Kraftstoff E10 Biosprit-Debakel macht Tanken teurer

Weil Autofahrer den Biosprit E10 nicht kaufen, müssen die Mineralölkonzerne nun Millionenstrafen zahlen. Die Mehrkosten dafür wollen sie auf andere Spritsorten umlegen.

Ein Tankrüssel vor eine Zapfsäule mit dem umstrittenen Biosprit E10

Ein Tankrüssel vor eine Zapfsäule mit dem umstrittenen Biosprit E10

Mögliche Strafzahlungen für einen zu geringen Absatz beim Biosprit E10 könnte zu Preiserhöhungen bei herkömmlichem Sprit führen. "Die Kosten für die Nichterfüllung der Quote dürften vermutlich für die Branche zwischen 300 bis 400 Millionen Euro liegen", sagte der Chef der Aral-Mutter BP Europa, Uwe Franke, den Zeitungen der WAZ-Gruppe.

Am Ende werde den Unternehmen nichts anderes übrig bleiben, als die Kosten an die Kunden weiterzugeben. Hintergrund seien Strafen, die den Konzernen drohen, falls sie ihre vom Staat vorgeschriebenen Quoten an Biokraftstoffen nicht erreichen.

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Der ADAC warnte die Mineralölkonzerne davor, das Desaster bei der Einführung des Biosprits E10 für weitere Preiserhöhungen beim herkömmlichen Super E5 zu nutzen. "Die Mineralölkonzerne legen seit Beginn des E-10-Einführungsprozesses im vergangenen Februar die fälligen Strafzahlungen auf den Benzinpreis um", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer. "Mit drei Cent Aufschlag für E5 gegenüber E10 sind die Strafzahlungen bereits heute voll abgedeckt."

Die Ölbranche muss 6,25 Prozent des verkauften Kraftstoffes – gemessen am Energiegehalt – aus pflanzlicher Produktion gewinnen, sonst drohen hohe Strafen. E10 enthält bis zu zehn Prozent Ethanol, das aus Getreide und Rüben gewonnen wird. Der Sprit sollte zu Jahresbeginn flächendeckend eingeführt werden. Wegen mangelnder Akzeptanz durch die Autofahrer hatte die Mineralölwirtschaft die Umstellung der Tankstellennetze und Raffinerien jedoch auf halbem Wege gestoppt. Im Juni griff nur rund jeder siebte Tankstellenkunde nach dem umstrittenen Sprit mit erhöhtem Bioethanol-Anteil.

Zweifel am ökologischen Nutzen von E10

Gründe für die Zurückhaltung sind Zweifel am ökologischen Nutzen, die Sorge um eine mögliche Konkurrenz der Anbauflächen mit der Nahrungsmittelproduktion sowie Verträglichkeitssorgen. Zudem lässt sich mit einer Füllung E10 etwas weniger Strecke zurücklegen als mit dem alten Super. Daher wird weiterhin viel Super mit fünf Prozent Ethanol getankt.

Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) teilte mit, es könnte am Ende auch gar keine Strafzahlungen geben. Um die Quote von 6,25 Prozent zu erreichen, gebe es alternative Wege: Die Unternehmen könnten neben der Beimischung von Bioethanol oder Biodiesel auch den Verkauf von reinem Biokraftstoff nutzen, um die Quote zu erfüllen. Biokraftstoffe zum Beispiel hätten im Jahr 2007 Anteile von über sieben Prozent am gesamten Kraftstoffmarkt erreicht – und das ohne E10. Doch das lag an den damaligen Steuervergünstigungen, die inzwischen gekappt wurden. "Die von der Mineralölwirtschaft befürchteten Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe wird es nicht geben", sagt Elmar Baumann, Geschäftsführer des VDB.

Beim Mineralölwirtschaftsverband wurde betont, dass man vielleicht über die Quote reden müsse. Wie hoch die Strafzahlungen und mögliche Mehrkosten für Autofahrer ausfallen, hänge davon ab, wie hoch Ende 2011 die Differenz zur Quote sein wird. Erst im April wisse man, wie hoch die Strafzahlungen sein werden, dann könne weiter diskutiert werden, sagte Sprecherin Karin Retzlaff.

