Akkuwechsel an der Berghütte
Im Gegenteil, mit den modernsten Rädern sind Geschwindigkeiten bis zu 55 Kilometer pro Stunde drin, E-Mountainbikes für harte Geländegänge sind inzwischen ebenfalls erhältlich. Für die schnelle sogenannte S-Klasse benötigt der Pilot zwar einen Führerschein, aber der ist zumindest für alle Autofahrer bereits in ihrer Fahrlizenz enthalten. Dem Volldampf auf zwei Rädern steht nichts mehr im Wege.
Der ADAC sieht die Entwicklung deswegen auch mit zwiespältigen Gefühlen. "Da kommt nun eine ganz andere Schicht von Menschen auf die Radwege", sagt für den Club Maximilian Maurer. Die Autofahrer seien nicht darauf eingestellt, Radfahrern zu begegnen, die Geschwindigkeiten erreichen und halten können, die ihnen bislang keiner zugetraut hätte. "Ob sich das zu einem Massenproblem entwickelt, muss man abwarten", so Maurer. Bis zu Forderungen nach Führerschein oder Geschwindigkeitsbegrenzungen müssen man erst die Unfallzahlen abwarten.
Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft hingegen zeigt sich ungeduldig und verweist auf die Unfallrisiken, etwa durch Aufpralle von Pedelecs auf Autos. Eine Ansicht, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ebenso wenig teilt wie der ZIV. Der Anteil von Pedelecs, die Geschwindigkeiten jenseits der 40 Kilometer pro Stunde erreichen, liege bei unter fünf Prozent und sei mithin zu vernachlässigen. Die handelsüblichen Pedelecs jedoch unterstützten den Radfahrer nur bis zu Geschwindigkeiten von 25 Kilometer pro Stunde – und würden deswegen weiterhin als Fahrräder gelten, die keine Helmpflicht oder ein Verbot auf den Radwegen erforderten.
Die Tourismusindustrie ist auf den Zug bereits aufgesprungen. Zahlreiche Urlaubsgebiete haben ein Netz von Verleihstationen aufgebaut, wo die Touristen nicht nur die vergleichsweise schweren Räder tageweise mieten, sondern bei einer längeren, stromzehrenden Tagestour die Akkus wechseln können, um auch den Rückweg mit sanfter Unterstützung zurückzulegen – denn die Reichweite ist, abhängig auch vom jeweiligen Muskeleinsatz und dem Alter des Akkus, oft nur auf einige Dutzend Kilometer beschränkt. Mit Strom von der Solaranlage auf dem Dach der Berghütte natürlich. Höchstens zwei Kilowattstunden pro 100 Kilometer, das bedeutet Kosten von rund 40 Cent. Werden die Preise für die oft nur einige Hundert Ladezyklen haltenden Akkus berücksichtigt, steigen die Kosten auf mehr als drei Euro pro 100 Kilometer.
Einer der führenden Dienstleister ist das Bad Reichenhaller Unternehmen Movelo. Seit 2006 bietet es in Zusammenarbeit mit dem Schweizer E-Bike-Hersteller Flyer den Tourismusregionen an, die nötige Infrastruktur mit aufzubauen, von Ladestationen bis zu Fahrrädern. Zielgruppe: der "Nicht-Radfahrer". Zum Beispiel die junge Mutter, die mit ihrem Kind nicht die Hügel hinaufstrampeln will, während Papa behelmt und in kurzer Hose mit seinem normalen Mountainbike sich schwitzend die Anstiege hinaufarbeitet.
Ein Werbevideo skizziert diese Wunschwelt: Der Mountainbiker kriecht mit verhärteter Wade durch die Wiesen, und die Mutter flitzt mit dem Kind im Rücken, die Haare im Wind, durch die Wiesen, nimmt schwungvoll kleine Buckel und überholt am steilen Anstieg schließlich den Mountainbiker – der daraufhin erschreckt ins Schwanken kommt. Die Hackordnung auf dem Radweg wird auf den Kopf gestellt.
Movelo hat 2006 mit 30 Elektrofahrrädern im Berchtesgadener Land begonnen, 2011 sollen 4.500 Räder in Kooperation mit 1.000 Partnern in Deutschland, der Schweiz und Österreich an die Kunden verliehen werden.
