Automodelle : Was Deutsche wirklich kaufen

Die Zulassungsstatistik suggeriert, die Deutschen kauften gern einen Audi oder BMW. Doch ohne Dienst- und Mietwagen sowie Flottenkunden sieht die Liste ganz anders aus.
Der Audi A4: ein typisches Dienstwagen-Modell, das in der Privatkundenstatistik keine Rolle spielt. © Hersteller

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg führt penibel Buch. Nicht nur die Punkte für Verkehrsvergehen, auch alle Autos werden genau erfasst. Demnach wurden von den in diesem Jahr bislang neu zugelassenen Fahrzeugen rund 60 Prozent von Gewerbekunden gekauft. Von Unternehmen mit großen Dienstwagenflotten, vom Freiberufler in der Kreativwirtschaft oder Autovermietungen. Die Privatkäufer sind schon lange in der Minderheit – und sie wählen ganz andere Autos aus als die Gewerbekäufer. So entsteht eine neue Rangfolge, die das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen errechnet hat: die Statistik dessen, was der Deutsche wirklich kauft.

Auf Platz eins der Monate Januar bis Mai bleibt – wie im Vorjahr – auch beim Selbstzahler der VW Golf. Überhaupt kann man in Wolfsburg froh sein: Aller Kritik an den hohen, wenig volksnahen Preisen zum Trotz landen Modelle von Volkswagen auf den ersten vier Plätzen: Golf, Polo, Golf Plus und Tiguan. Vergleicht man das mit der offiziellen Gesamtstatistik des KBA für den Monat Mai, fällt auf: Der Passat fehlt in den Top 20 der Privatkäufer (siehe Grafik unten). Kein Wunder, denn er ist der Prototyp des Autos, das von Firmen für lange Dienstreisen gekauft – oder genauer gesagt geleast – wird. 

Weitere typische Dienstwagen, die der Privatkunde verschmäht, sind die BMWs der 3er-, 1er- und 5er-Baureihe, die in der Gesamtstatistik Mai auf den Plätzen 7, 11 und 12 stehen, sowie der Audi A4 (Platz 10). Selbst der Mini – auf Rang 16 der Gesamtstatistik – ist unter den ersten 20 der Privatkäufer nicht zu finden. Ein Blick auf das Gesamtjahr 2010 und den Audi A4 zeigt das bekannte Bild: In der TDI-Version mit 105 kW etwa wurden 88 Prozent gewerblich zugelassen. In die Privat-Top-20 schaffen es von BMW und Audi lediglich der X1 auf Platz 19 und der A3 auf Platz 20.

Dass die sogenannten Premiummarken vorwiegend von Firmen gekauft werden, erscheint als bekannte Botschaft – gäbe es da nicht eine Ausnahme: Mercedes. Es ist erstaunlich, wie gefragt der Stern auf der Haube bei Privatkunden immer noch ist. Die Mercedes-Baureihen der B-, E- und C-Klasse landen auf den Plätzen acht, neun und elf. Die Deutschen haben also immer noch haufenweise Geld – oder man leistet sich einfach einen Mercedes, denn ob die Autos ganz locker bezahlt oder mühsam über Kredit finanziert werden, gibt die Statistik nicht preis. Es bleibt aber der Eindruck, dass die Welt des Durchschnittsdeutschen unverändert und in Ordnung ist: Volkswagen und Mercedes dominieren, und auch die immer wieder tot gesagte Marke Opel ist mit den Volumenmodellen Astra und Corsa sehr beliebt.

Wer fehlt in der Liste der von privater Hand meist gekauften Modelle? Die Importeure, allen vorweg die Japaner. Das ist mit großer Wahrscheinlichkeit aber keine Folge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März, denn die Statistik deckt den Zeitraum Januar bis Mai 2011 ab und ein eventueller Produktionsausfall hätte sich hierzulande, wegen der lang dauernden Verschiffung, erst sechs Wochen verzögert bemerkbar gemacht. Außerdem werden sehr viele Autos japanischer Marken in Europa und anderswo produziert. Wahrscheinlicher ist deshalb, dass die Führungsrolle tatsächlich gewechselt hat: Mit dem Hyundai i30 hat sich ein Koreaner ganz nach vorne gekämpft.

