Umwelt Autos tragen künftig farbiges Öko-Label

Der Bundesrat hat zugestimmt, dass Autos in Zukunft nach ihrem Energieverbrauch eingestuft werden. Allerdings werden die Pläne der Bundesregierung abgeändert.

Der Bundesrat hat den Gesetzesentwurf zur Energieverbrauchskennzeichnung von Autos grundsätzlich gebilligt. Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, den CO2-Ausstoß eines Autos pro Kilometer ins Verhältnis zu seinem Gewicht zu setzen. Anhand dieser Daten wird die Energieeffizienzklasse eines Autos festgelegt.

Der Bundesrat stimmte dem Gesetzentwurf unter der Bedingung zu, dass die Berechnungsgrundlage auf drei Jahre befristet wird. Während dieser Zeit sollen laut der Länderkammer alternative Grundlagen für die Berechnung der Energieeffizienz geprüft werden.

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Bis dahin wird den aus CO2-Ausstoß und Gewicht errechneten Werten eine Note zugeordnet – von A+ für einen klimafreundlichen Wagen bis G für einen Spritschlucker. Die neue Kennzeichnung tritt am 1. Oktober in Kraft. Wie bereits bei Elektrogeräten üblich sollen Autokäufer auf einen Blick erkennen können, wie klimaschädlich neue Autos sind.

Umwelt- und Verkehrsverbände protestierten gegen das neue Hinweisschild zum Energieverbrauch von Neuwagen. Das neue System verwirre die Autokäufer, schwere Autos würden durch die Verordnung bevorzugt, kritisierten der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und die Umweltverbände BUND und Nabu. Sie hatten daher den Bundesrat aufgefordert, den Regierungsentwurf abzulehnen.

Laut ADAC führt die Klassifizierung zu großer Verunsicherung bei den Autofahrern. Der Automobilclub spricht sich zwar grundsätzlich für eine Energieverbrauchskennzeichnung nach dem "Kühlschrank-Modell" aus, allerdings müssen die tatsächlichen CO2-Emissionen im Bewertungsschema besser berücksichtigt werden. In der Gesetzesvorlage sei dies nicht der Fall gewesen.

Auch Frankreich hat die geplante Kennzeichnung kritisiert. Sie sei "lügnerisch", hieß es in einem Schreiben der Regierung an die EU-Kommission. Sie strafe französische und italienische Autobauer beim Zugang zum deutschen Markt, weil sie das umweltschädigende Treibgas, das beim Fahren ausgestoßen wird, ins Verhältnis zum Gewicht des Autos setze – dadurch würden PS-starke Fahrzeuge "sehr stark" bevorzugt.

Ein Citroën mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von 114 Gramm pro Kilometer finde sich etwa in der gleichen Kategorie wie ein mehr als doppelt so schwerer Porsche Cayenne, der als Hybridmodell pro Kilometer 190 Gramm CO2 ausstoße, rechnete die französische Regierung vor. Die Bundesregierung solle ihre Berechnung noch einmal überdenken und den Verbrauchern "ein etwas weniger verformtes Bild" des tatsächlichen Verbrauchs und Ausstoßes liefern, forderte Frankreich. So wie sie derzeit geplant sei, werde die Kennzeichnung den freien Warenverkehr behindern, wenn dies nicht sogar das Ziel Deutschlands sei, hieß es in dem Schreiben an die Kommission.

Der Verband der Automobilindustrie begrüßte die Entscheidung. Verbandspräsident Matthias Wissmann hält die Kritik für nicht gerechtfertigt. Die Verwendung des Gewichts als relevante Bezugsgröße sei "sinnvoll", sagte Wissmann, nicht zuletzt weil neben Europa auch in Ländern wie Japan, China, Südkorea und künftig auch in Indien die CO2-Regulierung von Autos auf dem Kriterium "Gewicht" basiere.

 
Leser-Kommentare
    • hareck
    • 08.07.2011 um 12:06 Uhr

    Es gibt bereits eine passable Möglichkeit, den Energieverbrauch eines Autos einzuschätzen. Den sogenannten Kraftstoffverbrauch in Liter pro 100 Km.

    Möchte nicht wissen, wieviele Experten sich für das neue Gesetz die gutbezahlten Nächte um die Ohren geschlagen haben.

  1. Wenn der Panzerdeal mit Saudi Arabien platzt, gibt es bestimmt güstig Leopard 2 Vorführmodelle. Die liegen in der selben Effizienzklasse (E) wie ein Smart ( http://www.autodino.de/au... ), habe dann auch gar kein schlechtes Gewissen mehr, so ein Monstrum auszuführen.