- Datum 12.06.2011 - 15:23 Uhr
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es ist schön, daß durch pedelcs ein zsatzpotential für touristen erschlossen wird - doch co2 wird dadurch nicht gespart, im gegenteil. alltagsfahrten vor allem in der stadt sind hierbei wichtig um flächenverbrauch, umweltverschmutzung und gefährdungen abzubauen und um weg von der stadt als automobiler transitraum zu kommen. hier können pedelcs allen helfen, die durch kondtitionierung und verlust der körperlichkeit mithilfe der maschine aufs zweirad umzusteigen.
als aktiver eigenmotor-radfahrer weiß ich, dass bereits jetzt die kapazität der vorhandenen radwege nicht mehr ausreicht und die radfahrer immer schlechter werden - wie sieht es dann erst aus wenn viele vollamateure mit tempo 40 dazukommen?
ich plädiere für einen radführerschein, in dem die einfachen und logischen dinge geklärt werden:
- bei spurwechsel blick nach hinten (der tod kommt von hinten und 4 räder)
- kurven ausfahren und nicht schneiden.
- keine schlangenlinien fahren, gerade wenn man langsam ist.
- rechts vor links regel lernen.
die reihe läßt sich verlängern. hier in berlin freut man sich jedenfalls auf den herbst, wenn die schönwetterfahrer wieder verschwunden sein werden und nur des fahrens kundige wieder unterwegs sein werden…
...gerade, wenn man langsam ist? Wie soll das funktionieren? Ein Rad laesst sich nunmal erst ab einer gewissen Geschwindigkeit stabil geradeaus fahren.
...gerade, wenn man langsam ist? Wie soll das funktionieren? Ein Rad laesst sich nunmal erst ab einer gewissen Geschwindigkeit stabil geradeaus fahren.
muss man abwarten."
das massenproblem sind doch eher die 2tonnen geschosse.
wieviele autofahrer oder kinder werden durch fahrräder getötet?
also immer schön fastlangsam bleiben; und meidet die radwege
> http://vimeo.com/21174774
Ist der Beitrag wirklich ernst gemeint?
Von der Wirtschaftwoche?
Das kommt mir alles sehr Spanisch vor, jedoch lustig geschrieben, muß man schon sagen.
Bei den Verkaufzahlen , müsste ich jedoch auch in unserer Gegend son Teil schon mal wenigstenst im Real gesehen haben.
Ich werd mal gleich am Dienstag mein Fahrradexperten des Gewissens aufsuchen und Recherche in eigener Sache betreiben, ob ihr einen nicht ein Kukuksei ins Nest legen wollt.
[...] Ich halte die Situation, wie sie im Text dargestellt ist, für schlicht unglaubwürdig, wenn nicht sogar frei erfunden.
Und dennoch: ich lebe in der norddeutschen Ebene und kann den Trend zu e-Bikes der lokalen Radhändler nur bestätigen: die Schaufenster enthalten fast nur noch diese e-Dinger. Obwohl man zurecht meinen könnte, hier bräuchte keiner so eine e-Unterstützung da kaum ernsthafte Berge zu bewältigen...
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/wg
[...] Ich halte die Situation, wie sie im Text dargestellt ist, für schlicht unglaubwürdig, wenn nicht sogar frei erfunden.
Und dennoch: ich lebe in der norddeutschen Ebene und kann den Trend zu e-Bikes der lokalen Radhändler nur bestätigen: die Schaufenster enthalten fast nur noch diese e-Dinger. Obwohl man zurecht meinen könnte, hier bräuchte keiner so eine e-Unterstützung da kaum ernsthafte Berge zu bewältigen...
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/wg
Pedelecs sind klasse. Ich fahre da meist einen Schnitt von ca 20 km/h. Das sind Geschwindigkeiten, bei denen ein ambitionierter Rennradler nur müde lächelt. Bei den meisten Pedelecs gibt es drei Unterstützungsstufen, die jeweils 50%, 100%, odr 130 (150)% zu der eingestezten Muskelkraft hinzugeben. Trete ichz.B. mit 100 Watt in die pedale, so kriege ich auf Stufe 1 50 zusätzliche Watt über den Motor. Wie im Artikel erwähnt gibt es jenseits einer gewissen Drehzahl, welche meist 25 km/h beträgt keine Unetrstützung. Solche Geschwindigkeiten erreicht man natürlich bei Rückenwind oder Gefälle locker. Ein pedelec wird dann zu einem normalen Rad. Andererseits lassen sich z.B.Steigungen bis ca 10 % mit Unterstützungsstufe 2 relativ angenehm bewältigen, so mit ca 12-15 km/h. Bei stärkeren Steigungen jenseits der 10 % hilft dann Unterstützungsstufe 3. Aber dann erreicht man auch kaum 10 km/h.