Kommentare

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Das bedeutet,

das all die großen Wagen die jeder fahren will, um die aber die Steuer geschmälert wird und so gesehen jeder Steuerzahler die Firmenwagen zum Teil mitfinanziert nur Aufgrund der deutschen Abschreibepraxis existieren?

Wer hätte gedacht das die SUV mit den den Frauen ihre Kinder zum Kindergarten bringen in der Mehrzahl Firmenwagen des Gatten sind … schön dass das mal raus kommt.

An dieser Steuerpraxis

werden auch die Grünen nichts ändern, wenn sie an der nächsten Bundesregierung beteiligt sind. Entweder wird der Rosa- oder Schwarze Partner als Verhinderer dann vorgeschoben. Die steuerfinanzierten Firmensportwagen werden bleiben. Ebenso wird dann beim Tempolimit agiert. Es wird mit Grün kein Tempolimit geben. Die schönen eigenen grünen Minister- und Staatssekretärsposten gehen immer vor Umwelt und schon längst auch vor Frieden. Auch bei den Grünen ist sich jeder selbst der Nächste, da gibt es keinen Unterschied zur FDP. Personalfragen gehen immer vor Sachfragen.

Ansonsten, war dieses Untersuchungsergebnis doch schon bei wenigem Nachdenken plausibel vorhersehbar. Wieviel Kohle muss man verdienen um diese Edelschleudern selbst bezahlen zu können ohne großzügige Hilfe des Steuerzahlers. Die meisten Menschen werden solche Großverdiener nicht im Bekannten- und Freundeskreis haben.

Nein, das bedeutet,

dass der deutsche Steuerzahler die deutschen Automobilhersteller jährlich mit 2,9 Milliarden Euro subventioniert. Ganz zu Schweigen von den ca. 6000 Verkehrstoten und tausenden von lebenslang Verstümmelten, die auf unseren Raserautobahnen für die PR der deutschen Autobauer bezahlen. Freie Fahrt für freie Dienstwagen also.

Pff123

Können Sie auch noch was anderes außer Polemik?

"Raser Autobahnen" brauchen berühren Sie als Rad- und Bahnfahrer doch überhaupt nicht. Und wer dort Unfälle baut ist meist unter 25 und zu schnell in einem Gefährt unterweges was weit unter den Klassen liegt die als "dicke Geschäftswagen" gelten.
Oder deutlich über 50 und fährt so ängstlich und stresserfüllt das er garnicht mehr zu schnellen Reaktionen oder Umsicht fähig ist.
(Rechte Spur 60km/h und dann schön links rausziehen, kann ja garnicht sein das da jemand von hinten kommt...)

160-200 auf der Autobahn zu fahren ist sehr angenehm. Bei 120 schläft man gelegentlich ein.

Und auch der Steuernachlass für Geschäftswagen ist in Ordnung. Nicht etwa der Computer sorgt für unseren Wohlstand und auch nicht die Bahn. Es ist das Automobil welches Waren und Menschen so effektiv befördert, dass unser Lebensstil möglich ist. Egal ob nun der LKW waren in den Aldi oder in den Bioladen bringt, ob man nun im Grünen wohnt aber in der Stadt arbeitet, jeder profitiert von günstigen Geschäftswagen.

Privatpkws hingegen sind der eigentliche Luxus. Desswegen versteuert man sie höher.

Da Sie ohnehin alles zu wissen scheinen,

sei Ihnen noch gesagt, dass ich 3 Jahre als Kurierfahrer gearbeitet habe, und regelmäßig die Augenfarbe der "umsichtigen Dienstwagenfahrern" durch meinen Rückspiegel erkennen konnte, die drängelnd und mit Lichthupe ihren Stress in meinen zu verwandeln trachteten, zugegenermaßen unabhängig davon, ob in diesem Streckenabschnitt eine Geschwindigkeitsbegrenzung herrschte oder nicht. Und ja, heute fahre ich Bus, Bahn und Fahrrad, und finde es immer noch unangebracht, dass der Steuerzahler den Automachos die 200PS Schlitten finanzieren mit denen diese dann alleinerziehende Mütter in deren Fiat Puntos von der Straße drängeln. Ihnen passiert dabei ja zum Glück nichts dank 4 bis 8 Airbags. Und der Sprit ist auch umsonst, daher heißt es auf die Tube drücken bis der (Not)Arzt kommt.