 
Leser-Kommentare
  1. Ob nun das Geld so oder so weggenommen wird, ist doch egal.

    Der eine nennt es E10, der andere Dieselsteuer, der nächste Autobahnmaut.

    Es bleibt immer beim Grundsatz, dass die Abgaben ständig erhöht werden, aber nur für den "normalen" Konsumenten. Die Ölkonzerne machen trotz dieses Debakels ihre Gewinne.

    Also - immer weiter abdrücken.

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    Wo ist das Problem? E10 wird nicht angenommen - wieso sollte ich E10 kaufen, wenn ich für den gleichen Preis Super tanken kann. Die Lösung: E10 um minh. 3-4 Cent günstiger anbieten, dann stegt der Absatz, da ein Unterschied feststellbar ist.

    Bisweilen kommt es mir vor, als wäre die Preisgleichsetzung bewusst, um eine einen Vorwand für die Erhöhung der Spritkosten aufgrund angeblich erhöhter Infrastrukturkosten, Strafzahlungen, etc. Wieso sollte die Regierung Strafzahlungen bei zu geringem Verkauf anordnen? Was für eine Enmischung in die freie Marktwirtschaft!!

    Die Redierung müsste doch wissen, dass deren Strafzahlungen auf von den Tankstellen auf die tankenden Kunden abgewälzt werden. Folge: steigende Inflation, aufgrund erhöhter Transportkosten. Aber Inflatio ist ja bekanntlich ein gutes Instrument zum Abbau von Schulden ... natürlich zum Nachteil des 08/15 Sparers, zu welchem der Großteil gehört.

    Wo ist das Problem? E10 wird nicht angenommen - wieso sollte ich E10 kaufen, wenn ich für den gleichen Preis Super tanken kann. Die Lösung: E10 um minh. 3-4 Cent günstiger anbieten, dann stegt der Absatz, da ein Unterschied feststellbar ist.

    Bisweilen kommt es mir vor, als wäre die Preisgleichsetzung bewusst, um eine einen Vorwand für die Erhöhung der Spritkosten aufgrund angeblich erhöhter Infrastrukturkosten, Strafzahlungen, etc. Wieso sollte die Regierung Strafzahlungen bei zu geringem Verkauf anordnen? Was für eine Enmischung in die freie Marktwirtschaft!!

    Die Redierung müsste doch wissen, dass deren Strafzahlungen auf von den Tankstellen auf die tankenden Kunden abgewälzt werden. Folge: steigende Inflation, aufgrund erhöhter Transportkosten. Aber Inflatio ist ja bekanntlich ein gutes Instrument zum Abbau von Schulden ... natürlich zum Nachteil des 08/15 Sparers, zu welchem der Großteil gehört.

  2. eindeutig selbst schuld.
    In den USA wurde auf E15 aufgestockt, in Brasilien fährt man E25. Mir kann doch keiner sagen dass man ausgerechnet in Deutschland mit weit älteren Schlitten als in Brasilien herumkurvt.
    Ich muss doch selbst wissen was ich für ein Auto fahre, ob der Motor etc. das verträgt und nicht nur auf "Bedenkenträger" hören.
    Ausserdem fahren in Brasilien nach einer deutschen Entwicklung (Bosch, Volkswagen) bereits Autos mit wahlweise Normalbenzin oder der vollen E100 Variante(!) = 100% Ethanol.
    http://www.manager-magazi...

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    • Daishi
    • 26.08.2011 um 19:41 Uhr

    Die Autos dort sind dafür ausgelegt und hier nicht.

    sind eben nicht schuld. Schuld sind diejenigen, die den Nichtkauf eines Produktes sanktionieren wollen. Das ist Planwirtschaft in bester DDR Tradition.

    Marktwirtschaft sollte bedeuten, dass man auswählen darf, welches Produkt man nimmt.

