Verkehrsgeräusch Lizenz zum Lärmen

Die EU strebt neue Lärmgrenzwerte für Autos an. Der Vorschlag missfällt der Bundesregierung: Sie will Ausnahmen für Kraftprotze durchsetzen.

Lärm macht krank: Bei Menschen, die einem Pegel von über 65 Dezibel ausgesetzt sind, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkte deutlich an. Tatsächlich aber ist in Deutschland ein Großteil der Bevölkerung einem höheren Lärmpegel ausgesetzt: Eine aktuelle Datenerhebung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) zeigt, dass in etlichen deutschen Städten Zehntausende Menschen einem Lärmpegel über 70 Dezibel ausgesetzt sind.

Europaweit haben, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge, etwa 210 Millionen Menschen, also 44 Prozent der Bevölkerung, unter gesundheitsgefährdendem Verkehrslärm zu leiden. An den Folgen sterben europaweit pro Jahr etwa 50.000, so die WHO. Dabei haben nationale Parlamente und auch die europäischen Institutionen das Problem Verkehrslärm bereits vor Jahrzehnten erkannt und auf die politische Agenda gesetzt. Schon 1970 legte die damalige EWG, Vorläufer der heutigen EU, Lärmgrenzwerte für Personen- und Lastkraftwagen fest.

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Die definierten Limits wurden im Lauf der Jahre mehrfach gesenkt, zuletzt 1995. Seither liegt der zulässige Geräuschpegel für Pkw bei 74 Dezibel, nur wenige Autos – zum Beispiel Selbstzünder mit Direkteinspritzung – dürfen auch ein Dezibel lauter sein. Viel erreicht hat man mit den Grenzwerten allerdings nicht. Die durchschnittlichen Geräuschemissionen von Pkw blieben einer Untersuchung des Umweltbundesamtes zufolge innerorts unverändert, außerorts bei Fahrten mit konstanten Geschwindigkeiten sind sie sogar leicht gestiegen. Ein Grund: Erfolge der Lärmreduzierung am Antriebsstrang werden ab Fahrgeschwindigkeiten von 40 bis 50 km/h bereits von den Abrollgeräuschen übertönt.

Runter mit dem Grenzwert

Die EU-Kommission will deshalb zum einen das Messverfahren überarbeiten, um reale, innerstädtische Fahrsituationen besser abzubilden. Zum anderen sollen die seit 1995 geltenden Grenzwerte weiter gesenkt werden. Vorgeschlagen wird, den zulässigen Pkw-Lärmpegel ab 2013 um zwei Dezibel herabzusetzen. Das kann nach Einschätzung von Experten bereits mit Hilfe geräuscharmer Reifen erreicht werden, die den ab November 2012 geltenden Grenzwert für Außengeräusche von Reifen einhalten. Ab 2015, so der Vorschlag, soll bei Pkw-Typenzulassungen eine Obergrenze von 68 Dezibel gelten, die dann zwei Jahre später für das breite Feld der Neuwagen verbindlich sein soll. Lediglich Autos mit einem Leistungsgewicht von mehr als 150 Kilowatt pro Tonne (kW/t) dürften ein Dezibel lauter sein.

Die Bundesregierung kann sich mit diesen Vorgaben allerdings nicht anfreunden: Sie hat eilig ein eigenes Positionspapier nach Genf geschickt, wo sich kürzlich Experten der UNECE, der Wirtschaftskommission für Europa bei den Vereinten Nationen, zu Beratungen über künftige Lärmlimits trafen. Zwar ist auch in dem deutschen Papier von 68 Dezibel die Rede – doch dieser Höchstwert solle nicht ab 2015, sondern erst zehn Jahre nach In-Kraft-Treten der neuen Richtlinie verbindlich werden, also frühestens Anfang des nächsten Jahrzehnts.

