Alternativer Antrieb Elektrisch fahren im Doking oder ё-Auto
Fast alle großen Autofirmen kündigen neue Elektroautos an. Doch sie müssen Konkurrenz fürchten: Kleine, unbekannte Unternehmen basteln an Alternativen.
© ё-Auto

Das Modell ё-crossover des russischen Autoherstellers ё-Auto
Ob BMW i3, Renault Fluence Z.E. oder Opel Ampera und Chevrolet Volt: Die großen Autohersteller stehen mit ihren in Kürze verfügbaren oder zumindest angekündigten Elektrofahrzeugen im Mittelpunkt des Geschehens. Doch daneben beschäftigen sich auch einige noch unbekannte Unternehmen mit dem elektrischen Antrieb im Auto – von der breiten Öffentlichkeit kaum bemerkt.
So macht etwa in Russland ё-Auto, ausgesprochen Jo-Auto, auf sich aufmerksam. Die Firma unter der Aufsicht von Milliardär Michail Prochorow, einem der reichsten Menschen der Erde, wollte ein ausfallsicheres und wirtschaftlich modernes Fahrzeug entwickeln, das die neuen technischen Möglichkeiten nutzt. Herausgekommen ist das Modell ё-crossover, ein allradangetriebenes Hybridauto.
Der 45 kW (60 PS) starke Verbrennungsmotor wird sowohl mit Benzin als auch mit Erdgas betrieben, der Elektromotor dient vor allem zur Unterstützung während der Beschleunigungsphasen. Rein elektrisch kann das ё-crossover lediglich zwei Kilometer zurücklegen. Die Höchstgeschwindigkeit des Autos liegt bei 130 km/h, bei vollem Tank soll die Reichweite 700 Kilometer betragen.
Wie bei nahezu allen Elektroautos wird der Stromspeicher durch Rekuperation in den Bremsphasen wieder aufgefüllt. Das Besondere an dem Fahrzeug ist nach Angaben des russischen Herstellers aber die Art des Energiedepots: An Stelle von Batterien kommen Superkondensatoren zum Einsatz. Sie sollen eine längere Lebensdauer haben, leichter sein als Batterien und somit die Kosten des Gesamtfahrzeugs stark reduzieren. Gleichzeitig könnten sie schneller Ladung aufnehmen und auch wieder abgeben, heißt es bei ё-Auto.
Den Preis des zweifarbigen Fahrzeugs beziffert der Hersteller auf 8.500 bis 12.000 Euro. Mit Fertigstellung des Werks Ende 2012 sollen bereits die ersten russischen Hybridautos an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Doch ob sie jemals in Deutschland erhältlich sein werden, ist noch unklar. Um auch in West- und Mitteleuropa verkauft werden zu können, müssten ABS und ESP serienmäßig sein. Als Zusatzausstattung werden Klimaanlage, Sitzheizung oder Rückfahrkamera angeboten, was natürlich den Preis nach oben treibt.
Kroatischer Elektroflitzer
Aus Kroatien kommt derweil der Doking XD, dessen Wurzeln im militärischen Einsatz liegen. Die Firma Doking entwickelt in erster Linie elektrisch angetriebene Minenräum-Fahrzeuge und hat nun ihr Wissen für den Bau eines Kleinstwagens mit Elektroantrieb genutzt. Firmengründer Vjekoslav Majetić hat sich nach eigener Auskunft mit dem 2,85 Meter kurzen Stadtflitzer "einen Traum verwirklicht". Der Prototyp bietet Platz für drei Insassen und auf den ersten Blick ähnelt er sehr dem Smart Fortwo. Aber die nach oben öffnenden Flügeltüren heben den XD vom Smart ab.