Ein paar Fakten statt Polemik

@Bunrakunier:
(Zitat:) "Ganz zu Schweigen von den ca. 6000 Verkehrstoten und tausenden von lebenslang Verstümmelten, die auf unseren Raserautobahnen für die PR der deutschen Autobauer bezahlen."

2010 starben im deutschen Strassenverkehr 3651 Personen.
Ganze 12% davon starben bei Unfällen auf Autobahnen - macht noch 438 (obwohl ca. die Hälfte aller gefahrenen km auf Autobahnen gefahren wird!).
Generell trägt die Polizei bei ca. 40% der Unfälle "überhöhte Geschwindigkeit" als Ursache ein. Bleiben also als "Raserunfälle auf Autobahnen" gerade mal noch ca. 175 Tote pro Jahr. Von denen wiederum starben mehr als die Hälfte auf sowieso schon geschwindigkeitslimitierten Streckenabschnitten, die Sie mit "unseren Raserautobahnen für die PR der deutschen Autobauer" doch wohl nicht gemeint haben können. Und bei den verbleibenden, zweistelligen Zahl an Toten ist dann immer noch die Frage, wer da wo und wie schnell "gerast" ist: denn bei "überhöhter Geschwindigkeit" stecken z.B. auch die LKWs mit drin, die bei Nebel 80 km/h gefahren sind und Dutzende bereits stehender Autos ineinander geschoben und angezündet haben.

Noch grotesker erscheint Ihre Polemik, wenn man sich mal im Vergleich die Zahlen anderer Länder ansieht: im Autobahn-limitierten Nachbarland Österreich liegt die Zahl der Verkehrstoten pro Mio. Einwohner und Jahr um die Hälfte höher als in Deutschland mit seinen "Raserautobahnen", und im klassischen Land des Autobahnlimits - den USA - gar mehr als doppelt so hoch.

Warum so...

...ideologisch verkrampft?

Ob man sich mit der Pferdekutsche oder mit dem Privatjet zur Arbeit bewegt ist nunmal Sache des Betreffenden und nicht Sache Dritter.

Es ist halt so, dass es Eigentumsrechte in der Bundesrepublik gibt und kein Volkseigentum wie im Kommunismus. Aber auch da waren ja bekanntlich einige gleicher als gleich.

Da können Sie sich argumentativ abstrampeln, wie Sie wollen. Die Eigentumsrechte bleiben bestehen und somit auch die Möglichkeit über dessen Nutzung frei zu entscheiden.

Eigentumsrechte?

Gegen Eigentumsrechte habe ich nichts einzuwenden, wenngleich natürlich auch da das Grundgesetz zum Thema Eigentum gilt. Was mich ärgert, ist dass Steuerzahler--und zwar auch die ärmsten unter ihnen--die Luxuskutschen wohlhabender Gerschäftsleute steuerlich subventionieren; denn auch Mehrwertsteuer geht in die Staatskasse. Wenn sich jemand mit seinem eigenen Geld eine S-Klasse anschaffen oder leasen möchte, dann darf er das gerne machen. Nur dass die Schleckerverkäuferin ihn dabei mit ihren Steuergeldern unterstützt, ist wohl kaum einzusehen.

Und in der Schweiz

sind es weniger Verkehrstote pro Einwohner als in Deutschland (42 pro 1 Mio. EW - Stand 2010. Dort gelten Tempolimits auf Bundesstraßen und Autobahnen seit 1985)

So sucht sich jeder das raus, was ihm in den Kram passt.

Die Einwohnerzahl eines Landes als Vergleichsparameter ist übrigens völlig willkürlich gewählt. Man könnte eben so gut die Anzahl der Autobahnraststätten o.ä. hernehmen.

Sehr geehrter herbert nau,

es freut mich zu hören, dass die Verkehrstoten zurückgegangen sind. Aber versuchen Sie doch einmal beim Statistischen Bundesamt herauszukommen, wieviele Menschen pro Jahr bei Verkehrsunfällen zu Pflegefällen werden, die dann wiederum die Gesellschaft Millionen von Euros kostet. Airbags und andere Sicherheitssystem können viel verhindern, aber wer mit 140-200 km/h einen Unfall baut, ist danach für´s Leben gezeichnet. Suchen Sie ruhig, Sie werden diese Daten kaum finden, und wenn doch, seien Sie so gut, sie hier zu posten. Vielen Dank im Voraus
B.