Gleichzeitig will Berlin umfassende Ausnahmeregelungen für stärker motorisierte Wagen erwirken. Das 68-Dezibel-Limit soll nur für Pkw mit einem Leistungsgewicht von weniger als 120 kW/t gelten, heißt es in dem Positionspapier. Das wäre zwar für das Gros der Kleinwagen und Familienkutschen der Fall, aber ein 6er-BMW mit einem 230 kW starken Motor hätte ein höheres Leistungsgewicht, ebenso ein mit üppigen 173 kW ausgestatteter Golf GTI oder ein Audi Q7, der es mit einem 368 kW-TDI-Motor auf ein Leistungsgewicht von 140 kW/t bringt. Für solche Fahrzeuge möchten die Regierenden in Berlin gern einen Grenzwert von 70 Dezibel durchsetzen. Für Pkw mit einer Motorleistung von mehr als 160 kW/t – etwa einen Porsche 911 Carrera mit 257-kW-Motor (186 kW/t) – will die Bundesregierung zudem kaum eine Reduktion: Hier soll der aktuelle Grenzwert von 74 Dezibel nur auf 73 Dezibel sinken.

"Regierung lässt sich vor den Karren der Automobilindustrie spannen"

Mit dem Vorstoß zieht sich die Regierung die Wut von Umweltverbänden im In- und Ausland zu. "Die an die EU-Kommission übermittelte Position der Bundesregierung trägt wieder einmal die Handschrift des Verbands der Automobilindustrie", wettert der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. "Statt die Bürger zu schützen, bedient die Regierung einseitig vermeintliche Bedürfnisse der Industrie und lässt sich vor den Karren der Automobilindustrie spannen." Ähnlich wird das Berliner Papier vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) bewertet, und auch bei Transport & Environment, einer Dachorganisation ökologisch ausgerichteter Verkehrsverbände in Brüssel, stößt das deutsche Begehren mit Sonderregelungen für automobile Kraftprotze auf harsche Kritik.

Fahrzeuge mit 73 Dezibel werden von Menschen in Straßennähe etwa eineinhalb Mal so laut wahrgenommen wie ein Fahrzeug mit 68 Dezibel, erläutert Gregor Kolbe, Lärmexperte beim VCD. Durch den logarithmischen Aufbau der Dezibel-Skala führt der deutsche Vorschlag laut T&E dazu, dass Sportwagen von Porsche (73 Dezibel) künftig bis zu viermal lauter sein dürften als andere Autos (68 Dezibel), stärker motorisierte 3er-BMW oder Audi A4 (70 Dezibel) dürften noch doppelt so laut sein.

Der Verband der Autoindustrie (VDA) hält dagegen, dass die Klasse mit einem Leitungsgewicht von mehr als 160 kW/t nur einen Marktanteil von noch "zwei bis drei Promille" abbilde. Bei Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, stößt die Initiative der Bundesregierung gleichsam auf Unverständnis: "Hier prescht Frau Merkel wieder einmal vor – wie schon bei den CO2-Grenzwerten – um Schutzräume vor allem für die deutschen Autobauer auszuhandeln", kritisiert Dudenhöffer. "Dabei wäre das gar nicht nötig." Milde Grenzwerte würden Innovationen wie effizientere und leisere Antriebe, die technisch schnell realisierbar wären, unnötig hinauszögern.

 
Leser-Kommentare
  1. Sind nicht die diversen & oft manipulierten Motorräder ein viel größeres - sprich lauteres - Problem ? Hier wird ja oft ganz bewusst auf innerstädtischen Strassen und Boulevards Krach gemacht: guckt mal (hört mal) Mädels & Jungs was ich für ein geiles Teil habe".. Hier gehören mE. dringend mal die Rohre gestopft !

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    auf Landstraßen ist es ein signifikantes Unfallrisiko.
    Schon mehrmals ist es mir passiert, dass ich im Sommer mit offenen Fenster fuhr und so ein Mopedfahrer mich überholte. und wenn so ein Motor ca. 50 cm neben meinem Ohr richtig hochgejagt wird, dann sind die richtig laut. So habe ich mich schon oft tierisch erschreckt.
    Und überholen tun Motorradfahrer grundsätzlich, egal ob es erlaubt ist oder nicht, oder ob sie deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen begehen, völlig egal.

    das problem ist doch nicht, wenn dreimal am Tag EIN lautes Fahrzeug vorbeikommt. Die dauerhafte Lärmbelastung in Städten ist ein echtes Problem. Es gibt kaum noch ruhige Orte. Sogar nachts, wenn Autobahnen oder Güterzüge in der Nähe sind...