    Die Risiken durch E10 sind vorhanden. Es ist z.B. nicht gerade vertrauenserweckend, wenn gewarnt wird, diesen Kraftstoff mehrere Monate im Tank zu haben, denn dann könnten sich Kristalle bilden.

    Das ist doch verderblicher Mist, der nichts in den PKW zu suchen hat.

    Gerade in Brasilien und teilweise in den USA auch, sind die Kraftsstoffsyteme schon länger auf Biosprit vorbereitet.

    Was mir allerdings nicht den Benzinpumpentod bei meinem in den USA erbauten Mobils nach der deutschen Einführung von E5 ersparte - wie auch bei vielen anderen Autobesitzern seinerzeit das große Benzinpumpensterben einsetzte. Und die Dinger sind richtig teuer als Ersatzteil. Einspritzsysteme sind noch ein vielfaches teurer und die realen Aussagen der Hersteller durchaus vieldeutig und zweifelhaft, wobei am Ende der Besitzer immer der Dumme ist.

    Wobei man auch über Sinn, Zweck und Hintergründe der deutschen Einführung des Biosprits trefflich streiten kann.

    Wenn ich tanken fahre, kostet E10 fast immer das gleiche wie E5.
    Warum sollte ich dann den Sprit nehmen, der eine Minderleistung bringt und eventuell meinen Motor schädigt? Ich weiß ja, dass ich es nicht nachweisen kann, wenn es am E10 lag.
    Für die Umwelt? Ich bitte Sie. Nicht mal Greenpeace hält was von dem Zeug.
    Hätte ich jetzt tatsächlich nur die Wahl zwischen Super Plus (E5) und Super E10, dann würde ich das E10 meinetwegen auch tanken. Solange ich aber die Wahl habe - und der Preis der gleiche ist - kann mich da auch nicht eine eventuelle Preiserhöhung nicht locken. Teurer wird der Sprit ja doch so oder so.

    'In den USA wurde auf E15 aufgestockt, in Brasilien fährt man E25. Mir kann doch keiner sagen dass man ausgerechnet in Deutschland mit weit älteren Schlitten als in Brasilien herumkurvt'

    Nicht zuletzt deshalb wird in Brasilien auch der Amazonas-Urwald immer schneller gerodet.

    Ich bin also selbst Schuld wenn ich nicht mit Nahrungsmitteln Auto fahren will, wo in anderen Teilen der Welt MILLIONEN Menschen immer noch Hungern!?
    Also ich weiß ja nicht genau wo die Schuldigen sind, aber ich bin mir keiner Schuld bewusst, wenn ich diese Perversion nicht mittragen will!

    ... wäre die Rechnung klar: Laut Dekra-Tests beträgt der Leistungsunterschied von E5 zu E10 ziemlich genau 1,5%.

    Bei einem Benzinpreis von rund 1,50 Euro/l fährt man ab einem Preisunterschied von 2,25 Cent mit E10 günstiger.

    Du hast (teilweise) recht!
    In Brasilien gibt's tatsächlich Motoren die beides vertragen, allerdings mit erheblichem Mehrverbrauch und höheren Anschaffungskosten! Auch wird der Kraftstoffmarkt vom Staat reguliert - was auch mal zu Spritmangel führt! Kein gutes Modell für D und Europa!
    Ich find allerdings was anderes ziemlich pervers! Bund und EU bestimmen von oben die Einführung von E10, legen Quoten fest und wenn die Bürger (hab's mal nachgerechnet:
    26 233 351 = 86,1% (!) aller Benzinerfahrer [die 10% die's nicht vertragen unberücksichtigt] tanken das Zeug nicht) es nicht wollen, dann soll die Mineralölindustrie Strafe zahlen!!?? Man stelle sich mal vor Ähnliches geschähe für Kleidung! EU+Bund bestimmen ab xxx wird eine schwarze Gendereinheitsuniform eingeführt und bestimmt eine Quote von 50% die verkauft werden muß! Der Reinfall ist vorprogrammiert, aber die Bekleidungsindustrie soll dafür Strafe zahlen???
    EU u. Bund tragen die Verantwortung für das E10-Desaster, sollen sie auch dafür geradestehen!
    Auch in Frankreich ist E10 nicht gerade der Hit!
    (Ich bin doppelt gestraft, weil ich ein Auto fahre, daß tatsächlich KEIN E10 verträgt, kann mir aber ein neues (auch gebrauchtes) beim besten Willen nicht leisten! Und hier auf'm Land geht's ohne einfach nicht!)