Den Kleinwagen hat Doking in zwei Varianten konzipiert: als XD2 und als XD4. Der Unterschied ist bereits im Namen verborgen. Der XD2 wird von zwei Elektromotoren mit je 45 kW (60 PS) Leistung angetrieben, der XD4 von vier. Damit verfügt der XD2 über 90 kW (120 PS) und ein maximales Drehmoment von 360 Newtonmetern, der XD4 über 180 kW (240 PS) und 720 Newtonmeter. So bewältigt der schwächer motorisierte XD den Sprint von null auf 100 km/h in 7,5 Sekunden, der kräftigere XD4 braucht dafür 4,2 Sekunden. Der XD2 wiegt 1,2 Tonnen, der XD4 ist 100 Kilogramm schwerer.
Doking setzt auf Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus mit einer Kapazität von 33 kWh. Eine Ladung soll bei einer stadttypischen Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h für 220 bis 250 Kilometer reichen. Auf der Autobahn mit 120 km/h im Schnitt sollen immerhin noch gut 100 Kilometer zu schaffen sein. An der Haushaltssteckdose ist der Akku innerhalb von acht Stunden wieder komplett aufgeladen, bei Starkstromaufladung ist das Auto bereits nach drei Stunden wieder fahrbereit. Wann der erste Kunde einen kroatischen Stromer bekommen kann, steht allerdings noch nicht fest. Über Preise wird ebenfalls noch geschwiegen.
- Datum 19.11.2011 - 19:18 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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für ein Auto. Ganz ohne Diamantenfinish oder so.
Auch wenn die hier präsentierten Modelle wohl kurzfristig weder auf dem Westeuropäischen Automarkt erhältlich sein werden, noch in direkter Konkurrenz zu den E-Modellen der "Großen" stehen, so ist doch jede Steigerung des Wettbewerbs in diesem Segment willkommen. Wenn dieser Wettbewerb aus dem Untergrund entsprechend ernst genommen wird (wozu man raten sollte), dann könnte das förderlich sein für eine kosteneffiziente, qualitative und vor allem zügige Weiterentwicklung der Mobilität auf Grundlage erneuerbarer Energien/Elektromobilität.
Seit Jahren werden Elektroautos von irgendwelchen obskuren Herstellern angekündigt. Bisher sind die selten über einige Prototypen hinaus gekommen.
Meist sind sie an der Realität gescheitert, weil die Stromer eben doch nicht so wettbewerbsfähig sind. Denn die Kunden wollen zwar saubere Autos, aber ohne Abstriche bei Komfort, Reichweite und Geschwindigkeit.
Gleichzeitig scheint es schwer zu sein Konzepte für eine funktionierende Infrastruktur zu entwickeln. Denn die wenigsten werden eine Steckdose vor der Tür haben.
Das ist der Opel/GM Ansatz nicht so schlecht. Ein eingebauter Stromgenerator macht unabhängig. Ich frage mich allerdings warum das Ding dafür einen 82 PS Benzinmotor benötigt!?
Wie können Elektroautos umweltfreundlich sein, wenn der Strom dafür weiterhin aus Kohle und Kernkraft gewonnen wird?
Elektroautos können dann umweltfreundlich sein, wenn der Strom eben nicht mehr aus Kohle und Kernkraft gewonnen wird. Wenn man jetzt mit den Elektroautos wartet, bis die Umstellung abgeschlossen ist, kann man ewig warten, weil die Umstellung dann vermutlich gar nicht kommt.
Man mag sich drüber ärgern, aber die Tatsache, dass jetzt ernsthaft Elektroautos entwickelt und angeboten werden, verschafft der Umstellung auf die erneuerbaren Energien mehr Drive und auch mehr "Glaubwürdigkeit". Audi investiert in Windparks u.a. zur Erzeugung von Methangas. BMW baut vier Windkraftwerke aufs Werksgelände in Leipzig, um die Produktion ihrer Elekrofahrzeuge CO2 neutral zu machen. Usw. usf.
Dass Anspruch und Wirklichkeit am Anfang nicht sofort zusammenpassen, muss man halt mal aushalten können. Seien wir doch froh, dass sich überhaupt etwas bewegt.