    • guiri
    • 04.10.2011 um 11:47 Uhr

    Besonders hervorzuheben sind Roller, v.a. Zweitakter. Diese kleinen Dreck- und Lärmschleudern sind zum einen viel öfters als z.B. Sportwagen oder Harleys anzutreffen und machen zudem mehr Krach und mehr Dreck als irgend ein anderes Gefährt. Ein Roller kann das 100fache an Schadstoff-Ausstoß von modernen PkW haben. Dass diese Dinger fahren dürfen ist kein Randproblem sondern eine signifikante Gesetzteslücke.

    stellen wohl kaum ein Problem dar.
    Wenn ich das schon wieder lese.
    Loud pipes save lives. Wenn ich mir mein Lebenselexier durch euch typisch deutsche Spießbürger verwässern lasse ist Polen offen.
    Holt erstmal die Rentner und Typen mit Handy am Ohr von der Straße. Die bauen die Unfälle. Und die riskanten Überholmanöver sehen nur aus Sicht eines Blechsargs riskant aus.

    auf Landstraßen ist es ein signifikantes Unfallrisiko.
    Schon mehrmals ist es mir passiert, dass ich im Sommer mit offenen Fenster fuhr und so ein Mopedfahrer mich überholte. und wenn so ein Motor ca. 50 cm neben meinem Ohr richtig hochgejagt wird, dann sind die richtig laut. So habe ich mich schon oft tierisch erschreckt.
    Und überholen tun Motorradfahrer grundsätzlich, egal ob es erlaubt ist oder nicht, oder ob sie deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen begehen, völlig egal.

    das problem ist doch nicht, wenn dreimal am Tag EIN lautes Fahrzeug vorbeikommt. Die dauerhafte Lärmbelastung in Städten ist ein echtes Problem. Es gibt kaum noch ruhige Orte. Sogar nachts, wenn Autobahnen oder Güterzüge in der Nähe sind...

    • guiri
    • 04.10.2011 um 11:47 Uhr

    Besonders hervorzuheben sind Roller, v.a. Zweitakter. Diese kleinen Dreck- und Lärmschleudern sind zum einen viel öfters als z.B. Sportwagen oder Harleys anzutreffen und machen zudem mehr Krach und mehr Dreck als irgend ein anderes Gefährt. Ein Roller kann das 100fache an Schadstoff-Ausstoß von modernen PkW haben. Dass diese Dinger fahren dürfen ist kein Randproblem sondern eine signifikante Gesetzteslücke.

    stellen wohl kaum ein Problem dar.
    Wenn ich das schon wieder lese.
    Loud pipes save lives. Wenn ich mir mein Lebenselexier durch euch typisch deutsche Spießbürger verwässern lasse ist Polen offen.
    Holt erstmal die Rentner und Typen mit Handy am Ohr von der Straße. Die bauen die Unfälle. Und die riskanten Überholmanöver sehen nur aus Sicht eines Blechsargs riskant aus.

    • Gafra
    • 04.10.2011 um 10:11 Uhr

    nee, ich schreib's nicht.
    Noch alles was ihr die Autoindustrie aufträgt, führt sie brav aus. Wissmann hat ja vorgemacht, wie man schöne Posten ergattert nach der Regierungsfron!
    Da wird mit Abgaswerten getrickst und dann soll man weiterhin dieses präpotente Gehabe mit maximaler Belästigung und Gefährdung ertragen, weil die Geräuschdesigner dem SUV- und Motorrad-Besitzer mit dem Lärmpegel eine Potenz andichten, deren Beweis er offenbar an anderer Stelle, z.B. der geistigen, schuldig bleibt.

    15 Leser-Empfehlungen
  2. Wie immer im Kampf dafür mit neuen Regeln ein gleichgeschaltetes Europa zu schaffen. Ich frage mich wann diese Herrschaften in Brüssel endlich darauf kommen dass 99% aller Erkrankungen mit der Geburt ausgelöst werden.
    Dieser eurokratische Vorschriftenwahn ist einfach abstoßend.