Bei meinem Arbeitgeber würde das nicht geduldet werden

Mitarbeiter wie Sie, die nutzlos Zeit verplempern, indem sie stundenlang unproduktiv auf der Autobahn herumhängen. Dann ausgelaugt, aggressiv und gestreßt an ihrem Arbeitsort ankommen und nicht mehr in der Lage sind, Ihren Job ordentlich zu erledigen. Und am Ende noch durch Unfälle hohe Kosten verursachen.

Der moderne Chef läßt seine Mitarbeiter Bahn fahren: Während der Fahrt zum Ziel kann entweder sinnvoll gearbeitet oder ausgespannt werden, das Unfallrisiko ist geringer und die laufenden Kosten ebenfalls.

Schwachsinn

Genau! Wenn Sie einen Larifari-Job haben ist das ja super! Sie sind verutlich Sachbearbeiter, denken aber, dass Sie unglaublich viel Stress haben. Wenn Sie in der Beratungs- udn Wirtschaftsprüfungsbranche arbeiten würden, wüssten Sie was Stress ist. Da ist nix mit ich entspanne mal oder surfe im Internet. Da muss man flexibel sein und schnell am Ziel sein. Und Indústriegebiete oder große Firmensitze sind nicht immer in zentraler Lage. Da will ich Sie mal mit der Bahn unterwegs sehen. Sie machen sich dort lächerlich und ihr Arbeitgeber wird versuchen Sie loszuwerden, weil Sie unproduktiv sind.
So sieht es aus in der realen Wirtschaft

@whgreiner

"Die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle ist im vergangenen Jahr um 3,8% auf rund 2,4 Millionen gestiegen. Die Zunahme ist ausschließlich auf Unfälle mit Sachschaden zurückzuführen – sie haben sich um 5,5% auf 2,1 Millionen erhöht. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist dagegen um 7,1% auf rund 288 800 zurückgegangen."* Davon 40% macht wieviele Menschen, die wegen zu hoher Geschwindigkeit (meist anderer) in ihrer Gesundheit, und nicht selten dauerhaft, eingeschränkt sind? Gut 115000 Menschen, so in etwa eine Stadt wie Ulm, allesamt mit Schleudertraumas, gebrochenen Knochen und schlimmerem!
Sollten Sie ein wenig Phantasie besitzen, können Sie ja mal den Volkswirtschaftlichen Schaden ausrechnen, und, was ich eher für unwahrscheinlich halte, sich in das menschliche Leid dieser Menschen hinein versetzen. In diesem Sinne: Augen auf, auch abseits der Straße.

*http://www.destatis.de/je...

Dann mehr Steuern auf das Automobil

So? VW Golf wird immer noch so viel gekauft? Ein so überteuertes Fahrzeug? Von mir aus sollen sie die Technik immer weiter vorantreiben und immer teurer verkaufen, solange sie auch Alternativen bieten. Jeder Hersteller sollte auch ein Spanplattenauto für 2000 Euro anbieten, nur um eine Alternative für die zu bieten, die es sich nicht leisten können. Dacia geht ja schon in die richtige Richtung. Und wenn ich sehe, was hier als Dienstwagen und auch als Privatwagen gekauft wird, da muss ich sagen, dass es uns noch zu gut geht. Unser Haushaltsdefizit und die fehlenden Gelder zur Betreuung Alter und Kranker, Kinder usw. können wir scheinbar aus noch mehr Steuern finanzieren, bis der Normaldeutsche endlich Billigautos fährt. 35% Mehrwertsteuer und die Mineralölsteuer nochmal verdoppeln, dazu noch mehr Ökosteuer, um die erneuerbaren Energien mehr voranzutreiben, mal sehen, wann auf unseren Straßen 50% Dacias fahren.

Was fuer Kommentare hier…

Haben Sie auch nur einmal nachgedacht bevor Sie Ihren Kommentar verfasst haben? - Was hat denn bitteschoen Mineraloelsteuer und Oekosteuer mit dem VERKAUF eines Autos zu tun?