    Welch politische Instinktlosigkeit treibt eigentlich unsere regierenden Politiker ?

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    ... wird vom VDA sicherlich fürstlich honoriert.

    ... wird vom VDA sicherlich fürstlich honoriert.

  2. wieder hat sich die regierung vor den karren der industrie spannen lassen. zumindest hat sie damit eine optimale effizienzklasse in ihrer eigenschaft als "lobbymobil" erreicht.

    naja, und welcher politiker läßt sich schon in einem smart herumkutschieren. ist ja auch nicht mehr nötig, wenn ein dicker mercedes, bmw oder audi genauso energieeffizient sein soll, wie ein kleinwagen. nun will man sich die eigene umweltfreundlichkeit selber per erlaß bestätigen. bravo!

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  3. Es geht beim Oeko-Label um ein von der Antriebsart unabhaengiges Masz, wie umweltfreundlich ein Auto faehrt. Das hat erstmal wenig mit Liter von irgendetwas zu tun, sondern mit CO2-Werten, die sich zwischen den Autos unterscheiden koennen, obwohl sie gleich viele Liter (Benzin/Diesel) auf 100 km schlucken. Genau genommen muessten auch Umweltverschmutzungen einflieszen, die durch die Produktion, Wartung und Verschrottung des Autos enstehen, aber das waere wohl zu kompliziert.

    Aber ihr letzter Satz offenbart, was sie eigentlich loswerden wollten.
    Erst das Ziel vornehmen - schimpfen ueber "die da oben" - dann Argumente herbeizerren.

  4. ...Zitat:
    "Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, den CO2-Ausstoß eines Autos pro Kilometer ins Verhältnis zu seinem Gewicht zu setzen."

    Ich gebe Franzosen in Sachen Autos ja ungern recht, aber das ist echt lügnerisch.

    Ich weiß nicht was mich mehr abstößt, die widerliche Masche oder die Blödheit, die mir diese Regierung unterstellt.

  5. Nach der Logik von Angela Merkel ist ein Dreizentner-Mann, der täglich 5000 Kalorien verputzt, also ökologisch gesünder als ein 30 kg schweres Kind mit 2000 Kalorien auf dem Teller.

    Nun ja, wer schon bei der Unterscheidung von Brutto und Netto Probleme hat, der kann sein ökologisches Gewissen auch mit solchen Rechnungen betäuben.

    • verus
    • 08.07.2011 um 16:32 Uhr

    Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
    Elektroautos, so wird argumentiert sind zu teuer, Preis wird künstlich hochgehalten,
    mehr oder minder im Versuchsstadium, Akkus zu wenig Kapazität, lange
    Aufladzeiten, geringe Reichweiten und so weiter…
    Dann das Problem mit den Ladesäulen die permanent favorisiert werden und jeder
    „Quatscht“ dem andern nach.
    So wird jahrelang um den straßentauglichen Einsatz von Elektroautos herumgeredet.
    Ladesäulen taugen höchstens was für die eigene Garage, oder wie will man sich
    das vorstellen solche in Hochhaus –Wohnsiedlungen aufzustellen.
    Dem Vandalismus ist doch Tür und Tor geöffnet. Und was ist bei Regen,
    Eis, Schnee? Kurzschlussgefahr! Wir tanken auch nicht unter freiem Himmel, -
    und, wieviele stehen bereits „Schlange“ an der Ladestation?
    Will man die Bürgersteige Aufreißen, Kabel legen, Ladestationen aufstellen
    und dann über die Kabel stolpern? – Was für eine unausgegorene Phantasie.
    Dieses System ist bereits Heute schon von Gestern, ist überholt bevor es richtig
    zum Einsatz kommt. Was der Kohle-Bergbau hinter sich hat, wird die
    Mineralöl-Industrie auch schaffen.