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    • 2eco
    • 04.10.2011 um 10:22 Uhr

    Woher haben Sie Ihre Zahl, dass 99% aller Krankheiten schon bei Geburt ausgelöst werden? Informieren Sie sich bitte, bevor Sie mit Ihrem nicht vorhandenen Wissen solche Aussagen treffen.

    Lärm macht krank, das ist bewiesen und selbst für den Laien logisch nachvollziehbar.

    ...die Überarbeitung der Lärmvorschriften ist dringend nötig, nicht nur für PKW, auch Motorräder/roller, Rasenmäher und diverse andere stinkende Zweitakter sind eine Zumutung in einem dicht besiedelten Land wie D.

    Die absolut zulässige Frage ist jedoch: warum brauchen wir dazu die EU? Wieso spielt unsere Regierung (mal wieder) den Bremser?

    Aber da steht ja "die EU Komission plant" vielleicht ist das ja auch nur ein Buhlen um die finanzkräftige Aufmerksamkeit der Konzerne und am Ende plumpst sowas raus, wie das Glühbirnenverbot. Es kreiste der Berg... und gebahr eine Maus. Oder es geht nur darum proEU Stimmung zu verbreiten und dann hört man nie wieder was davon. Mal abwarten.

    > Dieser eurokratische Vorschriftenwahn ist einfach abstoßend

    Absoluter Blödsinn. Sieht ja nicht so aus, als ob unsere Regierung Willens wäre, unsere Gesundheit zu schützen. Von daher kann man nur froh sein, dass in diesem Falle der Lobbyismus in Brüssel offensichtlich weniger stark ausgeprägt ist, als in Deutschland.

    Traurig.

    Blablabla. Im Zweifel ist immer die EU schuld. Manche Dinge werden auch nicht dadurch wahrer, indem man sie immer wiederholt.

    Es wird Zeit, die Lärmgrenzwerte zu senken. Dies gilt insbesondere AUCH für Motorräder. Mit welchem Recht Motorradfahrer meinen, sie müssen laut durch die Gegend knattern und dies relativ folgenlos, erschließt sich mir nicht. Technisch ist es schon heute möglich, den Lärm bei Motorrädern auf ein Minimum zu reduzieren. Technisch müsste es auch möglich sein, dies bei PKW´s zu tun.

    Wer übrigens einmal am Wochenende in den Harz oder in die Eifel gefahren ist, um sich zu erholen, kommt oft gestresster nach Hause als er hingekommen ist. Ein einziges Geknatter und Gröhre durch Motorradfahrer, die ein wenig auf Kosten der Natur und Ruhe durch die Gegend cruisen wollen. Schön, wenn man seinen Spaß auf Kosten der anderen hat.

    • 2eco
    • 04.10.2011 um 10:22 Uhr

    Woher haben Sie Ihre Zahl, dass 99% aller Krankheiten schon bei Geburt ausgelöst werden? Informieren Sie sich bitte, bevor Sie mit Ihrem nicht vorhandenen Wissen solche Aussagen treffen.

    Lärm macht krank, das ist bewiesen und selbst für den Laien logisch nachvollziehbar.

    ...die Überarbeitung der Lärmvorschriften ist dringend nötig, nicht nur für PKW, auch Motorräder/roller, Rasenmäher und diverse andere stinkende Zweitakter sind eine Zumutung in einem dicht besiedelten Land wie D.

    Die absolut zulässige Frage ist jedoch: warum brauchen wir dazu die EU? Wieso spielt unsere Regierung (mal wieder) den Bremser?

    Aber da steht ja "die EU Komission plant" vielleicht ist das ja auch nur ein Buhlen um die finanzkräftige Aufmerksamkeit der Konzerne und am Ende plumpst sowas raus, wie das Glühbirnenverbot. Es kreiste der Berg... und gebahr eine Maus. Oder es geht nur darum proEU Stimmung zu verbreiten und dann hört man nie wieder was davon. Mal abwarten.

    > Dieser eurokratische Vorschriftenwahn ist einfach abstoßend

    Absoluter Blödsinn. Sieht ja nicht so aus, als ob unsere Regierung Willens wäre, unsere Gesundheit zu schützen. Von daher kann man nur froh sein, dass in diesem Falle der Lobbyismus in Brüssel offensichtlich weniger stark ausgeprägt ist, als in Deutschland.

