"Der Alltagsbetrieb lässt sich schon mit den jetzigen Akku-Reichweiten locker bestreiten"
ZEIT ONLINE: Wann werden die Preise für den teuren Akku so stark sinken, dass sich der Kaufpreis des Fahrzeugs dem von Verbrennern nähert?
Sigl: Die Akkupreise fallen schon kräftig. Vor zwei Jahren kostete eine Kilowattstunde Kapazität zwischen 800 und 1.000 Euro, heute sind wir bei rund 300 Euro. In zwei Jahren werden wir, Experten zufolge, bei 170 bis 200 Euro liegen – und das ist noch lange nicht das Ende.
ZEIT ONLINE: Neben dem Preis schreckt viele Autofahrer die Reichweite ab. Werden Akkus mit Reichweiten, wie sie Autos mit Verbrenner bieten, überhaupt jemals realistisch?
Sigl: Die Batterien werden ständig besser. Schon im nächsten Jahr werden Fahrzeuge kommen, die ohne Probleme 300 Kilometer und mehr pro Akkuladung zurücklegen. Aber an sich reden wir hier nicht über ein technisches, sondern ein gesellschaftliches Problem. 80 Prozent der Alltagsfahrten liegen bei 30 und 50 Kilometern. Der Alltagsbetrieb lässt sich also schon mit den jetzigen Akku-Reichweiten von 150 Kilometern locker bestreiten. Wer aus beruflichen Gründen im Monat 5.000 Kilometer fahren muss, kann auf Elektroautos mit zusätzlichem Verbrennungsmotor zurückgreifen.
ZEIT ONLINE: Die Reichweite würde sich auch erhöhen, wenn man die Motorleistung drücken könnte – was wiederum mit dem Fahrzeuggewicht zusammenhängt. Werden wir uns von den tonnenschweren Autos verabschieden müssen?
Sigl: Um Leichtbauweise kommen wir nicht herum. Aber am Ende bestimmt der Kunde, was verkauft wird. Das sehen wir an dem anhaltenden Boom der SUV. Die bekommen wir in Deutschland ganz sicher nicht von heute auf morgen von der Straße. Und in anderen Ländern werden weiterhin große Autos nachgefragt – schauen Sie nur nach China. Man kann natürlich auch daran arbeiten, das Gewicht der SUV zu senken.
Aber um den Leichtbau wird ein zu großer Hype gemacht. Er allein wird unsere Probleme nicht lösen. Auch der Antrieb muss effektiver werden. Entscheidend ist, dabei technologieoffen zu agieren: die Akkus verbessern, Elektromotoren effizienter machen, ebenso den Verbrenner, und dazu an der Entwicklung der Brennstoffzelle arbeiten. Deutschland kann es sich nicht leisten, in irgendeiner Technologie nicht ganz vorn dabei zu sein.
Anmerkung: Die Akkukapazität wird in Kilowattstunden angegeben. Die ursprünglich im Interview verwendete Einheit Kilowatt wurde korrigiert.
- Datum 05.10.2011 - 18:36 Uhr
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"Wir rechnen 2020 mit fünf Millionen Elektroautos"
Bis dahin ist es sowieso nichts mehr wert.
In 2020 könnt ihr dann selber mit eurem Primitive veraltete Technik rumkutchieren.In anderen Ländern werden vielleicht bis dahin Autos schon Fliegen lernen.
...wohin, wielange und womit? Fahren abschaffen durch Umorganisation von Berufs-und Privatwelt, stattdessen die ersparten Kosten und Zeit in Sinnvolleres stecken.
"Schon der heute zur Verfügung stehende Strom aus erneuerbaren Quellen würde für die E-Fahrzeuge reichen."
Nur wär er dann verbraucht und würde Öko-Strom Käufern anderswo fehlen.
Auch wenn man munter erst noch zu realisierende Entwicklungen runterschnurrt, als wären die heute schon Geschäftsgrundlage - im Moment sehe ich kein konkurrenzfähiges E-Auto, schon gar nicht aus deutscher Fertigung. Statt zukunftsorientierte Jubelarien zu singen könnte der Verbanschef (Lobbyist) sich ja einmal kritisch mit diesem Stand der Dinge befassen.
Im Übrigen wird es bessere Verkehrs- und Mobilitätskonzepte brauchen als die reine Fortsetzung des totalen Individualverkehrs mit neuen Medien.
... angesichts der proliferierenden Prophetie in Sachen E-Mobilität eigentlich mit einer Kaffeesatzfabrik ziemlich gute Geschäfte machen können.
Wie wußte schon Niels Bohr: "Vorhersagen sind immer schwierig, vor allem über die Zukunft."
Nun, im nächsten Fünf-Jahresplan wird den E-Cars 20 Milliarden Steuergeld zugeteilt, die ECB druckt, wenn nötig Geld, im Sozialismus der Eudssr ist Zukunft ausgeschlossen, denn es herrscht der Zuteilungsplan. Genosse keine Sorge es ist alles geplant.
Nun, im nächsten Fünf-Jahresplan wird den E-Cars 20 Milliarden Steuergeld zugeteilt, die ECB druckt, wenn nötig Geld, im Sozialismus der Eudssr ist Zukunft ausgeschlossen, denn es herrscht der Zuteilungsplan. Genosse keine Sorge es ist alles geplant.
Ersten ist der Opel Ampera kein reines Elektro-Auto und zweitens muss man rechnen ...
Opel Ampera 42.900 Euro
http://www.autobild.de/ar...
Volvo V60 27.864 Euro (gleiche PS-Klasse)
http://www.autohaus24.de/neuwagen-kaufen/volvo/v60/kombi/modelle#!s2;cid=;dc=5;tl=Kinetic
Differenz rund 15.000 Euro
Bei einem Preis von 1,55 Liter Super und einem Verbrauch von 8 L/100 km sind das 0,124 Euro pro Kilometer. Für 15.000 Euro kann man rund 121.000 km fahren.
