Was die Designer von Citroën beim kleineren DS3 begonnen haben, das setzen sie nun beim DS4 fort. Ähnlich wie beim kleineren Bruder beherrschen starke Designelemente den DS4: Schattenlinien etwa, die sich jeweils um die vorderen und die hinteren Radhäuser ziehen, breit gezogene Scheinwerfer, zackig konturierte Nebelleuchten vorn und geschwungene Rückleuchten hinten, die über der breiten Spange mit den doppelten Endrohren einen markanten Akzent setzen.

Die Designer bestimmten beim DS4. Das machen schon Kleinigkeiten sichtbar, beispielsweise die beiden tropfenförmigen Auswüchse an den hinteren Radhäusern. Die sehen auf den ersten Blick aus wie Verlaufsfehler im Lack – tatsächlich sind sie aber ein Zugeständnis der Designer an eine gesetzliche Vorgabe: Nur weil man die Karosserie an diesen Stellen künstlich und kaum auffällig einen knappen Zentimeter breiter machte, war die gesetzliche Vorgabe zu erreichen, dass die Räder nicht über die Seitenlinie hinausragen.

Auch innen geht Design über alles. Edle Materialien beherrschen das Bild, das Leder ist mit Sichtnähten in Form gebracht, das Muster der Rückenlehnen soll ein Uhrenarmband symbolisieren. Dem guten Halt der Sitze tut das keinen Abbruch. Selbst in flott gefahrenen Kurven kommt man kaum ins Rutschen. Wenn doch, dann vermisst man allerdings schmerzlich die Haltegriffe über den Seitentüren. Für eine besonders luftige Aussicht sorgt die aus dem C4 Picasso bekannte Panorama-Windschutzscheibe, die sich weit über die Köpfe von Fahrer und Beifahrer zieht.

Der Radstand von 2,61 Metern bei einer Fahrzeuglänge von 4,28 Metern sorgt für genügend Platz zumindest vorn. Hinten wird es vor allem großen Passagieren um die Knie herum eng. Zudem lässt die coupéhaft abfallende Dachlinie nur wenig Kopffreiheit. Der Kofferraum mit 359 Litern bei voller Bestuhlung und 1021 Litern bei umgeklappter Rückbank macht den DS4, der auf der gleichen Plattform aufbaut wie der C4, zwar nicht zum Klassenprimus, aber für den Alltag sollte das Ladevolumen in aller Regel reichen.

Mit allerhand Komfortoptionen will Citroën die Arbeit hinterm Steuer erleichtern. Das beginnt mit Sensoren, die Fahrzeuge im toten Winkel der Rückspiegel anzeigen, und setzt sich fort mit Spurassistenten, Abbiegelicht, Berganfahrhilfe, Tempomat und Schaltpunktanzeige. Selbst einen "Parklückendetektor" gibt es – er misst auf Knopfdruck potenzielle Parklücken am Straßenrand aus und signalisiert dem Fahrer, ob der Platz reicht, es eher schwierig wird oder man es besser sein lässt. Einparken allerdings muss der Fahrer schon noch selber.

Eine weitere nette Spielerei: Die Farbe der Beleuchtung für die Kombiinstrumente lässt sich genauso individuell einstellen wie die Warn- und Signaltöne etwa für Blinker, Sicherheitsgurte und so weiter. Und fürs bequeme Sitzen auf längeren Strecken bietet der Hersteller Sitze mit Lendenwirbelstütze und Massagefunktion an.

Zum besonderen Vergnügen wird das Fahren im DS4 in der stärksten Motorisierung. Das Aggregat, das den DS4 THP 200 antreibt, stammt aus der Kooperation mit BMW. Aus 1,6 Litern Hubraum bietet der Turbo-Benziner 147 kW (200 PS). Das reicht, um den 1,4 Tonnen schweren Franzosen binnen 7,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer zu treiben. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Citroën mit 235 km/h an. Der kombinierte Verbrauch liegt nach Herstellerangaben bei 6,4 Litern, was einem CO2-Ausstoß von 149 Gramm pro Kilometer entspricht. Das ist viel, bei einer solchen Motorleistung allerdings ein guter Wert.