    Das Auto!

    Nur eine einzige Antwort auf diesen Kommentar enthält den Hinweis darauf, dass wir hier Lebensmittel auf der Autobahn verheizen. Wie viele uns haben den Kopf geschüttelt, als wir Anfang des Monats mit den Bildern aus Ostafrika konfrontiert wurden? Und wenn wir über unseren Schadstoffaustoss und Reduzierung nachdenken, ist der erste Gedanke die Verträglichkeit für die Ventile unserer in deutscher Wertarbeit entstandenen Motorentechnik? Beschämend oder nicht? Vielleicht sollten wir unsere gründliche Arbeitsweise, die Kraft und Energie mal in die Entwicklung und Pflege von funktionierenden und ansatzweise fairen Weltmärkten stecken. Dann könnten wir hier sogar evtl. auch noch nen bischen Mais und Soja verfahren um unsere Klima-Bilanz zu beschönigen,nein Entschudigung: Verbessern natürlich!

    E10 der Umwelt zuliebe? Machen sie mal eine Tour den Amazonas hinauf oder durchs Umland von Brasilia - auf jeweils 10 ha der Ackerfläche die sie dort sehen,standen vor rund 50 Jahren noch genug Bäume, damit ein VW-Käfer eine ganze Zeit lang rollen und rollen könnte um sie mit CO2 zu ernähren.Zugegeben, von Kolendioxid haben wir echt genug - aber welchen Sinn macht es,die Zerstörung intakter Ökosystem zu subventionieren, damit wir CO2 nicht etwa vermeiden,sondern gerade mal um 10% in einem drittrangigen Bereich reduzieren?

    Dabei ist künstlich geschaffenem Saatgut und der Abhängigkeit von zweifelhaft agierenden Herstellern noch keine Zeile geschrieben..

    Bis dahin:Gute Fahrt!

    • Daishi
    • 26.08.2011 um 19:41 Uhr

    Die Autos dort sind dafür ausgelegt und hier nicht.

    sind eben nicht schuld. Schuld sind diejenigen, die den Nichtkauf eines Produktes sanktionieren wollen. Das ist Planwirtschaft in bester DDR Tradition.

    Marktwirtschaft sollte bedeuten, dass man auswählen darf, welches Produkt man nimmt.

    Die Risiken durch E10 sind vorhanden. Es ist z.B. nicht gerade vertrauenserweckend, wenn gewarnt wird, diesen Kraftstoff mehrere Monate im Tank zu haben, denn dann könnten sich Kristalle bilden.

    Das ist doch verderblicher Mist, der nichts in den PKW zu suchen hat.

    Gerade in Brasilien und teilweise in den USA auch, sind die Kraftsstoffsyteme schon länger auf Biosprit vorbereitet.

    Was mir allerdings nicht den Benzinpumpentod bei meinem in den USA erbauten Mobils nach der deutschen Einführung von E5 ersparte - wie auch bei vielen anderen Autobesitzern seinerzeit das große Benzinpumpensterben einsetzte. Und die Dinger sind richtig teuer als Ersatzteil. Einspritzsysteme sind noch ein vielfaches teurer und die realen Aussagen der Hersteller durchaus vieldeutig und zweifelhaft, wobei am Ende der Besitzer immer der Dumme ist.

    Wobei man auch über Sinn, Zweck und Hintergründe der deutschen Einführung des Biosprits trefflich streiten kann.