    Traurig.

    Blablabla. Im Zweifel ist immer die EU schuld. Manche Dinge werden auch nicht dadurch wahrer, indem man sie immer wiederholt.

    Es wird Zeit, die Lärmgrenzwerte zu senken. Dies gilt insbesondere AUCH für Motorräder. Mit welchem Recht Motorradfahrer meinen, sie müssen laut durch die Gegend knattern und dies relativ folgenlos, erschließt sich mir nicht. Technisch ist es schon heute möglich, den Lärm bei Motorrädern auf ein Minimum zu reduzieren. Technisch müsste es auch möglich sein, dies bei PKW´s zu tun.

    Wer übrigens einmal am Wochenende in den Harz oder in die Eifel gefahren ist, um sich zu erholen, kommt oft gestresster nach Hause als er hingekommen ist. Ein einziges Geknatter und Gröhre durch Motorradfahrer, die ein wenig auf Kosten der Natur und Ruhe durch die Gegend cruisen wollen. Schön, wenn man seinen Spaß auf Kosten der anderen hat.

    • 2eco
    • 04.10.2011 um 10:17 Uhr

    Bevor man sich Gedanken über 3-4 db bei Neuwagen Gedanken macht, sollte man erst einmal die wahren Lärmquellen im Straßenverkehr eliminieren.

    Mir ist jeder Porsche lieber, als ein 25er Roller. Wo wir schon mal bei den Zweirädern sind. Wieso haben Motorräder ein Monopol darauf besonders laut zu sein? Es gibt fast kein Motorrad, welches mit der Lautstärke eines Pkw mithalten kann.

    Ebenfalls verbieten müsste man sämtliche Tuning-Abgasanlagen, welche einen 45 PS Kleinwagen, schon im Leerlauf unerträglich laut machen.

    17 Leser-Empfehlungen
  3. muss auch so klingen.

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    Autos sollten endlich als das wahrgenommen werden, was sie eigentlich primär sind: Geräte zum Transportieren von Menschen und Gegenständen. Autos sind keine Ego-Trip-Maschinen, sondern Werkzeuge. Fahrspaß ist schön, aber sekundär. Und der Fahrspaß hängt auch eher am Fahrverhalten des Autos als am Geräusch, das hinten rauskommt.

    Bei fetten Autos darf die Tür mit einem schönen, satten Geräusch ins Schloss fallen, wie das ein Kleinwagen nie hinkriegen würde. Aber beim Fahren sollte es nicht lauter sein als eine beliebige billige Zwiebacksäge. Das Röhren von Porsche, Ferrari u.ä. finde ich sowieso eher peinlich. Der alte Peugeot des Nachbarn hat ähnlich geklungen, als der Auspuff durchgerostet war. Das klingt nicht fett, sondern lächerlich.

    Wer’s ohne Röhren gar nicht kann, kann sich sicher ein künstlich aufgehübschtes Motorgeräusch über die Lautsprecher in die Ohren blasen lassen. Dann hat der Fahrer seinen geilen Sound und die Umwelt ihre Ruhe.

    ... Fettkloß, der drinsitzt, sich auch möglichst "sportlich" vorkommt, wenn er auf Gas tritt ...
    Warum Motorräder von solchen Regelungen ausgenommen bleiben, ist mir ja weiterhin ein Rätsel, es müssen doch auch die Fahrer geschützt werden, die während der Fahrt Ohrstöpsel tragen müssen (doch, die gibt es!), damit sie nicht von ihrem eigenen Krach taub werden.

    Autos sollten endlich als das wahrgenommen werden, was sie eigentlich primär sind: Geräte zum Transportieren von Menschen und Gegenständen. Autos sind keine Ego-Trip-Maschinen, sondern Werkzeuge. Fahrspaß ist schön, aber sekundär. Und der Fahrspaß hängt auch eher am Fahrverhalten des Autos als am Geräusch, das hinten rauskommt.