Die Vorteile eines Elektroantriebs liegen vor allem im möglichen Wirkungsgrad, der deutlich über dem des Verbrennungsmotots liegt.
Die Effizienz der verfügbaren, sehr guten Verbrennungsmotoren liegt schon sehr nah am maximal Möglichen(theoretisch vorgegeben durch Carnot), wohingegen elektrifizierte Antriebssysteme (inklusive Motor, Akku etc) noch viel Spielraum nach oben haben. Selbst wenn die Energie also aus Kohle kommen sollte, kann sie viel effizienter (sprich mit weniger effektiver Treibhausgasemission pro gefahrenem Kilometer) ausgenutzt werden.
Elektroautos können dann umweltfreundlich sein, wenn der Strom eben nicht mehr aus Kohle und Kernkraft gewonnen wird. Wenn man jetzt mit den Elektroautos wartet, bis die Umstellung abgeschlossen ist, kann man ewig warten, weil die Umstellung dann vermutlich gar nicht kommt.
Man mag sich drüber ärgern, aber die Tatsache, dass jetzt ernsthaft Elektroautos entwickelt und angeboten werden, verschafft der Umstellung auf die erneuerbaren Energien mehr Drive und auch mehr "Glaubwürdigkeit". Audi investiert in Windparks u.a. zur Erzeugung von Methangas. BMW baut vier Windkraftwerke aufs Werksgelände in Leipzig, um die Produktion ihrer Elekrofahrzeuge CO2 neutral zu machen. Usw. usf.
Dass Anspruch und Wirklichkeit am Anfang nicht sofort zusammenpassen, muss man halt mal aushalten können. Seien wir doch froh, dass sich überhaupt etwas bewegt.
Die Vorteile eines Elektroantriebs liegen vor allem im möglichen Wirkungsgrad, der deutlich über dem des Verbrennungsmotots liegt.
Die Effizienz der verfügbaren, sehr guten Verbrennungsmotoren liegt schon sehr nah am maximal Möglichen(theoretisch vorgegeben durch Carnot), wohingegen elektrifizierte Antriebssysteme (inklusive Motor, Akku etc) noch viel Spielraum nach oben haben. Selbst wenn die Energie also aus Kohle kommen sollte, kann sie viel effizienter (sprich mit weniger effektiver Treibhausgasemission pro gefahrenem Kilometer) ausgenutzt werden.
Elektroautos können dann umweltfreundlich sein, wenn der Strom eben nicht mehr aus Kohle und Kernkraft gewonnen wird. Wenn man jetzt mit den Elektroautos wartet, bis die Umstellung abgeschlossen ist, kann man ewig warten, weil die Umstellung dann vermutlich gar nicht kommt.
Man mag sich drüber ärgern, aber die Tatsache, dass jetzt ernsthaft Elektroautos entwickelt und angeboten werden, verschafft der Umstellung auf die erneuerbaren Energien mehr Drive und auch mehr "Glaubwürdigkeit". Audi investiert in Windparks u.a. zur Erzeugung von Methangas. BMW baut vier Windkraftwerke aufs Werksgelände in Leipzig, um die Produktion ihrer Elekrofahrzeuge CO2 neutral zu machen. Usw. usf.
Dass Anspruch und Wirklichkeit am Anfang nicht sofort zusammenpassen, muss man halt mal aushalten können. Seien wir doch froh, dass sich überhaupt etwas bewegt.
Der ё-crossover, der lediglich 60PS hat, scheitert daran, dass er kein ABS und ESP hat. Schade, er hätte ein interessantes Fhzg zum angebotenen Preis sein können. Aber uns Verbrauchern wird immer mehr verwehrt, die Verantwortung für unser Handeln selbst zu übernehmen. Es wird uns eine höhere Lebensqualität durch "sinnvolle Reglementierungen" suggeriert, während wir alle Leichtigkeit des Lebens verlieren. Für mich keine positive Entwicklung.