    Wenn ich tanken fahre, kostet E10 fast immer das gleiche wie E5.
    Warum sollte ich dann den Sprit nehmen, der eine Minderleistung bringt und eventuell meinen Motor schädigt? Ich weiß ja, dass ich es nicht nachweisen kann, wenn es am E10 lag.
    Für die Umwelt? Ich bitte Sie. Nicht mal Greenpeace hält was von dem Zeug.
    Hätte ich jetzt tatsächlich nur die Wahl zwischen Super Plus (E5) und Super E10, dann würde ich das E10 meinetwegen auch tanken. Solange ich aber die Wahl habe - und der Preis der gleiche ist - kann mich da auch nicht eine eventuelle Preiserhöhung nicht locken. Teurer wird der Sprit ja doch so oder so.

    'In den USA wurde auf E15 aufgestockt, in Brasilien fährt man E25. Mir kann doch keiner sagen dass man ausgerechnet in Deutschland mit weit älteren Schlitten als in Brasilien herumkurvt'

    Nicht zuletzt deshalb wird in Brasilien auch der Amazonas-Urwald immer schneller gerodet.

    Ich bin also selbst Schuld wenn ich nicht mit Nahrungsmitteln Auto fahren will, wo in anderen Teilen der Welt MILLIONEN Menschen immer noch Hungern!?
    Also ich weiß ja nicht genau wo die Schuldigen sind, aber ich bin mir keiner Schuld bewusst, wenn ich diese Perversion nicht mittragen will!

    ... wäre die Rechnung klar: Laut Dekra-Tests beträgt der Leistungsunterschied von E5 zu E10 ziemlich genau 1,5%.

    Bei einem Benzinpreis von rund 1,50 Euro/l fährt man ab einem Preisunterschied von 2,25 Cent mit E10 günstiger.

    Du hast (teilweise) recht!
    In Brasilien gibt's tatsächlich Motoren die beides vertragen, allerdings mit erheblichem Mehrverbrauch und höheren Anschaffungskosten! Auch wird der Kraftstoffmarkt vom Staat reguliert - was auch mal zu Spritmangel führt! Kein gutes Modell für D und Europa!
    Ich find allerdings was anderes ziemlich pervers! Bund und EU bestimmen von oben die Einführung von E10, legen Quoten fest und wenn die Bürger (hab's mal nachgerechnet:
    26 233 351 = 86,1% (!) aller Benzinerfahrer [die 10% die's nicht vertragen unberücksichtigt] tanken das Zeug nicht) es nicht wollen, dann soll die Mineralölindustrie Strafe zahlen!!?? Man stelle sich mal vor Ähnliches geschähe für Kleidung! EU+Bund bestimmen ab xxx wird eine schwarze Gendereinheitsuniform eingeführt und bestimmt eine Quote von 50% die verkauft werden muß! Der Reinfall ist vorprogrammiert, aber die Bekleidungsindustrie soll dafür Strafe zahlen???
    EU u. Bund tragen die Verantwortung für das E10-Desaster, sollen sie auch dafür geradestehen!
    Auch in Frankreich ist E10 nicht gerade der Hit!
    (Ich bin doppelt gestraft, weil ich ein Auto fahre, daß tatsächlich KEIN E10 verträgt, kann mir aber ein neues (auch gebrauchtes) beim besten Willen nicht leisten! Und hier auf'm Land geht's ohne einfach nicht!)

    Das Auto!

    Nur eine einzige Antwort auf diesen Kommentar enthält den Hinweis darauf, dass wir hier Lebensmittel auf der Autobahn verheizen. Wie viele uns haben den Kopf geschüttelt, als wir Anfang des Monats mit den Bildern aus Ostafrika konfrontiert wurden? Und wenn wir über unseren Schadstoffaustoss und Reduzierung nachdenken, ist der erste Gedanke die Verträglichkeit für die Ventile unserer in deutscher Wertarbeit entstandenen Motorentechnik? Beschämend oder nicht? Vielleicht sollten wir unsere gründliche Arbeitsweise, die Kraft und Energie mal in die Entwicklung und Pflege von funktionierenden und ansatzweise fairen Weltmärkten stecken. Dann könnten wir hier sogar evtl. auch noch nen bischen Mais und Soja verfahren um unsere Klima-Bilanz zu beschönigen,nein Entschudigung: Verbessern natürlich!