Im Normalbetrieb gibt es grob gesagt zwei Möglichkeiten. Man fährt längere Touren. So bis 100 km/h. Dann jedoch meist nur mit Stufe 1 (also ca 20 km/h). Dabei muss man allerdings bei flacheren Abschnitten mal den Motor ganz ausschalten. Die andere Möglichkeit: Man fährt nur kurze Strecken - z.B. 10 km im Berufsverkeht - dann kann man diese Strecke mit höherem Gang und höherer Unterstützungsstufe fahren. Man erreicht dann vielleicht 25 km/h, allerdings bei wesentlich kürzerer Akkuöaufzeit, (30-40 km).
Zusammengefasst: Ein Pedelec verhält sich im wesentlichen wie ein normales Rad.
... und habe meinen Aktionsradius gegenüber einem normalen Rad (welches ich auch habe) deutlich erweitert. Es macht einfach Spaß an bestimmten Steigungen jetzt "nicht mehr in die Knie zu gehen", trotzdem ist ein Pedelec ein normales Fahrrad.
Die im Artikel angesprochenen Probleme sind m.E. auf die Autofahrer zurückzuführen, die scheinbar keine Fahrräder neben sich auf der Straße dulden. Übrigens kann auch mit normalen Rädern ohne Motor problemlos Geschwindigkeiten über 25 km/h erreichen.
Ein Großteil der in Deutschland verkauften E-Räder bewegt sich in der 25 km/h-Klasse. Die von den Versicherungen angesprochenen schnellen 45 km/h-Bikes sind eine verschwindent kleine Menge am Markt. Man sollte nicht den Fehler machen diese 45 km/h-Räder mit den 25 km/h-Rädern gleichzusetzen. Rechtlich sind den Mofas gleichgestellt und da gehören sie auch hin oder hat sich die Versicherungsbranche schon mal über diese Gefährte ausgelassen?
Viele Grüße
radfahrer.ruhr
... und habe meinen Aktionsradius gegenüber einem normalen Rad (welches ich auch habe) deutlich erweitert. Es macht einfach Spaß an bestimmten Steigungen jetzt "nicht mehr in die Knie zu gehen", trotzdem ist ein Pedelec ein normales Fahrrad.
Die im Artikel angesprochenen Probleme sind m.E. auf die Autofahrer zurückzuführen, die scheinbar keine Fahrräder neben sich auf der Straße dulden. Übrigens kann auch mit normalen Rädern ohne Motor problemlos Geschwindigkeiten über 25 km/h erreichen.
Ein Großteil der in Deutschland verkauften E-Räder bewegt sich in der 25 km/h-Klasse. Die von den Versicherungen angesprochenen schnellen 45 km/h-Bikes sind eine verschwindent kleine Menge am Markt. Man sollte nicht den Fehler machen diese 45 km/h-Räder mit den 25 km/h-Rädern gleichzusetzen. Rechtlich sind den Mofas gleichgestellt und da gehören sie auch hin oder hat sich die Versicherungsbranche schon mal über diese Gefährte ausgelassen?
Viele Grüße
radfahrer.ruhr
...gerade, wenn man langsam ist? Wie soll das funktionieren? Ein Rad laesst sich nunmal erst ab einer gewissen Geschwindigkeit stabil geradeaus fahren.
Natürlich müssen sie schon ne Grundgeschwindigkeit haben, die ein klein wenig über Schrittgeschwindigkeit hinausgeht. Ein Beispiel: Sie fahren eine Steigung mit ca 10% hoch. Wenn sie nicht sehr trainiert sind, dann kommen sie vielleicht mit einem niedrigen Gang auf 8-9 km/h. Allerdings dürfte sie das nicht sehr lange durchhalten. Mit Pedelec schaffen sie diese Steigung mit vielleicht 12-14 km/h. Und der Vorteil, sie ermüden nicht so schnell, und können so schon auch mal 2-3 km den Berg hochfahren.
Was ich sagen wollte ist, dass die normalen Pedelecs eher bei Steigungen und Gegenwind was bringen, wenn es gar nicht so sehr im hohe Geschwindigkeiten geht, sondern um entspanntes Fahren bei Strecken, die man sonst noch sehr viel langsamer fahren müsste.
