Automesse IAA-Spartrends, jetzt bei Ihrem Autohändler

Neue Antriebe stechen aus der Flut der IAA-Neuerungen heraus. Anders als noch vor zwei Jahren sind es nicht nur Messestudien: Viele kommen endlich in die Verkaufsräume.

Die gute Botschaft der 64. Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt: Aus der Fülle der Ankündigungen wird immer mehr Realität. Waren bei der vorherigen IAA vor zwei Jahren neue Antriebsarten fast nur in Studien und Prototypen zu finden, steht jetzt auf der Messe – neben neuen Konzeptfahrzeugen – endlich eine wachsende Vielfalt von Autos, die auf alternative Antriebe setzen und tatsächlich zu kaufen sind.

Erste Dieselhybride aus dem PSA-Konzern

Peugeot 3008 Hybrid4

Peugeot 3008 Hybrid4

Peugeot zum Beispiel hat den alten Gegensatz aufgelöst, nach dem angeblich nur entweder Diesel oder Hybrid möglich ist. Zu aufwändig und zu teuer wäre die Kombination, hieß es lange, und die Autozeitschriften verglichen den Toyota-Hybriden Prius mit einem Golf TDI BlueMotion. Damit ist jetzt Schluss. Gut 34.000 Euro verlangen die Franzosen für den 3008 Hybrid4. Nicht zu viel für ein Auto in dieser Klasse. Der Normverbrauch liegt bei 3,8 Litern Diesel, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm je Kilometer. Und das bei einem großen Van, der den Verbrennungs- mit dem Elektromotor so koppelt, dass auch noch ein Allradantrieb herausspringt.

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Ihm folgen der Peugeot 508 RXH, der formal an die Allroad-Modelle von Audi erinnert, sowie der Citroën DS5 mit dem gleichen Hybridsystem. Was fehlt, ist ein Dieselhybrid aus Deutschland. Etliche Studien wurden auf anderen Messen bereits vorgestellt, zum Beispiel ein Zweizylinder bei VW – außer beim PSA-Konzern ist trotzdem noch nichts zu kaufen.

VW setzt auf Erdgas

Wer einen Volkswagen mit alternativem Antrieb kaufen will, sollte sich die Erdgasmodelle genauer betrachten. Überhaupt: Gas kommt. Immer mehr Autos werden nicht nur als Benziner und Diesel, sondern auch mit den Antriebsarten Erdgas (CNG) oder Autogas (LPG) angeboten. Zwar stellen viele Hersteller beides den Kunden zur Wahl. Aber die Präferenzen sind eindeutig verteilt: Die Wolfsburger bereiten für den gesamten Konzern immer mehr Erdgasautos vor. Der kleine up! kommt damit auf einen rekordverdächtigen CO2-Ausstoß von 79 Gramm pro Kilometer. Die Golf-Klasse folgt bald. Auch Mercedes bevorzugt Erdgas und bietet den E 200 NGT an. Im Fiat- sowie im Hyundai-/Kia-Konzern setzt man dagegen vorwiegend auf Autogas. Zwar kündigen die Italiener auch Erdgasversionen des Fiat Panda und des Punto an, ein genauer Starttermin ist aber unklar.

Opel Ampera als Vorreiter der Plug-In-Hybride

Opel Ampera

Opel Ampera

Klar dagegen ist, dass jetzt die ersten Plug-In-Hybridautos tatsächlich da sind. Diese Wagen koppeln nicht nur einen Verbrennungs- und einen Elektromotor, sie können auch beide betanken. Anders als bisherige Hybridautos, die lediglich mit Benzin befüllt wurden, laden Plug-In-Hybride Strom an der Steckdose für die Batterie und zusätzlich Benzin für den klassischen Tank. Der Opel Ampera ist der erste Vertreter dieser Bauart. Er soll bis zu 80 Kilometer vollelektrisch fahren können, dann schaltet sich der Verbrennungsmotor zu, der vorwiegend die Batterie lädt.

Toyota Prius Plug-In

Toyota Prius Plug-In

Der Preis von fast 43.000 Euro ist noch hoch. Günstiger wird es den Toyota Prius Plug-In geben. Anders als der normale Prius kann er rund 20 Kilometer nur mit Strom fahren. Die Japaner führen hier ihre Politik der permanenten Weiterentwicklung in kleinen Schritten konsequent fort. Die Preise stehen noch nicht fest, es darf aber mit über 30.000 und unter 35.000 Euro gerechnet werden.