    • verus
    • 08.07.2011 um 16:33 Uhr

    Wenn auch die Reichweite z.Zt. ca. bei „mageren“ 200Km liegt und dann
    an der Ladestation nachgeladen werden muss, - aber wo bitte ist die passende
    Ladesäule, (erst wieder in der eigenen Garage?)
    Wenn man das mit dem >> Tesla Roadster<< vergleicht, Reichweite bei moderaten
    Fahrweise über 400 Km, ist hierzulande noch viel Entwicklungsarbeit nachzuholen.
    Sind die Anschlüsse international genormt, - oder macht jeder seinen eigenen
    schönen Stecker? Will ich mobil sein, und das auch auf Reisen ins Ausland
    gibt es nur diese Lösung:
    AKKU – WECHSEL AN DER TANKSTELLE!
    Dauert nicht länger wie Benzintanken und kann garnicht teurer sein als
    derzeitiger Treibstoff, im Gegenteil!
    Und auf einmal wird Benzin, Diesel und Kraftfahrzeuge mit
    Verbrennungsmotoren angeboten wie „SAUERBIER“!
    Wobei der Flug, Schwerlast, Schiffsverkehr, sowie die Landwirtschaft
    vorerst ausgenommen bleibt.
    Eine einheitliche Norm für die Wechselbatterien ist ebenso Pflicht wie die
    den Steckverbindungen, - oder produziert man wieder so einen „Salat“ wie
    bei den Handy-Ladeakkus (nur mitgeliefertes Kabel verwendbar – gegen Aufpreis)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Also der Akkuwechsel an der Tankstelle ist nicht so einfach.
    Wollen alle Tankstellen ein System kaufen welches Akkus von einer halben Tonne gewicht Wuchtet? und wo soll man sie Lagern?
    und wann laden? Eine kleine Tankstelle hält an einem Tag ohne Lieferung etwa 30.000 Liter Sprit vor, andere deutlich mehr. (z.B. Betriebstankstelle, 2/3 Diesel 1/3 Benzin)
    Setzen wir mal den plötzlichen Wohlstand vorraus , eine Tankfüllung sind 70 Liter ( Mercedes E-klasse T modell mit zusatz Tank) So können an einer winzigen Tankstelle am Tag 430 Fahrzeuge vollbetankt werden.
    Die Tanks sind samt Pumpen unter der Erde und stellen mit akutellen Sicherheitseinrichtungen kaum eine Gefahr da.

    Sollen nun täglich diese 430 Fahrzeuge mit einem neuen Akku ausgrüstet werden muss man man 215 Tonnen Akkus lagern
    und 430 Ladestationen haben.
    Zusatälich sind die Akkus extrem Empfindlich bei verformung und können gar explodieren sollten die Zellen beschädigt werden.

    Elektromobilität ist unmöglich so zu gestalten wie die mit Verbrennugnsmotoren (Lastverkehr, Automobile, Schiffe etc.)
    Es ist nicht möglich, egal wie sehr man es will.

    Die "Grünen" müssen umdenken. Sie tun es nicht. Umweltaktivisten bleiben bei ihren Dogmen.
    Mehr elektrisierte Fahrräder und Kleinstfahrzeuge wie Roller und Quads sind zu fördern. In diesem Rahmen funktioniert "Elektromobilität"
    Und endlich muss zugegeben werden dass konzepte des nutzbaren Elektroautos Traumschlösser bleiben.

    Also der Akkuwechsel an der Tankstelle ist nicht so einfach.
    Wollen alle Tankstellen ein System kaufen welches Akkus von einer halben Tonne gewicht Wuchtet? und wo soll man sie Lagern?
    und wann laden? Eine kleine Tankstelle hält an einem Tag ohne Lieferung etwa 30.000 Liter Sprit vor, andere deutlich mehr. (z.B. Betriebstankstelle, 2/3 Diesel 1/3 Benzin)
    Setzen wir mal den plötzlichen Wohlstand vorraus , eine Tankfüllung sind 70 Liter ( Mercedes E-klasse T modell mit zusatz Tank) So können an einer winzigen Tankstelle am Tag 430 Fahrzeuge vollbetankt werden.
    Die Tanks sind samt Pumpen unter der Erde und stellen mit akutellen Sicherheitseinrichtungen kaum eine Gefahr da.

    Sollen nun täglich diese 430 Fahrzeuge mit einem neuen Akku ausgrüstet werden muss man man 215 Tonnen Akkus lagern
    und 430 Ladestationen haben.
    Zusatälich sind die Akkus extrem Empfindlich bei verformung und können gar explodieren sollten die Zellen beschädigt werden.

    Elektromobilität ist unmöglich so zu gestalten wie die mit Verbrennugnsmotoren (Lastverkehr, Automobile, Schiffe etc.)
    Es ist nicht möglich, egal wie sehr man es will.

    Die "Grünen" müssen umdenken. Sie tun es nicht. Umweltaktivisten bleiben bei ihren Dogmen.
    Mehr elektrisierte Fahrräder und Kleinstfahrzeuge wie Roller und Quads sind zu fördern. In diesem Rahmen funktioniert "Elektromobilität"
    Und endlich muss zugegeben werden dass konzepte des nutzbaren Elektroautos Traumschlösser bleiben.

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