...das ist aber noch nicht alles:
Hinzu kommen noch die fehlenden Verschleißteile
und die Tatsache, dass der Sprit in wenigen Jahren
unbezahlbar sein wird. (Stichwort "Peak-Oil")
Würde hierzu zu gerne mal eine umfassende
Vollkostenrechnung sehen.
Ich würde sie selber machen, aber ich fahre lieber
Fahrrad...
Gruß
S_R
das ganze doch bitte einmal mit Benzinpreisen von 2 € , 3 €, 5€ durch.
Oder mit dynamischen Preissteiergungsraten pro Jahr von 5% für Benzin und 3% für Strom.
Die technologischen Voraussetzungen zeigen doch, dass es im Akkubau und beim Bau von Emobilen zu Kostensenkungen kommen wird - zumindest zeigen alle Erfahrungen daraufhin.
Natürlich wird es auch im normalen Autobau kostensenkende Effekte geben, allerdings ist der Benzingpreis ein großes Thema UND die große bereits produzierte Masse an normalen Autos.
Der Lernkurveneffekt tritt mit der kummulierten Menge ein, daher verändert sich die kummulierte Menge im normalen Fahrzeugbau nur leicht, im E-Autobereich jedoch stark.
Weitere wichtige Themen sind natürlich neue Formen der Mobilität und andere Mobilitätssysteme. Das fliegende Fortbewegungsmittel ist ein Thema, oder andere Straßen und Schienensysteme (z.B. schwebende Autobahnen mit Leittechnik?)
Das Lenken per Lenkrad und das Fahren auf Autobahnen scheint mir keine effiziente Lösung für die Mobilität von morgen in Städten zu sein.
wenn man den Strom selbst erzeugt...
...das ist aber noch nicht alles:
Hinzu kommen noch die fehlenden Verschleißteile
und die Tatsache, dass der Sprit in wenigen Jahren
unbezahlbar sein wird. (Stichwort "Peak-Oil")
Würde hierzu zu gerne mal eine umfassende
Vollkostenrechnung sehen.
Ich würde sie selber machen, aber ich fahre lieber
Fahrrad...
Gruß
S_R
das ganze doch bitte einmal mit Benzinpreisen von 2 € , 3 €, 5€ durch.
Oder mit dynamischen Preissteiergungsraten pro Jahr von 5% für Benzin und 3% für Strom.
Die technologischen Voraussetzungen zeigen doch, dass es im Akkubau und beim Bau von Emobilen zu Kostensenkungen kommen wird - zumindest zeigen alle Erfahrungen daraufhin.
Natürlich wird es auch im normalen Autobau kostensenkende Effekte geben, allerdings ist der Benzingpreis ein großes Thema UND die große bereits produzierte Masse an normalen Autos.
Der Lernkurveneffekt tritt mit der kummulierten Menge ein, daher verändert sich die kummulierte Menge im normalen Fahrzeugbau nur leicht, im E-Autobereich jedoch stark.
Weitere wichtige Themen sind natürlich neue Formen der Mobilität und andere Mobilitätssysteme. Das fliegende Fortbewegungsmittel ist ein Thema, oder andere Straßen und Schienensysteme (z.B. schwebende Autobahnen mit Leittechnik?)
Das Lenken per Lenkrad und das Fahren auf Autobahnen scheint mir keine effiziente Lösung für die Mobilität von morgen in Städten zu sein.
wenn man den Strom selbst erzeugt...
... aber auf die deutschen Autobauer würde ich mich nicht so verlassen, was Elektro & Hybrid angeht.
Elektromobilität geht nicht nur mit Akkus! Das Brennstoffzellenprojekt von Daimler halte ich für viel zukunftsträchtiger, und Daimler ist nun mal deutscher Hersteller. Der Zeitrahmen bis zur Alltagsreife dürfte dabei nur durch den Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes begrenzt werden.
Die Vorteile von Brennstoffzellen sind zwar unbestritten, aber diese Technik hat ähnliche Probleme, wie die Elektrofahrzeuge:
- Reichweite: 100km (bedingt durch die sehr geringe Dichte von
Wasserstoff)
- Betankungszeit: 10-20 Minuten
- Preis: teuer, durch erhöhtem Einsatz von Edelmetallen, wie
Platin
- Kosten: teurer Wasserstoff (4-mal teurer als Benzin)
- hoher Energieverlust, durch Elektrolyse
Quelle: http://www.mariengymnasiu... ; "Who killed the electric car" (Chris Paine)
Die Vorteile von Brennstoffzellen sind zwar unbestritten, aber diese Technik hat ähnliche Probleme, wie die Elektrofahrzeuge:
- Reichweite: 100km (bedingt durch die sehr geringe Dichte von
Wasserstoff)
- Betankungszeit: 10-20 Minuten
- Preis: teuer, durch erhöhtem Einsatz von Edelmetallen, wie
Platin
- Kosten: teurer Wasserstoff (4-mal teurer als Benzin)
- hoher Energieverlust, durch Elektrolyse
Quelle: http://www.mariengymnasiu... ; "Who killed the electric car" (Chris Paine)
...das ist aber noch nicht alles:
Hinzu kommen noch die fehlenden Verschleißteile
und die Tatsache, dass der Sprit in wenigen Jahren
unbezahlbar sein wird. (Stichwort "Peak-Oil")
Würde hierzu zu gerne mal eine umfassende
Vollkostenrechnung sehen.
Ich würde sie selber machen, aber ich fahre lieber
Fahrrad...
Gruß
S_R
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