    E10 der Umwelt zuliebe? Machen sie mal eine Tour den Amazonas hinauf oder durchs Umland von Brasilia - auf jeweils 10 ha der Ackerfläche die sie dort sehen,standen vor rund 50 Jahren noch genug Bäume, damit ein VW-Käfer eine ganze Zeit lang rollen und rollen könnte um sie mit CO2 zu ernähren.Zugegeben, von Kolendioxid haben wir echt genug - aber welchen Sinn macht es,die Zerstörung intakter Ökosystem zu subventionieren, damit wir CO2 nicht etwa vermeiden,sondern gerade mal um 10% in einem drittrangigen Bereich reduzieren?

    Dabei ist künstlich geschaffenem Saatgut und der Abhängigkeit von zweifelhaft agierenden Herstellern noch keine Zeile geschrieben..

    Bis dahin:Gute Fahrt!

    • Daishi
    • 26.08.2011 um 19:41 Uhr

    Die Autos dort sind dafür ausgelegt und hier nicht.

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    und zweitens gibt es genügend Gründe, den ökologischen Sinn von E10 in Deutschland in Frage zu stellen.

    und zweitens gibt es genügend Gründe, den ökologischen Sinn von E10 in Deutschland in Frage zu stellen.

  3. sind eben nicht schuld. Schuld sind diejenigen, die den Nichtkauf eines Produktes sanktionieren wollen. Das ist Planwirtschaft in bester DDR Tradition.

    Marktwirtschaft sollte bedeuten, dass man auswählen darf, welches Produkt man nimmt.

    Die Risiken durch E10 sind vorhanden. Es ist z.B. nicht gerade vertrauenserweckend, wenn gewarnt wird, diesen Kraftstoff mehrere Monate im Tank zu haben, denn dann könnten sich Kristalle bilden.

    Das ist doch verderblicher Mist, der nichts in den PKW zu suchen hat.

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  4. und zweitens gibt es genügend Gründe, den ökologischen Sinn von E10 in Deutschland in Frage zu stellen.

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    Antwort auf "........."
  5. Gerade in Brasilien und teilweise in den USA auch, sind die Kraftsstoffsyteme schon länger auf Biosprit vorbereitet.

    Was mir allerdings nicht den Benzinpumpentod bei meinem in den USA erbauten Mobils nach der deutschen Einführung von E5 ersparte - wie auch bei vielen anderen Autobesitzern seinerzeit das große Benzinpumpensterben einsetzte. Und die Dinger sind richtig teuer als Ersatzteil. Einspritzsysteme sind noch ein vielfaches teurer und die realen Aussagen der Hersteller durchaus vieldeutig und zweifelhaft, wobei am Ende der Besitzer immer der Dumme ist.

    Wobei man auch über Sinn, Zweck und Hintergründe der deutschen Einführung des Biosprits trefflich streiten kann.

  6. also wenn ich das noch recht in erinnerung habe, dann hat doch die autolobby in deutschland die verpflichtung auf 120 gr CO2-autos blockiert?!
    als bypass wurde seitens der regierung dann E10 - im ruhpott auch gerne plörre genannte ,-) - 'erfunden' und der schwarzen peter damit weitergeschoben?!

    => zum schluß zahlt ja eh immer der bürger, entweder für die sonst (noch) teureren autos oder demnächst an der tankstelle - zum glück helfen uns da aber die ausländischen autofahrer ,-)))

  7. deutschen Autofahrer den 2%igen Leistungsabfall mental nicht verkraften können. Das kann man doch täglich auf den linken Spuren der Autobahnen beobachten...
    Oder an was liegt es denn sonst dass nur in Deutschland das E10-Chaos herrscht?
    Wer mir erzählen möchte das ausgerechnet die Autos die in Deutschland fahren flächendeckend ungeeignet für E10 sein sollen muss dann auch die offiziellen Zahlen dass es bei 90% keine Bedenken gibt ohne Ausreden erklären.
    http://www.dat.de/e10list...

