufsteht, da muss seit jeher auch Besonderes drin sein. Das gilt auch für den DS5, den die Franzosen auf der Messe in Shanghai zeigen.
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Citroën DS5
Citroën bleibt auch beim 5er seiner DS-Formensprache treu. Mit dem DS3 und dem DS4 hatten die Franzosen begonnen, und jetzt reiht sich auch der DS5 in die Designserie ein: breiter Kühlergrill, der oben im Doppelwinkel des Markenlogos endet; üppige C-förmige Kiemen links und rechts, die unten in den Nebelscheinwerfern auslaufen. Von den LED-Leisten ausgehend schwingt sich an der Seite eine Schattenleiste über die ausgestellten vorderen Radhäuser und läuft oberhalb der Türgriffe bis zur hinteren Tür, wo sie dann mit einer gebogenen Kurve nach oben ausläuft.
Auf der Automesse in Shanghai präsentiert Citroën damit ein weiteres Modell, das die Legende fortsetzen soll. Schließlich erinnern die zwei Buchstaben an den Citroën-Klassiker DS aus den 1950er und 1960er Jahren, der wegen des Gleichklangs in Frankreich als déesse, also Göttin, bezeichnet wurde. 2009 nahm der Autobauer das Kürzel wieder auf und brachte zunächst den DS3. Jetzt steht als drittes Modell der neuen Reihe der D5 auf der Messe, als Cocktail aus Kombi, Grand Tourismo, Shooting Brake und SUV. Das bullige Heck wird dominiert von den optisch dreidimensional herausgearbeiteten Rückleuchten und den beiden Endrohren, die in den hinteren Stoßfänger integriert sind.
Ein Crossover also, der sich erkennbar vom Ausgangsmodell C5 unterscheidet. Vor allem in der Länge: 4,53 Meter von Stoßstange zu Stoßstange müssen reichen – der C5 ist bis zu 30 Zentimeter länger. Dennoch liegt das Volumen des Kofferraums, 465 Liter, gleichauf mit der C5-Limousine und hält auch mit einem Lifestyle-Kombi wie dem Audi A4 Avant mit.
Eine erste Sitzprobe zeigt, dass der DS5 bei einem Radstand von 2,73 Metern ordentlich Platz für zumindest vier Passagiere bietet. Der Einstieg ist recht bequem, und zumindest in den ersten Ausstellungsstücken fühlt man sich durchaus wohl. Die Materialien wirken hochwertig, die Verarbeitung ist gediegen. So sind zum Beispiel die Clubledersitze aufwändig gearbeitet. Ins Auge stechen zudem die schmale Analoguhr neben dem Instrumententräger und das unten abgeflachte Lenkrad. Ein dreigeteiltes Glasdach sorgt für luftige Helligkeit.
An Technik dürfte Citroën einiges in den DS5 hineinpacken, was der Hersteller sonst erst seinem Top-Modell C6 gönnt. Das Modell, das in Shanghai zu sehen ist, verfügt zum Beispiel über einen Spurassistenten mit Video-System und eine automatische Umschaltung auf Fernlicht in Abhängigkeit vom Verkehr. Selbst ein Head-Up-Display ist integriert, das neben der Geschwindigkeit auch die Informationen des Navigationssystems vor den Fahrer auf die Frontscheibe projiziert. Gestartet wird schlüssellos per Knopfdruck.
Als erstes Fahrzeug der Marke wird der DS5 mit Diesel-Vollhybridtechnologie Hybrid4 angeboten. Er kommt dann auf eine Systemleistung von 147 kW (200 PS), von denen der Elektromotor an der Hinterachse 27 kW (37 PS) beisteuert. Im Stadtverkehr kann der so allradgetriebene Hybrid-DS5 laut Citroën rein elektrisch fahren, allerdings nur zwei bis drei Kilometer weit. Sobald das Tempo über 50 Stundenkilometer steigt, schaltet sich der Diesel automatisch zu. Der Elektromotor kann auch als Booster einen zusätzlichen Kraftschub liefern. Die Batterie speichert bis zu 7 kWh.
Den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h soll der hybride DS5 in neun Sekunden hinlegen, das Höchsttempo ist 212 km/h. Beim Normverbrauch will Citroën den Hybriden, der serienmäßig eine elektronisch gesteuerte Sechsgang-Automatik bekommt, mit 99 Gramm CO2 je 100 Kilometer unter die 100-Gramm-Marke drücken – das würde einem Verbrauch von 3,8 Litern Diesel auf 100 Kilometern entsprechen.
- Datum 24.04.2011 - 16:38 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Eine Göttin sieht anders aus. Selbst dem Hybridfetischisten, mag dies Wägelchen eher eine Teilzeitmuße sein.
... dieses Pressemappenparaphrasieren von PressInform. Warum Redaktionen für derlei aufgekochten Quark auch noch zahlen, wird ewig das Geheimnis der ständig über zu hohe Redaktionskosten jammernden Verleger bleiben.
"Beim Normverbrauch will Citroën den Hybriden [...] mit 99 Gramm CO2 je 100 Kilometer unter die 100-Gramm-Marke drücken – das würde einem Verbrauch von 3,8 Litern Diesel auf 100 Kilometern entsprechen."
Will dies, würde jenem entsprechen...
Ich finde, dass solche Spekulationen (aka Firmenwerbung) in einem seriösen Artikel nichts zu suchen haben. Außerdem klingt die auch Schlagzeile eher nach Werbung, als nach Journalismus.
Ich frage mich unter anderem, was passiert, wenn man zwischen zwei weit entfernten Orten mehrere Stunden auf der Autobahn unterwegs ist und der Elektromotor dann kaum eine Rolle spielt. Was geschieht dann mit dem Verbrauch? Denn es ist noch das Mehrgewicht auf Grund der zwei Motoren, sowie der nicht optimale Effizienzgrad der Energieübertragung auf den Elektromotor zu berücksichtigen.
Ich bin mal gespannt, wenn dieser Wagen dann mal ernsthaft unter Normalbedingungen etwa vom ADAC getestet wird. Würde mich nicht wundern, wenn das Resultat unzufriedenstellend wird.
... nichts dahinter. Zunächst musste ich darüber stutzen, ob ich mich noch auf ZEIT befand oder irgendwie auf SPORT BILD umgeleitet worden war. Bitte ZEIT-Redakteure, konzentriert Euch auf wesentliche Berichte und übernehmt nicht die Arbeit von PR-Managern und Pressesprechern, die Ihre Produkte an den Mann bringen wollen.
für die Ermittlung des Normverbrauchs.
Wenn die Kiste davon also die Hälfte mit ihrem schwächlichen Elektromotor zurücklegt, dann ist es ein besonders armseliges Resultat, daß am Ende doch noch ein CO2-Ausstoß von fast 100g/km herauskommt(die Angabe "pro 100km", wie im Artikel geschrieben, ist sicherlich nicht plausibel).
In der täglichen Fahrpraxis dürfte der Nutzen des Hybridantriebs nahezu bedeutungslös sein, sein Hauptzweck ist offenbar die Verschleierung der wahren Umweltbelastung und des tatsächlichen Verbrauchs für die leichtgläubige Presse und die Steuer.
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