Wer sagt, dass ein Dacia XY umweltschonender ist bzw. weniger verbraucht als ein BMW?

Auf der einen Seite fordern Sie ein 2000€ Auto, auf der anderen soll das Auto (fahren) moeglichst teuer sein.

Was mich sehr verwundert an der Statistik sind die hohen Verkaufszahlen der Mini-SUVs (Tiguan, X1).
Außerdem ist das Straßenbild hier doch ein anderes - und ich gehe davon aus, dass nicht 80% einen Dienstwagen fahren.

ihnen ist

überhaupt nicht klar, dass die große mobilität in form von autos die große wohlstandsverteilung bringt.

ich bin alt genug um das zu wissen - vor 30 jahren, waren die leute am land arm, das wohlstandsgefälle enorm - erst der individualverkehr in form von autos hat den wohlstand aufs land getragen.

das sollte hier niemand vergessen. noch mehr steuern bedeutet direkt wohlstandsverlust für viele, viele menschen am land.

mir ist es wurscht, aber ob die meisten das wirklich so wollen lasse ich dahingestellt.

Und ein Dacia brauch kein Benzin?

@DerM

Wie sollen da erhöhte Steuern etwas bewirken?

Mineralölsteuer und Co. sind verbrauchsabhängig. Und ich glaube das hier ein Dacia, Golf, 1er, A-Klasse wohl in den normalen Leistungsklassen einen recht identischen Verbrauch haben.

Mehrwertsteuer und Co. sind ein Beispiel dafür, dass uns hier ein Fahrzeug eines ausländischen Herstellers noch weniger voran bringt. Hier bleibt ein Teil des Erlös bei uns hängen, aber nach wie vor sind bei deutschen Marken auch mehr deutsche Firmen (Hersteller mit Zulieferern) beschäftigt. Das bringt unterm Strich Deutschland mehr.

Da stimmt was nicht mit Ihnen

Also ganz ehrlich, Sie übertreiben es hier maßlos. Was Sie da von sich geben hört sich nach einem frustrierten kleinen Beamten oder Hausmann an, der in seinem Leben nichts erreicht hat.
Ich muss (gerade als Staat) doch gerade denjenigen, die mir die meisten Steuergelder (ESt und MwSt) einbringen auch irgend einen Anreiz bieten soviel zu arbeiten. Was hier ganz gernne vergessen wird ist, dass diese Menschen, die sich einen teuren Wagen (gerade privat) leisten können i. d. R. auch mal locker 60 Stunden in der Woche arbeiten und sich nebenher noch ständig fortbilden, große Verantwortung tragen und unter Zeitdruck einen sehr stressigen Job haben.
Ich bin erst 26 und fahre auch ein Auto (BMW) mit einem Neupreis >60.000€ und das ist kein Dienstwagen. Ich arbeite auch im Schnitt meine 60 Stunden/Woche und habe ein sehr gutes Studium absolviert. Daher habe ich auch einen sehr guten und sehr gut bezahlten Job bekommen und daher ist es auch nur richtig, dass ich ein solches Auto fahre.
Da soll die Mineralölsteuer lieber mal gesenkt werden, damit wir hier wieder vernünftige Verhältnisse haben. Und Öko(lügen)steuer gehört einfach abgeschafft.
Ich kann nichts dafür, dass ökonomiefremde Neider (wie Sie einer zu sein scheinen) anderen Leuten ihren Erfolg nicht gönnen. Jeder ist seines Glückes Schmied und wenn man nicht schmieden will, dann darf man sich auch nicht beschweren.
So ist das nunmal.

Sagen wir es so: es sind mehr reiche Leute aufs Land gezogen

und haben die Landschaft mit Einfamilienhaus-Siedlungen zugeknallt.
Die autochthone Landbevölkerung hat zugegeben auch etwas davon gehabt, indem sie ihre Grundstücke gut verkaufen konnten.

Aber ob dieser "urban sprawl" jetzt gesamtgesellschaftlich gesehen so toll ist, habe ich doch meine Zweifel.

Außerdem: wenn das Benzin alle ist, wird es einen ganz schönen Wertverlust bei diesen Häusern geben.