    #4, ja es ist Planwirtschaft dass man mit Benzin/Diesel zwingend fahren muss und nicht mehr mit dem Holzvergaser darf.
    Die böse Öllobby wieder aber auch... die alle Politiker in der Tasche hat.
    Hat man das nicht auch von der "Atomlobby" behauptet?
    Welche "Planwirtschaft" wird's wohl geben wenn das Öl alle ist? Ach ja, dann "tankt" man am nächsten Windrad - falls der Wind weht.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Seit wann ist der Holzvergaser verboten? Es hat sich im Laufe der Entwicklung halt Benzin und Diesel durchgesetzt, nix anderes! Das ist KEINE Planwirtschaft! Außerdem gibt's auch noch LPG und Erdgas, ist in D (im Gegensatz zu F, NL, B) nur nicht so verbreitet.
    Planwirtschaft ist allerdings das was Bund und EU da mit E10 machen!
    Und Planwirtschaft hat NOCH NIE funktioniert!
    Daß sie es dennoch - und nicht nur in diesem Bereich - wieder versuchen, zeugt nur von der undemokratischen Grundhaltung, bzw. sozialistisch-volkserzieherischen Ideologie, die in sehr vielen Politikerköpfen herrscht!Mappus zeigte es mit seiner Äußerung zum Schweizer Minarettverbot und der Grüne Kisa (München) mit seinem Kommentar zur Erdoganrede bezüglich Sprachkompetenz: „Die deutsche Regierung muss akzeptieren, dass sie daran versagt hat, diese Menschen entsprechend zu erziehen. .."
    Das ist der Geist der dahinter (auch bei E10) steckt: Wir (die Politiker und Bürokraten in EU, Bund und Ländern) allein wissen was für Euch ( immerhin das Volk = der Souverän von dem ALLE Staatsgewalt ausgeht) gut ist! Ihr seid doch viel zu blöd um entscheiden zu dürfen, darum müssen wir euch mit Zuckerbrot und Peitsche erziehen, damit ihr das tut, denkt und sagt (Sarrazin war ein Beispiel dafür wie's läuft) was WIR für richtig halten!
    Ist das Demokratie (EU-Kommission, geplante EU-Wirtschafts"regierung"), wenn ohne demokratische Legitimation und parlamentarische Kontrolle!?

    Seit wann ist der Holzvergaser verboten? Es hat sich im Laufe der Entwicklung halt Benzin und Diesel durchgesetzt, nix anderes! Das ist KEINE Planwirtschaft! Außerdem gibt's auch noch LPG und Erdgas, ist in D (im Gegensatz zu F, NL, B) nur nicht so verbreitet.
    Planwirtschaft ist allerdings das was Bund und EU da mit E10 machen!
    Und Planwirtschaft hat NOCH NIE funktioniert!
    Daß sie es dennoch - und nicht nur in diesem Bereich - wieder versuchen, zeugt nur von der undemokratischen Grundhaltung, bzw. sozialistisch-volkserzieherischen Ideologie, die in sehr vielen Politikerköpfen herrscht!Mappus zeigte es mit seiner Äußerung zum Schweizer Minarettverbot und der Grüne Kisa (München) mit seinem Kommentar zur Erdoganrede bezüglich Sprachkompetenz: „Die deutsche Regierung muss akzeptieren, dass sie daran versagt hat, diese Menschen entsprechend zu erziehen. .."
    Das ist der Geist der dahinter (auch bei E10) steckt: Wir (die Politiker und Bürokraten in EU, Bund und Ländern) allein wissen was für Euch ( immerhin das Volk = der Souverän von dem ALLE Staatsgewalt ausgeht) gut ist! Ihr seid doch viel zu blöd um entscheiden zu dürfen, darum müssen wir euch mit Zuckerbrot und Peitsche erziehen, damit ihr das tut, denkt und sagt (Sarrazin war ein Beispiel dafür wie's läuft) was WIR für richtig halten!
    Ist das Demokratie (EU-Kommission, geplante EU-Wirtschafts"regierung"), wenn ohne demokratische Legitimation und parlamentarische Kontrolle!?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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