    Bei fetten Autos darf die Tür mit einem schönen, satten Geräusch ins Schloss fallen, wie das ein Kleinwagen nie hinkriegen würde. Aber beim Fahren sollte es nicht lauter sein als eine beliebige billige Zwiebacksäge. Das Röhren von Porsche, Ferrari u.ä. finde ich sowieso eher peinlich. Der alte Peugeot des Nachbarn hat ähnlich geklungen, als der Auspuff durchgerostet war. Das klingt nicht fett, sondern lächerlich.

    Wer’s ohne Röhren gar nicht kann, kann sich sicher ein künstlich aufgehübschtes Motorgeräusch über die Lautsprecher in die Ohren blasen lassen. Dann hat der Fahrer seinen geilen Sound und die Umwelt ihre Ruhe.

    ... Fettkloß, der drinsitzt, sich auch möglichst "sportlich" vorkommt, wenn er auf Gas tritt ...
    Warum Motorräder von solchen Regelungen ausgenommen bleiben, ist mir ja weiterhin ein Rätsel, es müssen doch auch die Fahrer geschützt werden, die während der Fahrt Ohrstöpsel tragen müssen (doch, die gibt es!), damit sie nicht von ihrem eigenen Krach taub werden.

    • 2eco
    • 04.10.2011 um 10:22 Uhr

    Woher haben Sie Ihre Zahl, dass 99% aller Krankheiten schon bei Geburt ausgelöst werden? Informieren Sie sich bitte, bevor Sie mit Ihrem nicht vorhandenen Wissen solche Aussagen treffen.

    Lärm macht krank, das ist bewiesen und selbst für den Laien logisch nachvollziehbar.

    Antwort auf "Wieder mal die EU"
  4. schwere Körperverletzung!
    Das weiß jeder sensible Laie und jeder Fachmann, der nicht von der Kraftfahrzeugindustrie oder den Luftverkehrsgesellschaften gekauft ist.
    Aber ...
    ... von wem bekommen "unsere" Abgeordneten "Honorare" von zigtausenden Euros für läppische "Vorträge", die sie "neben" ihrer Abgeordnetentätigkeit halten?
    Und von wem bekommen sie fette "Beraterverträge" oder "Spitzenpositionen" nach ihrer Amtszeit?
    Von den lärmkranken Bürgern?
    Nee.
    Noch weitere Fragen?

  5. Autos sollten endlich als das wahrgenommen werden, was sie eigentlich primär sind: Geräte zum Transportieren von Menschen und Gegenständen. Autos sind keine Ego-Trip-Maschinen, sondern Werkzeuge. Fahrspaß ist schön, aber sekundär. Und der Fahrspaß hängt auch eher am Fahrverhalten des Autos als am Geräusch, das hinten rauskommt.

    Bei fetten Autos darf die Tür mit einem schönen, satten Geräusch ins Schloss fallen, wie das ein Kleinwagen nie hinkriegen würde. Aber beim Fahren sollte es nicht lauter sein als eine beliebige billige Zwiebacksäge. Das Röhren von Porsche, Ferrari u.ä. finde ich sowieso eher peinlich. Der alte Peugeot des Nachbarn hat ähnlich geklungen, als der Auspuff durchgerostet war. Das klingt nicht fett, sondern lächerlich.

    Wer’s ohne Röhren gar nicht kann, kann sich sicher ein künstlich aufgehübschtes Motorgeräusch über die Lautsprecher in die Ohren blasen lassen. Dann hat der Fahrer seinen geilen Sound und die Umwelt ihre Ruhe.

    11 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Ein fetter Wagen"
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    • Gafra
    • 04.10.2011 um 10:47 Uhr

    dass alle, alle ihn hören und denken "Boah, muss das ein toller Typ sein?!" Drum wird ihm die Selbstbefriedigung nicht reichen, obwohl diese Röhrerei nichts anderes ist als öffentliche Onanie!

    • Gafra
    • 04.10.2011 um 10:47 Uhr

    dass alle, alle ihn hören und denken "Boah, muss das ein toller Typ sein?!" Drum wird ihm die Selbstbefriedigung nicht reichen, obwohl diese Röhrerei nichts anderes ist als öffentliche Onanie!

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