Luxusautos, die wenig verbrauchen

Es ist offensichtlich: Die neuen Techniken sind noch vergleichsweise teuer. Der Mehrpreis lässt sich, aus rein ökonomischer Sicht, über den aktuellen Spritpreis derzeit selten kompensieren. Einen Imagegewinn gibt es trotzdem. Das wissen auch die Anbieter von Oberklasse- und Luxusautos. So lässt sich dort, wo es auf den Euro nicht ankommt, besonders viel einsparen. Beispiel Mercedes: Die S-Klasse kostet mit der klassischen Motorisierung, als S500, ab 100.000 Euro, hat inzwischen 320 kW (435 PS) Leistung und spurtet in fünf Sekunden auf Tempo 100. Der Normverbrauch von 9,5 Litern auf 100 Kilometer ist bei diesem Doppelturbo reine Papierform. Besser sieht es beim S250 aus. Der fährt "nur" 240 km/h Spitze, kommt im Labor mit weniger als sechs Litern Diesel aus und nimmt in der Realität nicht plötzlich das Doppelte. Die Kunden kaufen.

Lexus GS 450h

Lexus GS 450h

Der sparsame Luxus wird immer häufiger. Wer es sich leisten kann, wird sich für die frischeste Interpretation des Hybridantriebs im Toyota-Konzern interessieren, den GS 450h der Toyota-Edelmarke Lexus. Bei einer Systemleistung von 252 kW (343 PS) verbraucht er 6,3 Liter Benzin, was 145 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Überhaupt wächst die Zahl der Hybridmodelle bei den Japanern sprunghaft – fast 15 Jahre nach der Einführung des ersten Prius eine gute Nachricht.

 
Leser-Kommentare
  1. gibt es schon seit 2003 in Italien. http://it.wikipedia.org/wiki/Fiat_Panda_(2003)

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    Freier Autor

    Lieber User sololegno,

    danke für Ihren Kommentar!

    Sie haben Recht, der Erdgas-Fiat mit dem Namen Panda Panda ist schon lange auf dem Markt.

    Leider ist nicht sicher, dass Fiat einen Nachfolger dafür bringt - er wäre ein schöner Konkurrent für die Erdgas-Version des VW-Kleinwagens.

    Beste Grüße,

    Christoph Schwarzer

    Freier Autor

    Lieber User sololegno,

    danke für Ihren Kommentar!

    Sie haben Recht, der Erdgas-Fiat mit dem Namen Panda Panda ist schon lange auf dem Markt.

    Leider ist nicht sicher, dass Fiat einen Nachfolger dafür bringt - er wäre ein schöner Konkurrent für die Erdgas-Version des VW-Kleinwagens.

    Beste Grüße,

    Christoph Schwarzer

  2. Freier Autor

    Lieber User sololegno,

    danke für Ihren Kommentar!

    Sie haben Recht, der Erdgas-Fiat mit dem Namen Panda Panda ist schon lange auf dem Markt.

    Leider ist nicht sicher, dass Fiat einen Nachfolger dafür bringt - er wäre ein schöner Konkurrent für die Erdgas-Version des VW-Kleinwagens.

    Beste Grüße,

    Christoph Schwarzer

    Antwort auf "Erdgas-Pandas"
    • checki
    • 16.09.2011 um 9:35 Uhr

    Wir müssen ja reiche im staat haben um solche wahnsinns preise zu bezahlen. mein lieber schwan.

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    Es überrascht mich auch immer wieder die Zulassungszahlen für Fahrzeuge zu sehen und dann solche Preise zu hören. Und ein Peugeot 3008 oder der equivalente VW, Opel etc. sind keine Firmenwagen. Allerdings halte ich die hohe Zahl von Neuwagen auch für typisch deutsch. Da zählt das Auto noch was. Und dafür spart man halt bei den Lebensmitteln. Nicht umsonst haben die meisten Lebensmitteldiscounter wie z.B. Aldi. Lidl, Penny ihren Ursprung in Deutschland.

    Durchschnittlicher PKW-Neuwagenkaufpreis 2010: 24480 Euro!
    http://de.cars.yahoo.com/...

    Da sind natürlich eine Menge Dienstwägen dabei, gekauft von Firmen die seltsamerweise auch immer jammern wie schlecht es ihnen geht wg. hoher Strompreise, böser Gewerkschaften, lästigem Kündigungsschutz usw.

    Allerdings sagt dieser Preis nicht unbedingt alles über den privaten Reichtum hierzulande aus, denn der Deutsche an sich spart zuerst an Essen, an Kindern ("Nein du kannst das Geld für den Schulausflug nicht kriegen, Papi muß noch tanken!"), und selbst ganz zuletzt noch nicht am heiligen St. Auto.
    Was würden denn dann die Nachbarn denken...