Man kann auch bei langsamen Geschwindigkeiten grade aus fahren,wenn man eine Regel beachtet:
Der "Lenker" heißt "Lenker" und nicht "Balancierer" ergo:
Das Fahrrad mit dem Körper ausbalancieren und nicht durch wilde Lenkbewegungen, mit etwas Übung fährt es sich gleich entspannter und man kann sich wie mit dem Auto durch unübersichtliche Stellen "durchtasten"
Natürlich müssen sie schon ne Grundgeschwindigkeit haben, die ein klein wenig über Schrittgeschwindigkeit hinausgeht. Ein Beispiel: Sie fahren eine Steigung mit ca 10% hoch. Wenn sie nicht sehr trainiert sind, dann kommen sie vielleicht mit einem niedrigen Gang auf 8-9 km/h. Allerdings dürfte sie das nicht sehr lange durchhalten. Mit Pedelec schaffen sie diese Steigung mit vielleicht 12-14 km/h. Und der Vorteil, sie ermüden nicht so schnell, und können so schon auch mal 2-3 km den Berg hochfahren.
Was ich sagen wollte ist, dass die normalen Pedelecs eher bei Steigungen und Gegenwind was bringen, wenn es gar nicht so sehr im hohe Geschwindigkeiten geht, sondern um entspanntes Fahren bei Strecken, die man sonst noch sehr viel langsamer fahren müsste.
Man kann auch bei langsamen Geschwindigkeiten grade aus fahren,wenn man eine Regel beachtet:
Der "Lenker" heißt "Lenker" und nicht "Balancierer" ergo:
Das Fahrrad mit dem Körper ausbalancieren und nicht durch wilde Lenkbewegungen, mit etwas Übung fährt es sich gleich entspannter und man kann sich wie mit dem Auto durch unübersichtliche Stellen "durchtasten"
... und habe meinen Aktionsradius gegenüber einem normalen Rad (welches ich auch habe) deutlich erweitert. Es macht einfach Spaß an bestimmten Steigungen jetzt "nicht mehr in die Knie zu gehen", trotzdem ist ein Pedelec ein normales Fahrrad.
Die im Artikel angesprochenen Probleme sind m.E. auf die Autofahrer zurückzuführen, die scheinbar keine Fahrräder neben sich auf der Straße dulden. Übrigens kann auch mit normalen Rädern ohne Motor problemlos Geschwindigkeiten über 25 km/h erreichen.
Ein Großteil der in Deutschland verkauften E-Räder bewegt sich in der 25 km/h-Klasse. Die von den Versicherungen angesprochenen schnellen 45 km/h-Bikes sind eine verschwindent kleine Menge am Markt. Man sollte nicht den Fehler machen diese 45 km/h-Räder mit den 25 km/h-Rädern gleichzusetzen. Rechtlich sind den Mofas gleichgestellt und da gehören sie auch hin oder hat sich die Versicherungsbranche schon mal über diese Gefährte ausgelassen?
Viele Grüße
radfahrer.ruhr
...Da kommt nun eine ganz andere Schicht von Menschen auf die Radwege", sagt für den Club Maximilian Maurer. Die Autofahrer seien nicht darauf eingestellt, Radfahrern zu begegnen .....
Nach meiner Einschätzung moniert der ADAC alles, was nicht von ihm ist. Stellt man eine technische Frage, antwortet die juristische Abteilung ...
Sehe ich ganz genau so. Aufgrund seiner Mitgliederzahl, demnächst dann ohne mich, es gibt such noch den VCD, glaubt er wirklich, bei Mobilität immer und überall mitreden und mitregieren zu müssen.
Er könnte eigentlich die DB übernehmen und dafür sorgen, dass die dort besser arbeiten. Den Fahrradfahrern braucht er so lange nicht reinzureden, so lange mehr Fahrradfahrer durch Autofahrer umkommen als umgekehrt.
Sehe ich ganz genau so. Aufgrund seiner Mitgliederzahl, demnächst dann ohne mich, es gibt such noch den VCD, glaubt er wirklich, bei Mobilität immer und überall mitreden und mitregieren zu müssen.
Er könnte eigentlich die DB übernehmen und dafür sorgen, dass die dort besser arbeiten. Den Fahrradfahrern braucht er so lange nicht reinzureden, so lange mehr Fahrradfahrer durch Autofahrer umkommen als umgekehrt.
Obwohl ich sportlicher Fahrrad-Purist bin, sehe ich doch das große Potenzial der Elektrofahrräder. Die elektromobile Zukunft kann nur mit leichten, schmalen Fahrzeugen gelingen - und das Leistungsgewicht eines E-Fahrrades ist ideal. Es wird nie möglich sein, mit einem über zwei Tonnen schweren, klimatisierten "Stadtpanzer" lange Distanzen bei hoher Geschwindigkeit zu überwinden. Da müsste die Batterie auf einem Schwerlastanhänger mitgeschleppt werden.
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