Jetzt ist schon ESP Pflicht bei neuen PKW und Nutzis (seit diesem Monat).
bin schon ein Momentchen aus der Autobranche raus, hab's erst gar nicht geglaubt...
Kinners, wir werden verblödet!
Jetzt ist schon ESP Pflicht bei neuen PKW und Nutzis (seit diesem Monat).
bin schon ein Momentchen aus der Autobranche raus, hab's erst gar nicht geglaubt...
Kinners, wir werden verblödet!
Die Vorteile eines Elektroantriebs liegen vor allem im möglichen Wirkungsgrad, der deutlich über dem des Verbrennungsmotots liegt.
Die Effizienz der verfügbaren, sehr guten Verbrennungsmotoren liegt schon sehr nah am maximal Möglichen(theoretisch vorgegeben durch Carnot), wohingegen elektrifizierte Antriebssysteme (inklusive Motor, Akku etc) noch viel Spielraum nach oben haben. Selbst wenn die Energie also aus Kohle kommen sollte, kann sie viel effizienter (sprich mit weniger effektiver Treibhausgasemission pro gefahrenem Kilometer) ausgenutzt werden.
" Selbst wenn die Energie also aus Kohle kommen sollte, kann sie viel effizienter (sprich mit weniger effektiver Treibhausgasemission pro gefahrenem Kilometer) ausgenutzt werden."
Wie sicher sind Sie mit dieser Aussage? Mich macht in diesem Zusammenhang der Wirkungsgrad von Kohlekraft, der bei <46% liegt (vgl. http://de.wikipedia.org/w... ), Leitungs- und Speicherverluste (Fahrzeugbatterie!) noch gar nicht berücksichtigt, stutzig. Lasse mich aber gerne aufklären.
Einen ersten Schritt stellen die Stromer aber dar. Und der musste gegangen sein.
" Selbst wenn die Energie also aus Kohle kommen sollte, kann sie viel effizienter (sprich mit weniger effektiver Treibhausgasemission pro gefahrenem Kilometer) ausgenutzt werden."
Wie sicher sind Sie mit dieser Aussage? Mich macht in diesem Zusammenhang der Wirkungsgrad von Kohlekraft, der bei <46% liegt (vgl. http://de.wikipedia.org/w... ), Leitungs- und Speicherverluste (Fahrzeugbatterie!) noch gar nicht berücksichtigt, stutzig. Lasse mich aber gerne aufklären.
Einen ersten Schritt stellen die Stromer aber dar. Und der musste gegangen sein.
Zitat Bucklige Welt:Der ё-crossover, der lediglich 60PS hat, scheitert daran, dass er kein ABS und ESP hat.
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Ohne solch einen Schnickschnack kann man nicht mehr Auto fahren?
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Sind diese Teile vorgeschrieben, oder sind die "Kunden" von dieser Technik abhängig?
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Verwirrte Gruesse
Sikasuu
(Der >1.000.000km ohne solches Zubehör ausgekommen ist)
Vorgeschrieben bei allen neuen Modellen! Auch bei Klein- und Elektrofahrzeugen, wo der Nutzen fraglich ist, es somit unnötig die Anschaffungskosten und das Gewicht erhöht, folglich auch den Energieverbrauch.
Mit den Argumenten "Sicherheit" und "Umweltschutz" lassen sich heutzutage alle Unsinnigkeiten rechtfertigen.
Seit Nov 11 (laufender Monat) Vorschrift. Konnt's auch nicht glauben.
Bull**it!
Vorgeschrieben bei allen neuen Modellen! Auch bei Klein- und Elektrofahrzeugen, wo der Nutzen fraglich ist, es somit unnötig die Anschaffungskosten und das Gewicht erhöht, folglich auch den Energieverbrauch.
Mit den Argumenten "Sicherheit" und "Umweltschutz" lassen sich heutzutage alle Unsinnigkeiten rechtfertigen.
Seit Nov 11 (laufender Monat) Vorschrift. Konnt's auch nicht glauben.
Bull**it!
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