    Es überrascht mich auch immer wieder die Zulassungszahlen für Fahrzeuge zu sehen und dann solche Preise zu hören. Und ein Peugeot 3008 oder der equivalente VW, Opel etc. sind keine Firmenwagen. Allerdings halte ich die hohe Zahl von Neuwagen auch für typisch deutsch. Da zählt das Auto noch was. Und dafür spart man halt bei den Lebensmitteln. Nicht umsonst haben die meisten Lebensmitteldiscounter wie z.B. Aldi. Lidl, Penny ihren Ursprung in Deutschland.

    Durchschnittlicher PKW-Neuwagenkaufpreis 2010: 24480 Euro!
    http://de.cars.yahoo.com/...

    Da sind natürlich eine Menge Dienstwägen dabei, gekauft von Firmen die seltsamerweise auch immer jammern wie schlecht es ihnen geht wg. hoher Strompreise, böser Gewerkschaften, lästigem Kündigungsschutz usw.

    Allerdings sagt dieser Preis nicht unbedingt alles über den privaten Reichtum hierzulande aus, denn der Deutsche an sich spart zuerst an Essen, an Kindern ("Nein du kannst das Geld für den Schulausflug nicht kriegen, Papi muß noch tanken!"), und selbst ganz zuletzt noch nicht am heiligen St. Auto.
    Was würden denn dann die Nachbarn denken...

    • 125ml
    • 16.09.2011 um 10:11 Uhr

    Sie können ja auch leasen. ;)

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    ... was an den Preisen änderte.

    ... was an den Preisen änderte.

  3. ... was an den Preisen änderte.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "@checki"
    • checki
    • 16.09.2011 um 10:33 Uhr

    Ich hab mir letztes jahr ein Golf3 gekauft, für 400€, steht da wie neu, hab noch keinen müden € reingestecken müssen ausser Tüv natürlich bestanden ohne mängel, gut ich muß sagen das war ein glückgriff mit dem auto, also warum soll ich so ein fahrzeug lisen.
    Und außer dem warten sie noch ab, in ein paar jahren gibt es noch andere alternative Autos im angebot, dann bekommen sie diese für den halben preis.

  4. Es überrascht mich auch immer wieder die Zulassungszahlen für Fahrzeuge zu sehen und dann solche Preise zu hören. Und ein Peugeot 3008 oder der equivalente VW, Opel etc. sind keine Firmenwagen. Allerdings halte ich die hohe Zahl von Neuwagen auch für typisch deutsch. Da zählt das Auto noch was. Und dafür spart man halt bei den Lebensmitteln. Nicht umsonst haben die meisten Lebensmitteldiscounter wie z.B. Aldi. Lidl, Penny ihren Ursprung in Deutschland.

    Eine Leser-Empfehlung
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    Die sind die Lösung dafür. Das habe ich letztes Jahr erfahren. Damit die Zulassungszahlen stimmen, werden für den Fall, dass noch nicht genug verkauft wurde, ein paar Fahrzeuge am Jahresende zugelassen und dann im kommenden Jahr als Jahreswagen verkauft. Dann stimmen auch die Zahlen wieder. Außerdem fließen in die Zulassungstatistiken ja auch Fahrzeuge von Firmen ein. Gerade Astras, Golfs, Passats usw. machen da viel aus.

    Die sind die Lösung dafür. Das habe ich letztes Jahr erfahren. Damit die Zulassungszahlen stimmen, werden für den Fall, dass noch nicht genug verkauft wurde, ein paar Fahrzeuge am Jahresende zugelassen und dann im kommenden Jahr als Jahreswagen verkauft. Dann stimmen auch die Zahlen wieder. Außerdem fließen in die Zulassungstatistiken ja auch Fahrzeuge von Firmen ein. Gerade Astras, Golfs, Passats usw. machen da viel aus.

  5. Durchschnittlicher PKW-Neuwagenkaufpreis 2010: 24480 Euro!
    http://de.cars.yahoo.com/...

    Da sind natürlich eine Menge Dienstwägen dabei, gekauft von Firmen die seltsamerweise auch immer jammern wie schlecht es ihnen geht wg. hoher Strompreise, böser Gewerkschaften, lästigem Kündigungsschutz usw.

    Allerdings sagt dieser Preis nicht unbedingt alles über den privaten Reichtum hierzulande aus, denn der Deutsche an sich spart zuerst an Essen, an Kindern ("Nein du kannst das Geld für den Schulausflug nicht kriegen, Papi muß noch tanken!"), und selbst ganz zuletzt noch nicht am heiligen St. Auto.
    Was würden denn dann die Nachbarn denken...

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